Wenn du im Urlaub abtauchst und dich unter Wasser mit Schildkröten oder einem Walhai tummelst, willst du das natürlich festhalten. Am besten gelingen solch spektakuläre Bilder mit einer Action-Cam. Wir haben für dich acht Modelle auf Herz und Nieren geprüft. Im Test erweist sich die „DJI Osmo Action“ als härtester GoPro Konkurrent. Die Kamera vom chinesischen Drohnenspezialisten DJI punktet mit brillanter Video- und Fotoqualität, intuitiver Bedienung, Sprachsteuerung und guter Verarbeitung.

Vor- und NachteileDJI Osmo Action

+ sehr gute Foto- und Videoqualität
+ Bildstabilisierung
+ intuitive Bedienung
+ Sprachsteuerung
+ Frontdisplay

- wenig Zubehör
- kein GPS

Action bitte! Aus dem Stand an die Spitze

Das chinesische Unternehmen DJI ist eine große Nummer im Drohnensegment. Mit der DJI Osmo Action wagt sich die Firma aus Shanghai in das Haifischbecken des Action-Cam Marktes – und rückt dem Marktführer GoPro sofort dicht auf die Pelle. Die Osmo Action muss sich in unserem Test nur ganz knapp der GoPro HERO8 Black geschlagen geben. Sehr gut gefällt uns beim Modell von DJI die brillante Videoqualität. Die Kamera filmt Videos mit maximal 4K und 60fps (Frames per Second/Bilder pro Sekunde). Die von DJI „RockSteady“ genannte Bildstabilisierung wird auch bei dieser hohen Auflösung unterstützt. Die Aufnahmen unserer Testfahrt mit dem Mountainbike wackeln in den holprigen Passagen stärker als die der GoPro HERO8. Mit der Stabilisierung der GoPro kann DJIs RockSteady also nicht ganz mithalten. Im Full HD Modus filmt die Kamera bei 1080p mit starken 240fps.

Die DJI Osmo Action ist kinderleicht zu bedienen

Richtig gut haben die Jungs von DJI auch die Steuerung der Kamera hinbekommen. Die ist nämlich super einfach. Du bedienst die Osmo Action über das 2,25 Zoll Touchdisplay. Die Menüführung ist angenehm intuitiv, sodass du dich schnell zurechtfindest. Apropos schnell: Das kompakte Gerät ist innerhalb weniger Sekunden einsatzbereit. Ein Druck auf den Auslöseknopf startet sofort den letzten gewählten Modus. An der linken Gehäuseseite findest du eine Quick-Step-Taste, mit der du ruckzuck die Modi verstellen kannst. Der Clou daran: Du kannst selber festlegen, welche Modi du hier hinterlegen möchtest. Das ist stark! Sehr gut gefällt uns im Test die integrierte Sprachsteuerung. Die wird zwar bisher nur auf Englisch und Chinesisch unterstützt, wir setzen allerdings unsere Hoffnung auf eines der nächsten Firmware-Updates. Mit fünf Befehlen (Start/stop recording, take photo, screen switch, shut down) versteht die Kamera nicht ganz so viel wie der GoPro Konkurrent aus Kalifornien. Reicht uns aber vollkommen aus. Sehr smooth präsentiert sich auch die DJI App, mit der du die Action-Cam und dein Smartphone unkompliziert koppeln kannst. Worauf du allerdings verzichten musst, ist ein GPS-Empfänger. Der ist in der DJI Osmo Action nicht verbaut.

Gute Verarbeitung und praktisches Frontdisplay

In Sachen Verarbeitung muss sich DJI nicht hinter GoPro verstecken. Das zum Teil aus Metall gefertigte Gehäuse ist ebenso kompakt wie robust. Ohne zusätzliche Schutzhülle erlaubt es dir Tauchgänge bis zu 10 Metern. Das Schutzglas vor dem Weitwinkelobjektiv lässt sich problemlos abschrauben und wechseln, sollte es einmal verkratzen. Was die DJI Osmo Action am deutlichsten von GoPro und Konsorten unterscheidet, ist allerdings das Frontdisplay. Mit einem Doppelklick auf das hintere Display oder den Sprachbefehl „Screen switch“ wechselt die Kamera auf den vorderen Mini-Bildschirm. Das Erleichtert dir das Ausrichten der Cam bei Selfies oder wenn du das Gerät so montierst, dass du das Hauptdisplay nicht nutzen kannst. Letztlich nur ein Gimmick, aber auch ein cooles Alleinstellungsmerkmal der DJI Osmo Action in unserem Vergleich. Die zum Befestigen benötigte Rahmenhalterung ist Teil des Zubehörs, genau wie zwei Klebepads und das Ladekabel.

Fazit: Deshalb gehört die DJI Osmo Action zu den besten Action-Cams

Zwar kommt die DJI Kamera nicht am Testsieger vorbei, legt aber aus dem Stand eine Spitzenleistung in unserem Action-Cam Test hin. Die Qualität von Foto und Video ist sehr gut und auch der RockSteady Bildstabilisator kann sich mehr als sehen lassen. Die intuitive Bedienung, die Sprachsteuerung und auch die einfache Verbindung mit dem Smartphone machen die DJI Osmo Action zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten der GoPro HERO8 Black. Zumal auch ihr Akku bis zu 30 Minuten länger durchhält. Wenn du ein paar Abstriche beim Bildstabilisator in Kauf nimmst und nicht ganz so viel Geld wie für die GoPro ausgeben möchtest, dann ist die DJI Osmo Action vermutlich genau das richtige Modell für dich. 

Alternativen zur DJI Osmo Action

Mit ihrer neuen GoPro HERO8 Black haben die Kalifornier wieder gezeigt, dass sie immer noch der Hecht im Karpfenteich sind. Ihr Hypersmooth Bildstabilisator ist der beste im Test. Zudem vereint die HERO8 intuitive Bedienung effizient mit brillanter Video- und Fotoqualität. Alle Informationen erhältst du in unserem Einzeltest.
Dein Budget ist nicht ganz so groß, du möchtest aber trotzdem eine Action-Cam, die dir gute Fotos und scharfe Videos liefert? Dann wirf einen Blick auf den Preis-Leistungs-Sieger in unserem Test, die Rollei Touch 560. Mehr über diese Kamera liest du im Einzelbericht.