Gut bei Luftnot – 9 Standpumpen im Vergleich

Nichts ist nerviger als zu wenig Luft im Fahrradreifen oder gar ein Plattfuß. Die akute Luftnot willst du natürlich möglichst schnell und unkompliziert beheben. Eine gute Fahrradpumpe sollte einen stabilen Standfuß haben und auch bei hohem Druck leichtgängig sein. Wenn du oft auf dem Bock sitzt, egal ob auf dem Cityrad, Rennrad oder Mountainbike, dann gehört eine zuverlässige Luftpumpe auf jeden Fall in deinen Werkzeugfundus. Idealerweise passt der Pumpenkopf auf alle gängigen Ventile und bietet dir praktische Adaptermöglichkeiten etwa für Bälle oder Luftmatratzen. Wir schicken neun Fahrradpumpen zwischen 20 und 50 Euro* für dich ins Rennen.

In diesen Kategorien testen wir die Luftpumpen fürs Fahrrad

  • Qualität & Verarbeitung: Eine gute Fahrradpumpe muss robust gefertigt sein. Wir legen Wert auf hochwertige Pumpenzylinder, Hubstange, Griff, Schlauch und vor allem der Pumpenkopf.
  • Bedienkomfort: Auch bei hohem Druck sollte die Standpumpe noch angenehm leichtgängig sein. Die Pumpe muss sicher stehen und während des Pumpens darf nichts wackeln oder eiern. Allzu viele Hübe sollte die Luftpumpe ebenfalls nicht benötigen bis der Reifen prall ist.
  • Pumpenkopf: Ist der Kopf für jedes gängige Ventil geeignet? Lässt er sich intuitiv bedienen? Bei einer guten Pumpe kannst du den Kopf einfach auf dem Ventil arretieren und lospumpen.

Auf die Pumpe, fertig, los! Wir testen neun Fahrradpumpen auf Herz und Nieren. Ein Totalausfall ist im Testfeld nicht dabei, im Gegenteil die Pumpleistung ist bei allen gut

Testsieger: SKS Rennkompressor Multivalve Fahrradpumpe

Mit dem Rennkompressor von SKS holt eine der seit Jahren beliebtesten Fahrradpumpen den Testsieg. Die Verarbeitung der in Deutschland hergestellten Pumpe ist ausgesprochen hochwertig. Der Zylinder und die Hubstange sind aus widerstandsfähigem Stahl gefertigt, der Standfuß aus robustem Gusseisen. Abgerundet wird alles durch einen angenehmen Handgriff aus Holz. Daran hast du auf jeden Fall sehr viel länger Freude als an einer Luftpumpe aus Plastik vom Discounter. Das Pumpen geht locker von der Hand. Auch bei hohem Reifendruck hält sich der Kraftaufwand in Grenzen. Einen schmalen Rennradreifen bringst du damit problemlos auf 10 bar. Wenn es hart auf hart kommt, ist der Rennkompressor laut Hersteller sogar bis 16 bar ausgelegt.

Unser Testmodell ist mit dem Multivalve Pumpenkopf ausgerüstet. Der eignet sich wie der Name schon sagt für mehrere Ventile. Die kleinere der beiden Öffnungen verwendest du für Dunlop- und Sclaverandventile, die größere für Autoventile (Schraderventile). Alternativ ist der Rennkompressor auch mit einem EVA-Kopf zu haben, der nur noch eine Öffnung für alle drei Ventile hat. Jüngste Neuerung ist der TL Pumpenkopf, mit dem du auch schlauchlose Reifen ohne weiteres aufpumpst. Der Hebel zum Arretieren ist beim Kopf unserer Testpumpe leichtgängig. Komfortabel ist der 115 Zentimeter lange Schlauch. Damit bist du sehr flexibel, wenn das Fahrrad etwa auf einem Montageständer eingespannt ist.

Sehr leichtgängig mit starker Pumpleistung

Die beiden 26 Zoll Testreifen sind mit 44 Hüben auf 3 bar gebracht. Das sind zwar mehr Hübe als bei einigen Konkurrenten im Test, dafür geht das mit so wenig Kraft, dass du die Räder notfalls auch nur mit einer Hand aufpumpen kannst. Das Monometer finden wir zum Ablesen groß genug, auch wenn im Testfeld Pumpen mit deutlich größerer Anzeige dabei sind. Wenn wir etwas am Fahrradpumpen Klassiker auszusetzen haben, dann ist es das mit 2,3 Kilogramm vergleichsweise hohe Gewicht und der recht kleine Standfuß. Du musst dich beim Pumpen schon auf die beiden ausklappbaren Fußtritte stellen, sonst kann die Fahrradpumpe zur Seite kippen.

Fazit: Der Rennkompressor eignet sich hervorragend für alle gängigen Ventile. Für Vielfahrer ist diese robuste Standpumpe das absolute Nonplusultra. Insbesondere wenn du oft auf dem Rennrad unterwegs bist, wird dir der leuchtend orangene Rennkompressor gute Dienste leisten.

Preis-Leistungs-Sieger – Park Tool PFP-8 Fahrradpumpe

Die „PFP-8“ Luftpumpe aus dem Hause Park Tool ist eine gut verarbeitete Fahrradpumpe für den gelegentlichen Gebrauch. Der Stahlzylinder macht einen robusten Eindruck. Die Kolbenstange aus Aludruckguss finden wir etwas lang. Das Pumpen selbst gestaltet sich mit der PFP-8 erfreulich leichtgängig. Zudem gehört ihre Pumpleistung zu den schnellsten im Test. Mit gerade einmal 28 Hüben sind die beiden 26 Zoll Reifen jeweils auf 3 bar gebracht. Allerdings wirkt die Luftpumpe während des Pumpens etwas wackelig, insbesondere, wenn die Kolbenstange ganz ausgezogen ist. Das in den Standfuß integrierte Manometer ist schön groß und lässt sich problemlos ablesen.

Ausgerüstet ist die Park Tool Fahrradpumpe mit einem universellen Pumpenkopf aus Kunststoff, der sich für Sclaverand-, Dunlop- und Autoventile eignet. Bei den Fahrradpumpen von Fischer und Crank Brothers ist übrigens der gleiche Pumpenkopf verbaut. Der knapp 90 Zentimeter lange Schlauch macht seinen Job gut. Wir hadern etwas mit dem Verriegelungshebel des Kopfes. Der ist etwas schwergängig und fummelig. Bis zu 11 bar sind mit der Park Tool machbar.   

Fazit: Die Park Tool PFP-8 Fahrradpumpe ist eine robuste und hilfreiche Alternative zu billigen Pumpen vom Discounter oder aus dem Baumarkt. Die knapp 20 Euro* lohnen sich für dich, wenn du regelmäßig auf dem Fahrrad sitzt, ein Reifenwechsel aber eher die Seltenheit ist.

Diese Fahrradpumpen testen wir ebenfalls

Von wegen, die Luft ist schon raus. Wir haben sieben weitere Fahrradpumpen für dich getestet. Neben dem starken Testsieger von SKS und dem guten Preis-Leistungs-Sieger haben auch die übrigen Fahrradpumpen den Test ordentlich absolviert. Ein Totalausfall ist nicht dabei. Also kein Lauch unter den Luftpumpen.

Topeak JoeBlow Sport III – Hervorragender zweiter Platz

Die „Topeak JoeBlow Sport III“ geht ganz knapp hinter dem Testsieger über die Ziellinie. An der Verarbeitung der Topeak Luftpumpe gibt es nichts zu meckern. Im Gegenteil, in dieser Disziplin liegt sie in der Spitzengruppe. Der Kolbenzylinder und der Standfuß sind aus Stahl, die Kolbenstange selbst aus Aludruckguss. Beim Griff musst du gegenüber dem Testsieger ein paar Abstriche machen: der ist bei der JoeBlow nur aus Kunststoff. Der starken Pumpleistung tut das jedoch keinen Abbruch. Mit nur 35 Hüben sind die 3 bar im 26 Zoll Reifen erreicht. Das ist sogar schneller als beim Testsieger. Allerdings sind mit der angenehm leichtgängigen Topeak nur 11 bar machbar.

Der Pumpenkopf ist geeignet für die gängigen Ventile Sclaverand, Dunlop und Schrader. Praktisch finden wir, dass der Topeak gleich Adapter zum Aufpumpen von Bällen und Luftmatratzen beiliegen. Übersichtlich ist auch das sehr große Manometer. Mit 1,8 Kilogramm gehört die JoeBlow Fahrradpumpe zu den schwersten Kandidaten im Test. Zudem ist der Schlauch mit knapp 70 Zentimetern der zweitkürzeste im Testfeld. Der Standfuß ist ziemlich scharfkantig, aber auf dem Wohnzimmerparkett wirst du dein Fahrrad eher selten aufpumpen.

Fazit: Die Topeak JoeBlow Sport III muss sich nicht hinter dem Rennkompressor verstecken. Das gilt insbesondere für die Pumpleistung. Eine Luftpumpe für sportliche Fahrradfahrer, denen das Orange des Testsiegers nicht zusagt.   

Lezyne Sport Floor Drive Fahrradpumpe – Die Sportliche

An der „Lezyne Sport Floor Drive“ hätte Olli Kahn seine Freude, denn sie kommt auch mit hohem Druck wunderbar klar. Neben dem Testsieger ist sie die einzige Fahrradpumpe im Test, die bis zu 16 bar Luftdruck in den Reifen packt. Verarbeitet ist die Lezyne sehr gut. Der Kolbenzylinder ist aus Stahl, der Griff aus lackiertem Holz, die Kolbenstange aus Aludruckguss und der Standfuß nebst großem Manometer aus Kunststoff. Der Ventilaufsatz aus Messing eignet sich für Auto- und Sclaverandventile. Leider musst du den Aufsatz umständlich auf das Ventil schrauben. Die Pumpenköpfe der Konkurrenz im Test, die einfach aufgesteckt und verriegelt werden, finden wir praktischer. 

Für Dunlopventile benötigst du einen Adapter. Der liegt, anders als der Aufsatz für Bälle und Luftmatratzen, nicht bei. Der Schlauch ist mit 120 Zentimetern der längste im Test. Wie bei fast allen übrigen Fahrradpumpen ist dieser praktischerweise so an der Pumpe befestigt, dass er sich in jede Richtung dreht. Schade ist, dass die lange Kolbenstange während des Pumpens immer mal wieder verkantet. Zudem wünschen wir uns die Lezyne Fahrradpumpe etwas leichtgängiger. Dafür benötigt sie nur 33 Hübe, um einen 26 Zoll MTB-Reifen auf 3 bar zu bringen.

Fazit: Wenn du Wert auf ein sehr großes Manometer legst, einen hohen Reifenddruck brauchst und an deinem Fahrrad generell nur Sclaverand- und Autoventile aufpumpst, ist die gut verarbeitete Lezyne Sport Floor Drive Fahrradpumpe etwas für dich. 

Aaron Sport One Fahrradpumpe – Der Pannenhelfer

Die stabile „Aaron Sport One“ Fahrradpumpe mit Stahlzylinder eignet sich nicht nur für alle gängigen Ventile, sie kommt gleich mit Adaptern für Bälle und Luftmatratzen sowie einem praktischen Pannenset mit Flickzeug daher. Der Standfuß mit dem sehr großen Manometer und der Griff sind aus Kunststoff gearbeitet. Trotzdem ist die Aaron Fahrradpumpe mit 2 Kilogramm verhältnismäßig schwer. 

Wir hadern während des Tests mit dem Pumpenkopf. Der lässt sich nämlich so schwer verriegeln, wie bei keiner anderen Fahrradpumpe, die wir ausprobieren. Ist der Kopf erst einmal fixiert, lässt es sich einfach und ohne großen Kraftaufwand pumpen. 38 Hübe benötigt die Aaron für die 3 bar des 26 Zoll Testreifens. Maximal sind 11 bar möglich. Die Länge des Schlauches ist mit 85 Zentimetern in Ordnung.

Fazit: Die Aaron Sport One ist eine gute Fahrradpumpe mit minimalen Schwächen. Greif zu, wenn du nach einem verhältnismäßig günstigen Allrounder mit viel Zubehör suchst.

HiLo Sports Fahrradpumpe – Schnell, aber mit Abzügen in der B-Note

Schneller als die „HiLo Sports“ befüllt keine andere Fahrradpumpe im Test die 26 Zoll Reifen. Gerade einmal 25 Hübe benötigt die HiLo dafür. Möglich sind bis zu 11 bar. Die Verarbeitung von Stahlzylinder, Kunststoff-Standfuß und -Manometer ist gut. Der Handgriff aus Holz könnte durchaus etwas handschmeichlerischer sein. Durch den dreigliedrigen Fuß steht die Pumpe sicher. Das gefällt uns ebenso gut wie das großzügige Manometer und der 110 Zentimeter lange Schlauch

Der Pumpenkopf eignet sich für die drei gängigen Ventilarten Sclaverand, Dunlop und Schrader. Der schnellen Pumpleistung steht der etwas hakelige Pumpenkopf gegenüber. Das Arretieren ist recht schwergängig. Während des Pumpens kommt uns die Standpumpe von HiLo etwas wakelig vor. Das gibt ein paar Punkte Abzug.

Fazit: Mit einer schnellen Pumpleistung ist die HiLo Sports etwas für alle, denen es nicht fix genug gehen kann. Den eigentlich guten Eindruck der Fahrradpumpe stört jedoch die schwergängige Verriegelung des Kopfes.     

SKS Aircontrol 8.0 – Das Leichtgewicht

Geradezu federleicht ist die komplett aus stabilem Kunststoff hergestellte „SKS Aircontrol 8.0“ mit gerade einmal 850 Gramm. Die kleine Schwester des Testsiegers verfügt über ein übersichtliches Manometer und steht auch ohne fremde Hilfe wie eine 1. Der Pumpenkopf bedient die gängigen Fahrradventile. Die Verriegelung ist ebenso leichtgängig wie das Pumpen selbst. Auch die Geschwindigkeit ist sehr gut: Mit nur 31 Hüben bringt die Aircontrol den 26 Zoll Reifen auf 3 bar.

Trotzdem wirkt die Aircontrol beim Heben und Senken der Kolbenstange etwas klapprig. Da fordert die günstige Kunststoffkonstruktion ihren Tribut. Die Befestigung des 80 Zentimeter langen Schlauches am Kolbenzylinder finden wir etwas sperrig. Adapter für Bälle oder Luftmatratzen liegen nicht bei. Mit 8 bar Maximaldruck bildet die Aircontrol das Schlusslicht in dieser Disziplin. Rennradfahrer werden da schnell an die Grenze kommen.

Fazit: Die SKS Aircontrol 8.0 ist eine preiswerte und gute Universalpumpe, mit der du einen Platten am Fahrrad schnell wieder aufgepumpt hast. Fährst du allerdings Rennrad wird es eng: Die Standpumpe schafft maximal 8 bar. Für die schmalen Rennreifen ist das etwas wenig.

Crank Brothers Gem Boden Fahrradpumpe – An der kurzen Leine

Stabil ist die „Gem“ Fahrradpumpe von Crank Brothers zweifellos. Der Zylinder, die Kolbenstange und der Standfuß aus Aluminium werden kombiniert mit einem Manometer und einem Griff aus Kunststoff. Soweit so gut. Der Schlauch ist mit 62 Zentimetern für unseren Geschmack zu kurz. Solange dein Fahrrad auf dem Boden steht mag das in Ordnung sein. Hängt das Fahrrad allerdings im Montageständer, dann reicht der Schlauch schlicht nicht. Die Standpumpe wartet mit einer Besonderheit im Test auf. Über einen Hebel am Standfuß kannst du wählen, ob du High Pressure (HP), also mit hohem Druck, oder High Volume (HV), für sehr voluminöse Reifen, pumpen möchtest. 

Während der HP-Modus eher für Rennräder gedacht ist, befüllst du mit dem HV-Modus Mountainbike-Reifen. Im HV-Modus pumpst du leicht und schnell 3 bar in einen 26 Zoll Reifen. Gerade einmal 25 Hübe brauchst du dafür, im HP-Modus allerdings ganze 50 Hübe. Die Konstruktion wirkt während des Pumpens etwas klapprig. Verbaut ist der gleiche Pumpenkopf wie bei den Modellen von Park Tool und Fischer. Der passt auf Sclaverand, Dunlop und Schrader. Mehr als 11 bar sind hier nicht drin.

Fazit: Die etwas teure Crank Brothers Gem Fahrradpumpe ist gut verarbeitet und liefert dir im High Volume Modus eine schnelle und gute Pumpleistung. Der Schlauch ist uns zu kurz. Den Umschalthebel zwischen High Volume und High Pressure bräuchten wir nicht unbedingt. 

Fischer Fahrradpumpe – Luft nach oben

Solide und günstig. So fällt unser Urteil der „Fischer“ Standpumpe aus. Die Verarbeitung ist in Ordnung. Während der Zylinder aus Stahl gefertigt ist, musst du bei den restlichen Teilen mit Kunststoff Vorlieb nehmen. Das stört uns eigentlich nur beim Griff. Der liegt nämlich alles andere als gut in der Hand. Hast du mehrere Reifen hintereinander aufzupumpen, wird das schon beim zweiten unangenehm. Der Pumpenkopf ist identisch mit dem der Park Tool und der Crank Brother Pumpe. Klar kommt der Kopf mit Sclaverand-, Dunlop- und Schraderventilen.

Die Pumpleistung ist mit 31 Hüben für einen 26 Zoll MTB-Reifen gut. Allerdings wirkt die Fahrradpumpe während des Pumpens etwas wackelig und nicht sonderlich stabil. Zudem ist sie die schwergängigste Pumpe im Testfeld. Immerhin drückt sie bis zu 11 bar in deinen Reifen. Uns gefällt das Manometer nur bedingt. Zwar ist es recht groß und übersichtlich, aber die Konstruktion wirkt sehr zerbrechlich. Das könnte ruhig stabiler sein.

Fazit: Die Fischer Standpumpe gehört zu den günstigsten Fahrradpumpen im Test. Das merkst du mit Blick auf Verarbeitung auch. Da ist deutlich noch Luft nach oben. Dennoch ist ihre Pumpleistung gut.

So haben wir die Standpumpen getestet

Als erstes überprüfen wir die Verarbeitung der Einzelteile aller Pumpen und die Konstruktion an sich. Fahrradpumpen, deren Zylinder, Kolbenstange, Standfuß und Griff hochwertig gefertigt sind, bewerten wir in dieser Kategorie besser. Die beiden Spitzenmodelle sind hier der Testsieger und die Lezyne Sport Floor Drive. Die übrigen Testkandidaten kassierten für Einzelheiten Abzug. Die Fischer Pumpe etwa für den unangenehmen Kunststoffgriff und die HiLo für die schwergängige Verriegelung des Pumpenkopfes. 

Die Pumpleistung testen wir, indem wir zwei 26 Zoll Reifen am Fahrrad aufpumpen und die Anzahl der Hübe zählen bis wir 3 bar erreichen. Einer der Reifen verfügt über ein Schraderventil, der andere über ein Sclaverandventil. Zudem bewerten wir den Kraftaufwand während des Pumpens. Je leichtgängiger die Kolbenstange ist, desto mehr Punkte gibt es. Am einfachsten pumpt es sich mit der Topeak JoeBlow Sport III und dem Rennkompressor.

Darauf solltest du bei der Entscheidung für eine Fahrradpumpe achten

Grundsätzlich solltest du darauf achten, dass du mit deiner Fahrradpumpe möglichst alle gängigen Fahrradventile, also Sclaverand, Dunlop und Schrader, aufpumpen kannst. Im Test erfüllen diese Anforderung bis auf die Lezyne Sport Floor Drive alle Modelle. Fährst du Rennrad, benötigst du einen deutlich höheren Reifendruck als bei deinem Alltagsrad oder einem Mountainbike. 10 bis 11 bar sollten für deine Standpumpe kein Problem darstellen. Gleichzeitig darf der Kraftaufwand, den du zum Aufpumpen eines Reifens benötigst, jedoch nicht zu groß sein. Am besten klappt das im Test mit dem SKS Rennkompressor, der Topeak JoeBlow Sport III und der HiLo Sports Fahrradpumpe. Komfortabel ist ein langer Schlauch. Denn mit einem solchen kommst du auch an das Ventil, wenn du dein Fahrrad in dem Montageständer befestigt hast. Die längsten Schläuche im Test bieten die Pumpen von Lezyne, HiLo und der Rennkompressor.

Zylinder und Kolbenstange aus Stahl garantieren eine lange Haltbarkeit. Das schlägt sich natürlich im Preis nieder. Die günstigen Standpumpen in unserem Test sind vorwiegend aus Kunststoff gefertigt. Während des Pumpens wirken sie deutlich instabiler beziehungsweise wackeliger als die Konkurrenten aus Metall. Alle Fahrradpumpen, die wir ausprobiert haben verfügen über ein integriertes Manometer zur Druckanzeige. Die Anzeige sollte nicht zu klein und gut lesbar sein. Eine Standpumpe ist für deine Werkstatt oder die Garage gedacht und bleibt zu Hause. Das Gewicht ist also eher zweitrangig. Denn egal wie leicht die Fahrradpumpe mit Standfuß ist, auf die Radtour wirst du sie nicht mitnehmen.

* Alle Preise Stand Januar 2020

Wichtige Fragen zu Fahrradpumpen