Allez, allez – 9 Fahrradcomputer im Praxistest

Egal ob Rennradfahrer, Mountainbiker oder Tourenradler. Je öfter und länger du auf dem Bock sitzt, desto genauer möchtest du als Radsportler deine Touren dokumentieren und dein Training analysieren. Auch wenn du nicht als Rennradfahrer bei der Tour de France mitfährst. Ein leistungsstarker Computer fürs Fahrrad, der mehr ist als ein Fahrradtacho, wird da ganz schnell zu deinem besten Freund. Der informiert dich während der Tour über die aktuelle Geschwindigkeit, das Wetter, die Höhe, die gefahrene Strecke oder die Gesamtfahrzeit und die Tageskilometer. Er kann aber noch deutlich mehr als das und mehr als Fahrradtachos sowieso. Je nach Modell hilft dir der Fahrradcomputer mit GPS-Anbindung bei der Navigation, zeichnet die Messdaten und Kilometer deiner Tour auf und lässt sich optional mit Herzfrequenz- und Trittfrequenzmesser ausstatten, um deine Fitnesswerte zu dokumentieren. So macht Sport Spaß.

Neun Fahrradcomputer im Praxistest. Da wird es etwas eng auf dem Lenker

Effizient verwalten und analysieren kannst du die gesammelten Messdaten am besten mit einer Fitness-App. Die meisten Anbieter von Fahrradcomputern stellen dir die Software zur Datenauswertung kostenlos zur Verfügung. Viele bieten auch eine vorinstallierte Schnittstelle zu Routenplaner Apps wie komoot und Strava oder Social-Media-Plattformen an. Es ist zwar nicht unbedingt notwendig dein Smartphone zu koppeln, es erleichtert die Bedienbarkeit deines Radcomputers jedoch enorm. Wir haben in unserem Fahrradcomputer Test neun auf Amazon beliebte Modelle zwischen 60 und 400 Euro* am Lenker montiert, einige Kilometer gemacht und für dich ausprobiert.

In diesen Kategorien haben wir die Fahrradcomputer getestet

  • Qualität & Verarbeitung: Wir schauen uns im Vergleich an, wie robust das Gehäuse des Radcomputers konstruiert ist. Wie einfach lässt sich das Gerät montieren? Wichtig ist uns auch, dass die Tasten einen guten Druckpunkt haben.  
  • Komfort & Menü: Eine übersichtliche Menüführung erleichtert dir das Handling. Kannst du den Fahrradcomputer leicht einrichten? Lässt sich das Display gut ablesen, haben wir mehr Punkte vergeben.
  • Konnektivität & Funktionen: Wir loten aus, welche Funktionen dir das Gerät bietet. Lässt sich mit dem Computer navigieren? Das Koppeln mit dem Smartphone sollte problemlos funktionieren. Ein bisschen mehr als ein Fahrradtacho sollte der Radcomputer können. Neben Standards wie Geschwindigkeitsmessung, dokumentieren der Tageskilometer und die Messung der zurückgelegten Strecke runden Funktionen wie ein barometrischer Höhenmesser, Temperaturanzeige und Angaben zum Kalorienverbrauch das Paket bestenfalls ab.
  • Intuitive Bedienung: Für uns die Königsdisziplin. Wie einfach ist der Fahrradcomputer zu bedienen? Wir wollen nämlich rauf aufs Fahrrad und Sport treiben – nicht Handbücher studieren oder Video-Tutorials gucken. Eine Hintergrundbeleuchtung macht es dir einfacher, das Display abzulesen.

Unser neuer Testsieger: der sehr gute Wahoo Elemnt Bolt

Der „Wahoo Elemnt Bolt“ löst den bisherigen Testsieger im Update unseres Tests ab. Der Bolt punktet wie schon das Vorgängermodell mit schneller Konnektivität und intuitiver Bedienung. Der Elemnt Bolt ist kompakt und robust verarbeitet. Das stromsparende LCD-Display kannst du dank des sehr guten Kontrasts auch bei gleißendem Sonnenlicht gut ablesen. Welche Funktionen neben Höhenmessung und Wegstrecke dir der Bolt noch bietet und wie die Navigation mit dem Modell klappt, erfährst du in unserm Wahoo Elemnt Bolt Einzeltest.

Preis-Leistungs-Sieger: Sigma Pure GPS

Deutlich puristischer in Sachen Funktionsvielfalt kommt der „Sigma Pure GPS“ Fahrradcomputer daher. Er liefert dir ohne Schnickschnack alle wichtigen Daten, ist kompakt konstruiert und ist außerdem für kleines Geld zu haben. Wie sich der Pure GPS Fahrradtacho den Preis-Leistungs-Sieg gesichert hat, liest du im Einzeltest.

Im Test vergleichen wir, wie einfach sich die Fahrradcomputer mit dem Smartphone koppeln lassen. Der VDO funktioniert übrigens auch andersherum

So haben die übrigen sechs Fahrradcomputer im Test abgeschnitten

In der Theorie ist jeder einzelne Testkandidat ein praktisches Datencenter. Im Praxistest zeigt sich neben viel Licht allerdings auch sehr viel Schatten. Während einige der aufgebohrten Fahrradtachos mit vorinstallierten Schnittstellen und knackiger Navigation punkten, ist bei den Modellen einiger Hersteller aber schon beim Erfassen der Wegstrecke Schluss, zum Beispiel weil die Software aussetzt. Welche Vorteile und welche Nachteile, die einzelnen Fahrradcomputer im Test offenbaren erfährst du jetzt.

Garmin Edge Explore: sehr gutes Helferlein für Tourenradler

Der GPS Radcomputer „Garmin Edge Explore“ richtet sich eher an Tourenradler als an sportlich ambitionierte Biker. Er punktet mit einer unkomplizierten Konnektivität sowie intuitiver Bedienung und bietet dir neben Standartfunktionen wie Höhenmessung und Tageskilometer viele praktische Features. Da kannst du dich auf dem Fahrrad ganz auf dein Training oder die schöne Landschaft konzentrieren. Alle Informationen zum Fahrradnavi von Garmin erfährst du im Einzeltest.

Starkes vom Platzhirsch: Garmin Edge 820

Neben dem Testsieger ist der „Garmin Edge 820“ mit knapp 400 Euro* derzeit das zweitteuerste Gerät in unserem Fahrradcomputer Test. Der schicke Computer mit farbigem Touchscreen kann sehr viel und einiges davon richtig gut. So finden wir die Bedienung erfreulich intuitiv. Weitere Stärken und Schwächen haben wir im Einzeltest beleuchtet.

Kompakt und leistungsstark: Garmin Edge 130

Der „Garmin Edge 130“ besticht durch seine intuitive Bedienung und ein jederzeit sehr gut ablesbares Display. Neben einer rudimentären Navigationsfunktion ist der hochwertig verarbeitete Fahrradcomputer ein effizienter und leistungsstarker Trainingsbegleiter. Alle Vorteile und Nachteile des Edge 130 erfährst du im Einzeltest

Für Fitness-Fans: Polar M460

Der „Polar M460“ beeindruckt mit einem eleganten und kompakten Gehäuse. Zwar verfügt er nicht über eine Navigationsfunktion, allerdings ist er im Bereich Daten sammeln und Trainingsanalyse ganz vorne mit dabei. Wie der Polar M460 im Fahrradcomputer Vergleich abgeschnitten hat, liest du im Polar Einzeltest.   

Der Solide: VDO M 6.1

Der „VDO M6.1“ ist mit der kleinste Fahrradcomputer in der Testgruppe. Der Fahrradcomputer ist gut verarbeitet und gefällt uns in dieser Hinsicht besser als etwa die Modelle von Ciclosport. So haben die Tasten angenehme Druckpunkte. Bei Funktionen, für die du zwei Tasten gleichzeitig drücken musst, ist jedoch ein wenig Übung gefragt. Da brechen wir uns etwa beim Einschalten der Displaybeleuchtung beinahe die Finger. Betrieben wird das Modell via Batterie. Während der Fahrt ist das recht unangenehm. Die Menüstruktur des VDO M6.1 ist sehr komplex und erfordert einiges an Übung. Dementsprechend dauert die Konfiguration des Computers fürs Fahrrad lange. Die Montage hingegen ist verhältnismäßig einfach. Da der VDO M6.1 nicht GPS-fähig ist, musst du einen Geschwindigkeitssensor an der Gabel und einen Magnet an der Speiche befestigen. Der Sensor funktioniert ganz ohne störendes Kabel via Funkübertragung. 

Fahrradcomputer mit Ecken und Kanten

Etwas skeptisch sind wir beim VDO M6.1 in Sachen Gehäuse-Design: Das ist mit verhältnismäßig vielen Ecken und Kanten versehen. Daran werden Mountainbiker keine Freude haben. Zu schnell setzt sich hier Dreck fest und blockiert die Tasten. Das kleine Display wirkt ziemlich überfüllt und lässt sich leider auch nicht dahingehend anpassen, dass es dir weniger Informationen anzeigt. Neben Höhenanzeige und Temperaturanzeige, bietet dir der VDO Fahrradcomputer auf seinem Display die aktuelle Steigung in Prozent und natürlich die aktuelle Geschwindigkeit. Die Geschwindigkeitsmessung springt während unseren Testfahrten immer wieder unerwartet. Zwar pendelt sich die Geschwindigkeit bei uns nach und nach wieder ein, aber exakte Messwerte sind anders. 

Beeindruckend ist die Menge der Echtzeit-Trainingsdaten, die du dir auf dem Fahrradcomputer von VDO anzeigen lassen kannst. Neben Kilometerzählung, Fahrtzeit, Durchschnittsgeschwindigkeit und Maximalgeschwindigkeit freut sich der Radfahrer über Höheninformationen inklusive vereinfachtem Profil sowie Wetterdaten und Gesamtfahrtzeit. Gekoppelt mit einem Brustgurt liefert dir der Fahrradtacho zudem eine Pulsmessung Funktion. Den VDO Brustgurt zur Pulsmessung bekommst du für zusätzliche 20 Euro*. Gleiches gilt für den Trittfrequenzsensor, der an der Tretkurbel angebracht wird. Letzterer ist ebenfalls für 20 Euro* separat erhältlich.

Suboptimal finden wir, dass sich die Daten nach dem Sport ausschließlich mit einer zusätzlichen Docking Station auslesen lassen! Das heißt zum Anschaffungspreis von etwa 90 Euro* für den Fahrradcomputer kommen noch einmal 20 Euro* für die Docking Station. So gesehen relativiert sich der auf den ersten Blick recht günstige Preis für einen Radcomputer mit zahlreichen Funktionen.

Fazit: Der VDO M6.1 Fahrradtacho ist mit seinen zahlreichen Funktionen ein solider Fahrradcomputer. In Sachen Konnektivität ist er jedoch eine Enttäuschung. Ohne Docking Station lassen sich keine Daten auslesen, sobald du vom Fahrrad runter bist.

Konnektivität stark verbesserungswürdig: Ciclo Hac 1.2+

Grundsätzlich ist der „Ciclo Hac 1.2“ Fahrradcomputer von Ciclosport ordentlich verarbeitet, wenn auch nicht so elegant und hochwertig wie die Modelle von Garmin, der Wahoo oder der Polar. Jedoch sind die Druckpunkte der gummierten Tasten etwas schwammig und gewöhnungsbedürftig. Ebenso die etwas konfuse und wenig intuitive Menüführung. Ohne genaue Anleitung, die du dir online von der Herstellerseite herunterladen kannst, ist die Einrichtung des Fahrradcomputers sehr langwierig. Was ziemlich schnell nervt ist, dass du bei Datum, Uhrzeit, Radumfang beziehungsweise Reifenumfang etc. tatsächlich den gesamten Zahlenwert nach oben oder nach unten weiterzählst. Du kannst bei der Uhrzeit zum Beispiel nicht die Minuten und die Stundenanzeigen separat anwählen, sondern musst die Uhrzeit Minute für Minute vorstellen. Dabei verzetteln wir uns mehrmals. Ziemlich hakelig ist die Lenkerhalterung, die bei den Konkurrenten im Farradcomputer Test viel leichtgängiger funktioniert.

Viel Zubehör und viel Luft nach oben

Der Hac 1.2+ von Ciclosport enthält neben dem benötigten Sensor für die Geschwindigkeitsmessung auch einen Brustgurt zur Herzfrequenzmessung und einen Sensor für die Trittfrequenz. Mehr Zubehör hat kein anderer Fahrradcomputer im Test. Das finden wir richtig gut. Die Installation der Sensoren an Gabel, Speiche, Tretkurbel und Rahmen gestaltet sich ziemlich fummelig. Da schwören wir auf die GPS-gebundenen Geräte im Test. Sei’s drum. Rauf auf den Bock und losgefahren! Hmmm ... die Grundfunktionen, also die Messung und Anzeige der Echtzeitdaten wie Geschwindigkeit, Höhe und Distanz sind absolut in Ordnung. Allerdings finden wir das Display sehr dunkel. Zudem klappt die Verbindung mit dem beiligenden Trittfrequenz-Sensor nicht zufriedenstellend. Zwar lässt der sich mit dem Fahrradcomputer koppeln, allerdings bricht die Verbindung während der Fahrt immer wieder ab. 

Erschwerte Wegfindung

Ähnlich verhält es sich mit der Navigationshilfe des Ciclosport Hac 1.2+. Dazu musst du den Hac Fahrradcomputer mit dem Smartphone verbinden. Das klappt erstmal sehr gut. Via Kopplung mit der komoot App sollten dir während der Tour eigentlich Abbiegehinweise auf dem Display angezeigt werden. Das funktioniert bei uns nur ein, zwei Mal. Und dann auch nur für die ersten paar Kilometer. Danach hängt sich der Hac auf. Schicht im Schacht! Der Fahrradcomputer lässt sich auch erst wieder starten, nachdem wir die Batterie entnommen und wieder eingesetzt haben. Das nervt bei jeder einzelnen Radumdrehung. Da muss dringend ein Software-Update vom Hersteller her.

Fazit: Der Ciclo Hac 1.2+ ist eigentlich ein solider Fahrradcomputer, auch wenn er nicht ganz so hochwertig verarbeitet ist. Insbesondere die Navigationshilfe mit App-Verbindung ist an und für sich eine fantastische Idee – aber sie funktioniert viel zu unzuverlässig. Schade. Da reißt auch der Preis von knapp 130 Euro* für das Bundle mit Brustgurt für Pulsmessung und Trittfrequenzsensor das Ruder nicht herum.

Rote Laterne: Ciclo CM 9.3 A

Der kompakte „Ciclo CM 9.3 A“ Fahrradcomputer erinnert bei der Verarbeitung des Gehäuses und vor allem der Tasten an den Hac 1.2+ vom gleichen Hersteller. Im Grunde ist die Menüführung verhältnismäßig einfach gehalten, trotzdem artet das Einrichten des Fahrradcomputers in ein bisweilen frustrierendes Herumdrücken aus. Die Druckpunkte der Tasten sind ziemlich ungenau. Das nervt schon beim Einstellen der Radgröße ganz schön. Das Display allerdings ist übersichtlich gestaltet und wartet mit den wichtigsten Trainingsdaten in Echtzeit auf. Es ist für unseren Geschmack allerdings sehr dunkel.

Der Ciclo CM 9.2 A müht sich im Test beachtlich. Letztlich geht ihm jedoch in Sachen Menüführung und Funktionsvielfalt die Puste aus

Das Auslesen der gespeicherten Daten ist deutlich komplizierter als bei den Testkonkurrenten im Vergleich. Leider sind die Daten auch nicht so umfangreich. Da leistet zum Beispiel der günstigere Sigma Pure GPS einfach mehr. Das bedeutet im Test für den CM 9.3 A die Rote Laterne des Latzplatzierten. 

Fazit: Der Ciclo CM 9.3 A schlägt sich in unserem Test wacker. Allerdings kann er dem günstigeren Preis-Leistungs-Sieger Sigma Pure GPS in Sachen Bedienkomfort und Funktionsvielfalt nicht das Wasser reichen, von den Spitzenmodellen im Vergleich ganz zu schweigen. Preislich liegt der Fahrradcomputer bei knapp 150 Euro*.

So haben wir die Fahrradcomputer getestet

Bei der Auswahl der Modelle für den Test haben wir uns an den beliebtesten Fahrradcomputern auf amazon orientiert. Zum Testzeitpunkt war kein Bluesmart Fahrradcomputer lieferbar, weswegen wir den Hersteller Blusmart in diesem Vergleich nicht berücksichtigt haben. Zudem haben wir uns auch für eine recht weite Preisspanne zwischen den Geräten entschieden, um herauszufinden, ob du von der größeren Investition tatsächlich auch mehr hast. Und ja, das hast du. 

In unserem Test haben wir alle Fahrradcomputer zunächst konfiguriert und am Fahrrad montiert. Installiert haben wir dabei nur Sensoren, die unbedingt notwendig waren, etwa die Sensoren für die Geschwindigkeitsmessung der Ciclo-Modelle und des VDO. So haben wir zum Beispiel auf einen Brustgurt zur Messung der Herzfrequenz verzichtet. Wichtig war uns eine intuitive Bedienung des Computers. Besonders einfach und logisch aufgebaut fanden wir die Menüführung beim Testsieger von Wahoo, den Garmin-Modellen sowie dem Polar M460 Fahrradtacho. Je mehr Funktionen ein Modell hat, desto besser haben wir es bewertet.

Nachdem wir die Fahrradcomputer montiert hatten sind wir mehrere Touren mit dem Rennrad gefahren. Ergänzend dazu haben wir zudem mit dem Mountainbike ein paar Runden im Gelände gedreht. Dabei haben wir die Lesbarkeit des Displays und den Bedienkomfort der Radcomputer während der Fahrt bewertet. Dabei überzeugten der Sigma Pure GPS, der Garmin Edge Explore sowie der Wahoo Elemnt Bolt. 

Interessiert hat uns auch, wie gut die Konnektivität der einzelnen Geräte im Test funktioniert. Dazu haben wir ausprobiert wie schnell und unkompliziert sich die Fahrradcomputer mit dem Smartphone koppeln und mit den zugehörigen Apps und Webservices synchronisieren lassen. Das klappt bei keinem Fahrradcomputer besser als beim Wahoo Elemnt Bolt. Während die drei Garmin Radcomputer hier ebenfalls vorne mitmischen, dauert die Synchro beim Polar M460 sehr lange. 

Mit allen neun Fahrradcomputern fahren wir mehrere Touren mit dem Rennrad

Darauf solltest du bei der Entscheidung für einen Radcomputer achten

Wie immer gilt: Mache dir vorher klar wofür du den Fahrradcomputer hauptsächlich nutzen möchtest und welche Funktionen du benötigst. Möchtest du, dass dir der Computer zuverlässig den Weg zeigt, benötigst du ein Gerät mit guter Navigation. Im Test waren da der Garmin Edge Explore, der Wahoo Elemnt Bolt und auch der Garmin Edge 520 sehr hilfreich. Für solche leistungsstarke Fahrradnavigationsgeräte muss der Fahrradfahrer mehr hinblättern. Prinzipiell kannst du auf dem Fahrrad auch dein Smartphone mit einer Navigations-App verwenden. Allerdings sind die meisten Lenkerhalterungen für Telefone nicht wirklich vertrauenserweckend – insbesondere im Gelände verabschiedet sich dein Smartphone wenn's blöd läuft in hohem Bogen. Zudem sammelt das Smartphone bei weitem nicht so viele trainingsbezogene Messdaten. Übrigens: Auf Kabel verzichten wir gerne. Den Magnet zur Geschwindigkeitskontrolle und den Radcomputer mit einem Kabel zu verbinden ist nicht mehr zeitgemäß. Da sollte es schon ein kabelloses Modell sein.

Kannst du bei deinem Fahrradcomputer auf die Navigation verzichten und legst zum Beispiel als Rennradfahrer mehr Wert auf eine gute Trainingsunterstützung und eine detaillierte Datenanalyse via App, können wir dir den Garmin Edge 130 und den Polar M460 empfehlen. Bist du schon mit der Darstellung von Temperaturanzeige und Messdaten wie Geschwindigkeit, Höhenmeter, Tageskilometer und Distanzen zufrieden, reicht dir erst einmal auch ein puristischeres Modell wie der Sigma Pure GPS oder der VDO M6.1. Insbesondere wenn du am Beginn deiner Karriere als Fahrradfahrer stehst, wirst du die enorme Funktionsvielfalt der Fahrradcomputer von Garmin, Polar und Wahoo erstmal nicht vollständig ausreizen und bist mit den zahlreichen Datenfeldern eventuell sogar überfordert. Auch wenn Höhenmesser oder Luftdrucksensor praktisch sind, kommst du anfangs auch ohne zurecht.

Entscheidend ist auch die Frage, wo du in erster Linie unterwegs bist. Auf der Straße wirst du selten ein Verbindungsproblem mit dem kabellosen GPS-Empfänger haben. Machst du dich mit dem MTB auf ins Gelände, kann es durchaus vorkommen, dass der Fahrradcomputer unter dem dichten Blattwerk des Waldes oder in engen Schluchten die Verbindung zum GPS-Satelliten verliert. Das Handling während der Fahrt sollte möglichst einfach sein. Bestenfalls lässt sich der Radcomputer über zwei bis drei gut erreichbare Tasten bedienen. Ein Touchdisplay wie etwa bei den Garmin Edge Modellen Explore und 520  erfordert auf dem Fahrrad anfangs einiges an Übung. Das kann im Verkehr durchaus mal ablenken. Praktisch ist eine Hintergrundbeleuchtung. Die erleichtert die Ablesbarkeit des Displays erheblich. Nicht zu vernachläsigen ist auch die Akkulaufzeit des Tachos. Das punktet der Preis-Leistungs-Sieger von Sigma. Dessen Akku hält zum einen recht lange durch und ist zum anderen im Vergleich schnell wieder aufgeladen. 

Häufige Fragen zum Fahrradcomputern

* Alle Preise Stand August 2020