Ob auf der Straße oder im Gelände, ein leistungsstarker Fahrradcomputer ist für Hobbysportler und Profis Gold wert. Während der Tour hast du deine Leistungsdaten stets im Blick. Im Anschluss kannst du dein Training detailliert analysieren. Wir haben acht Modelle für dich getestet. Der „Garmin Edge 130“ beeindruckt mit seinem ebenso eleganten wie robusten Gehäuse und intuitiver Bedienung. Sogar bei der Navigation unterstützt dich der Edge 130.

ÜbersichtVor- und Nachteile des Garmin Edge 130

Der Fahrradcomputer Garmin Edge 130 in der Gesamtansicht
Der Fahrradcomputer Garmin Edge 130 in der Gesamtansicht

+ kompakt
+ sehr gut ablesbares Display
+ gute Konnektivität
+ Einbindung von Strava Live Segments zur
Trainingsunterstützung

- Navigation rudimentär
- Nur ein Fahrerprofil
- Akkulaufzeit

Kompakt und leistungsstark: Garmin Edge 130

Der „Garmin Edge 130“ ist hochwertig verarbeitet und überraschend kompakt. Als klassischer GPS-Radcomputer, der alle Daten aus dem GPS-Signal ermittelt, kommt er ohne lästige Kabel und Sensoren an der Speiche aus. Sein kleines Display ist auch in der Mittagssonne gut ablesbar – und das aus jedem Winkel.

Die Inbetriebnahme ist erfreulich selbsterklärend. Der Garmin Edge 130 leitet dich in leicht nachvollziehbaren Schritten Punkt für Punkt durchs Menü. Generell gestaltet sich die Bedienung des Edge über die fünf Tasten dank der logisch aufgebauten Menüführung angenehm einfach. Die präzise gelagerten Knöpfe reagieren sofort. Da können sich einige Konkurrenten im Test, bei denen wir an den Tasten schier verzweifeln, eine dicke Scheibe abschneiden. Etwas schade finden wir, dass sich beim Garmin Edge 130 keine separaten Profile für unterschiedliche Fahrräder anlegen lassen. Du kannst also nicht die Daten deiner Mountainbike-Touren und deiner Rennrad-Ausfahrten getrennt voneinander verwalten, sondern nur in einem gemeinsamen Profil. Punkte macht der Garmin Edge 130 dafür jedoch bei der GPS-Konnektivität. Da kannst du praktischerweise aus drei Globalen Navigationssatellitensystemen (GNNS) auswählen. Zur Verfügung stehen dir das amerikanische GPS (offiziell NAVSTAR GPS), das europäische GALILEO System sowie das russische GLONASS.

Effizienter Trainingspartner

Perfekt geeignet ist der Garmin Edge 130 Fahrradcomputer für dich, wenn du vorrangig deine Tourdaten für die Analyse aufzeichnen möchtest. In Kombination mit der kostenfreien Garmin Connect App für dein Smartphone holst du da einiges aus dem kleinen Gerät heraus. Der Computer zeichnet neben einer detaillierten Karte deiner Ausfahrt Geschwindigkeiten, Distanz, Höhenprofil, verbrauchte Kalorien sowie die Temperatur während der Tour auf. Willst du das Ganze noch sportlicher angehen, kannst du den Garmin Edge 130 zusätzlich mit Pulsmesser, Trittfrequenz-, Geschwindigkeits- und Leistungssensor ausrüsten. Die musst du allerdings separat kaufen.

Das Synchronisieren klappt via stromsparender ANT+ oder Bluetooth-Schnittstelle schnell und unkompliziert. Allerdings zehren die Sensoren ordentlich am Akku. Vollständig aufgerüstet zeichnet der Garmin Edge 130 für dich bis zu 80 Trainingsparameter auf. Das nennen wir Smart Coaching á la bonne heure. 

Nutzt du die Fitness-App Strava für Trainingsinhalte und Routenplanung, hast du außerdem die Möglichkeit, während der Fahrt Strava Live Segmente zu nutzen. Kommst du in die Nähe eines Segments informiert dich der Garmin Edge 130 darüber und du kannst die Herausforderung annehmen.

Navigieren kannst du mit dem Garmin Edge 130 auch, allerdings nur in abgespeckter Version: Du bekommst auf dem Bildschirm keine komplette Karte angezeigt, sondern lediglich die vorgeplante Route als weiße Linie auf dem Display. Ohne Karte kann das an engen Weggabelungen schon mal verwirrend sein. Bereits gefahrene Abschnitte werden schwarz eingefärbt. Hast du während der Fahrt eine andere Ansicht auf dem Display eingestellt als die rudimentäre Karte, erhältst du vor jeder Kreuzung Abbiegeinformationen

Verwenden kannst du den Garmin Edge 130 selbstverständlich auch ohne App oder Smartphone. Allerdings ist die Synchronisierung via USB-Kabel am Computer deutlich umständlicher. Mit der LiveTrack-Funktion kannst du dein Training in Echtzeit mit Freunden und Trainingspartnern teilen. Dazu muss der Edge 130 allerdings mit dem Smartphone verbunden sein. 

Unser Fazit zum Garmin Edge 130

Der Garmin Edge 130 ist ein kompakter GPS-Fahrradcomputer mit rudimentärer Navigationsfunktion. Sind dir Tracking der Route und die Aufzeichnung deiner Tourdaten sowie deren Analyse wichtiger als eine komfortable Wegfindung, dann ist der kleine Garmin Edge 130 eventuell dein Ding. In Kombination mit zusätzlichen Sensoren ist die Akkulaufzeit etwas schwach. Zu haben ist der Fahrradcomputer für knapp 150 Euro (Stand Juli 2019).

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Du legst Wert auf ein großes Display, unkomplizierte Konnektivität und eine ausführliche Navigation? Dann sieh dir den Testsieger in unserem Fahrradcomputer Test, den Wahoo Element an. Eine ausgezeichnete Navigationsfunktion bietet dir auch der teurere Garmin Edge 820. Bist du auf der Suche nach einem günstigeren Gerät mit vielen nützlichen Funktionen, dann ist der Sigma Pure GPS einen Blick Wert.