Auch auf dem Campingplatz oder auf dem Festival fernab von der nächsten Steckdose möchten wir nicht auf unseren geliebten Kaffee oder eine warme Mahlzeit verzichten. Mit einem Campingkocher bist du da auf der sicheren Seite. In wenigen Minuten ist das Wasser heiß für den frisch aufgebrühten Muntermacher. Wir haben sieben Gaskocher für dich getestet. Darunter auch den Klassiker schlechthin: den Campingaz Kocher „Camping 206S“. Der blaue Gaskocher ist einfach zu bedienen und unverwüstlich.

Vor- und NachteileCampingaz Kocher Camping 206S

Der Campingkocher Campingaz Camping 206S in der Detailansicht
Der Campingkocher Campingaz Camping 206S in der Detailansicht

+ einfache Bedienung
+ großer Topfträger
+ gute Standsicherheit
+ Preis

- Stechgaskartusche
- Kunststoffgehäuse

Klassiker für alle Fälle

Mit dem Kocher Camping 206S von Campingaz holst du dir einen echten Klassiker ins Haus. Die Verarbeitung ist solide und robust. Wir hadern jedoch etwas damit, dass der Sockel, in den die Gaskartusche gesteckt wird, aus Kunststoff besteht. Der leidet je nach Intensität und Wärmeentwicklung irgendwann mit Sicherheit. Gleichzeitig steht der Campingaz Kocher durch diesen breiten Kunststoffsockel aber auch äußerst stabil. Selbst wenn der Topf, den du aufsetzt, mal etwas größer sein sollte. Hinzu kommt, dass sein günstiger Preis unschlagbar ist. Der Anschluss der Stechgaskartusche ist schnell erledigt: Einfach das Kunststoffgehäuse aufschrauben, Kartusche rein und wieder zuschrauben. Der mit einer Dichtung gesicherte Dorn wird beim Zusammenschrauben automatisch in die Gaskartusche gedrückt. So stellen wir uns das bei einem Campingkocher vor. Unterwegs oder beim Camping muss der Kocher schnell einsatzbereit sein. Und das ist der Campingaz Gaskocher auf jeden Fall. Ist die Kartusche einmal eingesetzt, musst du den Kocher schlicht auf einen feuerfesten Untergrund platzieren und los geht’s.

Geduld ist eine Tugend

Die Bedienung des Campingaz Kochers ist unkompliziert. Zum Entflammen des Gases musst du den blauen Drehregler aufdrehen und das Gas mit einem Streichholz oder Feuerzeug anzünden. Nur keine Angst vor Horror-Rezensionen mit Stichflammen oder Ähnlichem. Achte einfach darauf, dass der Regler des Campingaz Kochers fest zugedreht ist, halte ein Feuerzeug an den Brenner und öffne den Gashahn nach und nach. Ist der Gashahn des Campigaz weit offen, hörst du das Gas deutlich ausströmen. Mit dem Drehregler aus Kunststoff lässt sich die Gasflamme sehr einfach regulieren. Das geht locker und leicht von der Hand. Die Markierung zum Auf- und Zudrehen ist deutlich zu erkennen. Dir steht eine Stellfläche mit etwa 14 Zentimetern Durchmessern zur Verfügung. In unserem Campingkocher Test verwenden wir einen Topf mit 17 Zentimeter Durchmesser und der steht wie eine Eins sicher auf dem Campingaz Kocher 206S. Einen Liter Wasser kocht dir das Modell mit seinen 1.230 Watt allerdings erst nach 7 Minuten auf. Naja, auf einen guten Kaffee warten wir auch gerne einmal etwas länger. 

Kein Gaskocher für Ultralight Packer

Zwar läuft der Camping 206S unter der Kategorie Kompaktkocher, verglichen mit den wirklich kompakten Ultraleicht Gasbrennern in unserem Test ist der Gaskocher allerdings mit seinen 250 Gramm Gewicht ein ziemliches Ungetüm. Für die Tour mit dem Rucksack ist der Kocher daher weniger geeignet. So sind die Topfträger des Campingaz zwar sehr solide, lassen sich allerdings nicht einklappen. Hinzu kommt, dass du eine Stechgaskartusche verwenden musst. Die kannst du erst wieder aus dem Gehäuse entfernen, wenn das Gas komplett verbraucht ist.
Mit einer 190 Gramm Stechgaskartusche 
kommst du schon ziemlich weit. Wenn du den Gashahn während des Kochens nicht ständig bis zum Anschlag aufdrehst, kommst du auf mehrere Stunden Netto-Brenndauer. Mit kleiner Flamme dauert es aber natürlich auch länger. Preislich liegt eine Kartusche bei etwas 2,50 Euro*. Dadurch, dass die Kartusche keine eigene Dichtung besitzt, kann bei längerer Lagerung durchaus etwas Gas entweichen. Achte bei jedem Kartuschenwechsel darauf, dass die Dichtung am Campingaz Kocher in Schuss ist. So darf der Dorn etwa nie über die Dichtung herausragen.

Fazit: Deshalb ist der Campingaz Gaskocher unser Preis-Leistungs-Sieger

Wenn du kein Ultralight Packer bist, jede Menge Platz zur Verfügung hast oder einen Gaskocher für den gelegentlichen Festival-Trip suchst, dann ist der unkomplizierte Campingaz Kocher für dich vermutlich genau der richtige. Der Campingaz Kocher 206S ist mit seinen 1.230 Watt etwas schwach auf der Brust und braucht im Test am längsten, um das Wasser aufzukochen. Da ist beim Kochen etwas Geduld gefragt. Abgesehen davon bekommst du aber mit diesem Campingaz Kocher für gerade einmal 25 Euro* einen einfach zu bedienenden und robusten Campingkocher. Hinzu kommt, dass du die Stechgaskartuschen, die du für den Campingaz Kocher 206S brauchst, in jedem Baumarkt bekommst.

Hier geht’s auch heiß her: diese Gaskocher Alternativen gibt’s

Ebenfalls von Campingaz haben wir den Tischkocher Camp’ Bistro DLX getestet. Der bietet mit seiner komfortablen Kochfläche auch Platz für große Pfannen und Töpfe. Dank sicherer Piezozündung mit einem elektronischen Funken ist der Gaskocher einfach zu bedienen. Mehr über den Campingaz Camp Bistro DLX erfährt du in unserem ausführlichen Vergleichstest.
Deutlich kompakter als die beiden Modelle von Campingaz ist der Primus Gravity III Gasbrenner. Der lässt sich einfach zusammenklappen und nebst Ventilkartusche im Rucksack verstauen. Wie der Gravity III in unserem Campingkocher Test genau abgeschnitten hat, liest du im Einzeltest.

* Alle Preise Stand April 2020