Mit einem Fitnesstracker bringst du Anreize für mehr Bewegung in deinen Alltag. Ambitioniertere Sportler nutzen sie zur Trainingsunterstützung und zur Analyse ihrer sportlichen Aktivitäten. Den beliebten Fitbit Charge gibt es mittlerweile in der vierten Generation. Dabei legt er im Vergleich zum Vorgängermodell noch eine Schippe drauf. In unserem Fitnesstracker Test Update zieht der Fitbit Charge 4 mit integriertem GPS und eine Spotify-Anbindung am bisherigen Testsieger vorbei und setzt sich souverän an die Spitze des Feldes.

 

Vor- und NachteileFitbit Charge 4 Fitnessarmband

+ schnell eingerichtet
+ Intuitive Bedienung
+ automatische Aktivitätserkennung
+ integriertes GPS
+ innovative Aktivzonenminuten Funktion
+ Anbindungen an Spotify und Alexa
+ übersichtliche App

- etwas träges Display
- kein eigener Speicherplatz für Songs oder Playlists

Schnelles Einrichten und angenehm zu tragen

Die Wearables von Fitbit überzeugen uns im Test durch die zuverlässige automatische Sportartenerkennung, eine detaillierte Schlaf-Aufzeichnung und die ebenso praktische wie intuitive Fitbit-App. Rein optisch ist sich das neueste Modell kaum vom Vorgänger unterscheiden. Allerdings hat Fitbit dem Charge 4 ein etwas größeres OLED-Display spendiert. Auf dem robusten Touch-Display kannst du die angezeigten Werte auch im hellen Sonnenlicht noch gut entziffern. Sobald du dein Handgelenk hebst, wird das Display aktiviert. Allerdings finden wir die Anzeigedauer etwas kurz. Das Einrichten des Fitbit Charge 4 klappt dank der guten Anleitung durch die Fitbit-App schnell und ohne Schwierigkeiten. Die Steuerung erfolgt in erster Linie über das Touch-Display, für einige Aktionen benötigst du den seitlichen Homebutton. Angenehm finden wir auch den Tragekomfort. Das weiche Silikonarmband liegt gut am Handgelenk an und scheuert nicht. In der Lücke zwischen Tracker und Armband sammelt sich mit der Zeit Schmutz. Das finden wir beim Vorgänger etwas besser gelöst. Immerhin ist der Charge 4 wasserfest und so hast du kein Problem, ihn zu säubern.

Mit GPS und automatischer Trainingserkennung

Der Fitbit Charge 4 Fitnesstracker verfügt über ein integrierten GPS. Also kannst du dein Smartphone beim Sport zu Hause lassen und deine Aktivität trotzdem genau dokumentieren. Allerdings macht der Charge 4 das nicht automatisch. Zwar erkennt der Tracker verschiedene Aktivitäten wie Gehen, Laufen, Radfahren, Crosstraining, Aerobic-TrainingSchwimmen oder auch Tanzen und zeichnet aktive Minuten, Herzfrequenz und Kalorienverbrauch auf, die GPS-Aufzeichnung musst du allerdings manuell starten und beenden. Trackst du Läufe oder Radtouren, werden diese in der App als zurückgelegte Strecke auf einer Karte visualisiert. Praktisch finden wie, dass du beim Fitbit Charge 4 automatische Trainingspausen aktivieren kannst. Das heißt wenn du einmal unterwegs an einer Ampel halten musst, erkennt der Tracker das und pausiert die Aufzeichnung. Mit dem neuesten Update unterstützt Fitbit auch Sportarten wie Kanufahren und Skifahren beziehungsweise Snowboarden. Sehr übersichtlich finden wir die Darstellung der Herzfrequenzzonen. Wenn du möchtest warnt dich der Charge 4 bei zu hohen Pulswerten. Anhand deines Alters und Geschlechts sowie deiner Herzfrequenz bei Belastung ermittelt der Tracker dein individuelles Fitnessniveau und hilft dir effizient, dich weiter zu pushen. Die Akkulaufzeit des Charge 4 liegt bei bis zu 7 Tagen. Verwendest du allerdings GPS verkürzt sich die Laufzeit der Energiezelle jedoch erheblich: bei eingeschaltetem GPS ist nach 5 Stunden Akkulaufzeit Schluss.
 

Der Fitbit Charge 4 zählt Aktivzonenminuten

Statt auf die gelaufenen Schritte, setzt der Charge 4 auf sogenannte Aktivminuten. Fitbit gibt dir gemäß den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 150 aktive Minuten als Wochenziel vor. Das Coole: Der Fitbit Charge 4 erkennt den Unterschied zwischen leichtem Training, wie etwa zügiges Spazierengehen, und Cardio- und Hochleistungstraining. Für die unterschiedlichen Aktivitäten vergibt die Fitbit-App Punkte und motiviert dich so, regelmäßig Sport zu treiben. Generell finden wir die App toll. Kein Konkurrent im Test bereitet die erfassten Fitnessdaten so übersichtlich auf. Das gilt für die Vitaldaten ebenso wie für das Schlaftracking. Im Schlafindex der Fitbit-App kannst du genau sehen, wie erholsam deine Nacht tatsächlich war. Fitbit misst neben der Schlafdauer auch die unterschiedlichen Schlafphasen, also wie lange jeweils dein Tiefschlaf und dein Leichtschlaf ist. Die ermittelt der Charge 4 Tracker über die Herzfrequenz. Das ist durchaus genauer als ein Bewegungssensor, der unter Umständen auch Schlaf trackt, wenn du still da liegt und ein Buch liest.

Schicke Gimmicks für den Alltag

Neben der guten Aktivitätserkennung, dem GPS sowie dem Schlaftracking bietet dir der Fitbit Charge 4 einige coole Gimmicks, mit denen du lässig durch den Alltag kommst. So hilft dir die Relax-Funktion ganz bewusst mit der richtigen Atmung zu entspannen. Mit der Spotify-Anbindung kannst du deine Musik auf dem Handy via Fitnesstracker steuern. Speicherplatz für Musik selbst bietet der Tracker noch nicht. Die Bewegungserinnerung darf als Standartfunktion natürlich auch nicht fehlen. Gerade wenn du einen Bürojob hast, ist die hilfreich, damit du dich regelmäßig aus dem Stuhl erhebst und ein paar Schritte läufst. Für Frauen bietet Fitbit in der App mittlerweile auch die Option, den eigenen Zyklus zu tracken.

Android-Nutzer können auf Smart-Notification mit Kurzantworten reagieren. Als smarter Fitnesstracker lässt sich der Charge 4 auch mit diversen Ernährungs-Trackern oder Sport-Apps wie Strava, Peloton und RunKeeper koppeln. Und auch eine Verbindung mit Alexa lässt sich herstellen. Auf Nachfrage informieren dich deine Geräte dann über deine Fortschritte bei Fitbit. Mit dem Charge 4 kannst du auf Wunsch auch via NFC kontaktlos bezahlen.

Fazit: Der aktuell smarteste Fitnesstracker

Wenn du einen robusten und dennoch eher dezenten Fitnesstracker suchst, der über eine gute Aktivitätserkennung, eigenen GPS-Empfänger und viele praktische Smart-Funktionen verfügt wie etwa kontaktloses Bezahlen, bist du mit dem Fitbit Charge 4 bestens aufgestellt. Schwachpunkt sind in unseren Augen das etwas träge Display, die Lücke zwischen Tracker und Armband sowie die fehlende Speichermöglichkeit für Songs oder Playlists. Doch verblassen diese Kritikpunkte angesichts des sehr guten Gesamtpaketes. Neben der innovativen Aktivzonenminuten Funktion und Spotify-Anbindung punktet der Charge 4 mit deutlich mehr Fitness-Funktionen und Gesundheits-Features als der Vorgänger. Für knapp 130 Euro* bekommst du einen smarten Fitnesstracker, der dich effizient zu mehr Bewegung und neuen Herausforderungen motiviert.  

Diese Fitnesstracker halten dich auch auf Trab

Wenn dir das Fitbit Charge 4 dann doch ein wenig zu viel Schnickschnack beinhaltet, dann ist sein Vorgänger einen Blick wert. Das Fitbit Charge 3 aus unserem Fitnessarmband Test kommt noch ohne eigenes GPS aus und verzichtet auch auf eine Spotify-Anbindung sowie die Aktivzonenminuten Funktion. Mehr erfährst du in unserem Einzeltest.

Du suchst einen minimalistischen Fitnesstracker, der dich regelmäßig daran erinnert dich zu bewegen und gelegentliche Sportaktivitäten trackt? Dann empfehlen wir dir das Mi Band 4 von Xiaomi. Für kleines Geld bekommst du einen soliden Tracker mit Touch-Display. Mehr über den Preis-Leistungs-Sieger von Xiaomi gibt’s im Einzeltest.

* Alle Preise Stand Oktober 2020