8 Detektoren im Vergleich

Wer träumt nicht davon, einen wertvollen Schatz zu finden? Mit einem Metalldetektor spürst du Münzen und andere metallene Gegenstände unter der Erde auf. Dazu erzeugen die Geräte ein elektromagnetisches Feld. Metalle stören dieses Feld. Das erfasst der Metalldetektor und verarbeitet die Information je nach Funktionsweise mehr oder weniger genau. Nur digitale Metalldetektoren können bestimmte Metalle ignorieren, diese Funktion nennt sich „Notch“. Einige Modelle können außerdem nur nach bestimmten Metallen suchen, das heißt „Diskrimination“. Das ist bei digitalen Geräten über die einfache Auswahl eines Suchmodus möglich. Bei analoge Metalldetektoren funktioniert das nur recht umständlich über den Drehregler.

In unserem Metalldetektor Test nehmen wir uns acht verschiedene Modelle vor. Davon sind drei Geräte analog und fünf digital. Wir vergleichen sowohl Einsteigermodelle, die sich auch für Kinder eignen, als auch semiprofessionelle Geräte. Die Preise liegen circa zwischen 40 und 400 Euro*. Das ist eine große Bandbreite, in der sicher jeder ein geeignetes Modell für seine Schatzsuche findet.

Tester Thomas und die acht Metallsuchgeräte im Test

In diesen Kategorien testen wir die Detektoren

  • Suchtiefe: In welcher Entfernung registriert der Detektor Fundstücke aus Metall? Wir probieren mehrere Fundstücke aus und vergleichen jeweils die Entfernung bei einer 1-Euro-Münze.
  • Suchmodi: Wie viele voreingestellte Suchmodi bietet dir das Gerät?
  • Funktionalität: In dieser Kategorie schauen wir uns den Funktionsumfang und das Zubehör an. Außerdem testen wir, wie einfach die Darstellung von Metall auf dem Display abzulesen ist.
  • Ergonomie: Für eine längere Schatzsuche soll dir als Sondengänger der Arm nicht abfallen. Deswegen sind hier der Tragekomfort und das Gewicht besonders wichtig.
  • Qualität: Bei diesem Punkt schauen wir uns vor allem die Verarbeitung der Geräte an.

HinweisRechtliche Einschränkungen

Hinweis: Der Einsatz eines Metalldetektors unterliegt gesetzlichen Bestimmungen und behördlichen Vorgaben, die sich je nach Kommune und Bundesland stark unterscheiden. Bevor du mit dem Sondeln beginnst, informiere dich unbedingt bei der örtlichen Denkmalschutzbehörde!

Testsieger: Fisher F22 und Tiefensuchspule Fisher Karma 34 cm Doppel-D

Der digitale Metalldetektor Fisher 22 liefert in Kombination mit der Tiefensuchspule Karma 34 Zentimeter Doppel-D in diesem Test das beste Ergebnis ab. Deine Schatzsuche unterstützt er mit einem angenehmen Tragekomfort und einer guten Einstellbarkeit. Den Testsieg holt er sich allerdings durch seine vielfältigen Suchmodi und die große Messtiefe von 33 Zentimetern. Ob der Fisher 22 der richtige Metalldetektor für dich ist, erfährst du im detaillierten Einzeltest.

2. Platz: Garrett ACE 150

Der Garret ACE 150 überzeugt schon optisch. Außerdem gefällt uns, dass der digitale Metalldetektor so flott einsatzbereit ist. Wegen seiner geringeren Suchtiefe und weniger Suchmodi als beim Testsieger, landet er auf dem zweiten Platz. Er ist aber auch nur etwa halb so teuer. Grund genug, den Zweitplatzierten genauer unter die Lupe zu nehmen. Das machen wir im ausführlichen Einzeltest zum Garret Metalldetektor.

Preis-Leistungs-Sieger DMAX Pro

Unser Preis-Leistungs-Sieger ist ein richtig gutes Einsteigermodell. Der DMAX Pro Metalldetektor bietet eine gute Suchleistung zu einem angemessenen Preis. Mit einer Suchtiefe von 22 Zentimetern liegt er im guten Mittelfeld. Die sechs Suchmodi sollten für Einsteiger ausreichend sein. Mit dem DMAX Pro kannst du das Signal nach Metallart filtern. Außerdem hat der Metalldetektor eine Pin-Point-Funktion integriert, mit der sich ein Fund genauer lokalisieren lässt. Diese ist allerdings nur in den Modi „All Metall“ und „Ground“ nutzbar, also nicht, wenn du nur nach einem bestimmten Metall suchst. Das ist etwas umständlich, weil du dann erst wieder den Suchmodus wechseln musst.

Das Display ist groß und übersichtlich aufgebaut, die Menüführung einfach. Die einzelnen Modi sind klar zu erkennen. Welches Objekt in welchem Leitwertbereich aufschlägt ist deutlich zu sehen. Bei der Ergonomie kann der Peis-Leistungs-Sieger zwar nicht ganz mit den ersten beiden Plätzen mithalten, doch die angenehme Armstütze sorgt für guten Tragekomfort.

Wir bemängeln, dass der Gold- und Silberanzeigebereich nicht eindeutig gekennzeichnet ist. Dafür kannst du die Displaybeleuchtung regulieren oder ganz ausschalten. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal in diesem Metalldetektor Test.

Der Kopfhörereingang ist eine 3,5-Millimeter-Buchse. Damit kannst du alle gängigen Kopfhörer, etwa von deinem Handy, verwenden. Die Lautstärke des Signals lässt sich über das Gerät steuern.

Fazit: Der DMAX Pro Metalldetektor bringt alles mit, was du zum Sondeln brauchst. Er ist schnell einsetzbar und hat eine gute Armstütze. Lediglich die Menüführung finden wir umständlich. Für uns hat der DMAX Metalldetektor in diesem Test das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

3 weitere digitale Metalldetektoren im Test

Die beste Leistung liefern in diesem Test die digitalen Metalldetektoren ab. Sie bieten viele Funktionen und ermöglichen dir, nach bestimmten Metallen zu suchen. Dafür sind sie etwas teurer als die analogen Modelle und die Bedienung ist etwas komplexer.

Klasse Ergonomie: Bounty Hunter Quick Draw II

Der Bounty Hunter Metalldetektor „Quick Draw II“ landet bei uns auf Platz vier. Er glänzt vor allem durch seine gute Ergonomie. Das liegt besonders an der guten Haptik des Griffs, der nicht aus hartem Plastik besteht, sondern eine angenehme Schaumstoffrolle ist.

Der Bounty Hunter geht mit seinen beiden Display-Streifen bei der Darstellung einen ganz anderen Weg als die anderen Metalldetektoren im Test. Tatsächlich zeigen die Streifen jedoch alle relevanten Informationen, die du brauchst. Die simple Darstellung hat auch Vorteile: Das ganze Gerät wirkt durch das geschützte Display sehr robust.

Der digitale Metalldetektor verfügt über einen automatischen Bodenabgleich. Für den Notch-Modus drehst du an einem Potentiometer. Dieser Drehknopf ermöglicht eine stufenlose Regelung. Dafür brauchst du etwas Übung, bevor du loslegst.

Eine 1-Euro-Münze findet der Bounty Hunter bis zu einer Tiefe von 25 Zentimetern. Metalle rauszufiltern ist mit diesem Gerät möglich. Eine Pin-Point-Funktion bietet das Gerät aber leider nicht. Ein weiteres kleines Manko: Die Kopfhörerbuchse hat 6,3 Millimeter, du benötigst also einen Adapter, um gängige Kopfhörer zu verwenden.

Fazit: Der Bounty Hunter Quick Draw II ist ein Metalldetektor mit guter Qualität und Ergonomie. Leider ist der Funktionsumfang recht eingeschränkt. Der Preis ist in Ordnung.

Gute Displaydarstellung: VELLEMAN CS300 Advanced

Der ungewöhnliche Aufbau beim „Velleman CS300 Advanced“ fällt sofort auf. Sein Display liegt sehr tief. Dadurch ist der Schwerpunkt des Gerätes spürbar niedriger, was sich beim Sondeln unangenehm im Handgelenk bemerkbar macht. Das Display ist trotz der Entfernung gut lesbar, weil es alle relevanten Informationen mit großen Balken darstellt. Zur Bedienung des Menüs musst du das Gerät allerdings hochhalten oder dich etwas bücken – das finden wir unpraktisch.

Schön gelöst ist der Lautstärkeregler. Er ist der einzige in diesem Test mit einem haptischen Drehknopf. Das wirkt vielleicht nicht modern, erweist sich aber in der Praxis als sehr angenehm. Die Armschale lässt sich in der Länge verstellen, allerdings ist der Abstand vom Arm zum Gestänge sehr hoch. Leider macht das die Bedienung zusammen mit dem tiefen Schwerpunkt zusätzlich unangenehm.

Der digitale Metalldetektor lässt eine Pin-Point-Funktion vermissen. Die Diskrimination einzelner Metalle ist möglich. Die Messtiefe bei einer 1-Euro-Münze liegt bei 23 Zentimetern.

Fazit: Mit der Armstütze und der Balance des Velleman CS300 Advanced können wir uns im praktischen Einsatz nicht ganz anfreunden. Auch der Funktionsumfang ist etwas mau. Vorteile sind der Lautstärkeregler und die gute Metalldarstellung auf dem Display.

Die analogen Metalldetektoren im Test: Günstig und simpel

Analoge Metalldetektoren bieten weniger Funktionen. Die Funktion Notch, bei der du bestimmte Frequenzen ausschließen kannst, ist zum Beispiel nicht möglich. Dafür sind die analogen Geräte deutlich günstiger und eignen sich deshalb gut zur Schatzsuche und Experimentieren mit Kindern. Alle Geräte haben allerdings gemeinsam, dass die Bedienung etwas umständlich ist. Denn wenn du die Spule ruhig hältst, schlägt die Nadel nicht aus. Du musst in Bewegung bleiben und dabei gleichzeitig die Nadel verfolgen. Das erfordert etwas Übung.

Gutes, analoges Gerät: Navaris Metalldetektor

Der Navaris Metalldetektor bietet mit seiner Armstütze ein für diese Preiskategorie unerwartetes Feature. Das hat er seinen analogen Kollegen im Test voraus. Ein großer Vorteil, denn das Handgelenk wird durch die Armstütze definitiv entlastet. Der Navaris ist komfortabel in der Handhabung und ermöglicht dem Sondengänger ein angenehmes Laufen.

Das Gesamtpaket wirkt relativ stabil. Für den täglichen Einsatz scheint die Verarbeitungsqualität aber eher nicht ausgelegt zu sein.

Den roten Knopf benötigst du für den Bodenabgleich. Ein manuelles Nachjustieren ist hier leider nicht möglich. Die circa 10 Zentimeter Suchtiefe bei einer 1-Euro-Münze im Lufttest ist wie bei allen Analogen recht gering. Bei der Suchtiefe schneidet der Navaris aber immerhin am besten ab.

Fazit: Der Navaris Metalldetektor ist für uns der beste unter den analogen Metalldetektoren. Das liegt vor allem an der guten Ergonomie, der etwas besseren Verarbeitung und der Suchtiefe.

Für Experimentierfreudige: Seben Metalldetektor Allround

Beim analogen Seben Metalldetektor zeigt dir die Skala den 0-Punkt als Ausgangswert an. Fällt die Nadel unter Null sind wir auf Eisen gestoßen und der Ton verstummt gänzlich. Oberhalb von 0 hören wir dauerhaft ein Signalton der sich in Bewegung verändert. Den Bodenabgleich führt der Seben automatischen durch, wenn du auf die rote Taste drückst. Leider kannst du nicht manuell nachjustieren.

Gut gefällt uns, dass der Metalldetektor komplett montiert geliefert wird. Beim Tragekomfort macht sich die fehlende Armstütze bemerkbar. Immerhin ist der Seben das leichteste Modell im Metalldetektor Test. Durch die etwas bessere Note bei der Suchtiefe verweist er den Duramaxx auf den letzten Platz.

Fazit: Durch den günstigsten Preis in diesem Metalldetektor Vergleich ist der Seben Allround ein gutes Modell zum Ausprobieren. Die Bedienung ist simpel und die Suchtiefe in Ordnung.

Lange Schatzsuche: Duramaxx Metalldetektor MD-350

Der Duramaxx Metalldetektor gleicht bei den Grundfunktionen stark dem Seben. Auf der Skala stellt 0 den Ausgangswert dar, Werte unter 0 bedeuten Eisen, alles darüber sind andere Metalle. Den Bodenabgleich führst er wie der Seben automatisch aus, wenn du den roten Knopf drückst. Du hast beim Duramaxx jedoch zusätzlich die Möglichkeit, den Bodenabgleich nachträglich zu justieren. So kannst du bei wenig bis mittel mineralisiertem Boden eine tiefere Suche und bessere Differenzierung von Metallen erreichen.

In unserem Test in der Luft zeigt der Duramaxx allerdings die geringste Suchtiefe. Dafür gefällt uns die Ergonomie ein Stückchen besser als beim direkten Konkurrenten Seben.

Fazit: Durch die geringe Suchtiefe landet der Duramaxx Metalldetektor auf dem letzten Platz. Er punktet gegenüber den anderen analogen Geräten jedoch mit feineren Einstellungsmöglichkeiten beim Bodenabgleich.

So haben wir die Metallsuchgeräte getestet

Das wichtigste Kriterium im Metalldetektor Test ist für uns die Suchtiefe. Wir überprüfen diese zunächst in einem sogenannten Lufttest. Dazu legen wir den Metalldetektor auf einen Tisch und testen, bei welchem Abstand der Metalldetektor auf verschiedene Metalle reagiert. Wir verwenden dazu verschiedene Alltagsobjekte aus unterschiedlichem Metall:

  • 1-Euro-Münze
  • Kronkorken
  • 585er Goldring
  • 50-Cent-Münze
  • 5-Franken-Münze
  • Eisenschraube

Zusätzlich vergraben wir den Goldring und die Münzen im Garten und testen dort noch mal unter erschwerten Bedingungen. Außerdem bewerten wir in einer gesonderten Kategorie, wie viele Suchmodi die Metalldetektoren bieten. Dabei kannst du nur nach bestimmten Metallen suchen.

Ein weiteres relevantes Kriterium in unserem Metallsuchgerät Test ist die Funktionalität. Hier prüfen wir den Funktionsumfang, das Zubehör und wie gut die Metalldarstellung ist.

Auch die Ergonomie ist für uns ein bedeutsamer Punkt. Schließlich sollen dir beim längeren Sondeln nicht die Arme abfallen. Deshalb legen wir ein besonderes Augenmerk auf den Tragekomfort und das Gewicht der Geräte. Zum Schluss schauen wir uns die Verarbeitungsqualität an.

Wir überprüfen die Suchtiefe aller Modelle und testen deren Funktionalität

Welcher Metalldetektor ist der beste für mich?

Bei der Suche nach einem Metalldetektor kommt es auf deine Ambitionen an. Willst du ein professioneller Sondengänger werden und dich auch umfassend mit dem Thema auseinandersetzen? Dann kommt nur ein höherpreisiges digitales Gerät wie unser Testsieger für dich infrage. Willst du das Sondeln nur mal ausprobieren und suchst eher einen Metalldetektor für Kinder? Dann reicht auch ein günstiges, analoges Modell.

Setzt du dich vor der Kaufentscheidung ausführlich mit dem Thema Metallsuche auseinander, solltest du prüfen, in welchem Gebiet du sondeln willst. Auf besonders metallreichem Boden, etwa bei vulkanischem Gebiet, müssen Störsignale leicht herauszufiltern sein. Das funktioniert bei unserem Testsieger sehr gut. Die Funktion eines Bodenabgleichs hilft dir nur bei wenig bis mittel mineralischem Boden weiter.

Eine weitere wichtige Frage ist die Größe und Bauart der Spule. Generell gilt, dass sich große Spulen für große Objekte eignen und kleine Spulen für kleine Fundstücke. Unsere Testkandidaten sind alle mit universalen Spulen ausgerüstet, die hier eine gute Mitte ansprechen.

Außerdem unterscheiden sich die Spulen bei der Bauart nach konzentrischen und DD-Spulen. Fast alle Testkandidaten verfügen über konzentrische Spulen. Bei diesen sind im Inneren Such- und Empfangsspule konzentrisch, also in zwei Kreisen ineinander angeordnet. Bei DD-Spulen sind Such- und Empfangsspule gleich groß und nebeneinander angeordnet. Der Fisher F22 kann in unserem Test mit seiner Doppel-D Spule am meisten überzeugen. Bei stark mineralischem Gelände können DD-Spulen jedoch ein Nachteil sein.

Wichtige Fragen zum Metalldetektor