Mit diesen Blutdruckmessern liegst du richtig

Mit Bluthochdruck ist nicht zu spaßen. Damit du allerdings nicht ständig zum Arzt rennen musst, um deine Pumpe zu checken, gibt es zuverlässige Oberarm-Blutdruckmessgeräte. Die ersetzen natürlich keinesfalls eine ärztliche Therapie, unterstützen diese aber mit regelmäßigen Messdaten. Ein Blutdruckmessgerät für zu Hause sollte in erster Linie intuitiv zu bedienen sein. Wichtig ist auch die Manschettengröße. Die Pumpeinheit für den Oberarm muss nämlich richtig passen!

Acht Blutdruckmessgeräte mit und ohne App-Anbindung schicken wir in unseren Vergleichstest

Der arterielle Blutdruck setzt sich zusammen aus den Werten des systolischen beziehungsweise oberen Blutdrucks während der Anspannung des Herzes, also der Blut-Ausströmungsphase, und dem diastolischen, unteren Blutdruck. Wobei letzterer entsteht, wenn sich das Herz wieder mit Blut füllt. Während in der Arztpraxis die sogenannte auskultatorische Messung mit einer Druckmanschette und einem Stethoskop Anwendung findet, funktionieren die von uns getesteten Oberarmgeräte nach dem oszillometrischen Prinzip. Dabei ermittelt das Messgerät den oberen und unteren Blutdruck indem es die auf die Manschette übertragenen Schwingungen der Gefäßwand registriert. Außerdem nehmen die Oberarmgeräte im Testfeld auch eine Pulsmessung vor. Der Blutdruck wird mit der Einheit Millimeter-Quecksilbersäule (mmHg) angegeben, in den USA als „Torr“ bezeichnet.

Bei automatischen Blutdruckmessgeräten sollte die Messgenauigkeit immer angegeben sein. Laut Medizinproduktgesetz muss sie bei +/- 3 mmHg liegen. Das erfüllen alle Messgeräte in unserem Test und lassen sich daher bedenkenlos verwenden. Vier der von uns getesteten Oberarmgeräte verfügen über eine App-Anbindung als Zusatzfunktion. Bei den anderen vier Messgeräten musst du deinen Blutdruckpass von Hand ausfüllen. Gespeichert werden die Messdaten von allen Geräten im Testfeld. Preislich liegen die von uns getesteten Oberarmmessgeräte zwischen 20 und 250 Euro*.

In diesen Kategorien testen wir

  • Verarbeitung: Wir legen Wert auf ein hochwertig verarbeitetes Gehäuse mit übersichtlichem Display. Die Qualität der Manschette für den Oberarm bewerten wir ebenfalls.
     
  • Bedienkomfort: Ein Blutdruckmessgerät muss einfach zu bedienen sein. Das gilt sowohl für die Steuerung der Messstation als auch für die Manschette. Letztere sollte sich nämlich leicht auch ohne fremde Hilfe anlegen lassen. In dieser Kategorie werfen wir auch einen Blick auf die App-Verknüpfung, wenn das Gerät über eine solche verfügt.
     
  • Messkomfort: Die Manschette sollte angenehm sitzen. Sitzt sie im aufgepumpten Zustand zu stramm, kann das zu schmerzhaften Druckstellen führen. In dieser Kategorie bewerten wir auch den Funktionsumfang der Testmodelle. Die Messgenauigkeit können wir nicht unter Laborbedingungen prüfen. Wir orientieren uns an den Vorgaben laut Medizinproduktgesetz, eventuellen Prüfsiegeln und Zertifikaten.

Starker Testsieger: Omron X7 Smart Blutdruckmessgerät

Das Omron X7 Smart überzeugt in allen Testkategorien. Besonders gut gefällt uns, wie leicht sich die Manschette am Oberarm anbringen lässt. Die Bedienung ist erfreulich intuitiv. Gleiches gilt für die unkomplizierte App, mit der du das Blutdruckmessgerät koppeln kannst. Wo die Stärken des Omron X7 Smart liegen und ob es auch Schwachpunkte hat, erfährst du in unserem Einzeltest.

Preis-Leistungs-Sieger: Sanitas BPM 22

Mit dem Sanitas BPM 22 holst du dir ein preiswertes und unkompliziertes Blutdruckmessgerät ins Haus. Aber nicht nur dir selbst, denn das Gerät können bis zu vier Nutzer parallel verwenden, ohne dabei die Messdaten durcheinander zu bringen. Allerdings kommt das BPM 22 ganz ohne App-Anbindung aus. Ob das ein Nachteil ist und wie das Blutdruckmessgerät von Sanitas sich im Test schlägt, liest du in unserem Einzeltest.  

Kontrolle für die Pumpe: Diese Blutdruckmessgeräte testen wir ebenfalls

Neben den beiden Siegern testen wir sechs weitere Blutdruckmesser. Vom High-Tech-Modell bis zum günstigen Analog-Gerät ist für jeden Geschmack etwas dabei. So haben die Blutdruckmessgeräte im Test abgeschnitten.

Braun ExactFit 5: Misst im Schonverfahren

Das schicke „Braun ExactFit 5“ wirkt auf den ersten Blick etwas klobig. Insbesondere die Messstation ist deutlich größer als die der Konkurrenten im Testfeld. Allerdings punktet das ExactFit 5 mit seiner eleganten Optik und den beiden beiliegenden Manschetten. Eine mit Manschettengröße für einen Armumfang zwischen 22 und 32 Zentimeter und eine für angehende Bodybuilder mit Oberarmen zwischen 32 und 42 Zentimetern. Das Einrichten ist ebenso unkompliziert wie die anschließende Bedienung. Sehr angenehm ist das schonende Aufpumpen der Manschette. Wir finden das Braun ExactFit 5 misst den Blutdruck im Test am angenehmsten.

Das Braun ExactFit 5 ist mit einem Prüfsiegel der Europäischen Hochdruckliga (ESH) versehen und somit klinisch validiert. Seine Messgenauigkeit liegt laut Hersteller bei den gesetzlich vorgeschriebenen +/- 3 mmHg. Am Displayrand kannst du deinen Blutdruckbereich anhand des WHO-Indikators (siehe FAQ) einordnen. Die farbige Ampel hilft dir, deine Messergebnisse sofort einzuordnen. Herzrhythmusstörungen registriert das Messgerät ebenfalls. Nach jeder Messung speichert das Gerät den systolischen und diastolischen Blutdruck, die Pulsfrequenz sowie Datum und Uhrzeit. Für zwei parallele Nutzer stehen jeweils 60 Speicherplätze zur Verfügung. Der Durchschnittswert wird mit einem Knopfdruck ermittelt. Zudem bekommst du einen Hinweis, sollte das Gerät anhand der Messdaten morgendlichen Bluthochdruck registrieren. Auf eine App-Anbindung verzichtet das ExactFit 5. Wenn du darauf Wert legst, bietet dir die Ausführung des Modells mit App-Anbindung, das ExactFit 5 Connect, gegen einen Aufpreis von knapp 30 Euro* diese Option.

Fazit: Das analoge Braun ExactFit 5 Blutdruckmessgerät überzeugt im Test mit einer komfortablen Manschette, sehr guter Verarbeitung, intuitiver Bedienung und einem großen Display. Zwar fehlt uns die App-Funktion, das Blutdruckmessgerät hinterlässt aber trotzdem einen sehr guten Eindruck im Test. Wenn du ein zuverlässiges und gut verarbeitetes Blutdruckmessgerät suchst, bist du hier richtig.

Der Tekkie im Testfeld: Withings BPM Connect Blutdruckmessgerät

Das kompakte „Withings BPM Connect“ Blutdruckmessgerät ist ein regelrechter Tekkie unter den Modellen in unserem Test. Auf eine Messstation im herkömmlichen Sinne verzichtet es komplett. Den Job übernimmt dein Smartphone. Dafür benötigst du allerdings die „Health Manager App“ von Withings und musst dich registrieren. Die hochwertig verarbeitete Messeinheit ist direkt an der Manschette für den Oberarm angebracht. Sie eignet sich für einen Armumfang zwischen zwischen 22 und 42 Zentimeter. Betrieben wird das Ganze über einen fest verbauten Akku, den du via USB-Kabel auflädst. Die Einrichtung und die Koppelung des BPM Connect mit der App ist etwas komplexer und langwieriger als bei der Konkurrenz. Ist beides eingerichtet, benötigst du dein Smartphone zum Messen nicht mehr zwangsläufig. Zwar ist das Modell weder mit einem Siegel der Deutschen Hochdruckliga (DHL) noch mit einem der Europäischen Hochdruckliga (ESH) versehen und lediglich als Medizinprodukt zertifiziert, die gesetzlich vorgeschriebenen +/- 3 mmHg Messgenauigkeit erfüllt es jedoch laut Withings.

Praktisch ist die automatische Dreifachmessung. Bei dieser Zusatzfunktion misst das Gerät deinen Blutdruck innerhalb weniger Minuten dreimal und erstellt automatisch einen aussagekräftigen Mittelwert, um so Messfehler zu vermeiden. Die Messeinheit sendet die Daten via Bluetooth automatisch an dein Smartphone, das deinen digitalen Blutdruckpass speichert. Am Blutdruckmessgerät selbst kannst du über eine LED Anzeige deinen Blutdruck und die Pulsfrequenz ablesen. Eine grüne, gelbe oder rote LED informiert dich, in welchem Bereich sich dein Blutdruck bewegt. Alle Messdaten kannst du dir detailliert in der App ansehen. Dort wirst du auch über etwaige Herzrhythmusstörungen informiert. Nach Absprache mit deinem Arzt kannst du die App so einrichten, dass die Daten direkt an den Doc gesendet werden.

Fazit: Das Withings BPM Connect ist etwas für dich, wenn du deine Vitaldaten mit dem Smartphone überwachst beziehungsweise dein Telefon als Fitnesscomputer verwendest. Es ist eine elegante Lösung mit sinnvollen Zusatzfunktionen, deinen Blutdruck auf diese Weise zu überwachen.

Boso Medicus X: kompakt, unkompliziert & gut

Das kleine „Boso Medicus X“ Blutdruckmessgerät punktet mit guter Verarbeitung bei Messstation und Oberarmmanschette. Der Funktionsumfang ist allerdings überschaubar. Wie das Messgerät in unserem Test abgeschnitten hat, erfährst du in einem ausführlichen Einzeltest.

Withings BPM Core: High-Tech mit leichten Schwächen

Im Vergleich zum hochtechnisierten Withings Connect legt das „BPM Core“ aus dem gleichen Haus noch einen drauf. Nicht kleckern, klotzen ist die Devise. Denn neben Blutdruckmessen liefert dir das Core auch noch eine EKG-Funktion und ein digitales Stethoskop. Doch leider streikt die EKG-Funktion in unserem Test immer wieder. Da ist Geduld gefragt - wenn das mal nicht den Blutdruck hochtreibt! Die Verarbeitung des als Medizinprodukt zertifizierten Messgerätes ist tadellos. Allerdings ist das Messgerät fest an der Manschette für den Oberarm fixiert und der Blutdruckmesser dadurch etwas schwer und wuchtig. Das Anlegen der Manschette ist dank der integrierten Halteklammer mit einer Hand machbar. Doch finden wir die komplette Messeinheit recht unhandlich und es dauert bis das Ding richtig am Oberarm sitzt. Wirklich angenehm oder bequem ist das Core dann auch während der Messung nicht.

Um das BPM Core auszureizen musst du es mit der App „Withings Health Manager“ auf deinem Smartphone verknüpfen. Die App übernimmt die Aufbereitung der erfassten Daten und dient als digitaler Blutdruckpass. Das Gerät selber zeigt dir nur mit einer LED-Anzeige den aktuellen Messwert an. Bei soviel Technik und Zusatzfunktionen steigt Tante Grete mit ihren 80 Jahren eher aus. Das High-Tech Blutdruckmessgerät richtet sich ganz gezielt an diejenigen, die ihre Vitaldaten bereits ohnehin digital verwalten. Sei es via Fitnesstracker, Smartwatch oder Fahrradcomputer. Technisch ist das Core State of the Art. Die Messungen sind präzise, die Kopplung mit der App unkompliziert und die Aufbereitung der Daten durch die App sehr gut. Dennoch hakt es immer wieder bei der EKG-Funktion, denn es ist gar nicht so einfach, das Stethoskop so zu platzieren, dass die Messung klappt. Wir kriegen reihenweise Fehlermeldungen. Da ist Geduld und Ausprobieren gefragt. Das wird deinen einen oder anderen beim stolzen Preis von 250 Euro* für das Withings BPM Core vielleicht abschrecken.

Fazit: Das Withings BPM Core ist ein hervorragend verarbeitetes aber gleichzeitig auch sündhaft teures Blutdruckmessgerät. Die Bedienung geht mit der Zeit in Fleisch und Blut über. Wir finden andere Modelle im Test einfacher anzulegen und vor allem während der Oberarmmessung angenehmer. Das Withings BPM Core Blutdruckmessgerät ist etwas für dich, wenn du deine Vitaldaten minutiös digital aufbereitet haben möchtest.

Medisana BU 510: Ohne Schnickschmack und einfach zu bedienen

Das „Medisana BU 510“ punktet mit seiner recht guten Verarbeitung. Die Manschette für den Oberarm lässt sich einfach anlegen. Das übersichtliche Display und die einfache Bedienung qualifizieren es für den Hausgebrauch. Zudem liefert es plausible Messdaten. Als zertifiziertes Medizinprodukt erfüllt es die Anforderung einer +/- 3 mmHg Messgenauigkeit. Gut finden wir, dass zwei Personen das Blutdruckmessgerät parallel nutzen können und dabei jeweils 90 Speicherplätze für ihre Messdaten zur Verfügung haben. 

Auf Knopfdruck wird dir sofort ein Mittelwert aller Messergebnisse angezeigt. Abgesehen von einer Abschaltautomatik hat das BU 510 keine Zusatzfunktionen. Auf eine App-Anbindung verzichtet das Medisana ebenfalls komplett. Uns gefällt die farbige Risiko-Indikator-Skala gemäß WHO-Empfehlungen.

Fazit: Das Medisana Modell in unserem Test ist gut verarbeitet und leicht zu bedienen. Auf eine App-Anbindung verzichtet es. Wenn du auf der Suche nach einem unkomplizierten und darüber hinaus günstigen Blutdruckmessgerät für gelegentliche Messungen bist, ist das Medisana BU 510 genau das richtige für dich.

Beurer BM 54: Gut mit etwas schwierigem Handling

Das „Beurer BM 54“ Blutdruckmessgerät für den Oberarm ist erfreulich einfach zu bedienen. Es erinnert hinsichtlich Verarbeitung an das Medisana BU 510. Die Blutdruckmanschette eignet sich für einen Umfang zwischen 22 und 44 Zentimetern. Der Klettverschluss ist dadurch etwas lang und das Anlegen mit einer Hand erfordert zunächst Übung. Das funktioniert bei den kompakteren Manschetten der Konkurrenten im Test besser. Körperlich beeinträchtigte Menschen dürften da eventuell Probleme haben. Die Messung startet automatisch 5 Sekunden nachdem du das Beurer Messgerät eingeschaltet hast. Das Beurer Blutdruckmessgerät ist ESH zertifiziert, erfüllt also auch die Vorgaben von +/-3 mmHg Messgenauigkeit. Es zeigt dir auf Knopfdruck den Durchschnittswert der gespeicherten Messwerte an.

Hilfreich finden wir die farbliche Ampelskala des Risiko-Indikators. Die zeigt dir auf einen Blick genau an, wenn du im sprichwörtlich grünen Bereich bist oder wenn du deinen Blutdruck mal beim Arzt checken lassen solltest. Das BM 54 warnt mit seiner Arrhythmie-Erkennung zudem bei Herzrhythmusstörungen. Bekommst du diese Warnung auch bei mehrmaligem Nachmessen angezeigt, solltest du einen Arzt aufsuchen. Die Verknüpfung mit der „Beurer HealthManager“ App ist unkompliziert. Um die übersichtlich gestaltete App zu nutzen, musst du dich mit deiner Email-Adresse registrieren. Das Blutdruckmessgerät BM 54 von Beurer können zwei Personen parallel verwenden. Es stehen jeweils 60 Speicherplätze für Messdaten zur Verfügung. Dank Abschaltautomatik kannst du es nach dem Messen einfach in den Schrank packen.  

Fazit: Das Beurer BM 54 punktet mit intuitiver Bedienung, großem Display und guter App-Anbindung. Das Anlegen der Manschette ist etwas fummelig. Dafür speichert es die Daten von zwei Nutzern parallel.

So haben wir getestet

Zunächst begutachten wir schon während des Auspackens die Verarbeitung der Messstationen und der dazugehörigen Manschette für den Oberarm. Sechs der Blutdruckmessgeräte in unserem Test funktionieren mit Batterien, die gehören allesamt zum Lieferumfang dazu. Die beiden Modelle von Withings werden über einen fest verbauten Akku betrieben. Den müssen wir vor Testbeginn zunächst aufladen. Als nächstes geht es an die Bedienung der Blutdruckmessgeräte. Die sollte möglichst intuitiv sein. Da haben der Testsieger von Omron sowie die Messgeräte von Boso, Braun, Medisana und Sanitas die Nase vorn. Die Menüführung ist hier simpel gehalten und schnell verinnerlicht. Bei den vier Blutdruckmessgeräten im Test, die über eine App-Anbindung verfügen, testen wir, wie einfach sich das Blutdruckmessgerät mit der App koppeln lässt und wie intuitiv die Steuerung der App ist. Die Apps von Omron, Beurer und Withings sind übersichtlich und unkompliziert.

Wir testen, wie leicht sich die Oberarmmanschette ohne fremde Hilfe anlegen lässt. Auch körperlich beeinträchtigte Menschen sollten das ohne Probleme schaffen. Hier hadern wir etwas mit der langen Manschette von Beurer. Die Manschette des Withings BPM Core ist konstruktionsbedingt mit Halteklammer und Messeinheit ziemlich schwer, weswegen sie sich etwas schwieriger ausrichten lässt. Gut klappt das Anlegen bei Omron, Braun, Sanitas und Boso. Hinsichtlich der Messgenauigkeit orientieren wir uns an den Vorgaben laut Medizinproduktgesetz, eventuellen Prüfsiegeln und Zertifikaten. Denn unter Laborbedingungen können wir sie nicht prüfen. Um ein Gefühl für die Blutdruckgeräte zu bekommen, messen wir mit jedem Messgerät mehrmals über den Zeitraum von 15 Minuten den Blutdruck im Abstand von 3 Minuten. Wichtig ist uns der Messkomfort, das heißt wie komfortabel oder unkomfortabel ist der Sitz, das Aufpumpen und eventuelle Nachpumpen der Manschette.

Darauf solltest du bei der Entscheidung für ein Blutdruckmessgerät achten

Regelmäßiges Blutdruckmessen stellt keine alleinige Therapie bei erhöhtem Blutdruck oder Bluthochdruck dar! Das Messen unterstützt lediglich die ärztliche Therapie mit einer Datenerfassung. Wenn du dir ein neues Blutdruckmessgerät kaufst, kann es sein, dass die Messergebnisse sich von den Messdaten bei deinem Arzt unterscheiden. Das kann an mehrere Faktoren liegen, in erster Linie sind allerdings die unterschiedlichen Messmethoden dafür verantwortlich. Während dein Hausarzt eine auskultatorische Messung vornimmt, arbeiten Oberarmmessgeräte für zu Hause mit oszillometrischer Messung. Dabei können die Daten +/- 5 mmHg von aneinander abweichen. Du solltest dein neues Blutdruckmessgerät mit zum nächsten Arzttermin nehmen und die Daten abgleichen.

HinweisZur Eignung von oszillometrischen Messgeräten

Oszillometrische Blutdruckmesser eignen sich nicht unbedingt für jeden. So empfehlen Mediziner, die Modelle bei erhöhter Arteriensteifigkeit, Diabetes oder Tremor (Muskelzittern) nicht zu verwenden. Auch bei Arrhythmie-Patienten, also Personen mit Herzrhythmusstörungen, ist die oszillometrische Oberarmmessung ungeeignet.

Fehlerquellen bei der selbstständigen Blutdruckmessung

Bevor du deinen Blutdruck misst, solltest du etwa 5 Minuten entspannen und zur Ruhe kommen. Eine halbe Stunde vorher keinen Sport treiben, nicht Rauchen, keinen Kaffee trinken oder essen. So kann beispielsweise das Rauchen und Kaffee trinken den systolischen Wert bis zu 10 mmHg erhöhen und die Messgenauigkeit beeinträchtigen. Erhöhter Stuhl – und Harndrang sogar um bis zu 27 mmHg. Also vor dem Blutdruckmessen auf die Toilette gehen! Du solltest aufrecht mit geradem Rücken sitzen. Beide Füße fest auf dem Boden, ohne die Beine zu überkreuzen. Die Oberarmmanschette sollte sich auf Herzhöhe befinden. Den Arm mit der Manschette legst du entspannt auf die Stuhllehne oder den Tisch. Miss deinen Blutdruck zu gleichen Tageszeiten, also beispielsweise morgens und abends. Kommt dir ein Wert zu hoch vor, nimm ein paar Minuten später eine Wiederholungsmessung vor. Zwischen den Messungen sollten mindestens 2 bis 3 Minuten liegen, damit sich die Blutgefäße nach dem Zusammendrücken durch die aufgepumpte Manschette wieder vollständig mit Blut füllen können.

Häufig gestellte Fragen zu Blutdruckmessgeräten

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