Egal ob Hüttenwanderung oder Trekkingtour, um auch unterwegs erholsamen Schlaf genießen zu können, brauchst du einen gemütlichen Schlafsack. Denn auch Bergsteiger wollen nachts gemütlich schlafen. Wir testen acht Kunstfaserschlafsäcke auf Herz und Nieren. Darunter sechs Mumienschlafsäcke und einen Deckenschlafsack. Der „Vaude Sioux 400“ überzeugt als Reiseschlafsack sowohl mit sehr guter Verarbeitung als auch mit hohem Schlafkomfort und geringem Packmaß. Mit ihm bist du bei moderaten Temperaturen Outdoor oder im Zelt bestens gewappnet.

Vor- und NachteileVaude Sioux 400 Schlafsack

+ geringes Packmaß
+ geringes Gewicht
+ Kompressionssack
+ hochwertige Verarbeitung

- Kein Wärmekragen
- geringer Temperaturbereich

Schlafsack nicht nur für die Prärie

In lauen Nächten macht der leichte Vaude Sioux 400 eine ausgezeichnete Figur und das nicht nur in der Prärie, dem Stammland der Sioux. Der hervorragend verarbeitete Mumienschlafsack ist für einen Temperaturbereich zwischen 8 und maximal -11 Grad ausgelegt. Dabei gelten 8 Grad als Komfortbereich, bei der eine durchschnittliche Frau (1,60 Meter, 60 Kilogramm) im Schlafsack nicht friert. Der Limitbereich des Sioux, also die Temperatur, bei der ein durchschnittlicher Mann (1,73 Meter, 70 Kilogramm) im Mumienschlafsack nicht friert, liegt bei 3 Grad. Bei der maximalen Untergrenze, für die sich ein Schlafsack eignet, dem Extrembereich, beim Vaude Sioux -11 Grad, besteht die Gefahr einer ernsthaften Unterkühlung. Bei der Entscheidung für einen Schlafsack solltest du dich immer nach dem angegebenen Komfortbereich richten. Zwar ist das mit dem persönlichen Wärmeempfinden ja immer so eine Sache, aber besser einen zu warmen Schlafsack dabei haben als einen zu kalten. Auf einen Wärmekragen im Schulterbereich verzichtet der Vaude, den vermissen wir allerdings auch nicht.

Im Test ist es nachts im Vaude Sioux bei knapp 13 Grad sehr angenehm. Weder frieren wir noch bricht uns der Schweiß aus. Dabei schlagen wir unser Lager mit Isomatte an windgeschützter Stelle auf. Gefertigt sind Außenmaterial und Innenmaterial des Sioux Mumienschlafsacks aus 100 Prozent Polyester. Auf der Haut fühlt sich der Stoff sehr angenehm an. Die Nähte sind tadellos verarbeitet. Ebenso der stabile Zwei-Wege-Reißverschluss auf der rechten Seite.

Effizienter Sommerschlafsack

Hochwertige Kunstfaserschlafsäcke, wie der Vaude Sioux Syn (für Synthetik), sind keinesfalls schlechter als die viel gelobten Daunenschlafsäcke. Zwar sind Schlafsäcke aus Kunstfasern schwerer und voluminöser als ihre Daunen-Kollegen, dafür aber günstiger und vor allem pflegeleichter. So ist der Sioux praktischerweise bei 30 Grad waschbar. Vaude bezeichnet seine Kunstfaserfüllung aus Polyester als „Sensofiber“, eine Mikrofaser, die die Körperwärme reflektiert. Diese Fasern trocknen zum einen schnell, zum anderen wärmen sie auch, wenn das Material feucht ist. Noch ein Unterschied zu Daunenschlafsäcken, die bei Feuchtigkeit schnell verklumpen. Der Schnitt des 220 Zentimeter langen Schlafsacks ist komfortabel. Im Schulterbereich misst er 80 Zentimeter Durchmesser, das Fußteil misst noch 55 Zentimeter. In einer Innentasche kannst du Wertsachen und Dokumente unterbringen.

Robust und kompakt: Ideal für Trekkingtouren mit dem Rucksack

Gut gefällt uns das kompakte Packmaß mit gerade einmal 34 x 20 Zentimeter. Mithilfe des robusten Kompressionsbeutels holst du da aber sicher noch mehr raus. Wir pressen ihn im Test auf 30 x 20 Zentimeter zusammen. So lässt sich der Sioux auch locker im Rucksack verstauen und die Isomatte passt auch noch rein. Bei nur etwas über einem Kilogramm Gewicht hebst du dir außerdem keinen Bruch. So gesehen der ideale Reiseschlafsack. Zwar wird der Sioux in China hergestellt, Vaude legt aber Wert auf eine strenge Zertifizierung und den Verzicht auf schädlichen Substanzen bei der Produktion. Zudem ist der Schlafsack mit dem „Grünen Knopf“ für nachhaltige, sozial und ökologisch hergestellte Kleidung zertifiziert. Zu haben ist der Vaude Sioux 400 Syn in den Farben baltic sea blue und dark indian red. Insbesondere letzteres wirkt in Natura weniger leuchtend als auf den Produktfotos und chargiert eher ins Bordeaux-Rot. Zudem sind zwei Varianten des Sioux erhältlich: eine mit Reißverschluss auf der rechten Seite, die andere mit Reißverschluss auf der linken Seite.

Fazit: Deshalb ist der Vaude Sioux 400 Syn unser Testsieger

Wenn’s auf eine Trekkingtour in moderatem Klima oder eine Hüttentour geht, ist der Sioux 400 Syn des deutschen Familienunternehmens Vaude aus Tettnang ein erfreulich leichter Schlafsack. Auch Bergsteiger, die auf Gewicht achten, werden ihre Freude an ihm haben. Das Material ist angenehm hautfreundlich und auch der Schnitt des Mumienschlafsacks bietet dir ausreichend Bewegungsfreiheit. Pluspunkte gibt es darüber hinaus für das geringe Packmaß. Mit dem robusten Packsack lässt sich der Schlafsack zu einem kompakten Paket komprimieren und problemlos im Trekkingrucksack verstauen. Wenn du nach einem leichten Sommerschlafsack für den Zeitraum zwischen Frühling und Früherbst suchst, mit dem du nicht bei Minusgraden campieren willst, dann ist der Sioux etwas für dich.

Weitere Säcke für eine Mütze voll Schlaf

Wenn dir das Packmaß des Vaude immer noch ein Tacken zu groß ist, dann wirf einen Blick auf den leichten Carinthia Tropen Mumienschlafsack. Der ist für das Militär konzipiert und wartet mit einem praktischen Moskitonetz auf. Alle Infos zum Zweitplatzierten in unserem Schlafsack Test erfährst du im Carinthia Einzeltest.

Du brauchst deinen neuen Schlafsack nur für ein paar Nächte auf dem Musikfestival? Dann können wir dir unseren Preis-Leistungs-Sieger empfehlen. Der HighPeak TR 300 ist gut verarbeitet und hält die Körperwärme in einem moderaten Temperaturbereich zwischen 5 und -15 Grad schön kuschelig. Außerdem ist er natürlich waschbar. Mehr zum Preis-Leistungs-Sieger und allen weiteren getesteten Modellen liest du im ausführlichen Schlafsack Testbericht.

* Alle Preise Stand Juli 2020