So klappt das: 10 faltbare Campingstühle im direkten Vergleich

Egal ob CampingFestivalbesuchAngeltourPicknick oder Gartenplausch ein bequemer Faltstuhl ist eine bequeme Sitzgelegenheit für zwischendurch. Wir haben im Test zehn faltbare Campingstühle aufgeklappt, Probe gesessen und wieder eingepackt, um herauszufinden, welcher Campingstuhl die gute Wahl ist. Wichtig ist uns in erster Linie komfortabel zu sitzen. Außerdem muss der Outdoor-Hocker schnell und einfach aufgebaut sein. Schön ist auch ein möglichst kleines Packmaß. Bei zwei Kandidaten im Test ist Letzteres erfreulich kompakt, während die übrigen Stühle in ihren Transporttaschen meist doch noch recht sperrig sind. Preislich bewegen sich die getesteten Campingstühle zwischen günstigen 14 Euro und stattlichen 95 Euro (Stand Juni 2019).  

In diesen Kategorien haben wir getestet

  • Komfort: Wie bequem sind die Faltstühle überhaupt? Verfügen sie über besondere Extras wie verstellbare Lehnen, Getränkehalter oder sogar Kühltaschen? 
  • Transport: Wie schnell und einfach ist der Campingstuhl aufgestellt? Wieviel Platz nimmt er verpackt in Anspruch und wie schwer ist der Freizeitsessel?
  • Stabilität: Sind die Campingstühle gut verarbeitet? Wie sicher stehen und wieviel Gewicht stemmen sie?

Alle getesteten Campingstühle im Überblick: Einen richtigen Allrounder hat auch der Test nicht offenbart. Legst du Wert auf Bequemlichkeit (wie wir) musst du Abstriche in Sachen Packmaß machen und umgekehrt.

Der Testsieger: Qeedo Campingstuhl Johnny Relax

Bequemer geht’s kaum! Der Campingstuhl „Johnny Relax“ von Qeedo vereint den lässigen Komfort eines Liegestuhls mit der praktischen Falttechnik eines Anglerstuhls. Du sitzt fantastisch und kannst dich über Getränkehalter und Kühltasche in der Armlehne freuen. Allerdings ist das Packmaß nichts für Ultraleicht-Backpacker. Mehr erfährst du in unserem Johnny Relax Einzeltest.

Der Preis-Leistungs-Sieger: Der Outwell Catamarca Campingstuhl

So gefällt uns Camping: Auf dem bequemen „Outwell Catamarca“ Faltstuhl sitzt es sich ganz entspannt, nicht nur im Schatten. Aufgestellt ist der ausgesprochen robuste Campingsessel sehr fix. Einfach die beiden Armlehnen und die Rückenlehne auseinander drücken und schon steht dein Thron. Die Sitzhöhe ist mit knapp 43 Zentimetern angenehmen hoch. Da hast du keine Probleme aus dem Campingstuhl wieder hochzukommen, wenn du mal etwas länger sitzt. Auch schmiegen sich die Lehnen angenehm an Rücken und Arme. Links und rechts verfügst du über einen Getränkehalter. Die Sitzfläche selbst ist komfortabelsehr bequem und schön breit. Gut finden wir, dass die gekreuzten Streben des Gestänges während des Sitzens nicht, wie bei anderen Modellen im Test, gegen die Oberschenkel drücken.

Der Outwell punktet mit seinem sehr stabilen Gestänge aus Stahlrohren, das bis zu 150 Kilogramm trägt. Mit etwas weicherem Boden hat der Outdoorsitz keine Probleme: Dank seiner breiten Standfüße sinkt der Faltstuhl nicht in den Boden ein und steht stabil. Da kippt und wackelt nichts. Der Campingstuhl ist mit vier Kilogramm kein Leichtgewicht, liegt aber im Durchschnitt der getesteten Stühle. Auch das Packmaß ist soweit okay. Verpackt im Transportsack misst der Stuhl 96 x 23 x 20 Zentimeter. Nichts für eine Trekking-Tour mit dem Rucksack. Für den Garten, das Picknick, zum Campen oder für ein Festival aber durchaus tragbar. Der Polyesterbezug lässt sich, im Gegensatz zu den meisten anderen Campingstühlen im Test, entfernen, sollte er mal eine gründliche Reinigung nötig haben. Der Kunststoff ist ebenfalls gut abwaschbar.

Fazit: Der Outwell 470048 Catamarca ist ein robust konstruierter Campingstuhl, der ebenso schnell aufgebaut wie wieder verpackt ist. Wenn dir das Packmaß nicht so wichtig ist und dein Falthocker widerstandsfähigbequem und nicht allzu teuer sein soll, dann ist der Catamarca Campingstuhl eventuell genau das, wonach du suchst. 

Der Kompaktsieger: Trekology Campingstuhl Yizi Go

Der „Yzi Go“ Campingstuhl von Trekology beeindruckt mit seinem super kleinen Packmaß. Das Leichtgewicht misst bei 1,1 Kilogramm verpackt gerade einmal 36 x 15 x 11 Zentimeter und lässt sich auch ganz leicht am Rucksack befestigen. Wie sich der kompakte Faltstuhl im Test geschlagen hat, erfährst du in unserem Einzelbericht zum Yizi Go

Bitte setzen: Diese Faltstühle haben wir außerdem getestet

Für jede Gelegenheit der passende Campingstuhl. Wir haben vom gehobenen Luxusthron mit Tablett zum Ausklappen bis zum günstigen Festivalhocker sieben weitere faltbare Campingstühle getestet. 

Der Stabile: Uquip Roxy

Ein sehr hochwertiger Klappstuhl für den anspruchsvollen Camper. Die Konstruktion des „Uquip Roxy“ ist etwas anders als bei den meisten Kandidaten im Test. Das Faltsystem ist nicht so leichtgängig und einfach zu bedienen wie bei den klassischen Anglerstühlen. Da brauchst du etwas mehr Übung und Kraft als bei den anderen Modellen. Ist der stabile Roxy Campingstuhl erst einmal aufgebaut, steht er dank seiner breiten Standfüße bombenfest. Damit sinkt der Faltstuhl auch auf weichem Boden nicht ein

Am Sitzkomfort haben wir nichts zu meckern. Im Gegenteil: der Uquip Roxy ist sehr bequem, die Rückenlehne angenehm hoch und gerade. Da vermissen wir auch keine Kopfstütze. Gut gefällt uns ebenso die Sitzhöhe und die recht gerade Sitzfläche. Damit kannst du dich auch zum Essen an den Campingtisch setzen. Die Armlehnen finden wir nicht besonders ergonomisch. Sie sind zwar gut gepolstert aber verhältnismäßig schmal und rund. Dafür trägt der Uquip Campingstuhl mit seinem Gestänge aus pulverbeschichtetem Stahlrohr auch bis zu 120 Kilogramm.

Outdoorsitz mit Sonderausstattung

Einen schwenkbaren Getränkehalter findest du auf der rechten Seite. Nicht jedoch in der Armlehne des Campingstuhls, sondern zum Herausdrehen auf Höhe der Sitzfläche. Bei Nichtgebrauch wird der Halter wieder zurückgedreht, so dass er nicht stört. Besonderes Gimmick: Der Roxy hat am rechten vorderen Stuhlbein einen kleinen aber effizienten Flaschenöffner integriert! Das hat kein anderer Campingstuhl im Test! Das Packmaß ist mit 96 x 20 x 18 Zentimeter in Ordnung für einen Campingstuhl. Allerdings ist das Uquip Modell mit etwas über 5 Kilogramm recht schwer

Fazit: Der Roxy von Uquip ist ein sehr bequemer und ausgesprochen stabiler Klappstuhl. Die Materialauswahl und die hochwertige Verarbeitung schlagen sich allerdings deutlich im Gewicht nieder. Mit knapp 50 Euro (Stand Juni 2019) ist der Sitz nicht ganz billig. Suchst du einen unkaputtbaren, langlebigen Campingstuhl und bist kein Ultraleicht-Camper ist der Roxy etwas für dich.

Der Solide: TRESKO Campingstuhl

Im „TRESKO“ Faltstuhl sitzt es sich erfreulich bequem. Auch dank der recht hohen Rückenlehne. Die beiden vorderen Streben des Gestänges drücken zwar etwas in die Oberschenkel, allerdings ist das nicht so störend wie bei anderen Campingstühlen im Test. Die Verarbeitung des Gestänges und des Polyesterbezugs ist hochwertig. Bis zu 150 Kilogramm schultert der TRESKO. Respekt! Damit gehört er zu den Schwerlaststühlen im Test. Ein Erfrischungsgetränk findet im Getränkehalter in der rechten Armlehne Platz. 

Mit dem für Anglerstühle typischen Faltsystem, das an einen Regenschirm erinnert, ist der TRESKO Campingstuhl schnell aufgebaut und notfalls auch wieder weggepackt. Für den Transport liegt ein unspektakulärer Tragebeutel bei. Gut gefällt uns die Standsicherheit. Die Füße haben eine breite Auflagefläche, damit sich der Stuhl nicht sofort in den Boden bohrt und du nach hinten umkippst. Das Packmaß liegt bei etwa 98 x 20 x 20 Zentimeter und ist damit etwas größer als von Hersteller angegeben.

FazitUnkomplizierter und schnell aufgebauter Campingstuhl. Nicht ganz so bequem wie unser Preis-Leistungs-Sieger, aber mit knapp 37 Euro (Stand Juni 2019) in einer ähnlichen Preiskategorie unterwegs. 

Die Zwillinge: DAM und Angel-Berger Faltstuhl

Die faltbaren Anglerstühle von „DAM“ und „Angel-Berger“ gleichen sich wie ein grün gefärbtes Ei dem anderen. Als Unterscheidungsmerkmal dient uns lediglich das Logo auf der Rückenlehne und der Tasche. Ehrlich gesagt finden wir die Forelle auf dem Angel-Berger Campingstuhl hübscher als das schlichte DAM des Zwillings. Beide Campingstühle sind äußerst robust konstruiert und kommen im khaki-grünen Military-Look. Im Einsatz stemmen die Kraftmeier bis zu 130 Kilogramm. Die Hersteller des Angel-Berger geben die Traglast sogar mit 150 Kilogramm an. Der Faltmechanismus ist simpel und kinderleicht zu bedienen. Transportiert werden beide Stühle im mitgelieferten Packsack, dessen Maße mit 98 x 20 x 20 Zentimeter nicht gerade super kompakt sind. Dennoch sind der DAM und der Angel-Berger deutlich angenehmer zu transportieren als etwa der schwere KingCamp.

Die Sitzfläche der Campingstühle aus widerstandsfähigem Polyester liegt mit 38 Zentimeter sehr tief. Setzt du dich damit zum Frühstück an den Campingtisch, liegt dein Kinn auf dem Teller. Bequem sind sie jedoch, da gibt es nichts! Etwas störend machen sich nach einiger Zeit die beiden vorderen gekreuzten Streben bemerkbar, die sich nach innen neigen und in die Oberschenkel drücken. Ein Kissen schafft zur Not Abhilfe. Das abnehmbare Kopfpolster lässt sich ein paar Zentimeter in der Höhe justieren und verbessert den Sitzkomfort zusätzlich. Beide Faltsessel stehen unverrückbar. Da kippelt nichts! Die breiten Standfüße der Campingstühle garantieren, dass du auch im weichen Uferbereich nicht zur Seite oder nach hinten umkippst. Erstaunt sind wir über die unterschiedlichen Preise: Während der Angel-Berger für 45 Euro zu haben ist, musst du für den DAM knapp 60 Euro (beide Preise Stand Juni 2019) hinblättern. 

FazitHochwertig verarbeitete und sehr robuste Anglerstühle mit zwei praktischen Getränkehaltern. Damit bist du für die Angeltour ebenso gerüstet wie fürs Camping und die gesellige Runde am Lagerfeuer. Augen auf beim Preis!

Der Zwerg: ENKEEO Campingstuhl

Wie der Kompakt-Sieger Yizi Go von Trekology beeindruckt der „ENKEEO“ Faltstuhl mit seinem sehr kleinen Packmaß. Kurz nach Beendigung unseres Tests fiel der ENKEEO leider aus dem Amazon-Sortiment. Nahezu exakt baugleich ist allerdings der WolfWise Ultraleicht Campingstuhl. Eingetütet misst der ENKEEO gerade einmal 36 x 12 x 11 Zentimeter. Zudem wiegt das Leichtgewicht nur 1,04 Kilogramm. Untergebracht in einer kompakten Transporttasche, kannst du den Stuhl auch problemlos am Rucksack befestigten

Das Aufbauen sieht auf den ersten Blick komplizierter aus als es tatsächlich ist: Das robuste Aluminiumgestänge ist mit einem dehnbaren Seilsystem verbunden, ähnlich einem Zeltgestänge, sodass du die einzelnen Elemente gar nicht falsch zusammenstecken kannst. Der Bezug, der die Sitzfläche des Campingstuhls bildet, liegt separat in der Tasche. Die für die Holmen vorgesehenen Löcher des Bezugs  sind mit Stoffösen versehen. Die brauchst du auch, um den Bezug auf das Alu-Gestänge zu ziehen. Denn das geht anfangs etwas schwierig.

Standprobleme auf feuchtem Boden

Der ultraleichte Campingstuhl hat leider keine Armlehnen. Zwar ist er durchaus bequem, allerdings nur, wenn du die Arme vorm Körper ablegst. Nimmst du sie auf die Seite, als würdest du sie auf eine Armlehne legen, bohren sich die zwei hinteren Holme in deine Achseln. Das ist auf Dauer unangenehm. Zudem ist die Sitzhöhe sehr tief. Das Auseinanderbauen klappt fix. Allerdings gilt es beim ersten Abbau herauszufinden, wie du die Einzelteile des Faltstuhls am geschicktesten in die Tasche bekommst. Ausgelegt ist der Campingstuhl für ein Gewicht von bis zu 150 Kilogramm. Das filigrane Stuhlgerüst wirkt jedoch nicht so, als halte es ein so hohes Gewicht tatsächlich aus. Getestet haben wir es mit knapp 80 Kilogramm. Unser größter Kritikpunkt: Pass auf, wenn der Boden mal etwas weicher ist: Im Test haben sich die hinteren Beine des Campingstuhls tief in die Erde gebohrt und wir sind mitsamt dem Stuhl umgekippt. Für den feuchten Uferbereich taugt das nichts. 

Fazit: Wenn du nur ganz wenig Platz hast oder mit dem Rucksack unterwegs bist und auf keinen Fall einen Campingstuhl vermissen möchtest, dann ist der kompakte Faltstuhl etwas für dich. Für wirklich langes Sitzen, etwa beim geduldigen Angeln oder Lesen, eignet sich der sehr niedrige Campingstuhl jedoch nur bedingt.

Der Luxuriöse: KingCamp Camping- und Regiestuhl

Mit dem „KingCamp“ bist du auf dem Campingplatz und am Fischteich der König. Auf dem massiven Regiestuhl thronst du huldvoll über den Dingen. Das liegt zum einen an der angenehmen Sitzhöhe von 40 Zentimetern und der aufrechten Sitzposition. Zum anderen an der opulenten Ausstattung des Campingstuhls: Auf der rechten Seite kannst du einen Seitentisch inklusive Getränkehalter ausklappen. Hier finden Kaffeetasse, Kuchenteller und Taschenbuch oder eBook Reader leicht Platz. Linker Hand stehen dir eine ausklappbare und isolierte Seitentasche als Kühltasche zur Verfügung. Da kann sich der Hecht im Karpfenteich ruhig Zeit lassen, bevor er an den Köder geht. Mit dem KingCamp kannst du auch sitzenbleiben, wenn ein Orkan aufzieht, denn den schweren Campingstuhl haut so schnell nichts um. Seine stabile Konstruktion steckt 150 Kilogramm zudem locker weg. 

Der KingCamp ist so etwas wie der Rolls Royce unter den Kandidaten im Test. Optisch und in Sachen Bequemlichkeit ist der Stuhl den Anglerstühlen um einiges enteilt. Allerdings machen ihn seine Ausmaße und sein Gewicht von 6,7 Kilogramm nicht unbedingt zu einem Stuhl, den du überall mit hinnimmst. Hinzu kommt: Eine Transporttasche für den Campingstuhl gibt es nicht. Zusammengeklappt misst der Stuhl immer noch 93 x 58 x 18 Zentimeter. Das Klappsystem funktioniert anders als beim Großteil der Faltstühle im Test. Du musst die beiden Außenseiten der Sitzfläche gegeneinanderdrücken, um den Stuhl zusammenzuklappen. Dazu brauchen wir etwas mehr Kraft als erwartet. Vorsicht übrigens bei den ausklappbaren Elementen. Da besteht Klemmgefahr für die Finger

Fazit: Bist du mit einem Camper unterwegs und musst den Campingstuhl zusammengeklappt nicht weit tragen, dann ist der bequeme KingCamp Camping-Thron eine super Idee. Allerdings ist der Preis mit etwa 95 Euro (Stand Juni 2019) ebenfalls königlich. 

Der Schlichte: Nexos Faltstuhl

Der „Nexos“ Campingstuhl ist deutlich schlichter ausgestattet als die anderen Stühle im Test. Er ist nicht so hochwertig verarbeitet wie etwa die Faltstühle von DAM oder Angel-Berger. Dafür kostet er auch deutlich weniger. Für das Musikfestival oder den Wochenendtrip mit dem Camper ist der Stuhl durchaus eine Alternative. Wirklich bequem finden wir ihn jedoch nicht. Da der Campingstuhl nur eine sehr aufrechte Sitzhaltung erlaubt, eignet er sich nicht richtig zum Entspannen. Die Rückenlehne ist nicht besonders hoch und die Sitzhöhe mit knapp 35 Zentimetern sehr tief. Weil die Armlehnen verhältnismäßig kurz sind, liegt der Getränkehalter auf der rechten Seite sehr weit hinten.  

Besonders widerstandsfähig wirken der dünne Polyesterbezug und das schwarze Aluminium-Gestänge nicht. Die Standfüße sind etwas klein. Also Vorsicht bei weichem Boden. Aufgestellt ist der Stuhl sehr fix. Auch das Packmaß ist schön kompakt. Zusammengeklappt und im mitgelieferten Transportbeutel verstaut, misst er bei einem Gewicht von 2,5 Kilogramm nur 86 x 15 x 15 Zentimeter. Damit gehört er zu den besten im Test.

Fazit: Du planst einen Festivalbesuch und brauchst noch eine mobile Sitzgelegenheit? Dann ist der Nexos etwas für dich. Der Campingstuhl ist ebenso unspektakulär wie unkompliziert. Bei gerade einmal 14 Euro (Stand Juni 2019) ist es zu verschmerzen, wenn der Nexos das Festival nicht überlebt.

 

So haben wir die Campingstühle getestet

Für den Test haben wir zunächst alle zehn Campingstühle ausgepackt und aufgestellt. Sitze, die schnell aufgebaut waren, haben wir besser bewertet. Das waren im Campingstuhl Test etwa der Qeedo Johnny Relax, der Outwell Catamarca oder die Faltstühle von DAM und Angel-Berger. Die Modelle KingCamp und Uquip zierten sich etwas und waren schwergängiger. Sobald die Stühle standen haben wir uns reingesetzt und ausgiebig Probe gesessen. In die Bewertung des Sitzkomforts flossen Sitzhöhe, Höhe, Breite und Stellung der Lehnen sowie die Sitzfläche ein. Am bequemsten fanden wir den Qeedo, gefolgt vom KingCamp, dem Outwell und dem Uquip. Nicht ganz so lange ausgehalten haben wir es auf dem Nexos.

Um die Standsicherheit zu bewerten, haben wir die Campingstühle auf hartem Betonboden sowie auf trockener und feuchter Wiese getestet. Dabei waren wir von den beiden ultraleichten Stühle von ENKEEO und Trekology etwas enttäuscht, da sich ihre Stuhlbeine bei weichem Boden schnell ins Erdreich gebohrt haben und wir umgekippt sind. Auch kam es uns auf den Transport der Stühle an: Wie schwer sind sie? Wie leicht lassen sie sich verstauen und transportieren. Erfreulich kompakt sind die Campingstühle von ENKEEO und Trekology sowie der Nexos. Sehr sperrig fanden wir den KingCamp. Der Testsieger von Qeedo ist zwar verhältnismäßig schwer und hat ein recht großes Packmaß, lässt sich aber in der mitgelieferten Hülle gut tragen.

GuteWahl.de Redakteure Anna Lena Gros und Kai Glinka sitzen Probe

Darauf solltest du beim Kauf eines Campingstuhls achten

Als erstes gilt es zu überlegen, wo und wann du den Campingstuhl einsetzen möchtest? Bist du etwa mit einem Camper oder Wohnmobil unterwegs, kannst du auf ein geringes Packmaß verzichten und dir auch einen etwas schwereren Stuhl zulegen. Wenn du jedoch schon von vorneherein weißt, dass du den Campingstuhl oft tragen wirst, greife zu einem leichten Modell. Oder entscheide dich für einen Stuhl, der über einen praktischen, gut zu tragenden Packsack verfügt. 

Berücksichtige auch deine bevorzugte Sitzposition. Sitzt du lange aufrecht? Oder lehnst du dich regelmäßig zurück und veränderst oft deine Position auf dem Stuhl? In ersterem Fall ist eher ein Campingstuhl mit gerader Lehne etwas für dich. Je nachdem, ob du mit dem Faltstuhl eher am Teich zum Angeln sitzt oder dich während des Campingurlaubs auch mal an den Frühstückstisch setzen willst, solltest du die Sitzhöhe des Stuhls beachten. Faltbare Angelstühle sind in der Regel recht niedrig, so dass du deinem Frühstücksbrötchen durchaus auf Augenhöhe begegnen kannst. 

Zu guter Letzt stellt sich die Frage, auf welche Ausstattung du bei deinem Campingstuhl Wert legst. Reicht dir ein funktionaler Getränkehalter in der Lehne oder brauchst du sogar zwei? Dazu noch einen Flaschenöffner oder eine Kühlbox? Vielleicht noch ein ausklappbares Tablett zur Ablage? Oder wie wäre es mit einer Fußablage?

Häufige Fragen zu Campingstühlen