Monsterjagd im Sitzen – 10 Gaming Stühle im Vergleich

Ein gutes Game fesselt schon mal mehrere Stunden. Damit du nicht wegen Rückenschmerzen aufhören musst, bevor du den Endgegner alle gemacht hast, solltest du auf einem bequemen Gaming Stuhl in die Schlacht ziehen. Aber das gute Stück soll ja nicht nur bequem sein, sondern mit seiner Racingoptik auch etwas hermachen. Nachdem wir uns schon neun Bürostühle genau angesehen haben, testen wir nun für dich zehn Gaming Stühle auf Herz und Nieren. Eines vorneweg: Während die Gaming Stühle optisch punkten, können sie den getesteten Bürosesseln in Sachen Sitzkomfort nicht das Wasser reichen. So verzichten alle Gaming Stühle im Test auf eine in die Rückenlehne integrierte, einstellbare Lordosenstütze, die die gebogene Form des Lendenbereichs stabilisieren soll. Bei einem Gaming Stuhl übernimmt diese Funktion ein in der Höhe verstellbares separates Kissen. Die können eine gute Lordosenstütze nicht komplett ersetzen, erfüllen für eine gewisse Sitzdauer jedoch ihren Zweck. Wir werfen die Konsole an und zocken auf zehn Gaming Stühlen zwischen 120 und 350 Euro.

In diesen Kategorien testen wir

  • Material und Verarbeitung: Bei einem hochwertigen Gaming Stuhl sind die Nähte der Bezüge gut verarbeitet. Wir legen Wert auf ein robustes Stuhlgestell und ein stabiles Fußkreuz. Zudem interessiert uns, für welches Maximalgewicht die Stühle ausgelegt sind.
     
  • Sitzkomfort: Je bequemer, desto besser! Ein Gaming Stuhl sollte dir nicht die Tränen in die Augen treiben. Sitzfläche und Rückenlehen sind bei guten Stühlen ergonomisch geformt. Außerdem wollen wir wissen, ob sich die Armlehnen sowie Lenden- und Nackenkissen einfach an deine Bedürfnisse anpassen lassen?
     
  • Funktionalität: Hier beurteilen wir, wie einfach du die teilmontierten Gaming Stühle zusammenbauen kannst. Wie einfach lässt sich die Sitzhöhe verstellen? Welche weiteren Einstellmöglichkeiten gibt es?

Zehn Zockerhocker im direkten Vergleich. Schnittig sind sie alle, aber hinsichtlich des Sitzkomforts git es große Unterschiede im Testfeld

DXRacer Formula 08 Gaming Stuhl: Schicker und bequemer Testsieger

Den Testsieg räumt der DXRacer Formula 08 Gaming Stuhl ab. Er überzeugt mit einer hochwertigen Verarbeitung und dem besten Sitzkomfort im Test. So gebettet spielen wir die ganze Nacht durch. Was der DXRacer Gaming Stuhl noch so drauf hat erfährst du in unserem Einzeltest zum Sieger.

Preis-Leistungs-Sieger: Sharkoon Skiller SGS2 Gaming Stuhl

Wenn der Sharkoon Skiller Gaming Stuhl auftaucht, machen nicht nur Piraten große Augen. Der Sessel ist bei Lieferung erfreulicherweise vormontiert. So ist der Aufbau in weniger als einer Viertelstunde unter Dach und Fach. Der Stuhl selbst ist recht bequem, wenn auch kein Komfort-Bürostuhl. Uns gefällt der blau-schwarze Polsterbezug aus Stoff. Wenn dir die Farbe nicht zusagt, kannst du ihn auch in grün, rot oder grau bestellen. Kein Quietschen und Knarzen wie bei den Stühlen im Test mit Kunstlederoberfläche. Eben lautlos wie ein Hai. Zudem wird der Stuhl mit der Zeit nicht zu warm, auch wenn’s im Game mal hitzig wird. Verarbeitet ist der Sharkoon sehr gut. Das gilt für die Schaumstoffpolster, die Stoffbezüge und das Fußkreuz aus Stahl gleichermaßen. 

Etwas hochwertiger würden wir uns die gebremsten Teppichbodenrollen wünschen. Abstriche musst du auch bei den Armlehnen machen: Die sind zwar in Höhe und Tiefe verstellbar, allerdings verrutschen die Lehnen sehr schnell, wenn du daran ziehst. Leider hat die Sitzfläche etwas Spiel nach links und rechts. Angenehm leichtgängig finden wir die Wippfunktion. Und auch das Neigen der Rückenlehne bis maximal 160 Grad mittels Schalthebel an der Seite ist komfortabel. Der Sharkoon verzichtet wie alle Gaming Stühle im Test auf eine integrierte und einstellbare Lordosenstütze zur Stabilisierung des Lendenbereichs, wie sie etwa ein hochwertiger Bürostuhl hat. Das Lendenkissen lässt sich ebenso leicht an deine Bedürfnisse anpassen wie das Nackenkissen. Der Hebel für die Einstellung der Sitzhöhe ist beim Sharkoon etwas schwer zu erreichen. Das kostet ein paar Punkte. Ausgelegt ist der Gaming Stuhl für 110 Kilogramm. Da stemmen andere Modelle im Test deutlich mehr. 

Fazit: Der Sharkoon Skiller SGS2 ist zwar nicht der Hai im Karpfenteich, aber ein solider und vergleichsweise günstiger Gaming Stuhl mit ordentlichem Sitzkomfort.

Gaming Stühle fürs nächste Level

Um herauszufinden, in welchem Gaming Stuhl es sich am besten zockt, haben wir neben dem Testsieger und dem Preis-Leistungs-Sieger noch acht weitere Drehsessel zum Daddeln ausprobiert. So haben die übrigen Kandidaten im Test abgeschnitten. 

AKRACING Core EX Gaming Stuhl: Starker zweiter Platz

Zusammengebaut ist der „AKRACING Core Ex“ Gaming Stuhl kurz und schmerzlos. Wir nehmen Platz und sind angenehm überrascht. Der robuste Zockerhocker ist ausgesprochen bequem. Die Verarbeitung der Stoffpolster finden wir sehr gut. Die Armlehnen sind schön breit und lassen sich einfach in der Höhe und in der Tiefe verstellen. Du kannst sie auch zur Seite drehen. Gut finden wir daran, dass die Armlehnen nicht so leicht wieder verrutschten wie bei einigen Konkurrenten im Vergleich. Die Kissen für den Lendenbereich und den Nacken sind mit dem gleichen Stoff bezogen wie die Polster von Sitzfläche und Rückenlehne. Das Material finden wir angenehmer als die quietschenden Kunstlederbezüge des Noblechair oder des Woltu, auch wenn es sich im Test hin und wieder leicht statisch auflädt. Das Fußkreuz ist aus solidem Metall gefertigt, die gebremsten Teppichbodenrollen laufruhig.

Leider kommt auch der AKRACING Stuhl wie alle Testkandidaten ohne Lordosenstütze aus. Zum Abstützen des Lendenbereichs dient lediglich das schon erwähnte höhenverstellbare Kissen. Die Wippfunktion ist sehr starr eingestellt. Da müssen wir ganz schön an der Stellschraube kurbeln, bis wir im Sitzen entspannt nach hinten wippen können. Dann aber federt die Rückenlehne wie gewünscht. Neigen kannst du sie um ganze 180 Grad. Perfekt für das Nickerchen nach dem anstrengenden Bossfight. Im Gegensatz zu den Konkurrenten im Test ist der Hebel für die Verstellung der Sitzhöhe und Verriegelung der Rückenlehne leicht zu erreichen. Der robuste AKRACING Gaming Stuhl trägt satte 150 Kilogramm. Der Spitzenwert im Testfeld. Angesichts der hochwertigen Verarbeitung nehmen wir dem Stuhl das auch ab. Zur Auswahl stehen dir übrigens fünf verschiedene Farben.

Fazit: Der AKRACING ist wohl mit der bequemste Gaming Stuhl im Test. Nur der Testsieger ist hier eine Spur besser. Hinzu kommen eine sehr hochwertige Verarbeitung und ein angenehmer Stoffbezug. Preislich liegt er im oberen Drittel.

Nitro Concepts S300 Gaming Stuhl: Eleganter Daddelthron

Mit seinem dezenten schwarzen Stoffbezug wirkt der „Nitro Concepts S300“ Gaming Stuhl ausgesprochen elegant. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig. Das gefällt uns gut. Die Montage ist schnell und unkompliziert erledigt. In Sachen Sitzkomfort gehört der Gaming Stuhl zu den bequemeren Testkandidaten. Sitzfläche und Rückenlehne fühlen sich mit ihrer Kaltschaumpolsterung angenehm an. Der Stuhl ruht auf einem robusten Fußkreuz aus Metall und Kunststoff. Gut gefällt uns auch die Wippfunktion. Wie bei den anderen Gaming Stühlen im Test kannst du die nach Belieben verriegeln oder zum Wippen öffnen. Den Hebel zum Neigen der Rückenlehne findest du rechts. Ziehst du daran, legst du die Lehne bis maximal 135 Grad um. Das reicht für ein kurzes Nickerchen zwischen den Levels. Gut zu erreichen ist der Mechanismus zum Einstellen der Sitzhöhe.

Das Lendenkissen ist erfreulicherweise nicht so klobig wie bei anderen Modellen im Test, erfüllt aber dennoch seinen Zweck. Eine vollwertige Alternative zu einer Lordosenstützewie sie hochwertige Bürodrehstühle habenist dieses Kissen jedoch nicht. Der massive Zockerhocker von Nitro Concepts hievt bis zu 135 Kilogramm in den Gamerhimmel. Wir sind eigentlich ganz angetan vom S300. Allerdings gefallen uns seine verstellbaren Armlehnen überhaupt nicht. Die verrutschen sehr schnell nach vorne. Bewegst du dich mit deinem Gaming Stuhl in Richtung Monitor und hältst dabei die Lehnen fest, verstellst du sie sofort. Da würden wir uns für einen Stuhl der oberen Preiskategorie etwas hochwertigere Armlehnen wünschen. In Sachen Farbwahl kleckert der S300 nicht, er klotzt: Ganze elf verschiedene Farben stehen dir zur Auswahl. 

Fazit: Der S300 Gaming Stuhl von Nitro Concepts ist ein ebenso bequemer wie eleganter Sessel. Während uns der Sitzkomfort überzeugt, gibt es Punktabzug für die Armlehnen, die allzu leicht verrutschen.

Noblechairs Epic Gaming Stuhl: Wuchtige Erscheinung

Der Aufbau des „Noblechairs Epic“ Gaming Stuhls ist einfach zu bewerkstelligen. Die vorgeborten Löcher für die Schrauben passen. Mit etwas handwerklichem Geschick hast du den Stuhl ruckzuck aufgebaut. Die Verarbeitung der Sitzfläche und der Rückenlehne ist robust und hochwertig. Etwas hochwertiger wünschen wir uns bei einem Gaming Stuhl für 350 Euro die Armlehnen. Die sind einerseits in der Höhe, in der Tiefe und auch seitlich verstellbar, wirken aber nicht so hochwertig verarbeitet wie der Rest des Stuhls. Gut gefällt uns das stabile Fußkreuz aus Metall. Auch mit seinen gebremsten Teppichbodenrollen punktet der Epic. Die verhindern, dass dir der Stuhl unterm Hintern wegrollt, wenn du beim Kampf gegen den Endgegner mal aufstehen musst.

Der Bezug besteht aus veganem Kunstleder. Insgesamt stehen dir zwölf unterschiedliche Designs zur Auswahl. Der Sitzkomfort ist recht gut. Allerdings ist das Kunstleder nicht atmungsaktiv und wird im Test auf Dauer warm. Zudem quietscht das Oberflächenmaterial hörbar, wenn du darauf herumrutschst – also nicht unbedingt etwas für Stealth Games. Gut gefällt uns die Wippfunktion. Du kannst mit dem Stuhl nach hinten schaukeln und die Rückenlehne in der gewünschten Position verriegeln. Leider verzichtet der Epic auf eine Synchronmechanik (siehe FAQ) und eine Lordosenstütze. Als Ersatz für letztere dient ein kleines Kissen. Die beiden Hebel zur Verstellung der Sitzhöhe und Verriegelung Rückenlehne finden wir schwer zu erreichen. Bisdu vom Endkampf erschöpft, lässt sich die Lehne auch mit einem Zug am Hebel um 135 Grad nach hinten legen und du kannst dir ein kurzes Nickerchen gönnen. Die Sitzhöhe zwischen 48 und 58 Zentimeter eignet sich für große Personen sehr gut. Bist du eher klein dann ist eine gesunde und gleichzeitig bequeme Sitzposition nicht so gut möglich. Ausgelegt ist der Epic Gaming Stuhl für 120 Kilogramm.

Fazit: Ein solider Gaming Stuhl, der für drei bis vier Stunden ordentlichen Sitzkomfort bietet, nach und nach aber unbequemer wird. Kein Vergleich zu einem hochwertigen Bürostuhl, die zum gleichen Preis erhältlich sind.

Corsair T2 Road Warrior Gaming Stuhl: Klar zum Entern

Her mit dem Piratenspiel! Auf dem „Corsair T2 Road Warrior“ Gaming Stuhl entert es sich eigentlich ganz bequem. Verarbeitet ist die elegante Wuchtbrumme sehr gut. Die Nähte sind fehlerfrei, die Bohrungen für die Schrauben passen exakt. Der Zusammenbau gleicht so gesehen einem unteren Tetris-Level. Gut gefallen uns die breiten Armlehnen. In schicker Karbon-Optik gehalten, kannst du sie in der Tiefe, in der Höhe und auch in der Breite verstellen. Die Polsterbezüge von Rückenlehne und Sitzfläche sind aus Kunstleder. Das Material wirkt auf uns hochwertiger als bei den Modellen von Noblechair und Woltu. Auch quietscht es nicht so penetrant, wenn du dich bewegst. Der Sitzkomfort ist gut. Im ersten Moment wirkt der Corsair etwas hart, allerdings haben wir nicht nach kürzester Zeit das Gefühl auf einem Brett zu sitzen. Neigen kannst du die Rückenlehne bis maximal 170 Grad. Die Farbpalette umfasst fünf verschiedene Ausführungen.

Die Rückenlehne hat etwas zu viel Spiel nach hinten. Selbst wenn die Wippfunktion verriegelt ist, kippelst du etwas vor und zurück. Das kostet den Freibeuterthron ein paar Punkte. Während das Fußkreuz aus Metall sehr robust ist und notfalls als Anker dienen kann, ist bei den ungebremsten Hartbodenrollen noch deutlich Luft nach oben. Wir hadern mit den Rollerblade-ähnlichen Rädern, die aussehen wie aus dem Skaterpark geklaut. Und bei starkem Seegang rollst du damit garantiert von Deck. Nacken- und Lendenkissen des Gaming Stuhls punkten wiederum mit einer samtartigen Oberfläche und schmiegen sich angenehm an den Rücken respektive den Nacken. Nicht gut gefällt uns die geringe Sitzhöhe des getesteten Corsair T2. An einem gewöhnlichen Schreibtisch hast du mit dem Stuhl keine Freude. Die ab Werk angegebene Sitzhöhe zwischen 51,5 und 60 Zentimeter können wir nicht bestätigen. Unser Testmodell hievt uns gerade einmal 41 Zentimeter über den Boden: Denn die Gasdruckfeder streikt im Test nach einigen Tagen und eine Verstellung der Sitzhöhe ist nicht mehr machbar. Das trübt den eigentlich sehr guten Gesamteindruck des Shooterschemels und gibt nochmals Abzug. 

Fazit: Der Corsair T2 Road Warrior ist im Grunde ein sehr guter Gaming Stuhl. Allerdings stört die fehlerhafte Gasdruckfeder im Test bei einem vergleichsweise hohen Preis das Gesamtbild und verhindert eine Platzierung in der Spitzengruppe.

Arozzi Verona Pro V2 Gaming Stuhl: Angenehm breite Sitzfläche

Der schnittige „Arozzi Verona Pro V2“ Gaming Stuhl punktet mit einer angenehm breiten Sitzfläche. Die Montage des ordentlich verarbeiteten Stuhls klappt gut und geht unkompliziert von der Hand. Der Sitzkomfort ist solide. Da befindet er sich unserer Ansicht nach im gesicherten Mittelfeld der Kandidaten im Test. Der Kunstlederbezug quietscht nicht. Auch schwitzen wir nicht schon nach einer halben Stunde im Stuhl. Und wenn, liegt’s eher am Game als am Hocker. Die Rückenlehne lässt sich einfach bis maxinal 180 Grad nach hinten neigen. Für ein Schläfchen reicht‘s. Uns gefallen die Kunststoffabdeckungen links und rechts an den Gelenken der Rückenlehne nicht. Die wirken arg klapprig.

Auch hat die Sitzfläche Spiel nach links und rechts. Die Wippfunktion wiederum überzeugt. Sie wirkt angenehm und wertet den Sitzkomfort deutlich auf. Schade finden wir, dass sich die Armlehnen nur in der Höhe verstellen lassen. Für einen nicht gerade preiswerten Gaming Stuhl eher schwach. Immerhin kannst du zwischen sechs verschiedenen Farben auswählen, während unseres Tests sind allerdings nur drei lieferbar. Angegeben ist die maximale Belastbarkeit mit 130 Kilogramm. Angesichts des deutlichen Spiels des Stuhls nach links und rechts befürchten wir, dass er ein solches Gewicht nicht lange mitmacht.

Fazit: Der Arozzi Verona Pro 2 Gaming Stuhl ist ein solider nicht ganz günstiger Stuhl. Er punktet mit einer breiten Sitzfläche, überzeugt uns mit seiner Verarbeitung aber nicht wirklich.

Robas Lund DX Racer 1 Gaming Stuhl: Solide mit kleinen Schwächen

Zusammengebaut ist der „Robas Lund DX Racer“ Gaming Stuhl recht einfach. Das stellt dich nicht vor unlösbare Probleme, es sei denn, du hast zwei linke Hände. Die Nylon-Polster sind gut vernäht. Das gefällt uns sehr gut. Auch fühlt sich der Bezug angenehm an. Die verstellbaren Kissen für den Lendenbereich und den Nacken sind aus Kunstleder. Die Haptik ist etwas gewöhungsbedürftig. Enttäuschend sind die Armlehnen. Die lassen sich in der Höhe verstellen und das war’s dann auch. Das Fußkreuz aus Kunststoff wirkt solide. Mit seinen gebremsten Teppichbodenrollen gleitet der Robas Lund Racer laufruhig über den Teppich. Belasten lässt sich der Gaming Stuhl mit maximal 100 Kilogramm.

Wir finden den Sitzkomfort des Racer in Ordnung. Der Hersteller empfiehlt eine Nutzung von 2 bis 3 Stunden pro Tag. Wir schließen uns da an, denn nach 4 bis 5 Stunden Dauerbeanspruchung macht sich der Drehsessel unangenehm bemerkbar. Die Nylon-Oberfläche der Polster ist zwar nicht unbedingt atmungsaktiv, wird aber auch nach einiger Zeit nicht so warm wie das Polster einiger Testkonkurrenten. In puncto Ergonomie ist der Robas Lund Racer solide, aber keine Alternative zu einem richtigen Bürostuhl. Sitzfläche und Rückenlehne sind fest verschraubt. Zwar verfügt der Stuhl über eine Wippfunktion, eine Synchronmechanik vermissen wir allerdings. Eine Lordosenstütze fehlt ebenfalls. Den Lendenbereich stützt ein kleines, höhenverstellbares Kissen. Die Rückenlehne ist angenehm hoch und auch recht bequem. Mit einem Hebel lässt sich die Lehne bis zu 135 Grad neigen. Die Seiten der Sitzfläche sind verhältnismäßig stark geneigt. Das nervt das nach einiger Zeit, weil deine Schenkel nach innen gedrückt werden. Neben der schwarz-roten Ausführung gibt es keine Farbalternativen des Gaming Stuhls.  

Fazit: Auf dem DX Racer sitzt es sich ordentlich, auch wenn er als Gaming Stuhl nur knapp für 2 bis 3 Stunden eine gute Figur macht. Dann macht sich die Sitzfläche nach und nach bemerkbar.

Woltu BS14rt Gaming Stuhl: Keine Bewegung!

Der „Woltu BS14rt“ Gaming Stuhl steht sehr schnittig im Raum. Ein echter Racing Stuhl. Wir stoßen beim Aufbau nicht auf größere Probleme. Allerdings geht die Montage bei den anderen Stühlen im Test deutlich einfacher von der Hand. Die Verarbeitung ist solide, auch wenn das Fußkreuz nicht sehr hochwertig wirkt. Die Polster aus Kunstleder quietschen ziemlich laut, wenn du dich darauf bewegst. Das nervt auf Dauer ganz schön! Davon, dass der Stuhl nach einiger Zeit zudem sehr warm wird ganz zu schweigen. Als einziger Testkandidat verfügt der Woltu über eine ausziehbare Fußstütze. Das Herausziehen ist allerdings eher ein Herausrütteln.

Das Gestänge des gesamten Gaming Stuhls würden wir uns stabiler wünschen. Die Sitzfläche hat deutlich Spiel in alle Richtungen. Fraglich, ob er die 136 Kilogramm wie versprochen tatsächlich dauerhaft stemmt. Die ganze Angelegenheit wirkt äußerst wackelig. Gleiches gilt für die Armlehnen. Die sind zwar schön breit und lassen sich fix in der Höhe verstellen, verrutschen für unseren Geschmack aber zu leicht nach außen. Den Hebel zum Einstellen der Sitzhöhe erreichen wir nur schwer. Da müssen wir uns quasi weit aus dem Fenster lehnen, um den zu erwischen. Vielleicht sind aber auch unsere Arme zu kurz. 

Der Sitzkomfort enttäuscht uns. Auf Rosen gebettet sitzt du mit Sicherheit nicht. Eine Wippfunktion gibt es. Etwas hart ist unserer Meinung nach die Sitzfläche. Uns ist auch das Lendenkissen zu groß. Das ist unangenehm, wenn du die Lehne weit nach hinten neigst, um dich abzulegen. Die Rückenlehne lässt sich bis maximal 155 Grad neigen. Übrigens solltest du bei allen Stühlen im Test darauf achten, dass die Wippfunktion verriegelt ist, wenn du dich ganz zurücklehnst. Sonst stellt sich schnell das Gefühl ein, dass du nach hinten umkippst. 

Fazit: Der Woltu Gaming Stuhl ist uns eindeutig zu wackelig. Die Rückenlehne hat ebenso Spiel wie die Sitzfläche. Der Sitzkomfort ist okay wenn du keine Überstunden an der Konsole schiebst. Und Orthopäden werden nicht in Jubelstürme ausbrechen.

Diablo X One-Horn Gaming Stuhl: Optisch deutlich besser als ergonomisch

Das Auge sitzt mit? Nicht wirklich! Optisch macht der Diablo X One-Horn schon etwas her. Allerdings überzeugt er uns in keiner anderen Kategorie. Der Aufbau ist der fummeligste im ganzen Testfeld. Die Verarbeitung gefällt uns überhaupt nicht. Der ganze Stuhl wirkt nicht hochwertig gefertigt, so sind zum Beispiel die Bohrungen für die Schrauben sehr schlampig gearbeitet und passen nicht genau. Für wirklich stabil halten wir den Diablo nicht. Fraglich, ob er tatsächlich satte 150 Kilogramm dauerhaft stemmt. 

Der schwarz-weiße Kunstlederbezug quietscht und bringt uns bereits nach einer halben Stunde zum Schwitzen – da haben wir noch nicht mal das Tutorial durchgespielt. Die Wippmechanik funktioniert soweit, ist ab Werk allerdings sehr hart eingestellt. Bei unserem Testmodell verabschiedet sich nach wenigen Tagen zudem die Gasdruckfeder und so lässt sich die Sitzhöhe nicht mehr verstellen.

In Sachen Sitzkomfort haut uns der Diabolo One-Horn nicht vom Hocker. Das Gestell ist durch die Polster nach einiger Zeit deutlich zu spüren. Die Sitzfläche ist mit 38 Zentimetern ganz ordentlich bemessen, wackelt bei unserem Testmodell allerdings auch ziemlich. Als Bürostuhl, so wie vom Hersteller auch angepriesen, ist der Diabolo X One-Horn unserer Meinung nach nicht geeignet. Unangenehm finden wir auch das wuchtige Lendenkissen und vor allem das Kissen für den Kopf. Das sieht mit seiner Teufelshorn-Optik zwar ziemlich cool aus, lässt sich allerdings für unseren Geschmack nur mäßig gut an der Rückenlehne befestigen. Dass etwa die Hörner über die Lehne ragen wie auf den Produktbildernfunktioniert nicht so richtig. Vielmehr müssen wir das Kissen meist von Hand in unseren Nacken schieben, weil es sonst zu tief hängt. Zur Auswahl stehen dir bei diesem Modell sechs verschiedene Farben. 

Fazit: Der Diabolo X One-Horn Gaming Stuhl macht seinem Namen alle Ehre: Wir finden ihn teuflisch unbequem und bestens dafür geeignet dir längeres Zocken zu verleiden. Wir können ihn nicht empfehlen, auch wenn er auf den ersten Blick wie ein Schnäppchen wirkt.

 

So haben wir die Gaming Stühle getestet

Schon beim Zusammenbau der Gaming Stühle werden Unterschiede deutlich. Während sich beispielsweise der Testsieger von DX Racer, der Sharkoon, der AKRACING oder der Noblechairs Epic sehr schnell und unkompliziert zusammenbauen lassen, kosten uns der Diablo und der Woltu einiges an Nerven. Hier stimmen teilweise die Bohrungen nicht exakt und ohne Rütteln und Zerren geht es nicht. Auf allen Stühlen sitzen und daddeln wir in der GuteWahl-Redaktion mehrere Wochen lang zwischen fünf und acht Stunden am Tag. Unsere Tester wiegen dabei zwischen 55 und 90 Kilogramm. 

Im direkten Vergleich zu den Bürostühlen, die wir ebenfalls schon getestet habenwird schnell klar: Ein gleichwertiger Ersatz für einen ergonomischen Schreibtischstuhl ist keiner der Gaming Stühle. Zwar preisen nahezu alle Hersteller ihre Gaming Stühle auch für Büro oder Homeoffice an, allerdings finden wir, nur in den Modellen DX Racer Formula 08, AKRACING Core Ex und Nitro Concepts S300 lässt es sich über mehrere Stunden komfortabel sitzen. Getestet haben wir die Stühle auf Kurzflorteppich.  

Zwischendurch mal Ablegen: Die Lehnen aller Gaming Stühle lassen sich nach hinten neigen, so dass du auch mal ein Nickerchen wagen kannst

Darauf solltest du bei der Entscheidung für einen Gaming Stuhl achten

Klar, ein Gaming Stuhl soll gut aussehen. Aber was nützt dir ein schicker Stuhl, wenn du nach einer halben Stunde Rückenschmerzen bekommst? Du solltest Wert auf eine ergonomische Rückenlehne legen. Im Idealfall verfügt der Stuhl über eine einstellbare integrierte Lordosenstütze. Das haben aber die wenigsten Gaming Stühle. Deshalb muss das Kissen, das die Stabilisierung des Lendenbereichs übernimmt, sowohl eine angenehme Form haben, als auch einfach an deine Bedürfnisse anzupassen sein. Von den getesten Gaming Stühlen verzichten alle auf eine in die Lehne integrierte Lordosenstütze. Sie setzen stattdessen auf ein Lendenkissen. Das ist beim DX Racer Formula 08, dem Sharkoon Skiller und dem AKRACING Core Ex angenehm. Hingegen finden wir die Kissen beim Woltu BS14rt und beim Diabolo One-Horn zu klobig.

Optisch toll wirken auch viele der bunten Kunstlederbezüge. Im Test nerven uns die quietschenden Gummistühle jedoch ziemlich schnell. Jede Bewegung ist deutlich zu vernehmen, bisweilen erinnert das Geräusch frappierend an ein Furzkissen – großes Hallo in der Redaktion gefolgt von vehementen Unschuldsbeteuerungen. Hinzu kommt, dass die Stühle mit Kunstlederbezug sich deutlich schneller aufheizen als die Modelle mit Stoffbezug. Uns bricht zum Teil bereits nach einer halben Stunde der Schweiß aus. Das hochwertige Kunstleder des DX Racer Formula 08 bildet da die Ausnahme. Gleiches gilt für die Oberfläche des Arozzi Modells.
Ein Schwachpunkt bei nahezu allen Stühlen sind die Armlehnen. Die lassen sich zwar in den meisten Fällen individuell anpassen, verrutschen für unseren Geschmack allerdings zu einfach.  
 

Häufig Fragen zu Gaming Stühlen