In der Regel wird mehr als die Hälfte der Schneidearbeit im Garten mit der Astsäge erledigt. Ganz nach dem Motto: Erst sägen – dann schneiden“. Dabei eignen sich vor allem Klapp-Astsägen für den Gehölzschnitt. Ihr Vorteil: Du kannst das Sägeblatt wie bei einem Taschenmesser in den Griff einklappen und die Säge ohne Verletzungsgefahr in deiner Hosentasche verstauen. Dank ihres einfachen Aufbaus sind Klapp-Astsägen zudem relativ preiswert. Bei hochwertigen Modellen lassen sich die Sägeblätter nachkaufen und leicht austauschen. Doch welche Klapp-Astsäge ist wirklich gut? Wir haben acht Modelle zwischen 13 und 32 Euro (Stand Juni 2016) getestet. Bei unserem Astsägen-Test zählten vor allem Anwender-Kriterien. 

In diesen Kategorien haben wir getestet

  • Qualität und Verarbeitung: Aus welchen Materialien ist die Klapp-Astsäge hergestellt und wie ist sie verarbeitet?
  • Bedienkomfort und Funktionalität: Wie gut ist das Schnittergebnis?
  • Ergonomie: Wie handlich sind die Griffe, welches Gewicht hat die Klapp-Astsäge?
  • Innovation: Wie ist das Sägeblatt befestigt? Ist es auf besondere Weise geschliffen?
  • Design: Macht die Astsäge auch optisch etwas her? Stimmt das Gesamtkonzept?

 

Alls acht von uns getesteten Klapp-Astsägen bewältigten den Test gut, aber nicht alle konnten mit dem Testsieger von Gardena (dritte Säge von rechts) mithalten

Unser Testsieger: Die Gardena 200P Klapp-Astsäge

Die „Gardena 200P“ Klapp-Astsäge meistert unseren Test mit Bravur und heimst den Testsieg ein. Die praktische Allrounder Säge im Taschenformat überzeugt mit ihrer Ergonomie und schneidet frisches Holz schnell und präzise. Auch das hochwertige Material des Gartenhelfers finden wir gut. Vor allem das Ansägen empfinden wir sehr einfach. Die Gardena 200P hat eine Sägeblattlänge von 21,5 Zentimetern und wiegt um die 400 Gramm. Vor allem die wackelfreie Arretierung des Sägeblatts überzeugt in unserem Astsägen Test. Der Mechanismus hält das hartverchromte Sägeblatt in allen Stellungen sowie auch im eingeklappten Zustand sicher fest. Die Gardena 200P gibt es für 31 Euro (stand Juni 2019).

Der Preis-Leistungs-Sieger: Connex TurboCut-Astsäge

Zum Preis-Leistungs-Sieger küren wir die Connex Turbo-Cut Astsäge". Mit einer dreifach geschliffenen und gehärteten Spezialzahnung schafft die klappbare Säge einen schnellen, glatten und sauberen Schnitt in sowohl frischem als auch trockenem Holz. Der Hohlschliff des 32 Zentimeter langen Sägeblattes vermeidet ein Festklemmen beim Sägen. Allerdings verkantet die Säge manchmal bei dicken Ästen. Das kostet die Connex ein paar Punkte. Vor allem die Sicherheit der Säge finden wir ausgezeichnet. Für den Preis-Leistungs-Sieger musst du gerade einmal 13 Euro hinblättern (Stand Juni 2019). 

Hör mal wer da sägt: Die weiteren Astsägen im Test

Jede Klapp-Astsäge hatte ihre Vor- und Nachteile. Dennoch haben einige Hersteller hinsichtlich der Ergonomie und der Verarbeitungsqualität die Nase leicht vorne. Diese klappbaren Modelle haben wir uns im Astsägen Test ebenfalls angesehen.

Komfortabel und rutschfest: Felco Baumsäge Nr. 600

In der Schweiz designed, in Südkorea hergestellt: Die Klapp-Astsäge „Felco Nr. 600“ gefällt uns ganz gut. Die Zahnspitzen der Astsäge wurden zum Härten mit Starkstrom-Impulsen wärmebehandelt. Dank der konischen Form des Sägeblattes kommt es zu keinem Verklemmen. Auch bei diesem Modell kannst du Teile der Klappsäge austauschen. Besonders positiv bewerten wir den komfortablen und rutschfesten Handgriff der Klapp-Astsäge. Das Sägeblatt ist allerdings nicht so gut befestigt wie bei den Konkurrenzmodellen. Im Handel ist die Säge für knapp 22 Euro (Stand Juni 2019) zu bekommen.

Im Test sägen sie am besten: Die Gardena 200P und die Felco Nr. 600 überzeugen mit sehr guter Schnittleistung

Ermüdungsfreies Arbeiten: Wolf-Garten Klappsäge Power Cut Saw 145

Uns fiel bei der „Power Cut Saw 145“ von Wolf-Garten als erstes der ergonomisch geformte Griff mit der angenehmen Softeinlage auf. Zwei Rundanschläge am vorderen und hinteren Teil des Griffs garantieren dir einen guten Halt sowie eine sichere Handhabung. Für unterschiedliche Anwendungen stehen dir zwei Arbeitswinkel zur Verfügung. Die spezielle Ziehzahnung der Power Cut Saw 145 sorgt für kraftvolles und ermüdungsfreies Arbeiten. Bei Bedarf lässt sich auch hier das Sägeblatt austauschen. In unserem Astsägen Test erhielt das Modell von Wolf-Garten ein Gesamtergebnis von 8,4. Kostenpunkt der Säge: 20 Euro (Stand Juni 2019).

Hartverchromter Kohlenstoffstahl: Berger Klappsäge 64650

Mit einer Gesamtnote von 8,3 schnitt auch die Klapp-Astsäge Berger 64650" gut ab. Ihr Sägeblatt ist ebenfalls austauschbar. Der hartverchromte Kohlenstoffstahl des Blattes garantiert eine lange Lebensdauer und Schutz vor Korrosion. Mit nur minimalem Widerstand gleiten die dreifach geschliffenen Zahnspitzen durch den Ast. Wir finden, der Griff liegt gut in der Hand und ist dank Sicherheitsarretierung problemlos zu bedienen. Über einen QR-Code auf der Packung gelangst du zu einer detaillierten Produktbeschreibung. Die Berger Säge schlägt mit 25 Euro zu Buche (Stand Juni 2019).

Messerscharfer Schnitt: Bahco Astsäge 396-JT

Das Sägeblatt der „Bahco 396-JT“ ist 19 Zentimeter lang und wiegt 200 Gramm. Weiches und grünes Holz zerlegt die Säge mit ihren dreifach geschliffenen Zähnen mühelos. Verliert das Sägeblatt tatsächlich mal seinen Biss, kannst du es schärfen. Der geringe Abstand der Sägezähne und ein 45 Grad Schleifwinkel garantieren dir einen sehr präzisen und effizienten Schnitt. Dank der sehr glatten Oberfläche kannst du diese Astsäge vor allem für einen Schnitt von Obstbäumen und anderen Gehölzen verwenden. Preislich liegt die Bahco mit 22 Euro (Stand Juni 2019) im mittleren Bereich der getesteten Klappsägen.

Der Griff aus zwei Komponenten liegt angenehm in der Hand. Arretieren kannst du die Säge ganz leicht mit einem Druck des Daumens. Das funktioniert wenn das Sägeblatt ein- und ausgeklappt ist gleichermaßen. Bei Bedarf lässt sich das Sägeblatt unkompliziert austauschen. Uns fehlt jedoch eine Bedienungsanleitung. Bei unserem Astsägen Test erreicht die Bahco ein Gesamtergebnis von 8,1. 

Einzigartiger Schiebemechanismus: Fiskars Xtract SW75

Als einziges Modell hat die „Fiskars Xtract SW75“ keinen Klapp- sondern einen Schiebemechanismus: Das Sägeblatt wird durch einen Drehknopf aus dem Griff heraus- beziehungsweise hineingeschoben. Durch einen Soft-Grip-Griff liegt die Säge gut in der Hand. Ein nach unten gebogener Fingerschutz verhindert ein Berühren des Sägeblatts. Das gefällt uns besonders gut. Mit ihrem integrierten Gürtelclip kannst du die Astsäge gut transportieren. Das steife Sägeblatt mit ziehendem Schnitt hinterlässt einen robusten Eindruck und ist laut Hersteller vor allem für frisches Holz geeignet. Im Test erreichte die Fiskars-Xtract SW75 ein Gesamtergebnis von 8,1. Preislich liegt sie bei 28 Euro (Stand Juni 2019).

Am besten mit Handschuhen: Die Silky F180-Klappsäge

Die japanische Säge Silky F180" für etwa 30 Euro (Stand Juni 2019) erfordert kaum Kraft. Super! Damit lässt sich auch und vor allem im dicht gewachsenen Gebüsch gut arbeiten. Das steife Blatt mit ziehendem Schnitt wirkt ausgesprochen robust und eignet sich hervorragend für frisches Holz. Den Praxistest absolviert sie mit einem Gesamtergebnis von 7,7. Der Handgriff der Astsäge soll durch seine Kombination aus Gummi und Polypropylen Vibrationen verringern. Wir fanden ihn im Test jedoch etwas rutschig. Handschuhe sind bei diesem Modell nie verkehrt. Das Sägeblatt der Silky F180 kannst du in zwei unterschiedlichen Positionen arretieren.

Hier fällen Späne: In unserem Astsägen Test haben wir mit acht verschiedenen Klapp-Astsägen unterschiedlich starke Äste gesägt

So haben wir die Astsägen getestet

Wir haben mit einem Team aus erfahrenen Hobbygärtnern die Klapp-Astsägen zunächst auf ihre Verarbeitung und das Material hin begutachtet. Mit jedem Modell haben wir unterschiedlich starke Äste zersägt. Dabei haben wir sowohl Äste direkt vom Gehölz entfernt als auch bereits geschnittene Zweige zerkleinert. Wichtig war uns die Sägeleistung. Die ist beim Testsieger von Gardena hervorragend. Aber auch unter den sieben weiteren gab es in dieser Hinsicht keine Ausfälle. Die Spreu vom Weizen trennte dann letztendlich die Ergonomie und die Handhabung

Das musst du beim Kauf einer Astsäge beachten

Die Auswahl der richtigen Astsäge hängt vor allem davon ab, welche Baumpflegearbeiten du in deinem Garten verrichten willst. Hast du keine großen Bäume zu schneiden, kommst du meist mit einer handlichen und zudem preiswerten Klappsäge aus.

Astsägen mit feinen Zähnen sorgen für einen sauberen Schnitt. Modelle mit einer groben Zahnung schneiden schneller, wenn das Holz nicht zu hart ist. Vor allem bei frischem, feuchtem Holz sind grobe Sägeblätter von Vorteil, da die Zähne sich nicht so schnell mit Spänen zusetzen. Bei trockenem, sehr hartem Holz ist die Arbeit hingegen mit einer feinen Zahnung einfacher, da du hier weniger Kraft aufwenden musst.

Wenn du die Gelegenheit hast, mehrere Modelle vor dem Kauf auszuprobieren, solltest du das auf jeden Fall tun. Wähle nicht einfach das günstigste Modell, denn die Qualität des Stahls und die Schnitthaltigkeit des Sägeblatts sind bei preiswerten Modellen aus dem Discounter oft deutlich schlechter. Gute Qualität erkennst du an leicht dunkel gefärbten Zahnspitzen – ein Zeichen dafür, dass der Stahl noch einmal hitzebehandelt und damit gehärtet wurde.

Häufige Fragen bei Astsägen