Nichts wie raus in die Natur. Am besten mit Sack und Pack. Gut, wenn du dein Reisegepäck komfortabel klein halten kannst. Dabei musst du auch nicht auf den Kaffee am Morgen verzichten. Auch wenn die nächste Steckdose kilometerweit entfernt ist, kannst du dir dein Kaffeewasser mit einem Campingkocher aufbrühen. Wir haben sieben Gaskocher für dich getestet. Eines der beliebtesten Modelle im Internet ist der „Gravity III“ von den schwedischen Kocher-Experten Primus. Der Gaskocher aus unserem Test ist ein kompaktes und einfach zu bedienendes Gerät mit großzügiger Auflagefläche. Was den Primus Gravity III sonst noch so ausmacht, erfährst du hier im Einzeltest. 

Vor- und NachteilePrimus Gravity III Kocher

Der Campingkocher Primus Gravity III in der Aufbewahrungstasche
Der Campingkocher Primus Gravity III in der Aufbewahrungstasche

+ kompakt
+ gute Standsicherheit
+ Verarbeitung
+ beiliegendes Piezofeuerzeug

- etwas laut
- fummeliger Kartuschenanschluss 

Fels in der Brandung – der Primus Kocher steht wie eine Eins

Der Primus Gravity III kommt nicht ganz so kompakt daher wie einige seiner Konkurrenten im Test. Der Kocher passt aber mit dem beiliegenden Transportsack aus robustem Nylon trotzdem locker ins Trekkinggepäck. So sicher wie der Gravity stehen nur wenige Konkurrenten im Test. Das gibt ordentlich Punkte. Der Primus Gaskocher ist breit und hat einen tiefen Schwerpunkt. Auch größere Töpfe oder eine kleine Pfanne finden bequem auf den Topfträgern mit 15 Zentimetern Durchmesser Platz und lassen sich dank des großen Flammenkreises effizient befeuern. Im Test verwenden wir einen Outdoor Topf mit 17 Zentimeter Durchmesser. Da geht aber locker noch mehr. So kannst du nach einer Wanderung oder Radtour abends auch mal für bis zu vier Personen ordentlich kochen. Primus bietet mit dem in zwei Größen erhältlichen LiTech Topfset Outdoor-Geschirr dafür an. Der größere der beiden Töpfe fasst 2,3 Liter und misst 20 Zentimeter im Durchmesser. 

Einfach aufgebaut und entflammt

Der Gasanschluss samt Flammenregler befindet sich an einem flexiblen Gasschlauch, sodass die Kartusche in sicheren 30 Zentimetern Abstand zur Flamme steht. Der Aufbau des Primus gestaltet sich einfach: Du musst nur die vier Füße des Primus Kochers ausklappen bis der Kocher aussieht wie die Apollo Mondlandefähre. Anschließend wird der Gasanschluss an die Ventilkartusche geschraubt. Der Anschluss ist etwas kleiner als etwa beim Konkurrenten von Coleman, das Aufschrauben klappt jedoch weniger fummelig als befürchtet. Entzündet wird das Gas mit dem beiliegenden Piezozünder ganz ohne offene Flamme. Nicht ganz so elegant wie die im Gasschlauch integrierte Piezozündung beim Testseiger von Coleman, geht aber auch und ist natürlich besonders bei Wind hilfreich. Ein Alleinstellungsmerkmal im Test ist noch eine weitere Eigenschaft des Primus Gaskochers: Der Outdoor Campingkocher lässt sich mit einem separat erhältlichen Multifuel-Kit auf Benzin umrüsten. Da bist du auf Dauer nicht auf die vergleichsweise teuren Gaskartuschen angewiesen.

Wenn’s schnell gehen muss

Mit seinen 3.000 Watt bollert der Primus Gaskocher zügig los. Flüsterleise ist der Kocher dabei nicht gerade. Ein Liter Wasser bekommt er innerhalb von 3:20 Minuten zum Sieden. Bei 3:50 Minuten sprudelt die heiße Suppe. Damit gehört der Primus zu den schnellsten Kochern im Test. Sein Verbrauch liegt bei etwa 195 Gramm Gas pro Brennstunde. Die Flamme lässt sich gut über den kleinen Regler auf und zu drehen. Cool ist der mit 7,5 Zentimeter großzügige bemessene Flammenkreis des Primus. Die Markierung zum Öffnen und Schließen des Gashahns ist deutlich am Drehregler zu erkennen. Den mitgelieferten Windschutz aus biegsamem Weißblech solltest du auf jeden Fall verwenden, denn die Flamme des Primus Gaskochers Gravity liegt ziemlich offen. Ebenfalls im Lieferumfang befindet sich ein Hitzereflektor für den Boden.

Fazit: Deshalb gehört der Primus Gaskocher zu den besten im Test

Der Primus Kocher passt in seiner schwarzen Nylontasche gut in den Rucksack. Er punktet mit einem sehr sicheren Stand und einer erfreulich großen Abstellfläche für Töpfe und sogar Pfannen wenn du möchtest. Zwar ist der Primus Gaskocher mit knapp 70 Euro* der teuerste Outdoor Campingkocher im Test, dafür bekommst du aber auch einen Top Kocher. Für dich ist der Primus Gaskocher Gravity III genau der richtige Campingkocher, wenn du nicht ganz so viel Wert auf das Packmaß legst und dir ein paar Gramm beim Camping zu viel egal sind. 

Das burnt! Diese Gaskocher sind ebenfalls zu empfehlen

Den Testsieg in unserem Campingkocher Test macht der Coleman FyrePower Alpine mit seiner starken Leistung und der sehr guten Verarbeitung klar. Der Gaskocher verfügt über eine integrierte Piezozündung und lässt sich platzsparend zusammenklappen. Mehr zum Testsieger und den anderen Outdoor Gaskochern im Test erfährst du in unserem ausführlichen Vergleichstest.
Du möchtest nicht so viel Geld für einen Gaskocher ausgeben? Kein Problem. Wirf einen Blick auf unseren Preis-Leistungs-Sieger, den Campingaz Camping 206S Kocher. Der ist einfach zu bedienen, pflegeleicht und für wenig Geld zu haben. Näheres erfährst du in unserem Einzeltest

* Alle Preise Stand April 2020