Film ab: Analoge und digitale Sofortbildkameras im Test

Ein Klick und schon hast du wenige Minuten später den Augenblick für immer fest in deiner Hand. Alle Kameras im Test werfen dir solch eine Erinnerung auf Papier aus. Der größte Unterschied zwischen den Modellen ist, ob sie analog oder digital fotografieren. Das hat vor allem Auswirkungen auf das Aussehen der Bilder und auf die Funktionen der Kamera. Zum Beispiel kannst du die Bilder der digitalen Kameras zusätzlich auf einer SD-Karte festhalten. Die bekannteste Marke und auch der Erfinder der Sofortbildfotografie ist Polaroid. Oft wird deswegen eine Sofortbildkamera als Polaroid Kamera bezeichnet – nicht jede Sofortbildkamera ist aber eine Polaroid Kamera. Wichtig im Test ist uns, welche Funktionen die Kameras bieten.

In diesen Kategorien testen wir die Sofortbildkameras

  • Bildqualität: Gibt es unnatürliche Farbstiche, sind die Bilder scharf und wie ist die Druckqualität der digitalen Kameras?
  • Bedienkomfort: Wie liegt die Kamera in der Hand, ist sie einfach zu bedienen und gut für unterwegs?
  • Ausstattung: Welche Funktionen hat die Kamera und vor allem – besitzt sie einen Selfie-Spiegel oder einen Selbstauslöser?
  • Folgekosten: Hier haben wir die Preise pro Bild in der jeweils kleinstmöglichen erhältlichen Packung verglichen.

Testsieger: Fujifilm instax mini LiPlay – bereit für alles

Praktikabel in jeder Situation und für jeden Einsatz geeignet: Die instax mini LiPlay. Mit vielen praktischen Funktionen, wie Bluetooth und Fernsteuerung mit dem Handy, zeichnet sie sich als perfekter Allrounder aus. Dazu kommt noch die Kombination aus digitaler Bildaufzeichnung aber analoger Entwicklung. So hast du den Charme von analogen Bildern mit echtem weißem Rahmen. Den bekommst du auch bei Bildern, die du zum Beispiel mit dem Handy gemacht hast, indem du sie mit der Fujifilm ausdruckst. Welche besonderen Funktionen sie noch einzigartig macht, erfährst du in unserem Einzeltest zur instax mini LiPlay.

Unser Preis-Leistungs-Sieger: Fujifilm Instax mini 11

Unser neuer Preis-Leistungs-Sieger löst zurecht seinen Vorgänger die instax mini 9 ab. Denn die instax mini 11 hat jetzt eine automatische Belichtung und einen integrierten Selfiespiegel. Dazu ist sie noch super einfach zu bedienen und macht tolle Bilder. Die perfekte Kamera um schnell bleibende Erinnerungen zu schaffen. Alle Informationen zum Preis-Leistungs-Sieger Fujifilm instax mini 11 erfährst du im detailierten Einzeltestbericht.

Der Klassiker: Polaroid OneStep+ Sofortbildkamera

Seit mehr als 50 Jahren prägt der Begriff „Polaroid“ die Sofortbildkamera-Industrie. Die „Polaroid OneStep+“ ist der moderne Nachfolger des OneStep Modells von 1977. Klassisches Design in einem großen und schweren Gehäuse, aber bestückt mit der besten Technik von heute. Bluetooth und eine herausragende App machen die OneStep+ zu einem ausgezeichneten Upgrade. Mehr dazu in unserem Einzeltest zu der OneStep+.

Diese Sofortbildkameras treten ebenfalls mit an

Unseren Testsieger und Preis-Leistungs-Sieger sowie den beliebten Klassiker von Polaroid hast du jetzt kennengelernt. Doch diese müssen nicht unbedingt die passende Sofortbildkamera für dich sein. Wir haben einige Modelle aus der großen Fujifilm instax Familie und ein weiteres Gerät von Polaroid sowie Kameras von Kodak und Canon getestet.

Fujifilm instax Square SQ20: Hybridmodell mit kreativen Funktionen

Die instax SQ 20 ist ähnlich wie unser Testsieger, die instax mini LiPlay. Sie ist ebenfalls ein Hybrid mit der du die Bilder digital aufnimmst und sie dann im quadratischen Format drucken kannst. Dazu bietet sie einiges an kreativen Funktionen. Was die instax SQ 20 noch so ausmacht, erfährst du in unserem ausführlichen Einzeltest.

Canon Zoemini S – ohne Tinte aber mit Qualität

Die beste Bildqualität unter den Z-Ink Kameras liefert die „Canon Zoemini S“. Die Bilder sind scharf, gut belichtet und die Farbe wirkt im Gegensatz zu den anderen sehr natürlich. Dazu ist sie mit knapp 200 Gramm die leichteste und kompakteste Sofortbildkamera im Test. Auf der Vorderseite befindet sich ein großer und sehr praktischer Selfie-Spiegel. Ansonsten ist die Bedienung an der Kamera simpel gehalten.

Neben Auslöser und Einschaltknopf kannst du den Blitz einstellen, das Format wechseln und das Bild nochmal drucken. Wir finden, das reicht für den Alltag oder eine Party völlig aus. Außerdem ist es mit der App möglich, Bilder vom Handy zu drucken und mit Filtern und ähnlichem zu bearbeiten.

Fazit: Die Canon Zoemini S ist zwar eine der teuersten digitalen Sofortbildkameras in unserem Test, aber die Einfachheit und die guten Bilder überzeugen uns.

Fujifilm instax mini 9 – günstiges Einsteigermodell

Sie macht genauso gute Bilder wie unser Testsieger, aber für einen deutlich günstigeren Preis: die Fujifilm instax mini 9. Die Sofortbildkamera ist die einfachere Schwester der instax mini LiPlay und das Vorgängermodell der instax mini 11 , denn an ihr ist alles analog und sehr übersichtlich gehalten. Für Anfänger, die kleingerahmte Bilder mögen, ein perfektes Einstiegsmodell. Warum sie durch ihre Einfachheit überzeugt, erfährst du in unserem Einzeltest zur Fujifilm instax mini 9.

Fujifilm instax mini 90 neo classic – Funktionsvielfalt im Retro-Charme

Die „instax mini 90 neo classic“ bietet dir unter den analogen Kameras am meisten Möglichkeiten. Ähnlich wie die Polaroid OneStep+ allerdings ohne App. Mit Selbstauslöser, Doppel- und Langzeitbelichtung, Makromodus und verschiedenen Aufnahmemodi kannst du dich kreativ austoben. Das Gehäuse ist im Retro-Style gestaltet und hat zwei Auslöser für einfaches Fotografieren in jedem Winkel. Die Modi stellst du ganz einfach am Stellrad um das Objektiv um. Das macht sie in der Bedienung sehr praktisch und einfach.

Ein Nachteil ist der große Unterschied des Bildausschnitts zwischen dem Sucher und der Linse. Die Verschiebung macht sich am meisten bei Makrobildern bemerkbar. Die Bildqualität ist exakt wie bei der instax mini 9.

Fazit: Die instax mini 90 neo classic ist klein, handlich und macht gute Bilder. Sie ist die einzige analoge Kamera mit Akku und lässt dir genügend Spielraum für kreative Fotos.

Polaroid Snap Touch – großes Display, bunte Bilder

Der Polaroid Snap Touch" macht in Sachen Bedienung und Funktionen keiner was vor. Steuern kannst du sie über einen fast schon luxuriös großen 3,4 Zoll Touch-Display. Beim Anschalten klappen ein Blitz und ein sehr kleiner Selfie-Spiegel aus. Die Einstellmöglichkeiten kommen beinahe an die einer durchschnittlichen Digitalkamera heran. Du kannst den Weißabgleich manuell einstellen sowie Filter, Rahmen und Emojis hinzufügen.

Es gibt einen HDR-Modus und es sind sogar Filmaufnahmen in Full-HD möglich. Mit der dazugehörigen App lassen sich auch Bilder von deinem Handy drucken. Allerdings haben wir bei allen Bildern unschöne Streifen festgestellt. Sonst sind die Bilder sehr gesättigt und kontrastreich.

Fazit: Mit der Polaroid Snap Touch hast du eine Kamera mit sehr vielen Funktionen. Über den Touchscreen kannst du sie unkompliziert bedienen und mit der App als Drucker von deinen Handybildern nutzen.

Polaroid Now - Fokus auf analoge Fotografie

Die "Now" und der Klassiker OneStep+ ähneln sich optisch auf den ersten Blick. Allerdings konzentriert sich die Polaroid Now Sofortbildkamera auf das Wesentliche. Mit ihr kannst du dich wirklich auf den Moment konzentrieren und die Kamera erledigt den Rest. So kannst du etwas später deine Erinnerung für immer in der Hand halten. Automatische Belichtung, Fokussierung oder manuelle Belichtungsanpassung und Doppelbelichtung machen sie zu einer puristischen, aber vielfältigen Sofortbildkamera. Warum sie perfekt für dich ist, erfährst du hier in unserem detailierten Einzeltest.

Fujifilm instax WIDE – große Bilder, große Kamera

Die „Instax WIDE“ wiegt fast ein Kilo und ist 19 Zentimeter breit. Das macht sie zur größten und schwersten Kamera in unserem Test. Sie liegt unangenehm in der Hand. Dadurch kannst du sie nicht so lange halten. Die Fujifilm Sofortbildkamera eignet sich also weniger für lange Reisen oder spontane Ausflüge. Dafür sind die Bilder genauso groß wie die der Polaroid, nur rechteckig statt quadratisch. Das heißt, du erkennst mehr Details als bei den kleinen instax Bildern: Die Farben sind natürlich und auch die Qualität ist sehr gut. Obwohl du nur den Fokus, die Helligkeit oder den Blitz an der Kamera anpassen kannst, sind die Bilder immer schön und gut belichtet.

Um die instax WIDE mit Strom zu versorgen, brauchst du allerdings vier AA-Batterien, die für circa 100 Bilder ausreichen. Unser Tipp: Mit wiederaufladbaren Batterien schonst du nachhaltig die Umwelt. Ein Bild ist mit rund 90 Cent* etwas teurer als die instax mini Bilder, aber halb so teuer wie die der Polaroid.

Fazit: Die instax WIDE ist perfekt für große und schöne Bilder, die schon nah an das Original Polaroid herankommen. Die instax Sofortbildkamera ist dabei einfach gestaltet und unkompliziert zu bedienen. Sie ist gut für dich, wenn du weniger kreative Ansprüche an die Kamera hast, aber trotzdem schöne große Bilder möchtest.

Kodak Printomatic – einfach, robust und bunt

Die „Printomatic“ von Kodak ist sehr einfach gestaltet, eine der günstigsten Kameras im Test und lässt sich unkompliziert bedienen. Sie ist leicht, klein, handlich und hat nur drei Knöpfe: einen zum Anschalten, Auslösen und einen um zwischen Farb- und Schwarz-Weiß-Bildern zu wechseln. Bei der Bedienung kannst du somit nichts falsch machen. Das Gehäuse wirkt recht robust. Das macht sie perfekt für eine Party oder einen Kindergeburtstag. Allerdings lässt die Bildqualität zu wünschen übrig: Alle Fotos haben einen Rotstich.

Die Kodak Printomatic Sofortbildkamera ist mit nur drei Tasten sehr leicht und unkompliziert zu bedienen. Auch das Gehäuse wirkt insgesamt sehr robust

Das Nachlegen der Bilder ist typisch für eine digitale Kamera sehr einfach. Du brauchst keine Angst zu haben, dass Bilder aus Versehen belichtet werden und dadurch kaputt gehen. Der Minimalismus hat aber auch seine Nachteile: Es gibt weder einen Selbstauslöser noch einen Selfie-Spiegel.

Fazit: Wer also eine günstige Kamera will, die er jedem bedenkenlos in die Hand drücken kann und sich mit einer soliden Bildqualität zufrieden gibt, ist mit der Kodak Printomatic Sofortbildkamera gut bedient.

Kodak Smile Sofortbildkamera – Instantbilder mit Manko

Das Gehäuse der „Kodak Smile“ hat das gleiche Format wie ihre Schwester, bietet aber um einiges mehr an Funktionen. Wenn du sie aufschiebst, zeigt sich vorne die Linse und auf der Rückseite ein 1,7 Zoll Display. Das ist sehr klein und die Auflösung des Displays ist weit von modernen Standards entfernt. Das heißt die Vorschau deiner Bilder ist immer sehr verpixelt und unscharf. Da zudem ein optischer Sucher fehlt, ist es manchmal etwas schwer, den Bildausschnitt zu finden.

Der große Vorteil ist aber, dass du die Bilder nicht direkt drucken musst. Du kannst sie speichern und dann später die schönsten ausdrucken. Dadurch sparst du dir gedruckte Fehlschüsse. Außerdem kannst du kleine Spielereien wie Rahmen oder Filter einstellen oder auch einen Selbstauslöser nutzen. Die Bildqualität ist ähnlich wie bei der Printomatic rotstichig.

Fazit: Der größte Vorteil der Kodak Smile ist ihr interner Speicher. Sonst gibt es Kameras auf einem ähnlichen Preisniveau, aber mit mehr und besseren Funktionen.

So haben wir getestet

Die Gehäuse haben wir auf Handlichkeit, Funktionalität und Praktikabilität überprüft. Welche Knöpfe gibt es, wie lassen sie sich bedienen und wie liegt die Kamera in der Hand? Nach dem sorgfältigen Studieren der Bedienungsanleitung haben wir in jede Kamera einen Film eingelegt. Bei den digitalen Kameras wird dann das Farbkalibrierungsblatt und bei den analogen das Deckblatt ausgegeben.

Danach haben wir uns auf den Weg gemacht und Motive mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen gesucht. Mit jeder Kamera haben wir eine Landschaftsaufnahme bei Tageslicht und ein buntes Stillleben gemacht. Außerdem noch ein Portrait und eine Nahaufnahme sowie viele weitere Testbilder in Alltagssituationen. Wichtig bei analogen Bildern ist die Schärfe und die Farbwiedergabe: Wie kontrastreich sind Details und gibt es ungewollte oder prägnante Farbstiche? Bei den digitalen Bildern zählt vor allem die Druckqualität und ebenso die Farbwiedergabe. Wenn die Kameras Bluetooth und eine App bieten, haben wir jede Funktion ausprobiert und die App auf ihre Bedienbarkeit getestet.

Wir nehmen alle Sofortbildkameras für dich genau unter die Lupe und schießen in allen möglichen Alltagssituationen und verschiedenen Lichtverhältnissen Fotos, um die Schärfe, Druckqualität und Farbwiedergabe zu vergleichen

Welche Sofortbildkamera passt zu dir?

Die Entscheidung, welche Sofortbildkamera du kaufen sollst, ist von deinen Ansprüchen abhängig. Dabei spielt nicht nur die Bildqualität eine wichtige Rolle, sondern auch der Bedienkomfort und die Funktionen. Vor dem Kauf solltest du dir überlegen, auf was du besonders wert legst: Möchtest du eher eine analoge oder digitale Sofortbildkamera? Muss sie kompakt sein, damit du sie überall hin mitnehmen kannst? Willst du selbst entscheiden, welche Bilder gedruckt werden und auch Handybilder ausdrucken? Bestehst du auf Extrafunktionen wie Filter, Selfie-Spiegel oder einen manuellen Modus? Ganz wichtig sind auch die Folgekosten: Wie viel ist dir ein Foto wert?

Wichtige Fragen zur Sofortbildkamera

* Alle Preise Stand Oktober 2020