Ob Bergzeitfahren, mit dem MTB durch die Pampa oder entspannt auf dem Radwanderweg, mit einem Fahrradcomputer kannst du deine Tour minutiös dokumentieren und deine Trainingsdaten analysieren. Wir haben acht Fahrradcomputer für dich getestet. Der „Polar M460“ ist bei der Datenanalyse ganz vorne mit dabei. Zwar musst du auf eine Navigationsfunktion verzichten, dafür punktet der Polar mit vielen Datenfeldern, guter App-Anbindung und einfacher Menüführung.

ÜbersichtVor- und Nachteile des Polar M460

Der Fahrradcomputer von Polar in der Gesamtansicht
Der Fahrradcomputer von Polar in der Gesamtansicht

+ gute App
+ Tracking und Trainingsanalyse
+ kompaktes Gehäuse

- langsame Synchronisierung 
- rudimentäre Navigation

Für Fitness-Fans: Polar M460

Der „Polar M460“ ist ebenso elegant wie kompakt. Allerdings finden wir das Display sehr klein. Erfreulicherweise hat das Gehäuse sehr wenig Ecken und Kanten, in denen sich Dreck festsetzen kann. So eignet sich der M460 auch gut für Mountainbiker, bei denen es öfters schmutzig wird. Die Tasten verfügen über angenehme Druckpunkte und lassen sich auch während der Fahrt gut bedienen.

Wir hadern anfangs mit dem Akku: Obwohl voll geladen ist der M460 nach einem Tag bereits wieder fast leer – ohne, dass wir das Fahrrad einen Meter bewegt oder uns stundenlang durch das sehr gut strukturierte Menü geklickt hätten. Das gibt Abzug. Erneut geladen hält er während des Trainings dann wieder gut mit. Die vom Hersteller versprochenen 16 Stunden Akkulaufzeit halten wir allerdings für etwas optimistisch. Insbesondere, wenn du deinen Polar M460 mit Leistungssensoren für Herz- und Trittfrequenz aufrüstest, geht dem Akku eventuell schneller die Puste aus als dir.

Umfangreiche Trainingsanalyse

Gut gefällt uns die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen Sportprofilen wählen zu können. So kannst du, je nachdem ob du mit dem MTB ins Gelände aufbrichst oder mit dem Rennrad auf der Straße startest, das passende Profil einstellen. Der M460 zeichnet während einer Trainingseinheit bis zu 80 Parameter wie etwa Kalorienverbrauch, Distanz, Herzfrequenz, Geschwindigkeit und Höhe auf. Jedoch benötigst du für einige dieser Datenfelder zusätzliche Leistungssensoren. 

Nach dem Training kannst du deine Trainingsdaten mit dem Polar Flow Web Service oder der gleichnamigen App auslesen. Das ist schon allein deshalb sinnvoll, weil einige der aufgezeichneten Daten wie zum Beispiel die gefahrenen Gesamtkilometer nur in deinem Polar Flow Account angezeigt werden. Dein Training analysierst du mit der App quasi auf Knopfdruck. In Sachen Smart Coaching macht Polar hier einiges richtig. Ein Pluspunkt des Web Services und der App ist zudem, dass sich der gekoppelte M460 dort übersichtlicher einrichten lässt als auf dem kleinen Display des Radcomputers selbst. Jetzt kommt allerdings noch das große Aber. Für die Synchronisierung mit Polar Flow braucht der M460 bisweilen nervtötend lange und stellt unsere Geduld auf eine harte Probe.

Personal Coach für unterwegs

Die „Back-to-Start“-Funktion ist eine sehr rudimentäre Navigationsfunktion, die dich auf dem kürzesten Weg, also Luftlinie, zurück zum Ausgangspunkt deiner Tour bringt. Ein vollwertiges Navigationsgerät ist der Polar M460 allerdings nicht. Das will er aber auch gar nicht sein. Er konzentriert sich auf eine detaillierte Trainingsanalyse und Smart Coaching. Strava Premium-Mitglieder haben zudem die Möglichkeit, Strava Live Segmente während des Trainings abzurufen. Kommst du auf deiner Runde an einem Segment vorbei, erhältst du einen Hinweis und kannst das Segment angehen. Übrigens: Die winzige LED auf der Vorderseite des Fahrradcomputers als „Sicherheits-Funktion“ zu bezeichnen, halten wir für etwas übertrieben.

Unser Fazit zum Polar M460

Der Polar M460 ist ein einfach zu bedienender Trainingsbegleiter ohne viel Schnickschnack. Das angenehm kompakte und robuste Gerät hebt dein Training dank Smart Coaching auf ein neues Level. Die lange Synchronisierung kostet Nerven, der Polar M460 knapp 145 Euro*.   

Alternativen zum Polar M460 Fahrradcomputer

Der Polar M460 ist dann doch nicht nach deinem Geschmack? Auch der Garmin Edge 130 ist ein ausgezeichneter Trainingsbegleiter mit starkem Display und guter Konnektivität. Mit dem Wahoo Elemnt und dem Garmin Edge 820 können wir dir zwei Fahrradcomputer mit exzellenter Konnektivität und Navigationsfunktion empfehlen. Eine günstige Alternative ist auch der leistungsstarke Sigma Pure GPS.  

* Alle Preise Stand Juli 2019