Neun Funkwetterstationen für zu Hause haben wir unter die Lupe genommen und dabei Kriterien wie Verarbeitungsqualität, Design, Funktionalität und Bedienkomfort bewertet. Das Ergebnis: Die Messstation „FanJu FJ3378“ ist klarer Testsieger. Ausschlaggebend dafür ist vor allem, dass sie viele Wetterdaten erfasst und diese sehr übersichtlich auf einen Blick auf dem Farbdisplay präsentiert. Die seitlich angebrachten Tasten und die Menüführung machen die Nutzung der Funkwetterstation kinderleicht. Vorbildlich ist das digitale Hausthermometer auch in Sachen Reichweite. Ein wenig getrübt wird das Gesamtergebnis lediglich durch die scharfkantigen Standfüße und das etwas altbackene Design – aber Letzteres ist ja Geschmackssache.

ÜbersichtVor- und Nachteile der FanJu FJ3378S Wetterstation

Das farbige Display der Wetterstation FanJu 3378.
Das farbige Display der Wetterstation FanJu 3378.

+ sehr viele Funktionen

+ die wichtigsten Wetterdaten auf einen Blick

+ leichte Handhabung

+ große Reichweite

+ Außensensor mit Display

- etwas altmodisches Design

- scharfkantige Standfüße

Großer Funktionsumfang, übersichtliche Präsentation

Wie viele Informationen sich auf einer etwa 17x9 Zentimeter großen Anzeige übersichtlich darstellen lassen, demonstriert die Wetterstation FanJu FJ3378 auf hervorragende Weise. Das schafft sie mit einer klaren Gliederung, unterstützt durch verschiedenfarbige Ziffern und eindeutige Symbole – besser geht es kaum. Noch bevor wir irgendeinen Knopf drücken, verrät uns die Klimastation auf Anhieb folgende Details: aktuelle Temperatur, Luftfeuchtigkeit für drinnen und draußen sowie Luftdruck inklusive der jeweiligen Tendenz auf Basis der vergangenen Stunden. Hinzu kommt eine grobe Wettervorhersage für die nächsten acht Stunden. Über die Qualität der Innenraumluft informieren dich drei Emojis: je einer für komfortabel, zu kalt oder zu warm. Neben diesen Daten zeigt der Bildschirm der Wetterstation auch Uhrzeit, Wochentag, Datum und die Mondphase an. Nur ein, zwei Tastenklicks im Menü entfernt, sind die Weckfunktion sowie die minimalen und maximalen Werte für Temperatur und Luftfeuchtigkeit drinnen und draußen. 

Ein besonderes Gimmick ist der Außentemperatur- und Frostalarm. Ersteren kannst du selbst mit der Eingabe eines oberen und unteren Grenzwerts definieren. Bewegt sich die Temperatur außerhalb dieses Bereichs, informieren dich ein Warnton und Alarmsymbol darüber. Ähnlich funktioniert der Frostalarm: Er wird auf Wunsch zwischen -1 und +3 Grad aktiviert. Auf der Rückseite der Funkwetterstation findest du einen USB-Anschluss zum Aufladen anderer Elektrogeräte, wie zum Beispiel deines Smartphones. Praktisch, denn so kann die Wetterstation im Wohnzimmer gleichzeitig als Ladestation fungieren.

Bedienkomfort ohne Fehl und Tadel

Dank der umfangreichen Anzeige gibt es bei der FanJu Wetterstation eigentlich gar nicht so viel zu bedienen. Und möchtest du doch mal die Zusatzfunktionen ansteuern, gelingt dies spielend leicht mit den seitlich angebrachten, gut markierten Tasten. Vorbildlich ist auch das oben am Gehäuserahmen angebrachte Bedienfeld für die Licht- und Schlummerfunktion. So brauchst du sie im Dunkeln nicht lange suchen, falls du das Gerät als Wecker nutzt. Die FanJu Funkwetterstation bekommt daher auch mit Abstand die höchste Punktzahl in der Disziplin Handhabung.

Netzteil oder Batterie, Wandmontage oder Kommodenmodell

Im Gegensatz zu einigen Testkonkurrenten lässt sich die Messstation von FanJu nicht nur mit Batterien, sondern auch mit einem mitgelieferten Netzteil betreiben. Hängt die Funkwetterstation am Kabel, kannst du unter fünf verschiedenen Helligkeitsstufen wählen. Im Batteriebetrieb stehen dir lediglich zwei Einstellungen zur Verfügung. Eine davon ziemlich dunkel, so dass die Ziffern recht schwer zu lesen sind.

Der Außensensor der Wetterstation funktioniert, wie bei allen anderen Testkandidaten, ausschließlich im Batteriebetrieb. Wie die Basisstation lässt er sich wahlweise aufstellen oder aufhängen. Da der Sensor über eine kleine Anzeige für Temperatur und Luftfeuchtigkeit verfügt, ersetzt er ein Außenthermometer. Bei der Indoorstation ist das Aufstellen leider etwas tückisch: Die beiden Kunststoff-Standfüße wirken zwar einigermaßen stabil. Sie sind aber so scharfkantig, dass du sie nicht unbedingt auf empfindlichen Oberflächen abstellen solltest. 

So lala: Verarbeitung und Design

Abgesehen von den Standfüßen ist die Verarbeitungsqualität der FanJu FJ3378S Funkwetterstation in Ordnung. Alles ist passgenau zusammengefügt, der Kunststoff wirkt allerdings nicht besonders hochwertig. Der relativ breite, silberne Rahmen in gebürsteter Aluminium-Optik ist Geschmackssache. Er ist auch in Holzdekor erhältlich (Modelvariante FanJu FJ3378W). Schade finden wir allerdings, dass der Rahmen nicht bündig mit dem Display abschließt, sondern einen guten Millimeter übersteht – modern sieht anders aus.

Fazit - Kinderleichte Bedienung trotz zahlreicher Features

Die FanJu FJ3378 ist eine rundum praktische Funkwetterstation, die sich intuitiv bedienen lässt. Hierzu trägt zum einen die umfangreiche, gut geordnete Farbanzeige bei. Diese erspart dir langes Suchen auf dem Display. Zum anderen überzeugen auch die seitlich angebrachten Tasten, da sie zielgerichtet zu weiteren Anwendungen wie der Weckfunktion führen. Dank ihrer ordentlichen Funkreichweite ist die Funkwetterstation von FanJu auch für große Häuser geeignet. In unserem Test konnte sie durch drei massive Betonwände hindurch und über eine Etage hinweg die Verbindung zum Außensensor auf der Terrasse herstellen! Auch wenn sie wohl keinen Designpreis gewinnen wird, erweist sie sich als würdiger Sieger.

Wetter total: Funktionsreiche Alternativen

Als echte Alternativen zum FanJu FJ3378 kommen nur Wetterstationen infrage, die einen ähnlich großen Funktionsumfang haben und diesen auch übersichtlich abbilden. Dies wären die ein paar Euro günstigeren Funkwetterstationen von ADE und CSL sowie die deutlich teurere Technoline MA 10410, die jedoch im Reichweitentest enttäuscht. Hier geht’s zu unserem kompletten Wetterstation Vergleichstest.