Bei anspruchsvollen Tagestouren oder 2 bis 3-tägigen Hüttenwanderungen ist ein bequemer Rucksack von unschätzbarem Wert. Neben ausreichend Stauraum ist ein anpassbares Tragesystem und ein gut belüfteter Rücken komfortabel. Wir testen acht Wanderrucksäcke auf Herz und Nieren. Den Preis-Leistungs-Sieg vergeben wir an den „Osprey Talon 22“. Der Rucksack macht bei so ziemlich allen Outdoor-Aktivitäten eine gute Figur.

Vor- und NachteileOsprey Talon 22

+ leicht
+ gute Belüftung

+ komfortables Tragesystem
+ lässt sich gut anpassen
+ kompatibel mit Trinksystem
+ hochwertig verarbeitet

- keine Regenhülle

Flexibler Rucksack für Abenteurer

Klettern, Wandern, Skifahren, Biken: der Osprey Talon 22 kann so ziemlich alles. Der hochwertig verarbeitete Rucksack beeindruckt mit seinem gut durchdachten Tragesystem. Dadurch lässt er sich ideal an deine Bedürfnisse anpassen. Durch zwei Gurte am oberen Ende der Schultergurte kannst du den Wanderrucksack näher an deine Schultern ziehen und so das Gewicht besser verteilen. Sehr gut gefällt uns auch die Möglichkeit, den 22 Liter fassenden Rucksack über ein verstellbares Rückensystem genau an deine Körpergröße anzupassen. Während du unterwegs bist, trägt der Hüftgurt den Großteil der Last auf deinem Rücken. Praktisch finden wir beim Talon die beiden Reißverschlussfächer links und rechts. Hier bringst du leicht zugänglich Handy, GPS, Taschenmesser oder Snacks unter. Die AirScape Rückenplatte aus Mesh begünstigt eine gute Belüftung der Rückenpartie. Der verstellbare Brustgurt ist anfangs allerdings ziemlich schwergängig.

Das Hauptfach öffnest du schnell mit seinem Doppelreißverschluss. An der Vorderseite unterhalb des Helmträgers findest du ein weiteres Fach für deine Regenjacke. Apropos Regen: Eine Regenhülle liegt dem Talon 22 leider nicht bei, die musst du extra kaufen. Das finden wir etwas schade. Dafür ist er allerdings mit dem Osprey Trinksystem Hydraulic kompatibel. Die Trinkblase kannst du zwischen Hauptfach und Rückenpartie anbringen. Clever finden wir auch die so genannte „Stow-on-the-Go“ Befestigung der Trekkingstöcke am Osprey Rucksack. Um deine Wanderstöcke am Rucksack zu befestigen musst du ihn nicht abnehmen, sondern fixierst sie an Laschen unter deinem linken Arm. Auch an eine Lasche zur Befestigung einer LED haben die Entwickler gedacht. Tipptopp! Das Damen-Äquivalent zur Talon-Reihe führt Osprey unter dem Modellnamen Tempest.

Fazit: Deshalb können wir den Osprey Rucksack empfehlen

So vielseitig einsetzbar wie der Osprey Talon ist im Test eigentlich kein anderer Rucksack. Ob du zum Wandern aufbrichst, eine Skitour machst oder auf dem Bike durch die Natur fährst, der stabile Talon 22 hält überall locker mit. Sehr gut finden wir, dass du ihn optimal an deinen Körper anpassen kannst. Neben einer Trinkblase nimmt der Rucksack auch Wanderstöcke und einen Fahrradhelm auf. Kleines Manko ist unserer Meinung nach die fehlende Regenhülle. Zum Osprey Talon 22 solltest du greifen, wenn du dich nicht auf eine Sportart oder einen Einsatzzweck für deinen neuen Rucksack festlegen möchtest. Er ist für alle Abenteuer gewappnet und lässt sich gut auf deine Bedürfnisse anpassen.

Diese Rucksäcke sind gute Alternativen

Noch eine Spur robuster, aber auch etwas kostspieliger als der Osprey Talon präsentiert sich der Vaude Brenta 30, unser Testsieger. Er punktet mit dem aus unserer Sicht besten Tragesystem im Test und vielen Einstellmöglichkeiten. Alle Infos zum Vaude Brenta erfährst du im Einzeltest.

Ebenfalls empfehlen können wir den Drittplatzierten im Test: Den Salewa Alp Trainer 35+3. Der bietet dir ausreichend Platz für Proviant und Gepäck auf einer Mehrtageswanderung. Zudem trägt er sich dank seines gut belüfteten Rückens sehr komfortabel. Mehr über den Salewa gibt’s in unserem ausführlichen Vergleichstest.