Du fährst regelmäßig mit dem Rennrad oder dem Mountainbike und möchtest unterwegs in Echtzeit über deine Leistung informiert sein? Dann brauchst du einen Fahrradcomputer. Wir haben acht Modelle für dich getestet. Der „Sigma Pure GPS“ beschränkt sich aufs Wesentliche. Mit seinen reduzierten aber durchdachten Funktionen setzt er sich bewusst von der Materialschlacht im Segment der Fahrradcomputer ab. Im Praxistest überzeugt das kompakte Gerät durch intuitive Bedienung und praktische Datenfelder. Sein überschaubarer Preis von 52 Euro* verschafft ihm zudem den Preis-Leistungs-Sieg.

ÜbersichtVor- und Nachteile des Sigma Pure GPS

Der Fahrradcomputer von Sigma in der Gesamtansicht
Der Fahrradcomputer von Sigma in der Gesamtansicht

+ lange Akkulaufzeit
+ übersichtliches Display
+ intuitive Bedienung

- empfindlicher Autostopp
- keine Sensoranbindung möglich
- kein Bluetooth

Kompaktklasse ohne viel Schnickschnack

Der Sigma Pure GPS Fahrradcomputer ist angenehm kompakt konstruiert. Wie der Modellname schon vermuten lässt, bezieht der Sigma Pure GPS alle Informationen zu Geschwindigkeit und Distanzen über das GPS-Signal. Also sparst du dir die Installation von externen Sensoren an Gabel, Speiche oder Nabe. Das vereinfacht auf der einen Seite das Handling ungemein, allerdings kannst du wegen der fehlenden ANT+ und Bluetooth-Schnittstellen aber auch keine zusätzlichen Sensoren wie Pulsfrequenz- oder Trittfrequenzmesser koppeln. Radpuristen und Einsteiger wird’s nicht kümmern. Eine der stärksten Funktionen ist die Höhenmessung, die bestimmt der Sigma Pure GPS barometrisch.

Software und App-Unterstützung

Mit dem Fahrradcomputer aufgezeichnete Routen verwaltest du am besten mit der Sigma Data Center Software für PC und Mac. Dort kannst du zudem dein Profil sowie die Geräteeinstellungen bearbeiten. Gleichzeitig bringt die Software den Sigma Pure GPS auf den neuesten Stand in Sachen Firmware und AGPS-Hilfsdaten. Letztere unterstützen und vereinfachen die GPS-Positionierung, so dass der Fahrradcomputer das Signal des GPS-Satelliten unter freiem Himmel schneller findet. Grundsätzlich kann die Software genau das gleiche wie die Sigma Link-App. Allerdings ist hier nur eine Verbindung via NFC möglich. Hast du ein Android-Smartphone ist das kein Problem. Iphone Nutzer gucken in die Röhre und müssen den Sigma an den Computer anschließen. Deine Routendaten kannst du auch mit Drittanbietern wie zum Beispiel der Social Media Plattform Strava abgleichen. Strava Live Segments, die dich wärhend der Fahrt über Trainingsherausforderungen informieren, unterstützt der Sigma Pure GPs allerdings nicht.

Unkomplizierter Tourbegleiter

Sitzt du erst einmal im Sattel macht es dir der Sigma Pure GPS erfreulich einfach. Die Steuerung über drei Tasten ist intuitiv und nach wenigen Minuten hast du die Funktionen parat. Das Display ist übersichtlich und lässt zudem nach deinem Gusto anpassen. Geht die Tour mal länger, kannst du die Hintergrundbeleuchtung zuschalten. Sehr gut gefällt uns während der Fahrt die Höhenfunktion, die du dir in Echtzeit anzeigen lassen kannst. Da hast du die erkletterten Höhenmeter genauso im Blick wie die aktuelle Steigung in Prozent. Sogar ein vereinfachtes Höhenprofil wird auf dem Display dargestellt. Die integrierte Autostopp-Funktion reagiert ziemlich empfindlich. Geht das GPS-Signal unter einer Brücke oder im dichten Wald mal verloren, pausiert der Fahrradcomputer kurz und so kommt es zu kurzen Aussetzern in den Tourdaten. Das ist für Hobbyfahrer nicht weiter schlimm, wer jedoch auf eine minutiöse Datenaufzeichnung Wert legt, den nervt das eventuell recht schnell.

Obwohl stark reduziert verzichtet der Sigma Pure GPS nicht ganz auf eine Navigationsfunktion: Mithilfe einer rudimentären Kompassnavigation kannst du dir die Richtung zu einem vorher in der App oder der Software bestimmten Zielpunkt anzeigen lassen. Dabei orientiert sich der Sigma Pure GPS ausschließlich an der direkten Linie zum Ziel.

Unser Fazit zum Sigma Pure GPS Fahrradcomputer

Der Sigma Pure GPS erfreut mit einer intuitiven Bedienung und einem zwar überschaubaren allerdings sinnvollen Funktionsumfang. Insbesondere Einsteiger können mit dem Fahrradcomputer sofort loslegen, ohne Gefahr zu laufen, sich in Untermenüs und Sonderfunktionen zu verzetteln. Zwar fehlt die Möglichkeit, externe Sensoren zu koppeln, allerdings leistet der Sigma Pure GPS auch so schon sehr gute Arbeit. Und das zu einem sehr fairen Preis: Für unschlagbare 52 Euro* ist der Fahrradcomputer dein.

Weitere gute Fahrradcomputer

Der Sigma Pure GPS ist dir dann doch zu puristisch? Dann sie dir den Wahoo Elemnt an. Der Testsieger im Fahrradcomputer Test beeindruckt mit einfacher Konnektivität und guter Navigation. Auch der Garmin Edge 820 punktet in Sachen Wegfindung und liefert sogar ein farbiges Touchdisplay. Detaillierte Trainingsanalysen deiner Touren liefern dir auch der Garmin Edge 130 und der Polar M460.

* Alle Preise Stand Juli 2019