Echter Raumklang beim Zocken – welcher Gaming Kopfhörer ist der beste?

Wenn du dich beim Gaming möglichst gut auf das Geschehen konzentrieren möchtest, bietet sich ein Gaming Kopfhörer auf jeden Fall an. Durch die Ohrpolster schirmst du dich perfekt von der Außenwelt ab und kannst dich voll und ganz dem Spiel widmen. Mit einer guten Soundqualität machst du das Spiel zu einem echten Klangerlebnis. Wir haben für dich acht Modelle in unserem Gaming-Headset Test genauestens unter die Lupe genommen. Dabei achten wir vor allem darauf, wie realistisch der Klang ist, wie einfach die Bedienung während des Spielens ist und wie gut der Kopfhörer sitzt.

In diesen Kategorien testen wir die Gaming-Headsets

  • Soundqualität und Verarbeitung: Wichtig ist uns im Test die Klangwiedergabe. Wie klar ist der Sound? Wie realistisch wirkt der Raumklang? Außerdem bewerten wir, wie gut die Ohrpolster Geräusche dämpfen und wie laut Nebenstehende deinen Sound mithören. Auch die Qualität des Mikrofons schauen wir uns an, sowie die Verarbeitung des ganzen Headsets.
  • Tragekomfort und Handhabung: Da du nicht bereits nach einer Stunde ein Druckgefühl empfinden möchtest, spielt der Tragekomfort eine zentrale Rolle. Wie bequem sind die Ohrpolster? Wie ergonomisch ist der Kopfbügel? Natürlich ist eine einfache Bedienung auch von Vorteil. Wir schauen uns an, wie leicht sich die Tasten während des Spielens betätigen lassen und wie intuitiv sich die Bedienung gestaltet. Zudem bewerten wir, wie gut sich der Kopfhörer nach Gebrauch verstauen lässt.
  • Funktionen: Wir probieren alle Funktionen aus, die die Gaming Kopfhörer zu bieten haben. Kommen sie mit Extras wie einem Equalizer oder Surround-Sound-Modus, lassen wir das positiv in die Bewertung einfließen. Bei drahtlosen Modellen vergleichen wir die Akkulaufzeit und die Signalstärke. Funktioniert das Pairing einwandfrei?
  • Design: Bei der Optik hat jeder seinen eigenen Geschmack. Wir bewerten den Look nach unserem Empfinden. Sieht ein Headset besonders edel oder schick aus, finden wir das gut. Kommt der Kopfhörer zusätzlich mit einer Beleuchtung, gibt das auch Pluspunkte.

Unser Testsieger: Astro A50 kabelloses Gaming-Headset

Die absolut beste Soundqualität und Verarbeitung im Test bietet der Astro Gaming A50 Kopfhörer. Der Raumklang wirkt beim Spielen täuschend echt. Auch der Tragekomfort überzeugt: Die Ohrpolster sind nicht nur super weich und bequem, sondern dämpfen Umgebungsgeräusche gut. Zusatzfunktionen wie der Equalizer, die Game-Chat-Balance und der Dolby Audio Sound runden das Gesamtpaket perfekt ab. Mehr zu unserem Gaming-Headset Testsieger erfährst du im ausführlichen Einzeltestbericht.

Unser Preis-Leistungs-Sieger: EPOS │ SENNHEISER GSP 300

Der EPOS │ SENNHEISER GSP 300 ist simpel und schlicht in seiner Funktionalität und im Design. In puncto Soundqualität und Verarbeitung schneidet das Headset genauso gut ab, wie unser Testsieger. Seine Bedienung ist sehr minimalistisch und dadurch simpel. Der Kopfhörer ist bequem und durch den Spreizkopfbügel sehr flexibel. Wenn du ein Gaming-Headset unter 100 Euro* suchst, dass ohne große Zusatzfunktionen auskommt, lohnt sich ein Blick in den Einzeltestbericht zum Preis-Leistungs-Sieger.

Diese Gaming Kopfhörer haben wir auch getestet

Haben dich unsere beiden Siegerprodukte noch nicht vollkommen überzeugt? Dann schau dir gerne noch die sechs weiteren Produkte aus unserem Gaming-Headset Test an. Vom Kopfhörer mit individualisierbarer Beleuchtung über Kopfbügel mit Skibrillenband bis hin zum komplett personalisierbaren Modell ist alles dabei.

SteelSeries Arctis 7 Gaming-Headset - guter zweiter Platz

Der SteelSeries Arctis 7 Kopfhörer schrammt nur knapp am Testsieg vorbei. Das Gaming-Headset bietet ein grandioses Klangerlebnis mit Surround-Sound und eine hochwertige Verarbeitung. Die bequemen Ohrpolster dämpfen Außengeräusche sehr gut ab. Durch sein Skibrillenband steigert sich der Tragekomfort enorm. Die Bedienung ist intuitiv. Mit einer Akkulaufzeit von 24 Stunden schlägt es alle anderen Kopfhörer im Test. Mehr zum Zweitplatzierten liest du im detaillierten Einzeltestbericht.

Asus ROG Delta – der Allrounder

Das „Asus ROG Delta“ Gaming-Headset schneidet in jeder Kategorie mehr als gut ab. Vor allem das schwarz-silberne Design mit der individualisierbaren Beleuchtung ist ein tolles Extra. Du kannst sie in allen Regenbogenfarben blinken lassen. Der Kopfhörer ist super verarbeitet und fühlt sich wertig an. Das Kabel des Kopfhörers ist unknickbar und wirkt robust. Allerdings ist es fest am Modell montiert. Mitgeliefert werden ein USB-C-zu-USB-2.0-Adapter und Ersatzpolster für die Ohrmuscheln. Diese sind D-förmig und ergonomisch. Die Ohrpolster des Asus ROG Delta sind aus weichem Kunstleder und dadurch sehr bequem, sie umschließen das Ohr vollständig. Der Kopfbügel ist flexibel spreizbar und lässt sich durch einen Einrast-Mechanismus individuell an deinen Kopf anpassen. Brillenträger aufgepasst: Der Kopfhörer drückt die Brille ziemlich gegen das Gesicht. Am Kopf ist nur eine leichte Polsterung. Die Ohrhörer sind in ihrer Aufhängung drehbar, sodass du sie flach in eine Schublade legen kannst. Eine Transporttasche ist jedoch nicht inklusive.

Was die Soundqualität angeht, punktet das Asus Gaming-Headset sogar genauso gut wie unser Testsieger. Die Lautstärke kannst du vergleichsweise sehr laut einstellen, Nebenstehende werden dennoch nicht von deinem Sound gestört. Bei Telefonie und Sprache ist der Ton klar und deutlich. Beim Musikhören genießt du einen guten Sound, der besonders stark in den Mitten ist, wie es bei Gaming Kopfhörern sein sollte. Der Raumklang beim Spielen ist total in Ordnung, du hörst genau, von wo die Gegner kommen. Der Kopfhörer kommt ohne Surround-Sound, diesen vermissen wir aber auch nicht. Außengeräusche nimmst du kaum wahr. Zur Stummschaltung des Mikrofons kannst du das Audio-Bedienrad an der linken Ohrmuschel drücken. Die LED am Mikro leuchtet dann rot. Das Mikrofon ist abnehmbar und hat eine gute Qualität – deine Mitspieler hören dich klar und deutlich. Ansonsten hat der Kopfhörer nur noch einen Schalter für die Beleuchtung (ein/aus). Das macht die Bedienung ziemlich intuitiv und einfach.

Fazit: Das Asus ROG Delta Gaming-Headset ist ein super schicker Kopfhörer mit anpassbarer Beleuchtung. Er ist bequem zu tragen, unkompliziert zu bedienen und bietet eine tolle Soundqualität. Zudem ist er mit fast allen gängigen Spielekonsolen kompatibel – ein echter Allrounder, der für jeden geeignet ist.

Corsair Void Elite RGB – der Ergonomische

Das „Corsair Void Elite RGB“ Headset überzeugt vor allem mit seinem schönen schwarz-weißen Design, dem Tragekomfort und der Akkulaufzeit von 16 Stunden. Die Ohrmuscheln sind D-förmig und bestehen aus Memory Schaumstoff-Polster. Diese passen sich deinen Ohren an. Die Ohrpolster wirken jedoch nicht ganz so hochwertig, sind aber trotzdem ausgesprochen bequem. Die Verarbeitung des Kopfbügels ist in Ordnung, allerdings ist er oben etwas scharfkantig. Der Kopfhörer drückt kaum ins Gesicht, sitzt eher locker und eignet sich dadurch gut für Brillenträger. Im Test verrutscht er aber bei ruckartigen Bewegungen ein bisschen leichter als andere Vergleichsmodelle. Der Kopfbügel ist verstellbar. Die Ohrhörer sind drehbar, sodass du den Kopfhörer flach aufbewahren kannst. Das Mikrofon ist leider nicht abnehmbar, aber biegsam und hat einen Schaumstoff-Windschutz. Die Tonqualität ist in Ordnung, die Stimme wirkt ein wenig gedämpft. Du kannst dich stummschalten, indem du das Mikrofon nach oben flippst. Es gibt aber auch eine Stummschalt-Taste am Kopfhörer. Mit dieser aktivierst du unter anderem auch die Rauschunterdrückung des Mikros. Außerdem hat das Headset noch einen Power-Schalter und einen Lautstärkeregler. Mit diesem schaltest du auch zwischen den verschiedenen Equalizer-Modi um und aktivierst den Surround-Sound. Die Bedienung gestaltet sich einfach, da die Tasten gut zu erfühlen sind. Durch die vielen Funktionen ist die Handhabung aber nicht so intuitiv.

Der Kopfhörer dämpft Außengeräusche ziemlich gut ab, sodass du dich voll auf dein Spiel oder deinen Film konzentrieren kannst. Die Soundqualität ist beim Musikhören gerade noch in Ordnung. Beim Gaming ist der Raumklang okay, durch den Surround-Modus wird er ein wenig verbessert. Nur bei akustischen Musikstücken klirrt es. Nebenstehende hören die Musik leise, aber deutlich mit. Der Corsair bietet zudem fünf verschiedene Equalizer Voreinstellungen, die du in der iCue Software anpassen kannst. Außerdem kannst du auch die Beleuchtung über das Programm ändern. Das Pairing des Kopfhörers mit deinem PC gelingt super easy: Du musst den USB-Sender einfach am PC anschließen. Der Kopfhörer koppelt sich dann automatisch mit deinem Gerät. Mit 12 Metern bietet das Gaming-Headset eine gute Reichweite, sodass du dich frei in einer kleinen Wohnung bewegen kannst.  Der USB-Stick wird lose mitgeliefert, du musst also aufpassen, ihn nicht zu verlegen.

Fazit: Der Corsair Void Elite RGB Gaming Kopfhörer ist durch die Form und das Material der Ohrpolster super ergonomisch. Da er nicht ganz so fest sitzt, ist er auch ideal für Brillenträger geeignet. Das Gaming-Headset bietet zudem Zusatzfunktionen wie eine Beleuchtung, Equalizer-Modi und einen Surround-Sound-Modus.

Logitech G935 – der Funktionale

Der kabellose Gaming Kopfhörer „Logitech G935“ kommt mit vielen Zusatzfunktionen und besticht mit einer coolen Beleuchtung um den Ohrhörer herum und am Logo. Das gibt seinem schlichten Look das gewisse Etwas. Mit der Logitech G Hub Software, die es kostenlos auf der Hersteller-Webseite zum Download gibt, kannst du unter anderem zusätzlich den Equalizer individualisieren, die Zuweisung der vielen Bedienelemente ändern sowie verschiedene Surround-Sound-Modi ausprobieren und anpassen (Entertainment, Gaming, Sport). Insgesamt gibt es sechs Bedienelemente am Kopfhörer. An einem Rädchen kannst du die Lautstärke regeln. Zudem bietet das Modell jeweils eine Taste für die Stummschaltung, den Wechsel zwischen verschiedenen Beleuchtungs- und Equalizer-Profilen und für den Surround-Sound-Modus. An einem Schalter kannst du noch zwischen dem drahtlosen oder kabelgebundenen Modus wechseln. Die Knöpfe lassen sich alle gut drücken. Die Bedienung ist durch die Symbolik zwar selbsterklärend, aber durch die Anzahl der Tasten nicht wirklich intuitiv. Das braucht es erstmal Zeit, bis du dich an die Position und Funktion der einzelnen Tasten gewöhnst.

Das Pairing gelingt super einfach durch Einstecken des mitgelieferten drahtlosen USB-Adapters. Dieser befindet sich zur sicheren Aufbewahrung im linken Ohrhörer. Im rechten befindet sich der Akku, den du bei Bedarf austauschen kannst. Dieser hält bis zu 12 Stunden. Der Kopfhörer kommt allerdings ohne Transporttasche und lässt sich weder zusammenklappen noch anders kompakter machen. Immerhin ist das Mikrofon komplett in den Kopfhörer einklappbar, sodass es nicht mehr sichtbar ist. Leider ist es weder flexibel noch individuell anpassbar. Hinzu kommt, dass das Mikro so kurz ist, dass es nicht bis zum Mund reicht. Deine Stimmen wirkt dadurch leicht gedämpft. Schiebst du das Mikro nach oben, schaltest du dich stumm. Die Reichweite ist mit 15 Metern gut, du kannst dich innerhalb einer Zwei-Zimmer-Wohnung frei bewegen.

Das Logitech Gaming-Headset glänzt mit einer wertigen Verarbeitung. Der Metallbügel fühlt sich robust an, es gibt aber ein paar scharfkantige Stellen. Die Ohrpolster aus Kunstleder sind angenehm weich und umschließen das Ohr komplett. Sie drücken im Test jedoch stark. Für Brillenträger ist das sehr unangenehm. Der Kopfhörer fühlt sich mit circa 380 Gramm ziemlich schwer auf dem Kopf an. Der Kopfbügel ist nicht ganz so flexibel, lässt sich aber individuell einstellen. Nur die Polsterung könnte stärker sein.

Klanglich überzeugt der Kopfhörer mit einer super Qualität. Der Logitech bietet einen sehr guten und klaren Sound, der ein wenig basslastig ist. Der Surround-Sound-Modus überzeugt, verstärkt den Bass noch mehr. Dadurch übertönt er beim Gaming andere Geräusche leider manchmal. Der Raumklang ist mit aktiviertem Surround-Sound-Modus aber klasse. Die Ohrpolster dämpfen Umgebungsgeräusche sehr gut ab, du nimmst kaum Außengeräusche wahr. Nebenstehende hören deinen Sound leise aber deutlich mit.

Fazit: Das Logitech G935 Gaming-Headset bietet dir sehr viele Zusatzfunktionen und Bedienelemente. Dabei überzeugt es auch mit seiner Klangqualität, es ist nur nicht ganz so bequem. Wenn du ein Fan von Extras bist und dich schnell an die umfangreiche Handhabung gewöhnst, ist der Kopfhörer perfekt für dich.

Beyerdynamic MMX 300 – der Transportable

Das kabelgebundene Gaming-Headset "Beyerdynamic MMX 300" ist das einzige Modell im Test, das mit einer Aufbewahrungstasche geliefert wird. Das große Hardcase-Etui mit Reißverschluss wirkt sehr robust und besitzt eine kleine Innentasche mit Netz. Diese kannst du dank Klettverschluss nach Belieben fixieren, wo du möchtest. Auch das Material des Kopfhörers wirkt hochwertig. Der Kopfbügel aus Edelstahl hat jedoch scharfe Kanten. Die mit Samt überzogenen Ohrmuscheln sind rund und haben offene Kabel. Das lärmkompensierende Mikrofon ist biegsam, nicht abnehmbar und dadurch ziemlich sperrig. Es hat aber eine gute Qualität. Der Mikrofonhals lässt sich um 360 Grad drehen. Das Mikro kommt mit einem abnehmbaren Poppschutz. Mit im Zubehör sind außerdem ein Headsetkabel mit 4-poligen Klinkenstecker und ein Headsetkabel mit 2 x 3-poligen Klinkenstecker. Somit ist der Gaming Kopfhörer mit deinem PC oder Mac und allen Konsolen mit 3,5 Millimeter Kombibuchse kompatibel.

Was den Tragekomfort angeht, gibt es Luft nach oben. Die Ohrpolster umschließen das Ohr zwar komplett, die runde Form passt sich jedoch nicht dem Ohr an. Die Ohrhörer drücken daher am Kiefer ziemlich. Eine Brille stört jedoch nicht. Die Ohrpolster selbst fühlen sich durch den Samt sehr weich an, es bleibt allerdings auch Staub daran hängen. Auch das Kopfpolster fühlt sich angenehm an. Den Kopfbügel verstellst du durch einfaches Ziehen. Es gibt am Kopfhörer keine Bedientasten. Die sind alle am Kabel angebracht: Ein Regler für die Stummschaltung, ein Rädchen für die Lautstärkeregelung und eine Multifunktionstaste (Anrufannahme und Mediensteuerung). Die Bedienung ist ein bisschen umständlich und weniger intuitiv. Du musst die verschiedenen Knöpfe erstmal ertasten und dafür extra nach unten schauen. Die Fernbedienung am Kabel hängt nach unserem Geschmack auch etwas zu tief. Die Bedientasten lassen sich immerhin einwandfrei drücken.

Punkten kann das Beyerdynamic MMX 300 Gaming-Headset mit der Soundqualität. Der Kopfhörer bietet eine hervorragende Klangwiedergabe und Geräuschdämpfung. Während des Musikhörens kommt der besonders klare Sound zum Ausdruck. Das Klangbild ist dynamisch und räumlich. Der Bass hat eine super Tiefe, ohne dabei zu dominieren. Das würde während des Zockens ablenken. Der Raumklang beim Spielen ist in Ordnung, wir vermissen jedoch einen Surround-Sound. Die Ohrpolster dämpfen Umgebungsgeräusche perfekt ab, du hörst nichts von deiner Außenwelt. Schade finden wir, dass Nebenstehende deutlich deine Musik oder den Gaming-Sound mithören. Du kannst dir auch online dein eigenes personalisiertes Beyerdynamic Gaming-Headset in der „Manufaktur“ des Herstellers zusammenstellen. Da kannst du neben Kopfband-, Ring- und Earpad-Farbe unter anderem auch eine Gravur aussuchen und ein eigenes Bild als Design hochladen.

Fazit: Das Beyerdynamic MMX 300 Gaming-Headset bietet eine sehr gute Soundqualität und Verarbeitung. Es kommt zudem mit einer hochwertigen Transporttasche. Wenn du deinen Kopfhörer gerne überallhin mitnehmen möchtest und gut mit einer Fernbedienung am Kabel klarkommst, ist dieses Headset eine gute Wahl für dich.

Trust GXT 414 Zamak – der Günstige

Das kabelgebundene Gaming-Headset „Trust GXT 414 Zamak“ schneidet insgesamt gerade noch solide ab. Für einen Preis von unter 50 Euro* finden wir das aber in Ordnung. Die Soundqualität während des Musikhörens ist im Test nicht ganz so überzeugend. Der Bass dominiert, der Ton ist nicht so klar, sondern klingt ein wenig gedämpft. Das Klangbild ist nicht wirklich dynamisch, der Klang wirkt ziemlich schwach in den Höhen und klirrt auch ab und zu. Im Spiel ist der Raumklang gut, es wirkt alles sehr realistisch, du hörst Gegenstände und Gegner näherkommen. Es reicht für eine gute Lokalisierung der Geräusche. Die Geräuschdämpfung der Ohrpolster ist ganz gut. Du hörst kaum etwas von deiner Umgebung. Die Polster an sich sind schön weich, der Kopfhörer drückt aber dennoch ziemlich stark ins Gesicht. Für Brillenträger ist das Modell daher sehr unpraktisch. Anpassen kannst du den Kopfbügel durch Ziehen. Das Kopfpolster und die Ohrpolster sind bequem. Was wir gut finden: Nebenstehende hören deinen Sound so gut wie gar nicht.

Die Verarbeitung des Trust Kopfhörers ist nicht so wertig. Das Headset ist komplett schwarz mit offenen Kabeln. Das Gehäuse wirkt klapprig. Der Kopfbügel lässt sich zwar weit auseinanderspreizen, aber die Ohrhörer kannst du nicht drehen, was den Kopfhörer insgesamt unflexibel macht. So kannst du ihn nicht kompakt verstauen. Das Material und auch die Anschlüsse sehen billig verarbeitet aus. Die mitgelieferten drei Kabel (PC, Konsole, Smartphone) sind mit nur einem Meter ziemlich kurz geraten. Nur die Ohrpolster aus Kunstleder überzeugen von der Qualität. Das Mikrofon mit Windschutz-Schaum wirkt simpel. Es ist aber biegsam und abnehmbar. Die Qualität ist solide.

Du musst das Mikrofon genau nach Markierung einstecken, sonst fällt es dauernd heraus. Die Markierung am Kopfhörer erkennt man aber nicht auf Anhieb. Am Headset gibt es keine Bedienelemente. Die Laustärke musst du beim Spielen manuell am PC oder der Konsole einstellen. Auch wenn du mit dem Kabel mit Fernbedienung spielst – geht aber nur am Smartphone, gibt es keinen Lautstärkeregler. Du kannst nur Titel springen und Anrufe entgegennehmen. Die Fernbedienung hat nur eine Multifunktionstaste. Die Bedienung ist somit nicht intuitiv. Da hätten wir uns mehr erhofft.

Fazit: Das Trust GXT 414 Zamak Gaming-Headset landet leider zurecht auf dem letzten Platz. Der Kopfhörer schneidet, was die Soundqualität und Verarbeitung sowie die Funktionen angeht, solide ab. Der Tragekomfort und die Handhabung lassen aber zu wünschen übrig. Für Gelegenheitszocker, die sich nur ab und zu mal vor den PC oder die Spielekonsole setzen, ist das günstige Modell für unter 50 Euro* aber dennoch eine Option.

So haben wir die Gaming-Headsets getestet

Zuerst verglichen wir die Verarbeitung der Kopfhörer, indem wir uns das Material ganz genau angeschaut haben. Danach führten wir einen Klang- und Mikrofontest durch. Für den Klang haben wir Musik aus verschiedenen Genres (Pop, Hip Hop, Klassik/Jazz) angehört, einige Raumklang-Test Videos auf YouTube geschaut sowie natürlich gespielt (Destiny 2). Dabei achteten wir besonders darauf, wie realistisch der Raumklang ist und wie klar und ausgewogen der Sound klingt. Wir stellten uns ans Fenster, um zu testen, wie gut die Ohrpolster Außengeräusche dämpfen. Zudem probierten wir aus, wie laut Nebenstehende den Sound bei einem Abstand von einem Meter noch wahrnehmen. Die Qualität des Mikrofons haben wir über Skype und Microsoft Teams getestet.

Den Tragekomfort und die Bedienung haben wir während des Spielens bewertet. Wir haben verglichen, wie gut sich der Kopfhörer anpassen lässt und wie komfortabel er sitzt. Wir probierten aus, wie leicht wir an die Tasten rankommen und wie einfach sie sich drücken lassen, ohne dabei vom Spiel abgelenkt zu werden. Bei kabellosen Gaming-Headsets haben wir die Signalstärke überprüft, indem wir uns frei in einer Zwei-Zimmer-Wohnung bewegt haben. Hat ein Produkt zusätzliche Funktionen, haben wir diese auch getestet.

Mit allen acht Testmodellen haben wir Musik gehört und am PC und der Konsole gezockt

Das musst du vor dem Kauf deines Gaming Kopfhörers beachten

Beim Thema Klang scheiden sich die Geister. Die einen mögen es laut und wuchtig, die anderen eher harmonisch und präzise. Beim Spielen ist vor allem ein ausgewogener Sound und ein echter Raumklang wichtig, um zu hören, von wo bestimmte Geräusche herkommen. Im Vergleich überzeugen neben unserem Testsieger auch die Modelle von Logitech und SteelSeries. Entscheide auch, ob du zusätzlichen einen Surround-Sound-Modus möchtest. In unserem Test bieten dir der Logitech G935, der Corsair Void Elite RGB und der SteelSeries Arctis 7 einen Surround-Sound.

Außerdem ist eine gute Geräuschdämpfung wichtig, damit du dich voll und ganz auf das Spiel konzentrieren kannst. Was einen guten Kopfhörer neben der Soundqualität auf jeden Fall ausmacht, sind auch der Tragekomfort und die Handhabung. Denn wenn du dich stundenlang deinem Spiel widmen möchtest, sollten die Kopfhörer natürlich so bequem wie möglich sitzen. In unserem Test schneiden in puncto Tragekomfort der SteelSeries Arctis 7 und unser Testsieger, der Astro A50, sehr gut ab.

Im besten Fall sollte dein Gaming-Headset leicht zu bedienen sein, damit du während des Spielens nicht vom Monitor weggucken musst. In dieser Kategorie schneiden der Asus ROG Delta sowie unser Preis-Leistungs-Sieger, der EPOS │ SENNHEISER GSP 300, hervorragend ab. Je nachdem, ob dich ein Kabel beim Spielen stört oder nicht, solltest du dir ein Wireless Modell zulegen. In unserem Vergleich sind die Kopfhörer von Astro, Logitech, Corsair und SteelSeries drahtlos nutzbar.

Wichtige Fragen zum Gaming-Headset

* Alle Preise Stand Oktober 2020