Heimkino muss nicht immer teuer sein – 5 Soundbars im Test

Für eine gute Tonqualität beim Filmeabend auf dem Sofa muss es nicht immer das 5.1-Surround-Sound-System mit Dolby Atmos sein. Eine Soundbar hilft dem Fernseher in puncto Klangqualität schon gewaltig auf die Sprünge. Ein gutes Gerät hat eine hochwertige Verarbeitung und bietet einen hervorragenden Sound – idealerweise bis in jede Ecke deines Wohnzimmers. Viele Soundbars kommen mit einem externen Subwoofer, der für einen satten und besonders tiefen Bass sorgt. Mittlerweile gibt es Modelle auf dem Markt, die einen integrierten Subwoofer bieten oder auch komplett ohne Subwoofer klarkommen. Das spart dir einiges an Platz, da externe Subwoofer ziemlich groß sein können. Wir haben in unserem Soundbar Test fünf Produkte ohne externen Subwoofer von verschiedenen Herstellern verglichen. Neben Klang- und Verarbeitungsqualität sind uns dabei unter anderem auch eine intuitive Bedienung und die Funktionen wichtig.

Wir haben für dich 5 Soundbars genauestens unter die Lupe genommen

In diesen Kategorien testen wir die Soundbars

  • Soundqualität: Natürlich ist die Klangqualität einer der wichtigsten Kriterien. Dabei vergleichen wir den Ton während der Musikwiedergabe und während des Filmschauens. Ist die Wiedergabe von Dialogen klar und verständlich? Wie dynamisch und harmonisch ist das Klangbild? Wie satt sind die Bässe? Wir bewerten zudem den Raumklang: Wie echt klingt er und füllt er dein Zimmer bis in jede Ecke?
  • Handhabung: Eine einfache und verständliche Bedienung ist essentiell. Je intuitiver die Handhabung, desto besser. Wie lässt sich die Soundbar steuern? Gibt es eine Fernbedienung oder App? Wir bewerten zudem, wie lange der Aufbau und die Einrichtung der Soundbar dauert. Je unkomplizierter, desto mehr Punkte verteilen wir. Die Verarbeitung des Geräts spielt ebenso eine Rolle, du willst ja auch lange etwas von deiner Soundbar haben. Wie fühlt sich das Material an? Wie hochwertig ist das Gehäuse? Zudem vergleichen wir, wie leicht die Modelle sind. Wie viel Platz braucht die Soundbar auf dem Fernsehregal?
  • Ausstattung: Da das Gerät sichtbar in deinem Zimmer steht, ist natürlich auch die Optik ein Kriterium. Wie schön ist das Design? Wir bevorzugen einen schlichten, edlen Look. Wir schauen nach, welche Anschlüsse die Soundbar bietet. Hat das Gerät einen analogen und/oder digitalen Ausgang? Wie sieht es mit einem HDMI- oder USB-Anschluss aus? Unterstützt die Soundbar Bluetooth und/oder Wlan? Je kompatibler das Gerät, desto besser. Zudem überprüfen wir alle zusätzlichen Funktionen wie beispielsweise einen verstärkten Bass, den Surround-Sound und andere Sound-Modi oder -effekte. Wir bewerten außerdem das mitgelieferte Zubehör. Sind alle Kabel und Batterien vorhanden oder musst du selbst noch Zubehör kaufen, bevor du das Gerät nutzen kannst?

Unser Testsieger: Sonos Beam Smart Soundbar

Die Sonos Soundbar mit integriertem Subwoofer überzeugt vor allem mit einer hochwertigen Verarbeitung und einer vielseitigen und intuitiven Bedienung: Du kannst die Sonos Beam via TV-Fernbedienung, Sonos App oder am Gerät selbst steuern. Durch die integrierte Sprachsteuerung (Alexa oder Google) hört deine Soundbar sogar auf deine Sprachbefehle. Klanglich glänzen die Lautsprecher mit einem harmonischen und dynamischen Sound sowie einem klaren, satten Bass. Zudem ist die Sonos Soundbar das einzige multiroom-fähige Modell im Test. Weitere Details liest du in unserem Einzeltestbericht zum Testsieger.

Unser Preis-Leistungs-Sieger: Sony HT-SF200

Die Sony HT-SF200 Soundbar mit integriertem Subwoofer begeistert mit ihrer hochwertigen Verarbeitung und der simplen Handhabung. Einfach an den TV anschließen und am Strom einstecken, schon ist die Soundbar fertig zur Anwendung. Mit der Fernbedienung wechselst du zwischen zahlreichen Sound-Modi und Soundeffekten. Der Musik-Modus bietet dir Musikgenuss auf hohem Niveau, im Cinema-Modus bekommst du während des Filmschauens ein echtes Heimkino-Gefühl. Über Bluetooth kannst du auch Musik von Streamingdiensten anhören. Mehr Infos erfährst du in unserem Einzeltestbericht zum Preis-Leistungs-Sieger.

Diese Soundbars haben wir ebenfalls getestet

Unsere beiden Siegerprodukte konnten dich nicht komplett überzeugen? Wir haben noch drei weitere Soundbars von anderen Herstellern für dich auf Herz und Nieren geprüft. Eins vorab: Jedes Modell schneidet im Test mindestens gut ab. Vom spartanisch schlichten Modell bis hin zum Modell mit integrierter Soundkarte zum Zocken am PC ist alles mit dabei.

Samsung HW-N300 – Filme wie im Kino

Die „Samsung HW-N300“ Soundbar mit integriertem Subwoofer kann in puncto Soundqualität locker mit unserem Testsieger mithalten. Der Sound während der Musikwiedergabe ist hervorragend. Die Tiefen, Mitten und Höhen sind sehr gut aufeinander abgestimmt. Nur die Trennung zwischen den Kanälen ist nicht so präzise. Stimmen gehen ein wenig unter. Den Bass kannst du individuell mit der Fernbedienung anpassen (insgesamt etwa 13 Stufen). Er hat in jeder Stufe genug Druck und erreicht eine überragende Tiefe. Das Klangbild der Lautsprecher ist sehr dynamisch und klar. Durch das mit Stoff überzogene Gehäuse wird der Sound ein wenig gedämpft, sodass er auch in hoher Lautstärke sehr angenehm für die Ohren ist. Die Samsung HW-N300 ist gut für Podcasts und Radiohören geeignet. Im Surround-Modus ist der Klang um einiges räumlicher. Die Bühne wird dadurch noch breiter. Die Soundbar unterstützt Dolby Digital und DTS. Beim Filmschauen ist der Raumklang sehr gut, du bekommst ein echtes Home Cinema Gefühl.
 

Gute Verarbeitung und einfaches Einrichten

Das schwarze Kunststoffgehäuse der Samsung HW-N300 wirkt stabil und fühlt sich wertig an. Da es mit Stoff überzogen ist, zieht es jedoch schnell Staub an, was nicht so einfach zu reinigen ist, wie ein reines Kunststoffgehäuse. Die Soundbar ist sehr lang und flach. Das Design ist eher schlicht, oben links auf dem Gehäuse befindet sich das kleine Marken-Logo. So macht es sich gut in deinem Fernsehregal. Das Gerät hat unten zwei längliche Füßchen aus Silikon, damit es nicht wegrutscht. Am Gerät gibt es einen 3,5-mm-AUX-Eingang (analog), einen optischer Audioeingang (digital) und einen USB-Anschluss. Die Soundbar kommt ohne HDMI-Anschluss. Verbindungskabel gehören nicht zum Lieferumfang. Das Zubehör besteht nur aus einem Netzkabel und einer Fernbedienung. Die Fernbedienung ist sehr klein und wirkt klapprig. Uns wurde zudem leider ein falsches Netzkabel zugeschickt (Typ G), das nicht mit einer deutschen Steckdose kompatibel ist. Auch die Bedienungsanleitung gab es nur auf Englisch, wir haben uns online die deutsche Version heruntergeladen.

Das Einrichten verläuft simpel, es dauert unter 15 Minuten. Da jedoch keine Kabel inklusive sind, mussten wir erstmal passende besorgen. Danach geht das Anschließen schnell. Du musst die Soundbar nur mit dem Netzkabel an den Strom anschließen und über ein optisches Kabel mit dem TV-Gerät verbinden. Mit der Fernbedienung lässt sich die Wiedergabequelle beziehungsweise der verwendete Anschluss auswählen.

Du kannst die Samsung Soundbar auch per Bluetooth mit deinem Gerät verbinden, um beispielsweise Zugriff auf deine Musik-Streamingdienste zu bekommen. Zudem sparst du dir dadurch einen Kabelsalat. Das Pairing funktioniert einfach, aber nicht unbedingt intuitiv. Auf der Fernbedienung drückst du erst die Bluetooth-Taste, um zum Bluetooth-Modus zu wechseln. Danach hältst du die Taste nochmal 5 Sekunden gedrückt, bis die blaue LED schnell blinkt. Erst dann kannst du dein Smartphone nach Geräten scannen lassen und wählst die Samsung Soundbar zum Koppeln aus. Sie bietet eine gute Reichweite über mehrere Wände hindurch. Über den USB-Anschluss kannst du Musik von einem USB-Stick abspielen lassen.
 

Intuitive Bedienung durch Fernbedienung und App

Die Bedienung ist sehr intuitiv. Über die Fernbedienung kannst du alle gängigen Funktionen steuern wie Lautstärke, Bass, Stummschalten sowie zwischen den Wiedergabequellen wechseln (Bluetooth, D.IN, AUX, USB). Auch die Musikwiedergabe sowie die Auto Power Funktion lässt sich aktivieren und deaktivieren. Ist die Funktion aktiv, geht die Soundbar automatisch an, sobald der Fernseher eingeschaltet wird. Es gibt für jede Funktion eine einzelne Taste mit Symbol, was die Bedienung selbsterklärend macht. Auch an der Soundbar selbst sind noch vier Bedientasten: + und – zur Lautstärkeregelung, eine Power-Taste und eine Source-Taste zur Auswahl der Wiedergabequelle. Die Tasten sind alle sehr gut zu drücken. Bei Erreichen vom Maximum oder Minimum einer Funktion leuchtet eine Extra-LED rot. Für jede Stufe musst du einmal drücken, das dauert daher ein bisschen lang, je nachdem wie viel lauter oder leiser du den Sound schalten möchtest. Bei Betätigen gibt es eine weiße LED, die aufblinkt. Eine weitere LED leuchtet durchgehend weiß, wenn die Soundbar in Betrieb ist. Über die Samsung Audio Remote App kannst du das Gerät auch steuern. Beim Öffnen der App koppelt diese sich automatisch mit der Soundbar, ohne dass du etwas machen musst. In der App wechselst du zwischen der Fernbedienung-Ansicht (gleiche Elemente wie Fernbedienung) und der Wiedergabeansicht. In dieser siehst du all deine Musiktitel, die du auf dem Gerät gespeichert hast. Zusätzlich hast du einen Equalizer, den du individuell anpassen kannst.

Fazit: Die Samsung HW-N300 Soundbar punktet vor allem mit dem brillanten Raumklang. Perfekt, wenn du dir ein Heimkino wünschst. Den Bass kannst du stufenweise individuell anpassen. Zudem bietet das Gerät eine gute Verarbeitung und eine einfache Handhabung.

Bose Solo 5 – schlicht und unkompliziert

Die „Bose Solo 5“ Soundbar punktet mit einfachem Aufbau, ausreichend Zubehör und sehr guter Musikwiedergabe. Das Kunststoffgehäuse fühlt sich stabil an und ist gut verarbeitet. Es ist schwarz und schlicht. Durch die sehr kompakten Maße fällt die schmale Bose Soundbar auf dem Fernsehregal kaum auf. Nur das Logo prangt frontal in der Mitte. Unten hat das Gerät zwei flache Füßchen aus Silikon, damit es nicht wegrutscht. Durch sein geringes Gewicht lässt es sich einfach transportieren.

Die Bose Soundbar bietet eine analoge Schnittstelle (AUX) und jeweils eine digitale Schnittstelle (optisch und koaxial). Passend zu den Anschlüssen liegen im Zubehör ein optisches digitales Audiokabel (mit Schutzkappen) und ein koaxiales digitales Audiokabel bei. Zudem werden noch ein Netzteil mit 2 Netzkabeln (EU und US) geliefert sowie eine Fernbedienung inklusive Batterien. Die mitgelieferten Kabel wirken stabil, die Anschlüsse sind sauber verbaut. Auch die Fernbedienung wirkt robust. Allerdings kommt die Bose Solo 5 ohne HDMI-Anschluss. Die Soundbar hat zudem zwar einen USB-Anschluss, dieser dient aber nur zum Aktualisieren der Systemsoftware.
 

Einfaches Pairing und umfangreiche Bedienung

Der Aufbau gelingt sehr einfach und schnell, unter 15 Minuten. Du musst einfach die Bose Soundbar mit dem bevorzugten optischen Kabel anschließen und dann mit dem Netzteil an den Strom anstecken. Die Ausgänge sind alle beschriftet. Die Fernbedienung wird mit Batterien geliefert, die musst du nur noch einsetzen. Schaltest du den TV an, wird der Fernsehton automatisch über die Soundbar Lautsprecher wiedergegeben. Möchtest du deinen Fernseher oder dein mobiles Gerät via Bluetooth mit der Soundbar koppeln, drückst du zunächst auf die Bluetooth-Taste der Fernbedienung. Danach lässt du dein Smartphone nach der Bose Solo 5 suchen, wählst es in der Liste aus und schon sind die beiden Geräte miteinander gekoppelt. Dadurch kannst du deine Streamingdienste wie Spotify oder Amazon Music genießen. Die Soundbar speichert bis zu acht Geräte in seiner Liste. Mit einer Reichweite von 10 Metern kannst du dich mit dem Handy frei in deinem Zimmer bewegen.

Die Bedienung der Bose Solo 5 ist an sich einfach zu verstehen. Über die Fernbedienung kannst du die Lautstärke regeln, Musiktitel steuern und die Wiedergabequelle wechseln sowie den Bass anpassen. Dazu drückst du die Bass-Taste einmal, mit +/- stellst du die Tiefen individuell ein, dann drückst du ein zweites Mal auf die Taste. Durch Blinken wird angezeigt, dass die Einstellung gespeichert wurde. Das war’s auch schon an Funktionen. Die Fernbedienung kann zudem als große Universalfernbedienung genutzt werden, worüber du dann zum Beispiel auch TV, DVD- und Blue-ray-Player steuern kannst. Das macht die Bedienung sehr umfangreich und etwas unübersichtlich. Dafür gibt es vom Hersteller sogar eine extra Anleitung zum Einrichten. Die Fernbedienung selbst ist ziemlich groß, liegt aber leicht und gut in der Hand. Wer lieber eine extra Bedienung bevorzugt, die sich nur auf die Funktionen der Soundbar beschränkt, für den ist die Fernbedienung gewöhnungsbedürftig. An der Soundbar selbst gibt es keine Bedienelemente. Eine LED zeigt dir an, dass die Soundbar betriebsbereit ist, eine zweite LED leuchtet, wenn du über Bluetooth verbunden bist.
 

Hervorragende Musikwiedergabe und Stimmendarstellung

Die Bose Lautsprecher glänzen mit Dolby Audio Soundqualität während des Musikhörens. Die Klangwiedergabe ist harmonisch: Höhen, Mitten und Tiefen sind super aufeinander abgestimmt. Das Gerät bietet eine breite Bühne, einen präzisen Klang sowohl bei basslastigen Hip-Hop Nummern als auch bei poppigen Akustikversionen. Der Bass hat jedoch nicht so ein großes Volumen und könnte mehr Druck haben. Die verschiedenen Stufen sind nicht wirklich zu unterscheiden. Beim Filmschauen solltest du den Bass dennoch lieber runterdrehen, sonst hörst du die Stimmen nicht mehr so gut. Da die Bose Lautsprecher keinen Surround-Sound bieten, klingt der Ton nicht wirklich räumlich. Der Raumklang für eine Soundbar ohne 2.1-Kanal ist aber noch solide. Dafür eignet sich die Bose Solo 5 durch ihre klare und deutliche Stimmwiedergabe sehr gut fürs Hören von Podcasts oder Radiosendungen. Es gibt zudem einen Dialogmodus, mit dem die Stimmen noch verständlicher klingen.

Fazit: Die Bose Solo 5 Soundbar glänzt mit schnellem Aufbau und brillanter Musikwiedergabe. Sie ist ein eher einfaches Gerät ohne wirkliche Zusatzfunktionen. Wenn du eine Soundbar suchst, um einfach nur guten Klang beim Musik- oder Podcasthören zu genießen, machst du mit der Bose Soundbar nichts verkehrt.

Teufel Cinebar One – kompakt und für den PC geeignet

Die „Teufel Cinebar One“ Soundbar überzeugt mit einem überragenden Raumklang, ihrer sehr praktischen Mobilität und Kompatibilität. Das Gerät bietet einen HDMI-Anschluss, Bluetooth, einen optischen Audioeingang (digital), einen 3,5-mm-AUX-Eingang (analog) und einen Micro-USB-Anschluss. Jedoch sind im Zubehör keine Verbindungskabel dabei, sodass du ein eigenes HDMI-ARC oder optisches Audiokabel benötigst. Mitgeliefert werden nur eine Fernbedienung inklusive Batterien und ein Netzteil inklusive Netzkabel. Hast du deine Soundbar an den Strom und deinen Fernseher angeschlossen, wählst du über die Fernbedienung noch die Wiedergabequelle aus und schon sind die Lautsprecher bereit. Die Einrichtung dauert unter 15 Minuten.

Das Besondere an der Teufel Cinebar One: Die Soundbar hat eine integrierte USB-Soundkarte zur Audiowiedergabe vom PC und ist so als PC-Soundbar für Spiele, Videos oder Musikstreaming nutzbar. Sie ist leicht und kompakt, sodass du sie auch mal schnell vom Fernsehregal zum Schreibtisch transportieren kannst. Über Bluetooth kannst du die Teufel Cinebar One auch drahtlos mit Fernseher oder Smartphone verbinden. Das Pairing funktioniert schnell und einfach, du musst aber vorher die Anleitung lesen: Zuerst drückst du einmal auf die Bluetooth-Taste auf der Fernbedienung, dann hältst du die Taste nochmal 3 Sekunden lang, bis die LED an der Soundbar schnell blinkt. Dann lässt du dein Smartphone wie üblich Geräte suchen und koppelst es mit der Teufel Cinebar One. Die Reichweite beträgt mindestens 10 Meter, sodass du dich mit dem Handy frei im Raum bewegen kannst. Die Teufel Soundbar ist per Bluetooth mit einem Gerät aus der Amazon Echo Serie erweiterbar. Zudem kannst du sie durch das Subwoofer-Pairing optional noch drahtlos mit einem Teufel Wireless Subwoofer verbinden.
 

Simple Bedienung und brillanter Raumklang

Mit der Optik kann uns die Teufel Cinebar One nicht ganz so begeistern. Sie hat eine ungewöhnliche sechseckige Grundform. Vorne blitzen die roten Lautsprecher durch. Das Material des Kunststoffgehäuses ist sehr robust. An den Kanten ist das Modell jedoch nicht so gut abgerundet. Die Soundbar hat fünf längliche Gummifüßchen und steht rutschfest. Das Netzkabel und die Fernbedienung sind gut verarbeitet.

Die Teufel Soundbar selbst hat keine Bedienelemente und lässt sich nur über die Fernbedienung steuern. Die Tasten sind sehr übersichtlich, du musst diese aber fest drücken, damit sie reagieren. Die LED an der Soundbar leuchtet bei Betätigung einer Taste rosa auf. Bei der Maximaleinstellung einer Funktion leuchtet die LED durchgehend. Die Bedienung ist intuitiv. Du hast ein rundes Bedienelement für die Bass- und Lautstärkeregelung, eine Stummschalt-Taste, Knöpfe, um zwischen den Wiedergabequellen zu wechseln und für jeden Equalizer-Modus (Film, Sprache, Musik) jeweils eine Taste. Das Gerät braucht beim Switchen zwischen den Wiedergabequellen oft ein bisschen lange.

Die Teufel Cinebar One liefert eine insgesamt gute Soundqualität. Der Klang könnte jedoch noch ein wenig klarer und präziser sein. Die Lautsprecher bieten durch Dolby Audio eine breite Bühne, wobei der Klang vor allem in den Mitten stark ist. Stimmen kommen dadurch sehr gut zur Geltung. Der Bass lässt sich ganz nach deinem Geschmack angleichen. Du kannst zwischen 20 Stufen schalten. In der höchsten Stufe kommt der Bass mit einem starken Druck und erreicht eine sehr gute Tiefe. Nur die Unterschiede zwischen den einzelnen Stufen sind nicht so immens. Zudem scheppert die kleine Soundbar in den Tiefen manchmal leise. Also: nicht mit dem Bass übertreiben!

Was den Raumklang angeht, ist die Teufel Soundbar eine der besten im Test. Und das, bei der kleinen Größe. Wenn du die sogenannte Stereo-Verbreitung aktivierst, klingt der Sound sehr viel räumlicher. Schaust du Filme zusätzlich im Cinema-Modus, klingt es fast wie im Kino. Stimmen kommen gut zur Geltung, gehen trotz des Basses und Surround-Modus nicht unter. Die Stimmendarstellung könnte allgemein dennoch ein wenig klarer und präziser sein. Im Sprach- und Musikmodus hören wir hier keine großen Qualitätsunterschiede.

Fazit: Wir sagen: klein, aber oho! Die Teufel Cinebar One Soundbar bietet einen hervorragenden Raumklang, ist durch die vielen Anschlüsse mit vielen Geräten kompatibel und zudem noch ausgesprochen kompakt. So kannst du sie auch mal eben umstellen. Du kannst sie außerdem als PC-Soundbar fürs Gaming verwenden.

So haben wir die Soundbars getestet

Zuerst haben wir das Design und Zubehör betrachtet. Danach schauten wir uns das Material der jeweiligen Soundbar an. Dabei haben wir bewertet, wie gut das Gehäuse verarbeitet ist und wie es sich anfühlt. Auch die Qualität der Bedientasten und Fernbedienung sowie der einzelnen Kabel fließt in unsere Beurteilung. Im Test konnten besonders unsere beiden Siegerprodukte, die Sonos Beam Smart und Sony HT-SF200, in puncto Verarbeitung überzeugen.

Dann schlossen wir das Gerät nach Bedienungsanleitung an unseren Fernseher an. Je schneller und unkomplizierter das klappte, desto mehr Punkte haben wir vergeben. Das funktionierte bei der Bose Solo 5 am schnellsten. Wichtig ist uns auch die Kompatibilität. Daher haben wir alle Anschlüsse überprüft. Je mehr Möglichkeiten, desto besser. Beim Aufbau ist uns auch direkt aufgefallen, wenn eine Soundbar etwas schwerer war als eine andere. Das half uns, die Mobilität der Produkte zu vergleichen. Je kompakter, desto besser bewerteten wir die Soundbar. Das kleinste und leichteste Modell im Test ist die Teufel Cinebar One.

Als nächstes machten wir uns an den Praxistest: Gerät einschalten, Musik und Film ab! Erst überprüften wir die Bedienung. Gut finden wir es, wenn sich neben einer Fernbedienung am Gerät selbst noch Tasten zur Steuerung befinden. Noch besser, wenn es zusätzliche Steuerungsmöglichkeiten gibt wie beispielsweise eine Sprachsteuerung oder eine App. Wir beurteilten, wie intuitiv die Bedienung ist und wie einfach sich die Tasten betätigen lassen. Was die Bedienung angeht, punktet die Sonos Beam mit Abstand am besten. Bis auf die Sonos Soundbar verfügen alle über Bluetooth. Daher haben wir die Geräte auch via Bluetooth mit unserem Smartphone verbunden und Musik-Streamingdienste ausprobiert.

Die Soundqualität testeten wir, indem wir verschiedene Musiktitel unterschiedlicher Genres angehört haben. Dabei achteten wir besonders auf den Bass. Zudem schauten wir uns einen Film an, um den Raumklang besser beurteilen zu können. Die Klarheit bei der Stimmendarstellung überprüften wir zusätzlich während dem Podcasthören. Auch in dieser Kategorie kann unserem Testsieger keiner das Wasser reichen. Für einen hervorragenden Raumklang empfehlen wir die Samsung HW-N300. Gibt es Zusatzfunktionen, probierten wir diese auch aus. Im Test bieten die Soundbar von Teufel und das Modell von Sonos die meisten Funktionen.

Das solltest du beim Kauf einer Soundbar beachten

Bevor du dir eine Soundbar zulegst, solltest du dir überlegen, wozu du sie vorrangig verwenden möchtest und wie viel Platz du für das Gerät zur Verfügung hast. Platzsparend sind Geräte, bei denen eine Wandmontage möglich ist. Das ist bei all unseren Testprodukten der Fall. Auf dem Markt gibt es Modelle mit und ohne externen Subwoofer. Bevorzugst du eine Soundbar mit einem sehr satten, vollen Bass und hast Zuhause genug Platz für einen großen Subwoofer, ist das eine Überlegung wert. Die Teufel Cinebar One kannst du beispielsweise um einen externen Subwoofer erweitern. Du solltest entscheiden, wie wichtig dir die Ausstattung ist. Reicht dir ein Gerät mit Bluetooth und einem optischen Kabelanschluss oder möchtest du zusätzlich noch einen USB- und/oder HDMI-Anschluss? Am besten du checkst vorher, was für Anschlüsse dein Fernseher hat. Eine Verbindung über WLAN bietet beispielweise im Test nur die Sonos Beam. Dadurch ist sie multiroom-fähig und ermöglicht eine Sprachsteuerung über Google oder Alexa. Brauchst du Zusatzfunktionen wie eine integrierte Sprachsteuerung oder verschiedene Soundeffekte? Oder reicht dir zur Bedienung auch eine Fernbedienung? Natürlich möchtest du eine gute Soundqualität und Verarbeitung, aber wie viel Geld bist du bereit dafür zu zahlen? Unser Preis-Leistungs-Sieger von Sony ist hier eine gute Wahl. Sind dir verschiedene Formatunterstützungen wie DTS, Dolby Audio, Dolby Digital oder Dolby Atmos wichtig? Je nachdem ob du deine Soundbar eher fürs Musikhören oder fürs Filmschauen nutzt, ist beispielweise der Surround-Sound oder der Bass wichtiger. Auch das ist aber Geschmackssache, genau wie der Look. Gut ist es, wenn du diese Funktionen individuell anpassen kannst. Im Test ist das bei allen Modellen, die so eine Funktion bieten, möglich.

Wichtige Fragen zur Soundbar

* Alle Preise Stand November 2020