7 elektronische Fotorahmen – Worauf muss ich beim Kauf achten?

Die Fotos vom letzten Urlaub anschauen, Familienfotos präsentieren oder auch noch nach einem Jahr was von den Schnappschüssen mit Freunden haben - hierfür eignet sich ein beleuchteter Bilderrahmen ideal. Aber wie findest du das passende Modell für dich? Zuerst solltest du dir überlegen, was dir wichtig ist. Einige Rahmen spielen neben einer Foto-Diashow auch Videos und sogar Musik als Untermalung ab. Bei anderen Modellen lassen sich die Urlaubsbilder direkt vom Strand auf Bali über WLAN den Großeltern ins Wohnzimmer übertragen.

Bei unseren getesteten Modellen haben wir nicht nur große Unterschiede bei der Funktionalität beziehungsweise bei der Ausstattung gefunden, sondern vor allem bei der Bild- und Wiedergabequalität. Dass die Bilderrahmen die Fotos auch in entsprechender Qualität zeigen, ist eines der wichtigsten Merkmale für die Kaufentscheidung.

Unsere 7 Testkandidaten auf einen Blick

In diesen Kategorien testen wir

  • Bild-/Wiedergabequalität: In der Kategorie Bildqualität haben wir verschiedene Kriterien getestet, die zur Wiedergabequalität beitragen. Hierzu zählen unter anderem: Helligkeit, Kontrast, Farbwiedergabe, Reflexionsarmut und Betrachtungswinkel.
  • Bedienkomfort/Handhabung: Hier haben wir uns die Ausführlichkeit der Bedienungsanleitung angeschaut. Wie benutzerfreundlich ist das Menü? Wie komfortabel die Bedienung?
  • Funktionalität/Ausstattung: Wie vielfältig ist das Gerät? Welche Anschlüsse und Schnittstellen gibt es? Welche Speichermedien und Dateiformate werden unterstützt? Welchen Umfang an Zusatzfunktionen und Einstellmöglichkeiten bietet der digitale Rahmen?

Unser Testsieger: Der Hama Slim Steel mit einer hervorragenden Bildqualität

Der digitale Bilderrahmen „Slim Steel“ von Hama schneidet in unserem Test am besten ab. Er verfügt als einziger der getesteten Modelle über einen Edelstahlrahmen und überzeugt auch im Qualitätstest. Wenn du mehr wissen möchtest, schau im Einzeltest zum Testsieger nach.

Unser Preis-Leistungs-Sieger: Intenso PhotoBase

Mit seinem günstigen Anschaffungspreis von 45 Euro (Stand Juli 2019) und einer Bewertung von 7,8 von 10 Punkten ist der Intenso PhotoBase unser Preis-Leistungs-Sieger. Der Rahmen hat ein ansehnliches schwarz-glänzendes Design und ist mit dem 8 Zoll Display relativ kompakt. Die Verarbeitung auf der Rückseite wirkt allerdings nicht ganz so hochwertig. Der Standfuß ist abnehmbar, eine Wandanbringung ist aber dennoch nicht vorgesehen. Super ist die praktische Halterung auf der Rückseite für den abmontierten Fuß. So kannst du den Fotorahmen auch ganz einfach mal mitnehmen. Bei der Helligkeit hat der Intenso PhotoBase seine Stärke, aber bei der Bild- und Wiedergabequalität schwächelt er ein wenig, die Farben wirken mitunter verwaschen. Auch der eingeschränkte Betrachtungswinkel, bei dem du die Farben noch unverfälscht wahrnehmen kannst, gibt Minuspunkte.

Bei den Zusatzfunktionen hast du eine ganze Reihe von Einstellungsmöglichkeiten: Diashow, Zufallswiedergabe, Übergangseffekte, Bildanzeigedauer, Fotocollage, Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Farbton. Die Bedienungsanleitung fällt mit nur acht Seiten dagegen etwas knapp aus. Das Menü zeigt eine verzögerte Reaktion. Der Intenso PhotoBase bietet mit seinem günstigen Preis eine Alternative mit passabler Qualität und schneidet in unserem Test mit 7,8 von 10 Punkten ab.

Diese 5 digitalen Bilderrahmen haben wir ebenfalls getestet

Vielleicht suchst du noch eine alternative Variante zu unseren Testsiegern mit speziellen Funktionen wie zum Beispiel einem Bewegungssensor (Bilderrahmen geht an, wenn du dich näherst) oder einer WLAN-Funktion. Wir haben weitere elektronische Fotorahmen getestet, hier findest du sicher was für dich.

Cytem DiaMine – Mit Bewegungssensor und Audiofunktion

Der „Cytem DiaMine QS 10s-w“ besticht neben unserem Testsieger ebenfalls durch eine brillante Bildwiedergabe, so kann das hochwertige IPS-LCD-Display deine Fotos mit einem Kontrastverhältnis von 800:1 darstellen. Auch beim Betrachtungswinkel und der sehr guten Schärfe hat er uns überzeugt. Im Gegensatz zum Hama Slim Steel hat der DiaMine jedoch eine geringe Reflexionsarmut. Zudem sind die zusätzlichen Einstellungsmöglichkeiten begrenzt. Helligkeit, Kontrast und Sättigung kannst du hier nicht wie bei den meisten getesteten Rahmen einstellen.

Dafür kann er mit einem integrierten Bewegungssensor punkten, spielt außerdem Audiodateien und Videos ab und hat einen Kopfhörer-Slot. Auffallend ist die Vielzahl an unterstützten Speichermedien, so hat er neben dem USB 2.0- auch einen Micro-USB-Anschluss und lässt sich zudem mit den verschiedensten Speicherkarten bestücken. Über die Fernbedienung kannst du im Vergleich zu anderen Modellen bequem eine ganze Reihe von Einstellungen tätigen. Minuspunkte gibt es beim Menü, dass relativ langsam reagiert und beim Preis, der mit knapp 90 Euro (Stand Juli 2019) zu Buche schlägt. Trotzdem hat er uns mit 8,9 von 10 Punkten überzeugt.

Intenso Media Designer: ein solider digitaler Bilderrahmen

Der „Intenso Media Designer“ kommt mit einem schicken schwarzen Design daher und bietet zahlreiche Funktionen. Der matte 9,7 Zoll große TFT-LCD-Bildschirm ist reflexionsarm und bietet eine gute Farbwiedergabe deiner Fotos. Zusätzlich spielt er auch Video- und Audiodateien ab. Durch die integrierte Alarmfunktion kannst du nicht nur deine schönsten Fotos genießen, sondern dich morgens auch wecken lassen. Der elektronische Bilderrahmen hat einen Kopfhöreranschluss und unterstützt neben USB 2.0 auch MMC, SD und SDHC.

Punktabzug gibt es beim eingeschränkten Betrachtungswinkel und bei der Videowiedergabe. Trotz Herstellerangabe, dass der Intenso Media Designer auch MJPEG, MPEG1 und MPEG4 erkennt, spielt er in unserem Test nur AVI-Dateien ab. Für deine Fotopräsentation hast du vielfältige Einstellmöglichkeiten wie zum Beispiel Zufallswiedergabe, Übergangseffekte, Diashow, Fotocollage und eine variable Bildanzeigedauer. Bei den Funktionen kannst du neben der Hintergrundmusik auch Helligkeit, Kontrast, Sättigung und den Farbton einstellen. Das Menü reagiert allerdings etwas zögerlich und der relativ hohe Anschaffungspreis beläuft sich auf 90 Euro (Stand Juli 2019). Wir vergeben 8,7 von 10 Punkten.

Der Allrounder: Xoro DPF 10B1

Der „Xoro DPF 10B1“ wirkt mit seinem 10,1 Zoll Display und dem nicht ganz so schicken Design etwas klobig. Mit den Außenmaßen von 27,4 x 18,7 x 2,3 Zentimetern ist er nicht nur der größte und schwerste unter den getesteten Modellen, sondern auch ein echter Allrounder. Der Xoro verfügt über einen Bewegungssensor und eine Alarmfunktion. Großes Plus ist der bereits mitgelieferte USB-Stick. Der variable Standfuß ist abnehmbar - so kannst du den Rahmen im Querformat an der Wand montieren. Aufstellen lässt er sich aber auch im Hochformat. Er erkennt neben Bilddateien auch Audio- und Videoformate und unterstützt eine ganze Reihe von Speichermedien wie USB 2.0, Mini-USB, SD, SDHC, MMC und MS.

Wie beim Intenso Media Designer hat er bei unserem Test ebenfalls nur AVI-Dateien abgespielt trotz des in den Herstellerangaben enthaltenen MPEG4-Formats. Das lichtstarke Display hat eine passable Bild- und Wiedergabequalität, aber die Farben wirken etwas verwaschen. Das Menü reagiert zuweilen langsam und bei der Diashow bietet er keine Zufallswiedergabe. Im Test bekommt er 7,9 von 10 Punkten.

Hama Slimline Basic – spärlicher Betrachtungswinkel

Der „Hama Slimline Basic“ ist mit einem Gewicht von knapp 300 Gramm der leichteste und einer der handlichsten unter den getesteten Modellen. Das lichtstarke TFT-LED-Display besitzt eine Helligkeit von 300 cd/m² (Candela pro Quadratmeter), sodass du auch bei Sonneneinstrahlung deine Fotos noch relativ gut erkennen kannst. Allerdings schwächelt der Slimline Basic in der Farbwiedergabe. Die Farben wirken zum Teil etwas verwaschen und haben einen leichten Blaustich. Starke Mängel zeigt er auch durch den eingeschränkten Betrachtungswinkel.

Dagegen punktet er bei den Zusatzfunktionen und Einstellungen. Du kannst hier zwischen einer Vielzahl von Möglichkeiten wählen. Er unterstützt zum Beispiel eine Diashow mit Übergangseffekten, Zufallswiedergabe, variable Bildanzeigedauer, Fotocollage, Zoom und Bildrotation. Darüber hinaus kannst du Helligkeit, Kontrast, Sättigung und die Schattierung, mit der deine Fotos gezeigt werden, einstellen. Einen Fallstrick gibt es jedoch: Die voreingestellte Ausgangssprache ist bei unserem Testgerät Bulgarisch. Das erschwert uns das Zurechtfinden im Menü. Selbstverständlich lassen sich dann aber eine Vielzahl von Sprachen im sonst übersichtlichen und gut verständlichen Menü einstellen. Der Hama Slimline Basic erhält von uns 7,8 von 10 Punkten.

Somikon DF-600: mittels App koppelbar

Der „Somikon DF-600.WiFi“ ist mit seinem 7 Zoll Touchscreen-Display der kompakteste unter den getesteten Modellen. Er ist WLAN-fähig und verfügt über einen internen Speicher mit 8 Gigabyte. Mittels der kostenlosen App „Frameo“, die du auf deinem Smartphone installieren musst, kannst du deine Fotos direkt aus dem Urlaub auf den heimischen Somikon Bilderrahmen schicken. Durch den separaten Standfuß, der bei Bedarf auch wieder abgenommen werden kann, ist eine Wandmontage möglich - sowohl im Hochformat als auch im Querformat.

Zudem verfügt er über eine automatische Bildrotation. Das heißt, wenn der Rahmen gedreht wird, dreht sich das Foto automatisch mit. Bei der Reflexionsarmut, beim Betrachtungswinkel und bei der Helligkeit schwächelt er dagegen etwas und hat uns nicht überzeugt. Zudem gibt es keine Fernbedienung oder Tasten am Rahmen, sodass du das sparsam ausgestatte Menü nur über Touchscreen bedienen kannst. Auch bei den Einstellmöglichkeiten ist der Somikon DF-600.WiFi etwas karg. So kannst du für eine Diashow lediglich die Helligkeit angeben und welche Bilder wie lange gezeigt werden sollen. Er erlaubt neben dem JPG- und JPEG-Format auch Fotos in BMP, GIF und PNG. An Speichermedien unterstützt er dagegen nur Micro-USB und microSD. Er bekommt 7,2 von 10 Punkten.

So haben wir die digitalen Bilderrahmen getestet

Zunächst haben wir alle Modelle ausgepackt und uns mit dem Lieferumfang und den Funktionen vertraut gemacht. Wir haben die Produktdaten aller Bilderrahmen zusammengestellt und verglichen sowie die Bedienungsanleitungen durchgearbeitet.

Für den Test haben wir Videos und Fotos mit unterschiedlichsten Schwerpunkten und Dateiformaten zusammengestellt wie zum Beispiel eine Landschaftsaufnahme, ein Portrait, ein farbintensives Bild und so weiter. Beim Testen haben wir jede Aufnahme auf allen Modellen verglichen und anhand der zuvor festgelegten Kriterien bewertet. Bei der Bild- und Wiedergabequalität sind das: Helligkeit, Kontrast, Farbwiedergabe, Schärfe, Reflexionsarmut und Betrachtungswinkel.

Außerdem haben wir den Bedienkomfort und die Handhabung bewertet, hierzu zählen die Ausführlichkeit der Bedienungsanleitung, die Benutzung mit Bedientasten und mit der Fernbedienung sowie die Benutzerfreundlichkeit des Menüs. Bei der Funktionalität und der Ausstattung haben wir uns angeschaut, welche Anschlüsse die Modelle besitzen, welche Speichermedien und Dateiformate sie unterstützen und welche Zusatzfunktionen und Einstellmöglichkeiten dem Benutzer zur Verfügung stehen. Als Zusatzkriterium haben wir außerdem das Design und die Verarbeitung bewertet.

Verena Bayer klickt sich durch das Menü des Hama Slim Steel

Worauf muss ich beim Kauf eines digitalen Bilderrahmens achten und welcher Rahmen eignet sich für mich?

Du solltest dir zunächst überlegen, für was du den Bilderrahmen verwenden möchtest und welche Funktionen dir wichtig sind. Unsere getesteten Modelle werden alle mit Netzteil betrieben. Möchtest du den Rahmen allerdings mitnehmen und zum Beispiel im Freundeskreis deine Urlaubfotos digital zeigen, lohnt es sich einen Fotorahmen mit Akkubetrieb anzuschaffen. Möchtest du den Rahmen auf den Schreibtisch oder ins Bücherregal stellen oder vielleicht sogar an die Wand hängen? Dann solltest du dir für einen Rahmen mit Netzbetrieb zunächst anschauen, wo die nächste Stromquelle ist und ob du den Rahmen bequem anschließen kannst.

Auch der Betrachtungswinkel, die Reflexionsarmut bei Lichteinfall und die Größe spielen beim Standort eine Rolle. Kompakte Rahmen sind platzsparend, haben aber auch ein kleineres Display. Bei diesem solltest du in erster Linie auf die Auflösung in Relation zur Größe schauen. Displays mit einer hohen Pixelanzahl haben meist eine bessere Bildqualität. Um deine Bilder auf den Rahmen zu übertragen, beziehungsweise abspielen zu können, solltest du prüfen, welche Speichermedien unterstützt werden, die meisten sind mit USB 2.0-Anschluss versehen oder lassen verschieden Speicherkarten zu. Soll der Rahmen nur zu bestimmten Zeiten laufen, sollte er unbedingt eine Timerfunktion mitbringen. Möchtest du neben Fotos auch Bewegtbilder zeigen, sollte der Bilderrahmen Audio und Video unterstützen.

Häufige Fragen zum Thema digitaler Bilderrahmen