Powerbanks mit über 20.000 mAh – Genug Akku für den nächsten Urlaub

Du bist gerade im Campingurlaub und auf einmal kommt die Meldung auf deinem Smartphone „niedriger Akkustand“. Panik macht sich auf deinem Gesicht breit, gerade wenn du noch ein paar Tage unterwegs bist, bevor die nächste Steckdose in Reichweite kommt. Mit einer Powerbank kannst du dich entspannt zurücklehnen. Diese lässt dich in schwierigen Situationen nicht im Stich und verleiht deinem Handy oder Tablet wieder neuen Saft. In unserem Powerbank Test haben wir auf die Kapazität der mobilen Akkus, die Ladedauer, das Gewicht sowie die Maße und die Ausstattung geachtet. Die Kapazität der acht Testgeräte liegt zwischen 20.000 und 26.800 Milliampere (mAh).

In diesen Kategorien haben wir getestet

  • Leistung: Wir wollen wissen, wie lange die Powerbank braucht, um den komplett leeren Akku deines Endgeräts wieder auf 100% zu bringen. Werden hier auch so viel Milliampere geliefert wie vom Hersteller versprochen? Wie stark sind 9st der Output und gibt es vielleicht sogar einen USB-C-Anschluss? Ideal ist es, wenn die Powerbank gleichzeitig eine Passthrough-Fähigkeit hat und du sie gleichzeitig be- und entladen kannst.
     
  • Maße und Gewicht: Pauschal lässt sich sagen, je höher die Kapazität der Powerbank, desto größer und schwerer ist sie auch. Also haben wir alle Testkandidaten gewogen und gemessen. Welches Modell fällt im Gepäck besonders ins Gewicht?
     
  • Verarbeitung und Ausstattung: Gehäuse und Kabel sollten von guter Qualität sein, denn die Powerbank fliegt meist in der Handtasche oder dem Rucksack herum. Uns interessiert, ob die Modelle eine Ladestandanzeige haben und wie detailliert diese ist. Wie viele Ein- und Ausgänge gibt es und liegt extra Zubehör wie ein Adapter oder eine Tasche bei?

Wir haben für dich eine Vielzahl an Powerbanks im Praxistest einmal genau angeschaut und herausgefunden, ob sie im Alltag ein guter Begleiter sind

HinweisMilliamperestunden-Angabe entspricht nicht der Realität

Irreführend ist, dass mit der Milliamperestunden-Angabe nicht die Stromabgabe an das zu ladende Gerät, sondern die Stromaufnahme der Powerbank gemeint ist. Die Powerbank arbeitet mit 3,6 V, während die angeschlossenen Geräte mit 5V hantieren. Es geht also zwei Mal Energie verloren. Einmal beim Laden der Powerbank und beim Laden des Endgeräts, da die Spannung umgewandelt werden muss.

Starker und schwerer Testsieger: Anker PowerCore 26800

Mit drei USB-Ausgängen und zwei Micro-USB-Eingängen kommt unser Testsieger die „Anker PowerCore 26800“ daher. Laut Hersteller hat sie 26.800 mAh beziehungsweise 96,48 Wattstunden und damit die höchste Kapazität in unserem Test. Damit kannst du ein Samsung S10 5G sechs Mal und ein iPhone 11 Pro sogar acht Mal vollladen. Bei diesem Modell gibt es vier Ladestandsanzeigen für 100, 75, 50 und 25 Prozent. Praktisch: Du kannst die Powerbank entweder über ein Netzteil oder deinen Laptop laden. Allerdings braucht der Laptop deutlich länger.

Im Lieferumfang enthalten sind zwei Ladekabel für jeweils 58 und 60 Zentimeter. Ein Reisebeutel liegt ebenfalls bei. In Sachen Gewicht verliert die PowerCore jedoch Punkte, da sie die schwerste Powerbank im Test ist. Die Anker PowerCore 26800 eignet sich zum Laden von bis zu drei Geräten gleichzeitig. Sie ist für das Laden von Smartphones oder Tablets geeignet. Dabei ist der Output auf 5 Volt oder 6 Ampere (A) beziehungsweise drei Mal 3 Ampere beschränkt. Jeder der Ausgänge ist mit PowerIQ ausgestattet. Das soll zu einer auf das Smartphone angepassten Schnellladung führen. Als Input kannst du entweder 5 Volt beziehungsweise 4 Ampere oder zwei Mal zwei Ampere benutzen. Sie lässt sich leider wie die meisten Geräte im Test nicht gleichzeitig be- und entladen.

Mit der PowerIQ Technologie der Anker Powerbank kannst du bis zu drei Endgeräte flott aufladen

Klasse Leistung aber leider etwas teurer

Am besten gefällt uns bei der Anker 26800, dass ihre Leistung hält was sie verspricht. Sie liefert 93 Prozent der versprochenen Kapazität. Dank Voltage Boost lädt sie mit einer gleichbleibenden Geschwindigkeit. Das Gehäuse ist hier klassisch aus schwarzem mattem Kunststoff gefertigt. Die etwas klobige Powerbank liegt allerdings nicht ganz so gut in der Hand. Leider ist sie zudem anfällig für Kratzer und Fingerabdrücke. Die sind nicht zu übersehen. An der Seite befindet sich der Powerknopf über den du den Ladestand abfragen kannst. Bei der Ladezeit kommt es darauf an welches Kabel du verwendest und ob du über einen oder beide Inputs lädst. Mehr Infos dazu findest du im FAQ. Der Hersteller gibt die Ladezeit mit etwa sechs Stunden an. In unserem Test lädt sie jedoch deutlich länger mit fast 23 Stunden. Wir hätten uns noch eine LED-Lampe und eine Quick Charge Funktion gewünscht.

Fazit: Die Anker PowerCore 26800 ist ein waschechtes Powerpack. Sie überzeugt mit der besten Leistung im Test und verfügt über hochwertige Kabel im Lieferumfang. Wir sind überzeugt, auch wenn sie mit 50 Euro* die teuerste getestete Powerbank ist. Ebenso klasse finden wir die PowerIQ Schnellladetechnologie und das ein paralleles Laden von bis zu drei Geräten möglich ist.

Preis-Leistungs-Sieger Poweradd Pilot X7

Ebenfalls über eine gute Leistung verfügt unser Preis-Leistungs-Sieger die „Poweradd Pilot X7“ mit 20.000 mAh und 74 Wh. Hier kannst du zwei Geräte gleichzeitig laden. Dafür stehen dir zwei Ausgänge mit je 5 V / 3,1 A oder maximal 3,4 A, wenn du nur ein Gerät laden möchtest zur Verfügung. Es gibt einen Micro-USB-Input mit 5V / 2A. Du kannst die Powerbank über einen Laptop oder ein Netzteil laden. Die Ladestandsanzeige ist hier nicht wie üblich in LED-Punkten, sondern als Leuchtring umgesetzt. Es gibt vier Ladestufen. Der Powerbutton befindet sich in der Mitte des Leuchtrings. Damit lässt sich der Ladestand abfragen. Die Poweradd verfügt zudem über eine LED-Lampe an der Front. Diese wird durch drei sekündiges Drücken des Powerknopfs eingeschaltet.

Unser Preis-Leistungs-Sieger die Poweradd Pilot X7 hat zwei leistungsstarke Ausgänge und einen Eingang. Zudem bietet sie eine LED-Taschenlampe

Mit einem Gewicht von etwa 370 Gramm steht sie ganz gut da. Ab Werk bietet sie von Kurzschluss- und Überspannungsschutz bis hin zu Überladungs- und Entladungsschutz zahlreiche sinnvolle Sicherheitsvorkehrungen. Das mitgelieferte Kabel ist mit 30 Zentimetern etwas kurz bemessen und wirkt nicht ganz so hochwertig wie bei der Konkurrenz. Sage und schreibe 99 Prozent der versprochenen Leistung bietet dir die Pilot X7. Das ist Rekord in unserem Test. Recht unspektakulär ist dafür das Design der Poweradd aus schwarzem Kunststoff. Für unseren Geschmack liegt sie nicht wirklich griffig in der Hand. Für kleine Hände finden wir sie etwas zu breit. Die Ladezeit ist mit 18 Stunden die zweitlängste im Test. Richtig gut finden wir hier, dass du die Powerbank gleichzeig be- und entladen kannst. Sie hat die zweitbesten Ladewerte für das Samsung S10 5G und das iPhone 11 Pro.

Fazit: Die Poweradd Pilot X7 ist eine gute Powerbank für Nutzer, die viel Power für vergleichsweise wenig Geld bekommen wollen. Für einen kleinen Preis von gerade einmal 20 Euro* erhältst du hier ein solides Gerät, das hält was es verspricht.

Sechs weitere mobile Akkus im Vergleich

Unsere Sieger elektrisieren dich noch nicht so wirklich? Dann haben wir hier noch weitere Modelle für dich, die du ebenfalls mit auf Reisen nehmen kannst.

Anker PowerCore 20100 – kompakt aber langsam beim Laden

Die „PowerCore 20100“ Powerbank von Anker ist der kompakteste Energieriegel im Test und hat mit circa 360 Gramm auch das geringste Gewicht. Mit diesem externen Akku kannst du sowohl dein Smartphone als auch dein Tablet laden. Es gibt zwei USB-Anschlüsse die insgesamt 4,8 Ampere liefern können, wenn du zwei Geräte gleichzeitig lädst. Die Wiederaufladung der Powerbank funktioniert über Laptop oder die Steckdose. Die vier LEDs an der Oberseite zeigen dir den Ladestand an. Wenn die Powerbank voll ist, schalten sich die LEDs aus. Der Powerknopf befindet sich an der Seite.

Die kleinere Variante von Anker mit 20.100 mAh hat zwei USB-Ausgänge und liefert dir bis zu 4,8 Ampere Power

Die Oberfläche des Akkupacks ist sehr glatt. Dadurch rutscht die Powerbank dir vergleichsweise schnell aus der Hand. Sicherheitsvorkehrungen in Form von einem Überspannungsschutz und Kurzschlussschutz sind vorhanden. Hier wird eine Schutzhülle mitgeliefert. Ebenfalls im Lieferumfang vorhanden: ein 60 Zentimeter langes Kabel. Wie beim Testsieger ist auch hier die ankertypische PowerIQ Technologie verbaut. Die Ladezeit der Powerbank selbst ist in unserem Test mit knapp 18 Stunden sehr lang. Die tatsächliche Milliampere-Angabe stimmt zu 97 Prozent mit den angegebenen 20.100 überein. Die Leistungsfähigkeit der Powerbank ist mit der der Siegergeräte aus unserem Test vergleichbar.

Das Gehäuse wirkt gut verarbeitet und robust. Für einen Preis von etwa 30 Euro* werden dir hier zwei USB-Ausgänge und ein Micro-USB Eingang geboten. Dabei schaffen die Ausgänge je 2,4 Ampere und der Eingang 2 Ampere. Ein gleichzeitiges Be- und Entladen ist aber leider nicht möglich. Für die Farbenfrohen unter euch gibt es die Powerbank auch in Blau, Weiß und Rot. Die PowerCore 20100 reicht für 6 bis 8 Ladungen eines durchschnittlichen Smartphones.

Fazit: Die Anker PowerCore 20100 ist die kompakteste Powerbank im Testfeld und begeistert durch ihre Leistung sowie das geringe Gewicht. Auch den Preis finden wir hier durchaus fair.

Hama X20 – punktet dank USB-C Anschluss

Auch die Powerbank „X20“ von Hama ermöglicht dir das parallele Laden von zwei Geräten. Ein gleichzeitiges Aufladen der Powerbank und Ladung eines Endgeräts wird jedoch nicht vom Hersteller empfohlen. Das Laden über den Laptop ist ebenfalls nicht vorgesehen. Durch die leicht angeraute Oberfläche liegt die große Hama X20 relativ sicher in der Hand, ist jedoch mit ihren 470 Gramm auch kein Leichtgewicht. Sie verfügt über vier Ladestufen. Die Ladestandsanzeige ist auf der Seite der Anschlüsse verbaut. Der Powerbutton befindet sich oben auf dem Gerät.

Die Hama Powerbank hat als einziges Gerät im Test eine angeraute Oberfläche, die hier recht edel daher kommt. Mit dem Powerknopf kannst du dir den Ladestand anzeigen lassen

Leider kannst du mit der X20 nur Endgeräte mit einer maximalen Aufnahme von 3.000 Milliampere (mAh) geladen werden. Damit fallen viele neue Smartphones wie zum Beispiel das Samsung S10 5G zum Laden weg. Was uns gut gefallen hat, ist der Micro-USB zu USB-Typ C Adapter im Lieferumfang. Auch das sich die Powerbank zum Mitführen im Handgepäck eignet, finden wir echt praktisch. Laut Bedienungsanleitung ist der externe Akku für Geräte von Apple, Samsung, Huawei, LG, Sony und Honor optimiert. Der USB-Typ-C Anschluss ist sowohl als Eingang als auch als Ausgang nutzbar. Durch optimiertes Laden wird die Stromstärke auf das angeschlossene Endgerät angepasst, um dieses schnellstmöglich aufzuladen. Die Hama X20 kommt mit 20.000 mAh und 72 Wh daher. Das USB-Kabel im Lieferumfang ist mit 25 Zentimetern sehr knapp bemessen. Hier gibt es zwei Outputs mit je 3 Ampere. Davon ist einer USB und der andere USB-C. Letzterer ist gleichzeitig auch ein Eingang mit 2,6 Ampere. Zusätzlich gibt es noch einen Micro-USB Input mit 2 Ampere. Die Differenz zwischen tatsächlicher und vom Hersteller angegebener Kapazität ist hier größer als bei einigen Konkurrenten. Sie liefert 88 Prozent der angegebenen Power. Damit kannst du dein Smartphone etwa 4 bis 6 Mal aufladen. Als Sicherheitsfeatures gibt es einen Überladeschutz, Tiefenentladeschutz und eine Kurzschlusssicherung.

Fazit: Die Hama X20 ist mit ihrem innovativem USB-C Anschluss eine gute Powerbank. Die Kapazität ist in Ordnung. Nur das Kabel finden wir zu kurz. Mit einer Ladezeit von 16 Stunden liegt sie etwa im Durchschnitt unseres Tests. Dennoch ist sie uns etwas zu schwer.

RAVPower RP-PB006 – guter Durchschnitt

Ein idealer Begleiter auf Flugreisen ist die „RAVPower RP-PB006“ mit 20.000 mAh und 72 Wh. Denn sie darf mit im Handgepäck geführt werden. Im Lieferumfang befinden sich zwei Kabel (25 und 60 Zentimeter) und eine Tasche, die jedoch nicht so hochwertig verarbeitet ist. Das Gewicht ist hier mit knapp 460 Gramm vergleichsweise hoch. Und auch was die Maße betrifft, sind wir nicht ganz happy mit der Powerbank - sie ist uns zu breit. Der Powerknopf befindet sich an der linken Seite. Die vier LEDs der Ladestandsanzeige liegen auf der Oberseite. Die Powerbank hat eine gute Haptik.

Die RAVPower hat wie die meisten Powerbanks in unserem Test vier Ladestufen, die über farbige LEDs den Ladestand deines mobilen Akkus anzeigen

Bei der RAVPower liefern dir die zwei Ausgänge je 2,4 Ampere oder wenn du nur einen nutzt 3,4 Ampere. Dadurch kannst du mit ihr zwei Geräte gleichzeitig laden. Der Eingang schafft 2 Ampere. Dank iSmart Technologie erkennt die Powerbank das angeschlossene Gerät und liefert den optimalen Ladestrom. Laut Hersteller lädt die Powerbank 9 bis 10 Stunden. In unserem Test sind es jedoch 17 Stunden. Dafür liefert sie aber 92 Prozent der versprochenen Leistung. Die Ladewerte für unsere beiden Test Smartphones sind etwas besser als bei der Hama X20. Wir finden außerdem gut, dass es Schutzvorrichtungen gegen Überladung, Tiefenentladung, Überspannung, Überhitzung und Kurzschluss gibt.

Fazit: Die RAVPower RP-PB006 ist eine gute Powerbank, wenn du dir viel Leistung wünschst und das zu einem kleinen Preis. Zudem ist sie ideal für längere Reisen geeignet.

Aukey PB-N36 – ein echtes Schnäppchen

Die „Aukey PB-N36” Powerbank gehört mit ihren knapp 390 Gramm zu den Leichtgewichten im Test. Leider ist sie aber dafür recht breit. An Kapazität bringt sie 20.000 mAh beziehungsweise 75 Wh mit. Mit 89 Prozent der Kapazität erreicht die Aukey einen recht guten Wert im Vergleich zur Herstellerangabe. Mit einer Ladezeit von etwas mehr als 15,5 Stunden liegt diese Powerbank etwas unter dem Durchschnitt. Damit ist sie die zweitschnellste im Test. Die Powerbank hat zwei Ausgänge mit je 2,4 Ampere beziehungsweise bei zwei Endgeräten lädt sie mit maximal 3,4 Ampere. Als Input stehen ein Lightning oder ein Micro-USB Eingang mit je 2 Ampere zur Wahl. Außerdem wird eine Tasche für die Powerbank mitgeliefert. Letztere ist für die Aukey allerdings beinahe zu klein. Die vier grünen LEDs zwischen den zwei Ausgängen informieren dich darüber, wie viel Saft der Powerriegel noch hat. Das findest du heraus, indem du auf den Powerknopf auf der Oberseite drückst.

Die Aukey Powerbank bietet dir sogar einen Lightning-Eingang. Praktisch, wenn du die Powerbank mit deinem Laptop oder Apple-Ladekabel frisch befüllen möchtest

Der Hersteller empfiehlt die Powerbank auch bei Nichtgebrauch mindestens alle drei Monate einmal aufzuladen. Die Aukey verfügt über einen Überlade- und Überhitzungsschutz. Dank der Ai-Power Technologie wird der Ladevorgang laut Hersteller optimal an das angeschlossene Endgerät angepasst. Die Kanten der Aukey Powerbank sind leider nicht so abgerundet, wie bei der Konkurrenz. Die Verarbeitung finden wir nicht so hochwertig.

Fazit: Die Aukey PB-N36 Powerbank ist ein verhältnismäßig leichtes aber gleichzeitig unhandliches Modell. Etwas umständlich ist das der Powerknopf erst gedrückt werden muss, um den Ladevorgang zu starten. Das funktioniert bei den Testkonkurrenten in der Regel von selbst. Ein Pluspunkt ist der Lightning-Anschluss. Wenn du eine preiswerte und leistungsstarke Powerbank suchst, bist du hier gut beraten.

X-Dragon XD-PB-003 – schönes Design, enttäuschende Leistung

Die „X-Dragon XD-PB-003“ verzichtet auf eine LED-Ladestandsanzeige und liefert dir die direkte Info, wie viel Prozent Restlaufzeit deine Powerbank noch hat. Vor der ersten Nutzung solltest du die Powerbank laut Bedienungsanleitung erstmal für 10 Stunden ans Ladegerät hängen. Abzüge gibt es hier für die Bedienungsanleitung, die wirkt wie vom Google Übersetzer verfasst. Es gibt zwei USB-Anschlüsse, einer liefert 2A und der andere 1A. Der Input schafft 2 Ampere. Laut Hersteller besitzt die Powerbank eine Kapazität von 20.100 mAh. Nach unserer Messung liefert sie aber lediglich 63 Prozent der versprochenen Leistung.

Die X-Dragon zeigt als einziges Modell im Test den Ladestand in Prozent auf einem Display an. Alle anderen Geräte arbeiten mit LEDs

Die X-Dragon kommt solide verarbeitet daher und hat einen Überladeschutz. Auch das mitgelieferte 50 Zentimeter Kabel wirkt stabil. Die Powerbank liegt gut in der Hand. Mit ihren Maßen und dem Gewicht von circa 420 Gramm liegt sie im Normalbereich unseres Kandidatenfeldes. Gut finden wir, dass du mit ihr zwei Geräte gleichzeitig laden kannst. Die Ladezeit der Powerbank ist mit 12 Stunden die schnellste in unserem Test. Praktisch: Die X-Dragon ist mit einer Taschenlampe ausgestattet und lässt dich somit nicht im Dunkeln tappen. Perfekt fürs Campen! Die Lampe wird durch zwei maliges Drücken des Powerknopfes aktiviert und wieder ausgeschaltet.

Fazit: Die X-Dragon XD-PB-003 enttäuscht leider in Sachen Kapazität. Dafür punktet sie mit einem schicken Design und einer präzisen Akkustandanzeige in Prozent. Auch die Verarbeitungsqualität überzeugt uns. In Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis steht sie gar nicht so schlecht dar. Doch leider reicht es trotzdem nur für den vorletzten Platz im Test.

Fkant YN-025 – in Ordnung mit ein paar Abstrichen

Die Powerbank „YN-025“ von Fkant verfügt über eine Kapazität von 25.000 mAh beziehungsweise 92,5 Wh. Wie fast alle anderen Geräte im Test informieren auch bei ihr vier LEDs über den Ladestand. Diese aktivierst du mit einem kurzen Drücken auf die Powertaste. Mit einem Gewicht von etwa 450 Gramm ist sie nicht gerade leicht. Dafür bekommst du hier aber auch eine praktische Taschenlampe für den Campingurlaub mit dazu. Diese schaltest du über längeres Drücken der seitlichen Taste ein. Was wir etwas störend finden, ist die kleine Schrift der Bedienungsanleitung. Auch die Haptik überzeugt uns nicht vollends. Die Fkant liegt etwas kantig in der Hand und ist uns zu breit für kleinere Hände. Das mitgelieferte Kabel hat eine Länge von 50 Zentimetern.

Die Fkant Powerbank liegt leider nicht so gut in der Hand

Die Fkant YN-025 kann zwei Endgeräte gleichzeitig laden. Praktisch: Du kannst sie über deinen PC oder das Netzteil wieder aufladen. Das dauert in unserem Test aber leider auch etwa 17 Stunden. Das ist vier Stunden länger als die vom Hersteller angekündigten knapp 13 Stunden. Die Powerbank verfügt über zwei Outputs. Einen mit einem Ampere und einen mit 2,1 Ampere. Der schwächere Port eignet sich dabei für Smartphones, der leistungsstärkere eher für Tablets. Aber du kannst selbstverständlich auch dein Smartphone mit dem stärkeren Port laden. Mit 18.658 mAh liefert die Fkant nur ¾ der versprochenen Kapazität. Die Taschenlampe und die LEDs sind auf der gleichen Seite wie die USB-Anschlüsse angebracht. Der Input mit 2 Ampere befindet sich an der Seite.

Fazit: Die Fkant Powerbank ist leider nicht ganz so hochwertig verarbeitet. Das spiegelt sich auch in der Qualität des Kabels wieder. Die Kapazität könnte hier etwas besser sein. Daher bildet sie das Schlusslicht unseres Powerbank Tests.

Wie haben wir die Powerbanks getestet?

Fast alle Geräte kommen mit einer Ladung von etwa 50 Prozent ab Werk bei uns an. Somit können wir sie theoretisch sofort einsetzen. Wir haben sie vor dem Test trotzdem vollständig aufgeladen, um erstens eine bessere Vergleichbarkeit zu erzielen und zweitens der Empfehlung einiger Bedienungsanleitungen zu folgen. Die meisten Powerbanks liefern einen Input von 2A. Ausnahmen sind die Anker Powercore 26800 mit 4 A beziehungsweise 2x 2A und die Hama X20 mit 2,6 A. Die Ladezeit der Powerbank an der Steckdose hängt natürlich vom verwendeten Ladegerät ab. Wir haben mit einem 1 Ampere Netzstecker getestet. Die kürzeste Ladezeit erreichten wir mit der X-Dragon. Am längsten warten wir im Test auf die Anker PowerCore 26800. Da sie aber auch die meiste Power hat, ist das zu verschmerzen.

Große Unterschiede in der Ausstattung sucht man bei den Powerbanks vergebens. Allerdings unterscheiden sie sich hinsichtlich ihrer Ladestandanzeigen und der Kapazität, die sie aufnehmen können. Bei einigen Modellen sind mehrere USB-Ausgänge, eine praktische Taschenlampe oder andere Features verbaut. Zudem unterscheidet sich der Umfang der einzelnen Zubehörteile. So lässt sich die Hama X20 über einen USB-C-Anschluss aufladen, praktisch für Besitzer neuerer Smartphones. Iphone Nutzer werden sich über den Lightning-Anschluss der Aukey Powerbank freuen. Aufbewahrungstaschen liegen den beiden Anker Powerbanks sowie der Aukey und der RAVPower bei. Beim Kriterium Qualität und Ausstattung haben wir uns die Verarbeitung von Gehäuse und Kabel angeschaut sowie die Anzahl der Ladestufen. Hier hat die X-Dragon eindeutig die Nase vorn. In der Kategorie Bedienkomfort kam es uns auf das Gewicht und die Maße, die Bedienungsanleitung und die Kabellänge der Geräte an. Die Anker PowerCore 20100 überzeugt uns hinsichtlich Bedienkomfort am meisten. Sie ist klein und leicht und lässt sich ideal mit auf Reisen oder Festivals nehmen.

Eine gute Powerbank ist nicht zu schwer, leistungsstark und hat die passenden Anschlüsse für deine Endgeräte

Haupttestkriterium: Wie viel der versprochenen Leistung liefern die Powerbanks?

Bei der Leistung haben wir den tatsächlichen Output mit dem vom Hersteller ausgelobten verglichen und uns die Anzahl der Ausgänge der Powerbanks angeschaut. In diesem Punkt schneiden mehrere Modelle gut ab. Spitzenreiter in dieser Kategorie ist aber der Testsieger von Anker mit voller Punktzahl. Dicht gefolgt von der kleineren Anker, der Hama und der Poweradd. Die höchste Ausgangsspannung beträgt 6 A bei der Anker PowerCore 26800. Wie bereits erwähnt steht bei Powerbanks nie die gesamte Kapazität, die die Hersteller angeben, zur Verfügung. Aufgrund dessen haben wir die nutzbare Kapazität mithilfe eines Widerstands, der die entnommene Leistung aufzeichnet, gemessen. Darüber hinaus haben wir die Unterschiede bei der Ladegeschwindigkeit ermittelt. Denn die Hersteller verwenden unterschiedliche Ladestandards, geben diese aber leider oftmals nicht an. Hierfür haben wir an den Widerstand einen konstanten 5V-Verbraucher angeschlossen und die Zeit bis zur Entladung von 100 mAh gestoppt. Die Zeiten weichen hier nicht besonders stark voneinander ab. Am schnellsten ist die PowerCore 20100 von Anker entladen. Die X-Dragon hält fast eine halbe Minute länger durch als alle anderen Modelle im Test.

Die Angabe in Milliamperestunden kann ganz schön irreführend sein. Sie bezieht sich immer auf die benötigte Strommenge der Powerbank und nicht auf die Strommenge, die zur Ladung des Endgeräts notwendig wird. Im Prinzip wäre eine Angabe in Milliwattstunden (mWh) genauer, denn diese gibt an, wie viel Energie der Akku abgeben kann. Diesen Wert haben wir uns auch bei unserem Powerbank Test angeschaut. Den höchsten Wert erzielt hier der Testsieger von Anker. Ebenfalls gut sind die Poweradd Pilot X7 und die Anker PowerCore 20100.

Was muss ich beim Kauf einer Powerbank beachten?

Eine Powerbank mit circa 20.000 mAh reicht durchschnittlich für 6 bis 8 Ladungen eines handelsüblichen Smartphones und 2 bis 4 Ladungen eines Tablets. Wie lange ein Akku hält, ist unter anderem von der Umgebungstemperatur abhängig. Bei Kälte leert er sich deutlich schneller. Zudem kommt es darauf an, welches Kabel du verwendest (siehe FAQ) und wie stark der Akku des Geräts ist, das du laden möchtest. Außerdem kommt es darauf an, welche Anforderungen du an deinen neuen Powerriegel stellst. Möchtest du möglichst wenig Gewicht in der Tasche oder im Rucksack haben, dann empfehlen wir dir die kompakte Anker 20100. Die Poweradd Pilot X7 ist ebenfalls kompakt und leicht. Wenn du hingegen mehr Wert auf die Leistung legst, lohnt sich ein Blick auf unseren Testsieger. Viel geboten bekommst du bei der Hama X20. Sie verfügt nämlich über einen USB-C-Anschluss sowie einen mitgelieferten USB-C-Adapter. Wenn du dein Gerät besonders schnell aufladen möchtest, solltest du nach einem Modell welches mit Quick Charge Technologie ausgerüstet ist Ausschau halten.

In der Tabelle siehst du, wie oft du aktuelle Tablet- und Smartphonemodelle sowie die GoPro 8 mit einer 20.000 mAh Powerbank aufladen kannst

Je nachdem für welches Endgerät du die Powerbank benötigst, solltest du auch die passende Kapazität auswählen. Kleine Powerbanks sind schon ab 5.000 mAh erhältlich. Sie laden dein Smartphone, deine Kopfhörer oder deine Kamera auf. Je nach verbautem Akku reichen sie für eine oder mehrere Ladungen. In der mittleren Kategorie haben die Modelle 10.000 mAh. Diese eignen sich für kürzere Trips, zum Beispiel den nächsten Campingurlaub. Wenn du richtig viel Power möchtest, solltest du zu der von uns getesteten Kategorie von 20.000 mAh und mehr greifen. Die liefern dir ordentlich Energie für mehrere Ladungen und eignen sich auch für mehrtägige Reisen. An Ausstattung bieten die meisten Modelle nicht viel mehr als ein Ladekabel. Einen Stecker mit Netzteil hat keine der von uns getesteten Powerbanks im Lieferumfang. Hier und da gibt es eine Tasche oder ein zweites Ladekabel mit dazu. Eine integrierte Taschenlampe ist ein nettes Gimmick, wenn du gerne campen gehst. Diese braucht aber sicher nicht jeder.

Möchtest du mehrere Geräte gleichzeitig laden, sollte die Powerbank deiner Wahl mindestens zwei Ausgänge haben. Diese liefern im Idealfall auch genügend Power, sodass dein Smartphone oder Tablet schnell wieder vollgeladen ist. Auch die Leistung des Inputs ist nicht unerheblich. Sie bestimmt, wie schnell die Powerbank wieder einsatzbereit ist. Hier sind 2 Ampere ein guter Wert.

Wichtige Fragen rund um das Thema Powerbank?

*Alle Preise Stand Januar 2020