Kabelsalat adé: 6 gute Bluetooth-Mäuse im Vergleich

Eine gute Computermaus erleichtert dir so manchen Arbeitsalltag. Egal, ob du zwischen Dokumenten wechseln möchtest oder dich durchs Netz klickst. Sie sollte nicht zu laut sein und sich auch über längere Zeit angenehm halten lassen. Wenn dir die kabellose Maus dann auch noch den nervigen Kabelsalat erspart, umso besser. Wir testen, ob die Geräte namhafter Hersteller halten was sie versprechen und wie sie sich im Alltag schlagen.

In diesen Kategorien testen wir

  • Qualität: Wir wollen wissen, wie gut Gehäuse, Drehrad beziehungsweise die entsprechende Scrollfläche verarbeitet sind und wie gut sich die Maustasten drücken lassen.
  • Konnektivität: Wie sieht es mit der Kopplung von Mac und Windows aus? Funktioniert alles reibungslos? Machen die Mäuse zwischen den Betriebssystemen Unterschiede oder funktionieren sie bei beiden gut?
  • Ergonomie: Da du die Maus häufig am Tag benutzt, sollte sie natürlich angenehm in der Hand liegen. Außerdem wollen wir wissen, wie flüssig es sich mit ihr scrollen lässt und wie angenehm das Klicken vonstatten geht.

Bluetooth-Maus Testsieger: Logitech M720 Triathlon

Bei der Logitech M720 Triathlon stimmt einfach alles. Gut, die Maße sind nicht gerade kompakt, dafür liegt die Maus aber von allen Testgeräten am besten in der Hand. Auf der Unterseite befindet sich der Betriebsschalter sowie die Batterieklappe, in der eine AA-Batterie und der Unifying-Empfänger Platz finden. So geht dieser auch nicht so schnell verloren. Mit diesem lässt sich diese auch als Funkmaus benutzen. Die Batterielaufzeit gibt Logitech mit 24 Monaten an. Die kabellose Maus hat eine sehr angenehme, matte, gummierte Oberfläche. Mit dem Knopf unterhalb des gummierten Drehrades kannst du von „soft“ (freilaufend) auf „mit haptischem Feedback“ umschalten. Dann rattert das Scrollrad förmlich bei jeder Bewegung. Wir bevorzugen in unserem Vergleich das leise Scrollen, finden es aber gut eine Wahlmöglichkeit zu haben. Das Scrollen an sich funktioniert schnell und flüssig. Wir bleiben nirgendwo mit dem Finger hängen. Das Rad hat nach links und rechts etwas Spiel, da du die seitliche Bewegung mit einer Funktion belegen kannst. Abzüge gibt es leider für die Bauart. Die ist zwar ergonomisch sehr angenehm für Rechtshänder, eignet sich dadurch aber leider nicht für Linkshänder. Das Gewicht von 135 Gramm ist vergleichsweise schwer. Daher würden wir sie nicht unbedingt für unterwegs empfehlen.

Löblich sind auch die sechs programmierbaren Tasten, die sich gut drücken lassen. Das Klicken finden wir hier jedoch vergleichsweise laut. Du willst mit deiner Bluetooth-Maus mehr als ein Gerät gleichzeitig steuern? Kein Problem! Die M720 Triathlon schafft, wie der Name schon andeutet, die Verbindung mit bis zu drei Endgeräten. Dabei ist es ihr egal, ob es sich dabei um ein Windows-Rechner oder ein Mac-System handelt. Mittels des Knopfes neben den Zahlen (zur Steuerung von Easy Switch) kannst du das angesteuerte Gerät wechseln. Hältst du sie länger gedrückt, wechselt die Maus in den Kopplungsmodus. So lässt sie sich von deinem Laptop problemlos finden.

Mit dem Gestenschalter (Daumentaste) links unten kannst du entweder die Fensternavigation, Multimediasteuerung oder ähnliches vornehmen. Zeiger- und Bildlaufgeschwindigkeit lassen sich in der dazugehörigen Logitech Options Software ebenso anpassen, wie die Flow Funktion und vieles mehr. Die beiden Knöpfe oberhalb des Kopplungsknopfes sind standardmäßig zum vorwärts oder zurück scrollen gedacht. Lassen sich aber umprogrammieren.

Fazit: Die Bluetooth-Maus Logitech M720 Triathlon eignet sich für Nutzer, die Wert auf eine hochwertige Maus, mit angenehmer Haptik legen und mehrere Geräte bedienen möchten. Unser Testsieger verfügt über eine ausgesprochen gute Verarbeitung. Programmierbare Tasten machen das Bedienerlebnis noch angenehmer.

Preis-Leistungs-Sieger: Microsoft Modern Mobile Mouse

Die Modern Mobile Mouse von Microsoft hat kein spektakuläres Design. Sie beschränkt sich lieber auf das Wesentliche. Du kannst sie mit bis zu drei Windows Computern gleichzeitig koppeln (smart switching). Bei Mac ist das leider nicht möglich. Es gibt eine Daumenauflage und seitliche Griffflächen. Das verschafft der mobilen Maus Pluspunkte. Ihre Power bezieht die kompakte Computermaus aus zwei AAA-Batterien. Diese halten bis zu 12 Monate. Das 2-Wege Scrollrad aus Aluminium ist angenehm in der Bedienung aber leider nicht ganz geräuschlos. Das Kunststoffgehäuse besitzt eine geschwungene Form. Damit ist es von der Handhaltung etwas angenehmer als die flache HP oder Apple Magic Mouse. Die Modern Mobile Mouse gibt es neben schwarz auch in rot, grau und eisblau. Mit 78 Gramm ist sie verhältnismäßig leicht. Die Reichweite beträgt laut Hersteller im Gebäude 5 Meter und draußen bis zu 10 Meter. Sehr gut finden wir, dass sie sich durch ihre Bauart ebenso für Rechts- wie auch für Linkshänder eignet. Sowohl das Koppeln mit unserem MacBook als auch das mit dem Windows Laptop klappt ohne Probleme.

Mit Microsofts Tastatur und Maus Center kannst du verschiedene Einstellungen vornehmen. So zum Beispiel der Tausch von linker und rechter Maustaste oder das Programmieren des Rads beziehungsweise der Radtaste. Dieser Taste kannst du auch Makros oder Tastenkombinationen zuordnen. Die Auflösung des Lasers lässt sich von 400 bis 1.800 DPI (dots per inch) einstellen. Damit legst du die Sensibilität der Maus fest. Je höher der DPI ist, desto mehr Bildpunkte werden erfasst und desto sensibler reagiert sie auf Bewegungen. Standardmäßig sind 1.000 DPI hinterlegt. Besonders praktisch finden wir die magnetische Batterieklappe auf der Unterseite. Der Kopplungsbutton befindet sich darüber. Bei der Modern Mobile Mouse kommt wie bei der Arc Mouse der BlueTrack Sensor zum Einsatz. Dieser soll besonders präzise auf sämtlichen Flächen funktionieren. Im Test hatten wir keine Probleme mit der Maus.

Fazit: Die Modern Mobile Mouse ist neben ihres günstigen Anschaffungspreises von unter 30 Euro* gut verarbeitet und macht einen soliden Job. Sie eignet sich für dich, wenn du mit Windows arbeitest und eine zuverlässige Maus suchst, die zudem noch konfiguriert werden kann.

Eine Maus für alle Fälle: Vier weitere Bluetooth-Mäuse im Vergleich

Bei unseren beiden Siegern war noch nicht die richtige Computermaus für dich dabei? Wir haben noch vier andere kabellose Mäuse getestet, darunter zwei Modelle von Logitech und die Apple Magic Mouse 2. Also sei gespannt, was sie dir zu bieten haben.

Logitech MX Anywhere 2 Bluetooth-Maus für bis zu drei Geräte

Die kleine Schwester des Testsiegers ist die „Logitech MX Anywhere 2“. Die Verarbeitung ist auch hier sehr hochwertig und braucht sich nicht zu verstecken. Generell stehen Logitech Produkte für ihre Langlebigkeit. Gut gefällt uns die Daumenablage, auch wenn diese etwas knapp geraten ist. Mit der Maus ist flüssiges Scrollen möglich, auch wenn das Scrollrad selbst deutlich hörbar ist. Durch einen Druck auf das Rad kannst du dieses aber leise stellen. Wir finden dessen Bauweise hochwertiger als die des Drehrads der M720 Triathlon. Die Akkulaufzeit liegt dabei bei etwa zwei Monaten. Die kabellose Maus lässt sich über eine Micro-USB Ladebuchse an der Front mit Strom versorgen. Das mitgelieferte Kabel ist 64 Zentimeter lang. Ist der Akku erschöpft, reichen drei Minute Ladezeit für einen ganzen Tag Nutzung aus.

Du kannst dich entscheiden, ob du die Maus per Bluetooth oder Unifying-Funkempfänger mit deinem Gerät verbinden möchtest. Letzteres ist stabiler, verbraucht aber auch einen USB-Steckplatz. Die Verbindung mit dem MacBook klappt ebenso gut wie mit unserem Dell Laptop, der mit Windows läuft. Easy-Switch, also der Wechsel zwischen bis zu drei Endgeräten, erfolgt mittels Knopfdruck.

Punkten kann die MX Anywhere 2 mit ihrem 4.000 DPI Darkfield Sensor. Der ermöglicht dir ein arbeiten auf sämtlichen Untergründen. Voraussetzung ist eine Mindeststärke von 4 Millimetern. Die beiden seitlichen Tasten lassen sich ebenso programmieren, wie die Maustasten und der Gestenschalter unterhalb des Scrollrads. Hier gibt es wie bei der Triathlon vielfältige, individuelle Möglichkeiten die Bluetooth-Maus auf deine Bedürfnisse anzupassen. Das Modell ist kompakt, liegt aber auf Dauer nicht ganz so gut in der Hand. Hilfreich wären eine stärkere Wölbung und eine größere Daumenablage. Auch das Klicken geht leicht von der Hand. Die Maustasten lassen sich gut aber leider auch hörbar drücken. Das Klickgeräusch finden wir hier am lautesten. Der Mauszeiger folgt im Test brav unserer Hand. Trotz der kompakten Maße bringt die zierliche Maus 106 Gramm auf die Waage. Die Logitech MX Anywhere 2 ist flow-kompatibel. Du kannst also per Drag-and-Drop Dateien von Windows auf Mac-Systeme ziehen, indem du sie einfach über den Bildschirmrand hinaus auf das andere Gerät überträgst.

Fazit: Für Freunde von kompakten Bluetooth-Mäusen eignet sich die Logitech MX Anywhere 2. Sie lässt sich nicht nur auf sämtlichen Oberflächen einsetzen, sondern auch noch mit bis zu drei Endgeräten koppeln. Die Verarbeitung ist top und die Tasten lassen sich mittels herstellereigener Software auf den Nutzer anpassen.

Apple Magic Mouse 2: Der Klassiker mit Full-Scroll Fläche

Eine klassische Maus bauen kann ja jeder, hat sich Apple gedacht. Mit der „Magic Mouse 2“ geht die zweite Generation der kabellosen Mäuse an den Start. Diese verfügt über einen integrierten wiederaufladbaren Akku und eine Oberfläche, die dir komplett zum Scrollen und für Wischgesten zur Verfügung steht. Praktisch! Aber die Maus hat auch ihre Schattenseiten. Welche das sind, erfährst du im Einzeltestbericht zum Klassiker von Apple.

Microsoft Arc Mouse: großer Bogen und kleines Transportmaß

Sie hat im wahrsten Sinne des Wortes den Bogen raus: die „Arc Mouse“ von Microsoft. Ausgeschaltet liegt sie flach vor dir auf dem Tisch. So lässt sie sich auch platzsparend transportieren. Wenn du sie in der Mitte knickst, schaltet sie sich an. Dann heißt es nur noch koppeln und schon kannst du drauf los klicken. Ob die Maus im Alltag was taugt und wie sie sich in Verbindung mit unserem MacBook schlägt, verraten wir die im Erfahrungsbericht zur Microsoft Arc Mouse.

HPZ5000 Bluetooth-Maus: Günstig aber noch deutlich Luft nach oben

Das Fliegengewicht in unserem Bluetooth-Maus Test ist mit gerade einmal 45 Gramm die „HPZ5000“. Sie besteht komplett aus schwarz-goldenem Kunststoff und wirkt daher nicht so gut verarbeitet. Da merkt man schon den Preisunterschied zu den teureren Modellen. Die HP Maus kostet nämlich nur halb so viel wie unser Preis-Leistungs-Sieger von Microsoft. Die Bauart ist sehr flach, das heißt, langes Arbeiten wird schnell anstrengend mit ihr. Die Maustasten sind nicht unterteilt. Die Oberseite ist eine ebene Fläche, bis auf das etwas herausstehende gummierte Scrollrad. Aber selbst das ist ziemlich flach und lässt sich nicht flüssig drehen. Der Connectknopf befindet sich auf der Unterseite. Genauso wie der On-/Off Schieberegler. Der Mausklick klingt eher dumpf. Ihren Saft bezieht die Bluetooth-Maus aus einer AA-Batterie. Zum Wechseln der Batterie musst du die Kunststoffabdeckung anheben. Das geht nicht so einfach und wir haben im Test Angst, etwas kaputt zu machen.

Durch das leichte Gewicht und die flache Bauweise kannst du die Computermaus gut mit auf Reisen nehmen. Sie lässt sich einfach mit dem MacBook, Windows Laptop oder Android Smartphone verbinden. Die HPZ5000 bekommst du außerdem in weiß-schwarz und weiß-silber. Die Maus eignet sich nur für die Bedienung eines Gerätes und bietet keinerlei Zusatzfunktionen. Leider kannst du auch die Tasten nicht per Software programmieren. Für den Preis haben wir das allerdings auch nicht erwartet.

Fazit: Für circa 15 Euro* bekommst du mit der kabellosen Maus HPZ5000 eine günstige Maus für unterwegs. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in Ordnung. Viel erwarten darfst du aber nicht. Sie eignet sich für dich, wenn du ab und zu eine Maus im Zug oder für kurze Zeit benötigst.

So haben wir die Bluetooth-Mäuse getestet

Zunächst haben wir erst einmal alle Mäuse ausgepackt und sie nebeneinandergelegt. Wir schauten uns die Verarbeitung von Gehäuse, Scrollrad und Tasten beziehungsweise Scrollflächen an. Hier liegen der Testsieger, Logitech M720 Triathlon, und die Microsoft Arc Mouse gleichauf. Wir haben die Mäuse sowohl mit unserem MacBook Pro als auch mit einem Dell Laptop, der mit Windows läuft, getestet. Beim MacBook hat das besonders gut mit der Apple Magic Mouse und Logitech MX Anywhere 2 funktioniert. Unter Windows haben uns vor allem die beiden Microsoft und Logitech Modelle überzeugt. Generell finden beide Systeme aber schnell die Geräte und diese lassen sich auch zügig koppeln. Die Ergonomie der Geräte ist ebenso ein wichtiger Punkt, wenn du mit der Maus über einen längeren Zeitraum arbeiten möchtest. Alle sechs Mäuse mussten sich im Büroalltag beweisen. Daher haben wir uns die Handhaltung, sowie das Scrollen und Klicken angeschaut. Am besten gefällt uns das bei der Logitech M720 Triathlon.

Was es beim Kauf einer Bluetooth-Maus zu beachten gilt

Als erstes solltest du dir Gedanken machen, wann und wo du die kabellose Maus einsetzen möchtest. Soll sie nur ab und zu als Aushilfe oder als Reisebegleitung dienen, reicht eine günstige Maus mit leichtem Gewicht und platzsparenden Maßen. Soll sie dauerhaft einen Platz auf deinem Schreibtisch haben, raten wir dir etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen. Unseren Testsieger erhältst du allerdings schon für etwa 40 Euro*. Eine Kaufkriterium könnte auch der Betrieb der Maus sein, also ob diese mit Batterien oder integriertem, wiederaufladbarem Akku funktioniert. Modelle mit Batterien sind häufiger auf dem Markt erhältlich. Da gilt es allerdings immer Ersatz griffbereit zu haben. Die Nutzungszeit ist jedoch deutlich länger als bei Geräten mit Akku.

Wenn du deine Computermaus gerne auf deine Bedürfnisse anpassen möchtest, empfehlen wir dir ein Modell mit programmierbaren Tasten. Darüber verfügen alle Modelle aus unserem Test bis auf die HPZ5000. Geschmacksfrage ist es auch, ob du ein Modell mit Mausrad oder eins mit Scrollfläche haben möchtest. Interessant könnten ebenfalls der verbaute Lasertyp und die Auflösung sein. Während die Microsoft Modelle mit einem BlueTrack Sensor ausgestattet sind, haben die meisten anderen Mäuse einen optischen Laser. Die Auflösung ist bei der Logitech MX Anywhere 2 mit 4.000 DPI am höchsten. Damit lässt sie sich auf fast jedem Untergrund problemlos und zuverlässig verwenden.

Ebenso wichtig ist die Kompatibilität mit dem von dir bevorzugten Betriebssystem. Obwohl die Microsoft Modelle nicht für den Betrieb unter macOS ausgelegt sind, hat die Kopplung in unserem Test dennoch geklappt. Nur die Einstellungen mittels Software kannst du unter Mac nicht vornehmen. Ebenso verhält es sich mit der Magic Mouse 2 von Apple. Die ist nur für masOS ausgelegt und funktioniert unter Windows nur in abgespeckter Form.

*Alle Preise Stand September 2020

Wichtige Fragen zu drahtlosen Mäusen