Eine Leuchte für die Birne – Welche Stirnlampe ist die beste?

Eine helle Stirnleuchte ist die bessere Taschenlampe. Mit einer guten Kopflampe bringst du nämlich nicht nur Licht ins Dunkel, sondern hast darüber hinaus stets die Hände frei. Das ist nicht nur praktisch, wenn du nachts in der Natur unterwegs bist oder abends im Zelt lesen möchtest. Auch beim Fahrradfahren, Joggen, Gassi gehen oder beim Heimwerken benötigst du Licht. Wir testen für dich zehn Stirnlampen zwischen 20 und 120 Euro*. Die leistungsstärksten Modelle im Test eignen sich durchaus auch für Bergsteiger und Outdoor Sportler. Je nach Einsatzzweck reicht dir allerdings auch schon eine einfachere Stirnlampe mit überschaubarer Leuchtstärke. Wenn du übrigens doch lieber eine klassische Taschenlampe hättest, die haben wir ebenfalls für dich getestet.

In diesen Kategorien testen wir

  • Bedienkomfort: Bei einer guten Stirnlampe gestaltet sich die Bedienung logisch und intuitiv. Wir haben keine Lust auf endlose Schalterkombinationen oder langes Suchen nach der richtigen Einstellung. Außerdem soll die Kopflampe angenehm zu tragen und der Neigungswinkel leicht einzustellen sein.
  • Leuchtleistung: Mit einer Stirnlampe willst du natürlich zuerst mal eines: Licht machen. Wir legen Wert auf ausreichend Leuchtkraft und einen ausgewogenen Lichtkegel. Dabei sollte der Nahbereich ebenso ausgeleuchtet werden wie die Ferne. Zudem spielt in dieser Kategorie auch die Akkulaufzeit eine Rolle.
  • Verarbeitung: Natürlich erwarten wir von unserer Stirnlampe, dass das Gehäuse gut verarbeitet ist. Bestenfalls sollte sie wasserdicht und stoßfest sein. Hochwertig wünschen wir uns auch das Trageband.

Zehn Stirnlampen im direkten Vergleich. Große Unterschiede gibt es nicht nur in Sachen Helligkeit. Schon bei der ersten Sichtung fällt auf, wie verschieden hochwertig die Testkandidaten verarbeitet sind

SicherheitshinweisAugen auf!

Die Lichtstärke eines hohen Lumenwertes kann deiner Netzhaut schaden. Du solltest also nie direkt in die LED einer Stirnlampe blicken. Achte auch darauf, andere Personen nicht zu blenden.

Testsieger: Unser Strahlemann ist die Nitecore HC65

Die kompakte Nitecore HC65 sichert sich den Testsieg mit einfacher Bedienung, guter Verarbeitung und großer Lichtstärke. Ihr Funktionsumfang und ihr hoher Lumen-Wert von 1.000 macht sie als Hochleistungs-Kopflampe auch für Outdoor- und Bergsportler interessant. Ob die Nitecore Stirnlampe auch Schwächen hat, erfährst du in unserem ausführlichen Einzeltest.

Preis-Leistungs-Sieger: Sigma Headled II

Die kleine „Sigma Headled II“ ist die kompakteste und leichteste Stirnlampe in unserem Testfeld. Dadurch passt sie in jede Jackentasche und du hast sie immer mit dabei. Ihre Bedienung ist denkbar einfach: Mit zweimaligem kurzem Drücken auf den Knopf aktivierst du die Kopflampe. Jedes weitere Drücken bringt dich eine Leuchtstufe weiter: Zuerst der Power-Modus mit 120 Lumen Leuchtkraft, dann der Standard-Modus mit 60 Lumen und schließlich der Eco-Modus mit schmalen 10 Lumen. Ein weiterer Klick startet die Blinklichtfunktion und ein zweimaliger Klick im Betrieb schaltet für 10 Sekunden den Boost-Modus mit 180 Lumen ein.

Die kompakte Lampe ist ideal geeignet für die abendliche Joggingrunde, für den Campingurlaub oder den Spaziergang mit dem Hund. Da reichen dir die 120 Lumen im Power-Modus locker aus. Auch die Leuchtweite von 35 Metern ist für den Alltag vollkommen in Ordnung. Mit ihrer IPX4 Schutzklasse macht ihr auch starker Regen nichts aus, untertauchen solltest du sie allerdings nicht.

Der Leuchtkegel der LED erhellt sowohl den Nahbereich als auch die etwas weiter entfernte Umgebung vor dir. Zum Joggen oder werkeln in der Garage oder im Keller also bestens geeignet. Für ambitionierte Bergwanderer oder Mountainbiker reicht die Power des Mini-Scheinwerfers allerdings nicht aus. Auch die Akkulaufzeit finden wir überschaubar. Im Power-Modus hält die Sigma 2 Stunden durch, bevor du sie wieder via USB-Kabel aufladen musst. Reicht die Akkuladung für den Betrieb wieder aus, leuchtet der zentrale Schalter zuerst grün und dann weiß. Im Standard-Modus reicht die Energie knapp 5 Stunden, im Eco-Modus ist die Leuchtdauer immerhin 20 Stunden. Allerdings ist letzterer dann mit 10 Lumen vergleichsweise schwach. Zum Lesen im Zelt reicht es allerdings. Den Akku kannst du übrigens nicht wechseln. Den Tragekomfort finden wir hingegen sehr gut. Die leichte Stirnlampe verzichtet auf ein kompliziertes Kopfbandsystem und kommt mit einem gewöhnlichen Stirnband aus. Den Neigungswinkel kannst du einfach verändern.

Fazit: Die Sigma Headled II ist eine preiswerte und leichte Stirnlampe für unterwegs. Sie meistert Spaziergänge am Abend und leuchtet dir den nächtlichen Weg zur Campingplatz-Toilette zuverlässig aus. Leichte Schwächen hat sie bei der Leuchtdauer.

Da geht dir ein Licht auf: Diese Stirnlampen haben wir ebenfalls getestet

In unserem Stirnlampen Praxistest nehmen wir uns acht weitere Kopfleuchten vor. Während sich die günstigeren Modelle eher fürs Gassi gehen zu später Stunde eignen, taugen einige der Testmodelle auch für die Ausrüstung von Bergsteigern und Outdoor Fans. So haben die einzelnen Lampen im Detail abgeschnitten: 

Nitecore HC60: Schlanke Version des Testsiegers

Die kompakte „Nitecore HC60“ Lampe ist mit 150 Gramm Gewicht zwar kein echtes Leichtgewicht, wetzt diese kleine Scharte allerdings mit Helligkeit und Funktionsumfang wieder aus. Mit ihrem maximalen Lichtstrom von beeindruckenden 1.000 Lumen gehört sie in dieser Kategorie zu den Spitzenmodellen in unserem Stirnlampen Test. Die Bedienung gestaltet sich sehr intuitiv. Mit dem zentral gelegenen Schalter klickst du dich durch die insgesamt fünf verschieden hellen Leuchtmodi. So kannst du die Stirnlampe auch mit einer Hand bedienen.

Beginnend bei „Ultralow“ mit gerade einmal 1 Lumen erhöhst du mit jedem weiteren Klick die Helligkeit. Zur Verfügung stehen dir die Modi „Low“ mit 38 Lumen, „Mid“ mit 210 Lumen, „High“ mit 420 Lumen und schließlich „Turbo“ mit 1.000 Lumen. Hältst du den Schalter beim Einschalten länger als zwei Sekunden fest, wechselt die Nitecore sofort in den Turbo-Modus. Die Lampe speichert auch die zuletzt genutzte Helligkeitsstufe, wenn du den Schalter im Betrieb eine Sekunde gedrückt hältst. Beim nächsten Start springt die Lampe sofort auf diesen Modus. Praktisch, wenn du häufig dieselbe Einstellung nutzt. 

Leuchtest du Vollgas mit 1.000 Lumen, macht der Akku nach einer Stunde Leuchtdauer schlapp. Im Modus „High“ sind es bereits knapp 2,5 Stunden und in der Leuchtstufe „Mid“ schon etwas über 7 Stunden. Der Lichtkegel ist angenehm homogen. Nahbereiche leuchtet die LED ebenso aus wie entferntere Bereiche. Der Strahl ist weitestgehend fokussiert und reicht etwas über 100 Meter weit. Dabei vernachlässigt die HC60 allerdings nicht den Nahbereich. Auch der wird ausreichend beleuchtet. Klickst du bei ausgeschalteter Lichtquelle zweimal kurz hintereinander auf den Schalter, aktivierst du die Stroboskopfunktion. Mit dem nächsten Klick wechselt das Blinklicht auf den Morse-Code für SOS. Einen Klick weiter blinkt die LED als regelmäßige Positionsleuchte

Den Tragekomfort finden wir sehr gut. Da der beiliegende 3.400 mAh Akku direkt hinter der LED untergebracht ist, entfällt der Akkupack, den du am Stirnband befestigen musst. Das gibt zusätzlich Pluspunkte. Auch während des Joggens stört die Kopflampe nicht, obwohl sie ein wenig kopflastig ist. Abzug gibt es dafür, dass die Lampe mit der Zeit heiß wird. Sehr gut gefällt uns wiederum, dass du die HC60 mit Akku oder wahlweise mit zwei CR123 Batterien betreiben kannst. Letztere lassen sich allerdings nicht in der Stirnlampe via USB-Kabel laden. Auch nicht, wenn es wieder aufladbare RCR123 sind. Mit IPX7 ist die Stirnlampe sogar komplett bis einen Meter Wassertiefe dicht.

Fazit: In Sachen Leuchtstufen und Bedienung gehört die Nitecore HC60 zu den besten Stirnlampen in unserem Test. Auch die Verarbeitung ist erstklassig. Wenn du eine ebenso leichte wie leistungsstarke Multifunktionsleuchte suchst, bist du mit der Nitecore HC60 bestens bedient.

Petzl Actik Core: Dauerbrenner für die Stirn

Die kleine „Petzl Actik Core“ Stirnleuchte gehört zu den am häufigsten gesuchten Stirnlampen im Internet. Zu Recht! Mit intuitiver Bedienung und hellen 450 Lumen ist sie einer der Leistungsträger im Test. Was die Petzl Stirnlampe alles drauf hat und für wen sie sich eignet, erfährst du in unserem Einzeltest.

Ledlenser H14R.2: Helle aber massive Stirnleuchte

Mit der massiven „Ledlenser H14R.2“ schnallst du dir einen kapitalen Scheinwerfer an die Birne. Gewöhnungsbedürftig ist der große Akku, der hinten am Kopfband befestigt wird. Die Bedienung läuft über den Schalter auf der rechten Seite des Frontlichtes und einen Drehregler am Akkupack. Beides ist ausgesprochen intuitiv und du beherrschst es bald ohne große Übung. Mit einem Klick auf den vorderen Betriebsschalter aktivierst du die Leuchte im „Low-Power-Modus“. Der strahlt mit gemütlichen 60 Lumen bis zu 70 Meter weit. Der Akku macht das knapp 35 Stunden mit. Einen Klick weiter bist du im „Power-Modus“ bereits bei 450 Lumen. Mit denen ist es kein Problem, den Hasen zu erkennen, der im Dunkeln 200 Meter vor dir über den Weg hoppelt. Hier ist nach 12 Stunden Schluss.

Drückst du den Schalter etwas länger, wechselt der Scheinwerfer in den „Boost-Modus“. Der ballert 1.000 Lumen Leuchtkraft in die Nacht. Bei klarer Sicht reicht der Strahl etwa 300 Meter weit. Allerdings hält die Ledlenser den Boost immer nur für 30 Sekunden und schaltet anschließend wieder automatisch in den Power-Modus. Das steht übrigens leider weder auf der Packung noch in der Bedienungsanleitung. Nutzt du den Boost-Modus andauernd, gibt der Akku nach 6 Stunden auf. Praktisch, dass du die H14R.2 auch ersatzweise mit vier AA-Batterien betreiben kannst. 

Der Lichtkegel ist fokussiert und auf das Ausleuchten des Weges weiter vor dir ausgerichtet. Den Nahbereich beleuchtet er zwar ebenfalls, flutet ihn aber nicht so wie etwa die Modelle von Nitecore. Gut gefällt uns, dass du den Strahler in jeder Leuchtstufe zusätzlich mit einer Drehung des Lampenkopfes fokussieren kannst. So lässt sich ein breiter Lichtkegel oder wahlweise eine punktgenaue Lichtlanze einstellen. Sehr angenehm funktioniert das Dimmen der Stirnlampe über den Drehregler direkt am Akku. In der Blinklichtfunktion änderst du mir dem Drehrad die Frequenz des Blinkens. Der Regler ist beleuchtet und funktioniert gleichzeitig als Akkustandsanzeige und Rücklicht. So hat dich bei einer Bergtour der Hintermann stets im Blick. Mit Schutzklasse IPX4 ist die Stirnlampe nur spritzwassergeschützt, nicht aber wasserdicht.

Fazit: Die H14R.2 ist mit die schwerste Stirnlampe in unserem Test, bietet dir allerdings auch eine phänomenale Leuchtstärke, die die Stirnlampe allerdings in der höchsten Stufe immer nur für 30 Sekunden durchhält, bis sie automatisch eine Stufe runter schaltet.  Der große Akku ist gewöhnungsbedürftig. Doch das nehmen wir angesichts der intuitiven Bedienung gerne in Kauf.

Black Diamond Icon 500: Starke Stirnlampe mit komplexer Bedienung

Die „Black Diamond Icon 500“ fräst mit 500 Lumen einen Lichtstrahl in die Dunkelheit. Das ist hell. Wenn auch nicht der höchste Lumen-Wert in unserem Test. Die Leuchte ist gut verarbeitet und robust. Mit Schutzklasse IP67 ist sie sogar wasserdicht. Uns gefällt der kompakte Scheinwerfer. Etwas klobig wirkt hingegen das Batteriefach mit den vier AA-Batterien. Das trägst du am Hinterkopf und es ist via Kabel mit dem Scheinwerfer verbunden. Optional kannst du das Batteriefach auch vom Kopfband trennen und dir an einem beiliegenden Trägersystem um die Schultern hängen. Das ist ganz hilfreich, wenn du im Winter unterwegs bist und die Batterien vor der Kälte schützen möchtest. 

Obwohl die Black Diamond Icon mit ihrem vergleichsweise wuchtigen Batteriefach knapp 300 Gramm Gewicht auf die Waage bringt und damit eines der beiden schwersten Modelle in unserem Stirnlampe Test ist, kannst du sie dank der drei Gurte des Kopfbandes recht bequem tragen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist jedoch die Bedienung der Leuchte. Du steuerst sie hauptsächlich mit dem zentralen Hauptschalter auf der Stirnseite. Die Kombination aus kurzem und langem Drücken erfordert einiges an Geduld. Das musst du üben! Tippst du auf den „Power Tap“ an der rechten Seite der Leuchte, schaltet der Scheinwerfer auf sein Maximum. Die Stirnleuchte besteht aus einem zentralen Hauptscheinwerfer und zwei kleineren Leuchten links und rechts. 

In der Dunkelheit leuchtet sie den Weg vor dir auf gut 100 Meter aus. Der Sichtbereich unmittelbar vor dir ist hell erleuchtet und du kannst Stock und Stein gut erkennen. Den starken Scheinwerfer dimmst du durch Halten des Hauptschalters. Er bewegt sich zwischen 90 Lumen auf der kleinsten Stufe und 500 Lumen im hellsten Modus. Der rechte Sekundärscheinwerfer bewegt sich hingegen zwischen schwächeren 4 Lumen und maximal 60 Lumen. Das schont die Batterie und eignet sich zum Beispiel zum Lesen auf der Berghütte. So störst du deine Mitreisenden nicht. Soll es nicht so grell sein, dann hast du auch die Zusatzfunktionen Blau-, Rot- oder Grünlicht zur Verfügung. Das kann hilfreich sein, wenn du nachts unterwegs bist und lieber ein unauffälliges Licht einsetzen möchtest. Mit einem auffälligen Stroboskop-Blinklicht hingegen, kannst du im Notfall auf dich aufmerksam machen.

Fazit: Die Black Diamond Icon 500 ist eine leistungsstarke Stirnlampe, die sich auch für die extremen Bedingungen einer Bergtour eignet. Die Leuchtleistung ist stark, wir hadern allerdings etwas mit der Bedienung. Die ist gewöhnungsbedürftig. Wenn du deine Stirnlampe nicht nur zum Gassi gehen, sondern auch fürs Bergwandern und Fahrradfahren benutzen möchtest, ist die Black Diamond etwas für dich.

Black Diamond Revolt 300: Kompakte Stirnleuchte mit leichten Abstrichen

Die „Revolt 300“ von Black Diamond bewegt sich in einem ähnlichen Helligkeitsbereich wie die Petzl Actik Core. Uns gefällt die robuste Verarbeitung der Revolt sogar etwas besser als beim Modell von Petzl. Verbaut sind eine QuadPower LED und eine hellere DoublePower LED. Beide LEDs kannst du separat nutzen. Während die QuadPower Leuchte von 6 bis 60 Lumen dimmbar ist, bewegt sich die DoublePower LED zwischen 45 und 300 Lumen. Die Bedienung erfordert, wie auch beim Schwestermodell Icon 500 von Black Diamond, einiges an Übung. Du steuerst die Stirnlampe mit einem zentralen Schalter. Durch einfaches Klicken aktivierst du die Stirnlampe.

Der Lichtkegel leuchtet den Nahbereich und Weg vor dir homogen aus. Mit einem Tippen auf die Power-Tap-Fläche an der Seite des kleinen Scheinwerfers erreichst du durch das Zusammenschalten beider LEDs die maximale Helligkeit. Der Lichtstrahl leuchtet etwa 80 Meter in die Dunkelheit. Für die Nachtsicht kannst du auch auf die Rotlichtfunktion umschalten. Die ist nicht so grell. Hier hast du auch eine Blinklichtoption. Laut Hersteller kann dir die Stirnlampe dank IPX8 auch mal für eine halbe Stunde ins Wasser fallen und leuchtet dort munter weiter. Angesichts der fehlenden Dichtungen im Batteriefach sind wir da aber skeptisch.

Jetzt kommt das große „Aber“ hinsichtlich der Black Diamond Revolt. Die 300 Lumen kitzelst du mit den im Lieferumfang enthaltenen Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH Akkus) nicht aus der Stirnlampe heraus. Da sind im hellsten Modus nur 175 Lumen drin – bei maximal 6 Stunden Laufzeit. Zudem finden wir die Revolt-Batterien mit 1.000 mAh auch ziemlich schwachbrüstig. Zu ihrer 300-Lumen-Höchstform läuft die Stirnlampe erst auf, wenn du Alkali-Mangan-Batterien beziehungsweise Alkaline-Batterien einsetzt. Die halten dann mit bis zu 30 Stunden auch deutlich länger durch. Alkaline-Batterien gibt es natürlich auch als wiederaufladbare Akkus.

Hier das nächste „Aber“: Baulich bedingt lassen sich diese überall im Handel erhältlichen Batterien nicht so ohne Weiteres über das USB-Kabel in der Revolt laden. Die Minus-Kontakte im Gehäuse der Leuchte sind so konstruiert, dass herkömmliche Batterien nicht geladen werden, es sei denn, du entfernst etwa 5 Millimeter der Schrumpffolie. Das kann man jetzt als Vorsichtsmaßnahme sehen, dass nicht aus Versehen Normal-Batterien an das Ladekabel gehängt werden. Andererseits unterstellen wir dir mal, dass du genau weißt, welche Batterien du da gerade eingesetzt hast. Letztendlich finden wir dieses Hickhack umständlich und vor allem unnötig. Das zieht die eigentlich sehr gute Black Diamond Revolt in der Wertung ziemlich nach unten.

Fazit: Mit Abstrichen ist die Black Diamond Revolt eine sehr gute und vor allem helle Stirnlampe mit einer ausgewogenen Leuchtleistung. Die Kombination der beiden verbauten LEDs liefert dir sowohl ausreichend Helligkeit für den Nahbereich als auch für den vor dir liegenden Weg. Bist du Bergwanderer oder Mountainbiker, dann ist die Revolt etwas für dich.

Ledlenser H8R: Unkomplizierter Allrounder

Die „Ledlenser H8R“ Stirnlampe lässt sich trotz des auf den ersten Blick klobigen Akkuteils am Hinterkopf angenehm tragen. Das Stirnband ist weich und du kannst es erfreulich einfach auf deinen Kopf einstellen. Gleiches gilt für den Neigungswinkel. Die Funktionen sind überschaubar. Du hast einzig die Wahl zwischen drei verschiedenen Leuchtmodi: Power, Mid Power und Low Power. Mit dem zentralen Schalter steuerst du die einzelnen Modi an. Im hellsten Modus, dem Power-Modus, strahlt die Ledlenser mit 600 Lumen und fräst einen Lichttunnel von 150 Metern in die Dunkelheit. Allerdings schaltet der Überhitzungsschutz die Lampe nach 2 Minuten automatisch eine Stufe runter. Das nervt uns auf Dauer erheblich.

Im Power-Modus hat die H8R Saft für 10 Stunden. Der Lichtkegel ist vornehmlich fokussiert und leuchtet den Weg vor dir aus. Der Nahbereich wird zwar ausgeleuchtet, von einem Flutlicht möchten wir aber nicht sprechen. Die mittlere Stufe bietet dir 250 Lumen und eine Leuchtweite von knapp 100 Metern bei 15 Stunden Laufzeit. Auf der niedrigen Stufe bleiben 10 Lumen für 20 Meter Leuchtweite bei maximal 150 Stunden Betriebszeit. Die H8R ist spritzwassergeschützt.

Die helle Kopfleuchte eignet sich nicht nur für Outdoor-Aktivitäten, sondern auch ausgezeichnet für zu Hause. Etwa wenn du mehr Licht beim Heimwerken oder Werkeln in lichtschwachen Ecken benötigst. Auch zum Gassi gehen kannst du sie mitnehmen. Willst du nach der Arbeit joggen, solltest du das Band etwas strammer einstellen, denn durch den etwas klobigen Akku kann das Stirnband schon mal verrutschen. Ein nettes Gimmick ist das kleine rote Rücklicht am Akkupack. Daran kann sich dein Hintermann orientieren.

Fazit: Die Ledlenser H8R ist eine unkomplizierte Stirnlampe mit einem überschaubaren Funktionsumfang. Für den Alltagsgebrauch zu Hause oder das gelegentliche Gassi gehen während der Dunkelheit ist sie bestens geeignet. Beim Joggen stört dich eventuell die etwas klobige Akkueinheit.

Silva Trail Runner 4X: Kleine Leuchte mit klobiger Energiequelle

Die sehr kleine „Silva Trail Runner 4X“ arbeitet mit einer Kombination aus einem weitreichenden Strahler und einem Flutlicht für den Nahbereich. Silva nennt das System „Intelligent Light“. Dadurch eignet sie sich gut zum Joggen und lässt dich auch beim Radfahren nicht im Stich. Die Bedienung der Akkulampe ist einfach: Mit einem Schalter klickst du dich durch die drei Helligkeitsmodi „Max“, „Med“ und „Min“. Mit einem langen Druck auf den Schalter schaltest du die Kopfleuchte wieder aus. Dabei wird dir dann via grüner oder roter LED der Ladestand der Energiequelle angezeigt. Die Blinklichtfunktion aktivierst du bei ausgeschalteter Stirnlampe mit einem langen Druck auf den Startknopf.

Auf der höchsten Helligkeitsstufe erreicht die Silva Trail Runner 350 Lumen und kommt auf etwa 75 Meter Reichweite. Im mittleren Modus sind es noch 150 Lumen bei etwa 50 Meter und im schwächsten Modus 50 Lumen bei 20 Meter. Die Leuchtdauer ist mit 5 Stunden im Maximalbetrieb und 18 Stunden im schwächsten Modus überschaubar. 

Der Tragekomfort des einfachen Stirnbandes ist in Ordnung. Auch lässt sich die Stirnlampe gut nach oben und unten schwenken. Etwas störend empfinden wir die klobige Akku-Einheit. Die wird via Kabel an die Lampe angeschlossen und mit einem Klettband am Stirnband fixiert. Zum Schutz vor der Kälte kannst du die Energiezelle in der Jackentasche tragen. Dafür liegt der Stirnlampe ein Verlängerungskabel bei. Geladen wird die Energiezelle via USB-Kabel.

Fazit: Die Silva Trail Runner 4X ist etwas für dich, wenn du eine kleine, einfach zu bedienende Stirnlampe zum Joggen suchst. Gut ist die Leuchtleitung. Der etwas klobige Akkupack stört während des Tragens weniger als erwartet. Allerdings finden wir die Laufzeit etwas kurz.

 

Varta Outdoor Sports HR30: Stirnlampe für zwischendurch

Die Varta „Outdoor Sports H30“ gehört zu den günstigsten Modellen in unserem Stirnlampe Test. Da musst du ein paar Abstriche bei der Verarbeitung machen. Die ist solide, reicht aber natürlich nicht an die Qualität der hochpreisigen Konkurrenz im Test heran. Einfach zu bedienen ist die Stirnlampe allerdings. Über einen zentralen Schalter auf der Stirnseite der Leuchte aktivierst du die H30. Mit einem Klick schaltest du den Spot-Modus ein. In diesem fokussierten Modus gibt die Stirnlampe 120 Lumen her. Mit einem zweiten Klick wechselst du in den Flood-Modus, einem breiteren Streulicht. Ein dritter Klick und die Lampe wechselt in die Rotlichtfunktion. Damit störst du andere nachts nicht so sehr und deine Augen passen sich schneller an das Rotlicht als das helle Weißlicht an. Langes Drücken des Schalters dimmt die Helligkeit und mit zwei schnellen Klicks aktivierst du die Blinklichtfunktion. 

Die Varta Stirnlampe ist im höchsten Leuchtmodus überraschend hell. Der Lichtkegel ist sehr breit und leuchtet den Nahbereich und den Weg vor dir ordentlich aus. Für die Runde mit dem Hund oder als Nachtlicht im Zelt während des Campingurlaubs reicht die Varta Outdoor Sports H30 mit ihrer Laufzeit von 10 Stunden bestens. Ihre Reichweite ist allerdings im Vergleich mit den meisten Konkurrenten im Test überschaubar. Beim Joggen in der Dämmerung sollte die Stirnlampe ausreichend Licht spenden. Bei schnellen Bewegungen kommt die Kopfleuchte jedoch bald an ihre Grenzen, da er Lichtkegel nicht allzu weit reicht. Der Tragekomfort ist in Ordnung, das einfache Stirnband sitzt angenehm am Kopf. Zum Betrieb benötigst du übrigens drei AAA-Batterien. Ein Laden über USB-Kabel ist nicht möglich.

Fazit: Die Varta Outdoor Sports H30 ist eine leichte Kopfleuchte für ein schmales Budget. Sie eignet sich für dich, wenn du eine Stirnlampe für gelegentliches Joggen am Abend oder eine Lampe zum Lesen der Gutenachtgeschichte im Zelt suchst.

So haben wir getestet

Nach dem Unboxing sehen wir uns die Verarbeitung der einzelnen Modelle im Test ganz genau an. Dabei nehmen wir die LEDs der Stirnlampe, das Gehäuse, den Akku und das Kopfband genau unter die Lupe. Bei der Verarbeitung punkten im Test insbesondere die Modelle von Nitecore und Ledlenser. Wie einfach sich die Lampen bedienen lassen, überprüfen wir im mehrmaligen Gebrauch beim Spazieren, Wandern und Radfahren. Intuitiv zu steuern sind die Nitcore Lampen, die Sigma Headled II und die Ledlenser H8R. Die Kopflampen von Black Diamond erfordern diesbezüglich etwas Übung.

Unterwegs im Dunkeln machen wir uns auch einen Eindruck von der Leuchtleistung der Stirnlampen. Wir legen Wert darauf, dass Nahbereich und Fernbereich gut ausgeleuchtet sind. In unserem Vergleich spenden die Nitecore Modelle, die Petzl Actik Core, die Ledlenser H14R.2 sowie die Black Diamond Icon das hellste Licht. Nitecore, Petzl und Black Diamond punkten dabei zusätzlich mit einem homogenen Lichtkegel, der Nahbereich und Ferne gut ausleuchtet. 

In der höchsten Leuchtstufe halten die Akkus der Black Diamond Icon mit starken 70 Stunden und der Ledlenser H8R mit 8 Stunden am längsten durch. Die Nitecore Lampen enttäuschen hierbei im hellsten Modus etwas. Den Tragekomfort beurteilen wir, indem wir die Stirnlampen jeweils mehrere Stunden tragen.

Darauf solltest du bei der Entscheidung für eine Stirnlampe achten

Wie immer solltest du dir am Anfang klar darüber sein, wofür du die Stirnlampe verwenden willst. Brauchst du die Lampe fürs Gassi gehen zu später Stunde oder für die Joggingrunde nach der Arbeit? Dann wird dir eine preiswerte Stirnlampe wie die Sigma Trail Runner 4X oder sogar die sehr günstige Varta Outdoor Sports H30 vollkommen ausreichen. Allerdings musst du da Abstriche in Sachen Robustheit und Verarbeitung in Kauf nehmen.

Bist du häufig in der Natur unterwegs, ist es von Vorteil, wenn deine Stirnlampe gut gegen Wasser geschützt ist. Modelle mit Schutzklasse IPX4 trotzen Starkregen, überstehen ein Untertauchen allerdings in der Regel nicht. Letzteres verkraften Geräte erst ab Schutzklasse IPX7. Das Gewicht spielt natürlich auch eine Rolle. Allerdings stellen wir im Test fest, dass auch die schwersten Modelle mit knapp 300 und 340 Gramm Gewicht sich dank des drei-geteilten Kopfbandes angenehm tragen lassen. 

Joggen und Radfahren im vergleichsweise hellen Stadtgebiet oder die Orientierung in einem dunklen Zimmer erfordern einen Lichtstrom von etwa 10 Lumen. Bist du in der Dämmerung auf einer Bergtour oder Wandern, sollten es um die 100 Lumen sein. Für nächtliche Wanderungen, Skitouren oder Bergtouren brauchst du mindestens 250 Lumen. Bist du nachts schneller unterwegs, etwa mit dem Rad, ist alles ab 500 Lumen sinnvoll. Die höchsten Lumen-Werte in unserem Test erreichen die Nitecore Hochleistungslampen, allerdings halten sie bei 1.000 Lumen auch nur eine Stunde durch. Länger schafft es da der Akku der Ledlenser H14R.2. Allerdings schaltet die Stirnlampe von ihrem Boost-Mode mit 1.000 Lumen nach 30 Sekunden automatisch zurück auf 450 Lumen und du musst den Knopf erneut drücken, um aufzublenden.

Beachte auch, dass die Akkuleistung abhängig von der Umgebungstemperatur ist. Bei Frost macht der Akku schneller schlapp. Deswegen kann es ein Vorteil sein, wenn du den Akku abnehmen und in die Jackentasche stecken kannst. Das geht bei der Silva Trail Runner 4K, der Ledlenser H14R.S sowie die Black Diamond Icon 500.

Häufig gestellte Fragen zu Stirnlampen

* Alle Preise Stand Mai 2020