Über Stock und Stein – 8 Action-Cams auf dem Prüfstand

Action-Cams sind nicht nur sehr widerstandsfähig und machen auch dann stabile Aufnahmen, wenn es schnell wird oder drunter und drüber geht. Neben leistungsstarken Weitwinkelobjektiven, elektronischen Bildstabilisatoren und Funktionen wie Zeitlupe oder Zeitraffer verfügen die Sportskanonen unter den Kameras auch über vielfältige Befestigungsmöglichkeiten. Ein klarer Vorteil gegenüber dem Smartphone oder herkömmlichen Camcordern. So hast du jederzeit die Hände frei. Gute Action-Cams bieten dir darüber hinaus eine Sprachsteuerung, mit der du die Kamera kontrollierst. Ebenso komfortabel ist ein Touchscreen, mit dem du angenehm durch die jeweiligen Menüs navigierst. Wir haben acht beliebte Action-Cams für dich getestet. Zwei Modelle aus dem Low-Budget-Bereich um die 130 Euro*, die übrigen sechs Kameras aus dem höheren Preissegment bis 570 Euro*.

In diesen Kategorien testen wir

  • Bedienkomfort: Nichts ist langweiliger als das intensive Studium einer Bedienungsanleitung. Mit einer Action-Cam möchten wir sofort loslegen. Deshalb legen wir in unserem Vergleich besonderen Wert auf eine intuitive Bedienung. 
     
  • Foto- und Videoqualität: Eine Action-Cam soll nicht nur kompakt, robust und gut zu befestigen sein. Nein, sie muss in erster Linie qualitativ hochwertige Fotos und Videos aufzeichnen. Wie gut kommt die Kamera bei Aufnahmen mit dem Wechsel von Hell und Dunkel zurecht? Und wie leistungsstark ist etwa der integrierte Bildstabilisator?
     
  • Verarbeitung: Da die Kamera ordentlich was aushalten muss, sollte sie natürlich hochwertig verarbeitet sein. Das gilt auch für beiliegendes Zubehör wie Unterwassergehäuse und Halterungen. Wie sieht es mit der Stoßfestigkeit und der Tauchtiefe aus?

Wir testen insgesamt acht beliebte Action-Cams für dich 

Testsieger – an der GoPro HERO8 Black kommt keiner vorbei

Die GoPro HERO8 Black Action-Cam beeindruckt uns im Test nahezu auf ganzer Linie. Die Bildqualität der Aufnahmen gehört zu den besten in unserem Vergleich. Hinzu kommt ein sehr guter Bildstabilisator und eine kinderleichte Bedienung inklusive Sprachsteuerung. Ganz perfekt ist aber auch der Testsieger von GoPro nicht. Warum erfährst du in unserem Einzeltest.

Preis-Leistungs-Sieger – die Rollei Touch 560 für den kleinen Geldbeutel

Deutlich günstiger als der Testsieger ist die Rollei Touch 560. Die Budget Action-Cam kann in Sachen Bildqualität und Bildstabilisierung zwar nicht mit den hochpreisigen Modellen mithalten, liefert aber ordentliche Aufnahmen und ist einfach zu bedienen. Etwa über eine kleine Fernbedienung fürs Handgelenk. Ob die Rollei Kamera etwas für dich ist, liest du in unserem Einzeltest.

Und Action! Diese Kameras haben wir ebenfalls getestet

Lange war GoPro der unumstrittene Marktführer im Action-Cam Segment. Das ging soweit, das „GoPro“ quasi zum Synonym für Action-Cams wurde. Doch die Konkurrenz hat mittlerweile Boden gut gemacht. Welche Kamera dem Testsieger bei Aufnahmemodi, Funktionen und Bildstabilisierung dicht auf den Spuren ist und wie die übrigen Modelle in unserem Test abgeschnitten haben, liest du hier. 

DJI Osmo Action-Cam 4K – zweiter Platz im Foto-Finish

Hauchdünn ist der Vorsprung des Testsiegers vor der „DJI Osmo Action“ im Ziel. Der chinesische Drohnenhersteller bringt den Platzhirsch gleich mit seiner ersten Action-Cam ins Schwitzen. Ihre mit 4K und 60fps (Frames Per Second/ Bilder pro Sekunde) gefilmten Videos sind gestochen scharf, ihr Bildstabilisator „RockSteady“ gleicht Erschütterungen sehr gut aus und sie verfügt über ein robustes Metallgehäuse. Sprachbefehle befolgt sie aufs Wort. Warum sich der Marktführer in Zukunft außerdem warm anziehen sollte, erfährst du in unserem Einzeltest

 

GoPro HERO7 Black – immer noch hervorragend

Bis zum Erscheinen des neuen HERO8 Modells war die „GoPro HERO7 Black“ das Prunkstück des amerikanischen Action-Cam Herstellers. Die beeindruckende HERO7 macht bereits ziemlich viel richtig. Tatsächlich ist sie in ein paar Punkten sogar noch etwas besser als der Nachfolger. Die Foto- und Videoqualität ist sehr gut. Die HERO7 nimmt mit bis zu 4K bei 240fps auf. Den guten Bildstabilisator „Hypersmooth“ kannst du allerdings erst ab 4K und 60fps verwenden. Das ist aber völlig okay. Zeitlupenaufnahmen machen bei 1080 Pixlen mit 240fps echt was her. Das Zittern bei der holprigen Abfahrt auf dem Mountainbike gleicht die Kamera sehr gut aus. Das Bild der kompakten Kamera ist plastisch und die Farben knackig. Sehr gut gefällt uns die intuitive Bedienung. Mit ihrem Touchscreen und der Sprachsteuerung macht die GoPro HERO7 richtig Spaß. Gleiches gilt für die passende App. Die Action-Cam ist schnell mit deinem Smartphone gekoppelt. Das ist recht hilfreich, wenn du die Kamera etwa auf dem Helm oder am Brustgurt montiert hast und das 2 Zoll große Display nicht im Blick hast. Mit der Software haben wir in unserem Test keinerlei Probleme.

Die GoPro HERO7 hält schon einiges aus. Wasserdicht ist die Kamera bis zu einer Tauchtiefe 10 Meter. Gönnst du dir ein Unterwasser-Case, kannst du auf bis zu 60 Meter mit ihr abtauchen. Ein GPS Empfänger ist ebenfalls verbaut. Vlogger freuen sich über die Streaming-Funktion, mit der sich Videos in Echtzeit ins Internet übertragen lassen. Verarbeitet ist die HERO7 sehr gut - schön kompakt und robust. Das Schutzglas vor dem Objektiv lässt sich notfalls austauschen, sollte die Action-Cam mal ganz blöd aufkommen und das Glas vor der Linse verkratzen. Das hat die HERO7 der HERO8 voraus, denn da ist dieser Tausch leider nicht mehr möglich. Weiterer Pluspunkt gegenüber dem 8er Modell ist die etwas längere Akkulaufzeit. Bei Aufnahmen in der höchstmöglichen Qualität, hält die HERO7 mit 60 Minuten knapp 10 Minuten länger durch. Das Zubehör ist überschaubar: Neben der Gehäusehalterung „The Frame“, die du für die Befestigung benötigst und zwei Klebepads, gibt’s nur noch das Ladekabel dazu. 

Fazit: Die GoPro HERO7 Black gehört immer noch zu den Top Action-Cams auf dem Markt. Bildqualität und intuitive Bedienung sind top. Während ihr Nachfolger in Sachen Bildstabilisator und Bedienung an ihr vorbeizieht, punktet die HERO7 mit längerer Akkulaufzeit

Garmin Virb Ultra 30 – Herzklopfen inklusive

Mit der „Garmin Virb Ultra 30“ mischt der Hersteller von Navigationsgeräten und Smartwatches auch bei den 4K Action-Cams mit. Die kleine Virb schlägt sich im Test beachtlich. Die Bedienung fällt erfreulich intuitiv aus. Das Menü ist aufgeräumt und entpuppt sich nicht als Labyrinth. Gut gefällt uns, dass du das Touchscreen auch nutzen kannst, wenn die Kamera in ihrem wasserdichten Case steckt. Letzteres benötigst du auf jeden Fall, denn die Ports für Mini-USB und Mini-HDMI liegen offen. Enttäuscht sind wir von der Sprachsteuerung. Die Virb stellt sich bei unseren Sprachbefehlen regelrecht taub. Die Tasten der beiliegenden Schutzhülle wirken auf uns etwas schwerfällig, funktionieren aber tadellos.

Videos filmt die Garmin Virb mit maximal 4K und 25fps – die Einstellung der versprochenen 30 Bilder pro Sekunde suchen wir vergeblich. Den elektronischen Bildstabilisator kannst du erst bei einer Auflösung von 2,7K und 25fps zuschalten. In 1080p Full HD schafft sie 120fps. In der höchsten Auflösung hält der Akku etwa eine Stunde durch. Die Videoqualität der Aufnahmen ist soweit in Ordnung. Das Bild ist etwas blass. Da sehen die Clips der anderen Kameras im Test spektakulärer aus. Wenn es etwas ruppiger auf dem Trail wird, wackelt das Bild deutlicher als bei der Konkurrenz. Pluspunkt der Garmin ist ihre Konnektivität. Die Verbindung mit dem Smartphone ist ruckzuck erledigt. Du kannst auch deine Garmin Smartwatch koppeln und dir deine Vitaldaten auf dem Smartphone anzeigen lassen. Via GPS Empfänger zeichnet die Cam deine Geschwindigkeit, die zurückgelegte Strecke und die Höhe auf. Das kann sonst keine Kamera im Testfeld. Bisweilen reagiert die Kamera etwas träge. Auch das Hochfahren erfordert etwas Geduld.

Fazit: Die Garmin Virb Ultra 30 richtet sich gezielt an Sportler, die ihr Training effizient dokumentieren wollen. Wenn du bereits eine Smartwatch oder einen Pulsmesser von Garmin besitzt und du deine Trainingsdokumentation um Videoaufnahmen erweitern willst, ist die Virb Ultra 30 perfekt für dich. Ein paar Abstriche musst du bei der etwas blassen Bildqualität machen, dafür ist die Bedienung angenehm einfach.

Sony FDR X3000R – gute Bilder aber komplizierte Bedienung

Die „Sony FDR X3000R“ Action-Cam hebt sich optisch deutlich von den Konkurrenten im Testfeld ab. Sie erinnert eher an einen klassischen Camcorder. Das verbaute Zeiss Objektiv macht wunderbare Videos und Fotos. Allerdings finden wir die Bedienung nicht wirklich intuitiv. Du steuerst das Gerät vom renommierten Hersteller Sony vornehmlich über eine kleine Fernbedienung. Wie die Sony Kamera in unserem Action-Cam Test abgeschnitten hat, erfährst du im Einzeltest

GoXtreme Black Hawk+ 4K – solide Budget Kamera mit Schwächen

Die „GoXtreme Black Hawk+ 4K“ aus dem Hause Easypix ist eine angenehm leichte und gleichzeitig kompakte Action-Cam. Auf ihrem 2 Zoll großen Display navigierst du relativ einfach durch das etwas angestaubt wirkende Menü der GoXtreme. Das stellt dich vor keine unlösbaren Aufgaben. Zur Navigation benötigst du allerdings die vier Tasten der Cam, denn über ein Touchscreen verfügt sie nicht. Die Verarbeitung ist okay. Allerdings ist die Black Hawk selbst nicht wasserdicht. Die beiden Anschlüsse für USB 2.0 und Mini-HDMI sowie der Steckplatz für die Speicherkarte liegen offen. Das heißt, sobald es mit dem Bike ins Gelände oder unter Wasser geht, brauchst du ein schützendes Case. Das spendiert dir die GoXtreme erfreulicherweise gleich mit. Die robuste Schutzhülle ermöglicht dir Schlammschlachten auf dem Mountainbike und Tauchgänge bis zu 60 Meter. Da sind Tasten und der Steckplatz für die Speicherkarte gut geschützt. Etwas störend finden wir, dass die Druckpunkte der Bedientasten des Case etwas schwach sind. Da kommt es öfter vor, dass du den einen oder anderen Druck wiederholen musst, weil die BlackHawk nicht sofort reagiert. Das trübt ein wenig die Freude über die sonst recht intuitive Bedienung. Schade! 

Videoqualität mit Luft nach oben

Die GoXtreme filmt mit Weitwinkel und beachtlichen 4K und maximal 60fps. Das ist schon mal ziemlich gut. Den Bildstabilisator (EIS) kannst du allerdings bei einer Auflösung von 4K und 2,7K nur bei 30fps verwenden. Mehr Frames packt die Videostabilisierung in dieser Auflösung nicht. Bei einer Mountainbike-Abfahrt gefilmt mit 4K und 30fps und der Cam am Lenker befestigt, ist das Bild ganz okay. Aber es wackelt ganz gehörig. Auch in laufruhigen Passagen ist das Bild nie ganz scharf. Bei Full HD Auflösung mit 1080 Pixeln schafft die Black Hawk 120fps. Mit Gegenlicht wirkt die Cam etwas überfordert. Auch den Übergang von hellen in dunkle Bereiche packt sie nicht ganz so gut. Die Tonaufnahme ist durch das wasserdichte Case sehr beeinträchtigt. Da ist die Tonqualität bei einigen Konkurrenten im Test deutlich besser.

BlackHawk down, BlackHawk down!

Du kannst die Cam via WiFi mit deinem Smartphone koppeln. Das Verbinden klappt schnell. Und auch die Steuerung der Kamera via App ist deutlich angenehmer als über die Tasten direkt an dem Gerät. Trotzdem ist die Verbindung ziemlich instabil. Sehr weit darfst du dich also nicht von der Kamera entfernen. Nach wenigen Metern bricht die Verbindung ab. So connected schmiert uns die Black Hawk immer mal wieder ab. Das heißt, das Display friert ein. Da hilft nur noch, den Akku kurz rausnehmen und neustarten.  

Das Zubehör ist vergleichsweise umfangreich. Neben dem bereits erwähnten Case bekommst du jede Menge Halterungen frei Haus. Darunter eine für den Fahrradlenker oder -rahmen, zwei Bases mit Klebeflächen, mehrere Kabelbinder sowie je zwei Gurte und Klettbänder zur Befestigung, vier Adapter und ein Microfaser Reinigungstuch. Zudem noch eine Ersatzklappe für das Case. „Top!“, sagen wir da. 

Fazit: Für schmales Geld bekommst du eine solide Action-Cam, die ordentliche Videos und Bilder macht, bei Bedienung, Konnektivität und Videoqualität aber deutlich Luft nach oben hat. Hoher Nervfaktor: Die Kamera hängt sich zwischendurch immer wieder auf.

Yi 4K+ Action-Cam – Leichtgewicht mit Kontaktschwierigkeiten

Die „Yi 4K+ Action-Cam“ sieht schick aus. Da gibt es nichts zu meckern. Das Design ist aufgeräumt und schlicht. Die Verarbeitung ist in Ordnung. Bei einem Preis von knapp 250 Euro* hätten wir diesbezüglich allerdings etwas mehr erwartet. So ist die Abdeckung des USB-C Ports ziemlich dürftig. Ohne wasserdichte und stoßfeste Schutzhülle kommst du nicht weit. Das Case ist leider nur separat erhältlich. Suboptimal finden wir auch den Slot für die Speicherkarte angebracht. Das Tauschen der Speicherkarte ist bei eingelegtem Akku mehr als fummelig. Aber selbst bei entferntem Akku ist sie schwer zu packen. Nutzt du den integrierten Federmechanismus, kann es dir durchaus passieren, dass die Karte herausschießt und sich in den Matsch verabschiedet. Übrigens rutscht der Akku leicht aus dem Gerät, sobald du die Klappe öffnest. Zubehör suchen wir bei der Yi 4K+, abgesehen vom Akku und zwei Ladekabeln, vergebens.

Die Bedienung der Kamera ist nicht ganz so intuitiv wie bei einigen Konkurrenten im Test. Die Menüs finden wir bisweilen verwirrend und zu lang. Jedoch gefällt uns die Sprachsteuerung mit ihren fünf Befehlen (bisher leider nur auf Englisch verfügbar) ganz gut. Während des Einrichtens der Kamera musst du diese Befehle einsprechen und so die Sprachsteuerung aktivieren. Verwendest du die Kamera ohne Hülle, hört die Yi 4K aufs Wort. Soweit zufrieden sind wir mit der Video- und Bildqualität. Die ist in Ordnung. Maximal ist eine Auflösung mit 4K bei 30fps möglich. Bei 1080 Pixeln sogar 120fps. Das Bild ist schön hell und scharf, für unseren Geschmack aber etwas zu bunt. Der integrierte elektronische Bildstabilisator ist ab 2,7K und 30fps zuschaltbar und müht sich nach Kräften. Große Probleme bereiten der Kamera Vibrationen und rüttelnde Bewegungen. Wird es bei der Mountainbike Abfahrt etwas holperig, kommt der Stabilisator schnell an seine Grenzen. Wenn du die Kamera allerdings mit der Hand führst oder in weniger wackeligen Situationen filmst, dann liefert sie dir gute Bilder. Auch unter Wasser wirst du als Taucher deine Freude an der Kamera haben. Im Case ist sie nämlich bis zu einer Wassertiefe von 40 Metern einsetzbar, für Sporttaucher ist das mehr als genug. Der Akku hält etwa 100 Minuten durch. Das ist ein guter Wert.

Bedienung in der Schutzhülle wenig praktikabel

Die Bedienung im wasserdichten Case ist allerdings ziemlich nervig. Das eigentlich gute Touchdisplay kannst du in der Hülle nicht nutzen. Du musst im Menü extra die Benutzung im Hardcase auswählen, um durch langes Drücken auf den Auslöser durch ein Kurzmenü zu navigieren. Die Sprachsteuerung hilft dir da nur bedingt weiter. Denn wenn die Kamera im Case steckt, ist sie schwerhöriger als Opa. Dann musst du entweder sehr laut brüllen oder ganz nah an die Kamera ran, damit die Yi 4K+ dir gehorcht. Alternativ lässt sich die Cam auch mit dem Smartphone koppeln. Das klappt recht gut.

Fazit: Die 4K + des chinesischen Herstellers Yi liefert dir gute Fotos und Videos, wenn es nicht zu wild zugeht. Als Mountainbiker wirst du mit ihr nicht glücklich. Sie eignet sich eher für erschütterungsfreie Einsätze. Schwachpunkte sind unsere Ansicht nach das wenige Zubehör und kleinere Konstruktionsmängel wie etwa der Speicherkarten Slot.

So haben wir die Kameras getestet

Bereits während des Unboxings prüfen wir die Verarbeitung der einzelnen Action-Cams. Einen intensiven Blick werfen wir hierbei auf die Gehäuse, den Verschluss des Akkufachs und der Ports für die Anschlusskabel. Auch die Robustheit der Kamera bewerten wir. So heimsen etwa die beiden GoPros und die DJI Osmo Action mit ihren stabilen Gehäusen Punkte dafür ein, dass du mit ihnen problemlos ohne wasserdichtes Case abtauchen kannst. Wir trietzen die Action-Cams während des Moutainbikens. Dabei montieren wir die Kameras am Lenker, der Sattelstütze und am Brustgurt. Wir fahren dabei auf ebenen Schotterwegen und sehr holprigen, steilen Trails. Letztere liefern einen guten Eindruck von der Effizienz der verbauten Bildstabilisatoren. Der Stabilisator der HERO8 und der DJI Osmo beeindrucken bei starken Erschütterungen am meisten. Der viel gelobte optische Bildstabilisator der Sony überzeugt uns bei den Aufnahmen von der Trail Abfahrt nicht.

Mit jeder Kamera filmen wir in der höchst möglichen Auflösung, die noch die Verwendung des Stabilisators zulässt. Angaben zur Akkulaufzeit beziehen sich auf diese Einstellung. Lange Akkulaufzeiten bei hoher Auflösung zeigen im Test die ansonsten eher enttäuschende Yi 4K+ sowie der Preis-Leistungs-Sieger von Rollei und die DJI Osmo Action. Die GoPro HERO7 ist hier sogar noch einen Tick besser als der Nachfolger. Ihr geht bei höchster Auflösung nach knapp 60 Minuten die Luft aus. Die HERO8 macht zehn Minuten früher schlapp. Knackpunkt im Test ist die intuitive Bedienung der Kameras. Übersichtliche Menüs, eine gute Sprachsteuerung und effiziente Touchdisplays belohnen wir mit einer höheren Punktzahl. Hier punkten Rollei, die GoPros und DJI. Die Unterwasser-Tauglichkeit, beziehungsweise das Filmen unter Wasser, prüfen wir in verschiedenen Brunnen und im Goldfischteich hinter dem Verlagsgebäude.

Darauf solltest du bei einer Action-Cam achten

Je nach Einsatzgebiet stellst du unterschiedliche Anforderungen an eine Action-Cam. Hast du vor, die Kamera häufig beim Mountainbiken oder Skifahren zu verwenden, solltest du darauf achten, ein Modell zu wählen, dessen Gehäuse gut mit Erschütterungen und Vibrationen klarkommt. Wenn es holprig wird, ist ein guter Bildstabilisator Gold wert. Nutzt du deine Cam hauptsächlich beim Sporttauchen, kann dir eine ausgeklügelte Sprachsteuerung gestohlen bleiben. Da sind eher ein gutes Touchdisplay oder ein praktikables Schutzcase gefragt. Beachte auch, dass unter Wasser andere Lichtverhältnisse herrschen. Einige Kameras haben einen extra Unterwasser-Modus. Der Rollei liegen zudem spezielle Farbfilter bei, die du auf die Linse klicken kannst. Funktionen wie Zeitlupe und Zeitraffer bieten die Geräte der meisten Hersteller.

Die Akkulaufzeit liegt bei den von uns getesteten Action-Cams bei etwa 60 Minuten bei der höchsten Videoauflösung. Wir empfehlen dir daher, unabhängig vom Modell, mindestens einen Ersatz-Akku. Besser zwei. Und eine separate Ladestation. Nicht zu vernachlässigen ist, dass der Akku nicht sofort aus dem Schacht fällt, wenn du das Gehäuse öffnest. Das ist uns etwa bei der Yi 4K+ passiert. Je nachdem, wo du dich gerade aufhältst, kann der Akku so schnell flöten gehen.

Action-Cams filmen mit ihrem Weitwinkel hochauflösend in Ultra-HD und Full HD. Zudem verwenden sie eine hohe Bildrate. Dadurch entstehen große Datenmengen. Um diese schnell genug zu verarbeiten, brauchst du eine geeignete SD-Karte. Für 4K-Aufnahmen mit 60fps benötigst du mindestens eine U3 (auch V30) SD-Karte, die 30 MB pro Sekunde schreiben kann.

Häufige Fragen zu Action-Cams

*Alle Preise Stand April 2020