Mit einer Bügelsäge halten dich weder krumme noch gerade Äste auf. Und schon gar keine faltige Rinde. Bei einer Bügelsäge spannst du ihr dünnes Sägeblatt, wie ihr Name schon sagt, zwischen einen stabilen Bügel aus Federstahl. Ihr Handgriff ist auf einer Bügelseite und aus Holz oder Kunststoff gefertigt. Löst du die Spannung des Bügels kannst du das Sägeblatt kinderleicht wechseln. Bei den meisten Modellen lassen sich die Sägeblätter in unterschiedlichen Winkeln einspannen – so ist der Bügel auch bei schräg nach oben wachsenden Ästen und Stämmen nicht im Weg. Neben üblichen Anwenderkriterien haben wir in unserem Astsägen Test auch das Verhältnis zwischen Preis und Leistung angeschaut.

In diesen Kategorien haben wir getestet:

  • Qualität und Verarbeitung: Aus welchen Materialien ist die Bügelsäge hergestellt und wie ist sie verarbeitet?
  • Bedienkomfort und Funktionalität: Wie gut ist das Schnittergebnis?
  • Ergonomie: Wie handlich sind die Griffe, welches Gewicht hat die Bügelsäge?
  • Innovation: Ist das Sägeblatt auf besondere Weise geschliffen?
  • Design: Macht die Bügelsäge auch optisch was her? Stimmt das Gesamtkonzept?

 

Diese sieben Bügelsägen haben wir auf Herz und Nieren geprüft

Unser Testsieger: Gardena 8748-20 Comfort Bügelsäge 760

Die „Gardena 8748-20 Comfort 760“ ist unser Favorit beim Astsägen Test. Sägebock, dicke Stämme oder frisches Holz: alles kein Problem für die robuste Bügelsäge mit Feinschnittzahnung. Mit einem Preis von 25 Euro (Stand Juni 2019) liegt das Modell im Mittelfeld. Vor allem der angenehme Handgriff sowie die zweite Griffmöglichkeit am Bügel gefällt uns. Das Sägeblatt kannst du unkompliziert und ohne zusätzliches Werkzeug leicht austauschen. Und wenn es nach der Säge geht, kannst du im Regen weiter arbeiten: Das Sägeblatt und der Stahlbügel sind rostgeschützt und somit wetterfest. Gut finden wir auch den Blattschutz, der die Säge beim Transport schützt.

Der Preis-Leistungs-Sieger: Grüntek Bügelsäge Marlin

Unser Preis-Leistungs-Sieger ist das Modell „Marlin“ von Grüntek. Die leichte und handliche Bügelsäge eignet sich ideal zum Sägen von feuchtem Holz. Die Säge kommt ohne weitere Probleme durch dicke Stämme und Äste. Sie arbeitet sowohl auf Zug als auch auf Druck. Ein Fingerschutz am Griff schützt dich bei anstehenden Säge-Arbeiten. Mit dabei ist ein Sägeblattschutz zur Aufbewahrung. Zwar kann man das Sägeblatt an sich nicht verstellen, es lässt sich jedoch einfach über den Klemmbügel austauschen. Für sensationelle 13 Euro (Stand Juni 2019) kannst du den Preis-Leistungs-Sieger kaufen.

Ritzeratze! Voller Tücke, in die Brücke eine Lücke: Weitere Bügelsägen im Test

Diese fünf Bügelsägen haben wir in unserem Test ebenfalls begutachtet: Von der praktischen Gardena Kombisäge für die Teleskoplanze über die leichte bis zur teuren Astsäge von Berger.

Komfort und Sicherheit: Bahco Bügelsäge Ergo

Mit einer Sägeblattlänge von 760 Millimetern und einem Gewicht von 865 Gramm sägt die „Bahco Ergo“ vor allem grünes und frisches Holz. Der Bügel ist aus einem rost- und korrosionsgeschützten Stahl, die schlagfeste Pulverlackierung gibt zusätzlichen Schutz. Ein sauberer und gerader Schnitt kommt durch die hohe Blattspannung bis 120 Kilogramm zustande. Auch Komfort und Sicherheit kommen nicht zu kurz: Der ergonomische Griff mit Knöchelschutz überzeugt uns. Mit nur 22 Euro (Stand Juni 2019) und einer Gesamtnote von 8,2 kannst du mit dieser Bügelsäge nichts falsch machen. 

Für feuchtes Holz: Fiskars Bügelsäge SW31

Bei unserem Astsägen Test fanden wir die Bügelsäge „Fiskars SW31“ besonders gut für feuchtes Holz geeignet. Auch dieses Modell arbeitet sowohl auf Zug als auch auf Druck. Eine sichere Möglichkeit zur Aufbewahrung bietet ein Sägeblattschutz. Du solltest beachten, dass die „Fiskars SW31“ kein verstellbares Sägeblatt hat – somit kommst du nur an zugängliche Äste in der Baumkrone. Allerdings ist die Zahnung etwas grob und wenn der Winkel ungünstig ist, verkantet die Säge schon mal. Dafür ist sie für Rechts- und Linkshänder gleichermaßen geeignet. Über den Klemmbügel lässt sich das 610 Millimeter lange Sägeblatt leicht austauschen. Mit einer Gesamtnote von 8,2 bewerten wir die Bügelsäge als gut, gleichauf mit den Modellen von Bahco und dem Preis-Leistungs-Sieger. Letzterer ist ein paar Euro billiger, aber mit knapp 15 Euro (Stand Juni 2019) ginge auch die Fiskars Bügelsäge durchaus als Preis-Leistungs-Sieger in Ordnung.

Mit einer leichten Bügelsäge lässt es sich auch länger über Kopf arbeiten, wenn es sein muss

Praktischer Doppelnutzen: Gardena Combisystem-Bügelsäge 691

Kombiniere, kombiniere – die „Gardena Combisystem 691“ ist gleich mehrfach einsetzbar. Zum einen kannst du sie wie die anderen Bügelsägen aus unserem Astsägen Test in Bodennähe verwenden oder mit der als Zubehör erhältlichen Teleskopstange kombinieren – so erreichst du bis zu fünf Meter hochwachsende Äste. Nicht schlecht, oder? Das 360 Grad drehbare Sägeblatt ermöglicht dir zudem jede erdenkliche Arbeitsposition. Was uns noch überzeugt: Die Spannmechanik der Säge ist rostfrei und auch die Stahlbügelkonstruktion ist rostgeschützt. Falls du doch etwas zu beanstanden hast, nur zu: Die Firma Gardena gibt dir auf die Bügelsäge 25 Jahre Garantie. Die Gardena Combisystem 691 schneidet mit der Gesamtbewertung „Gut“, also 8,2, ab. Für 24 Euro (Stand Juni 2019) gehört sie dir. Auf der Verpackung erfährst du kurz und knapp die wichtigsten Details über das Produkt. 

Stolzer Preis: Berger Bügelsäge 69042

In unserem Astsägen Test einzigartig: Der Buchenholzgriff der „Berger 69042“. Er gibt optisch einiges her, jedoch überzeugt die Ergonomie uns nicht. Was hingegen überzeugt: Durch den speziellen Zink-Druckguss-Hebel kannst du das 350 Millimeter lange Sägeblatt leicht und schnell einspannen. Ein kleiner Minuspunkt war jedoch die Befestigung des Sägeblattes mittels zweier Splinte – vor allem unter Berücksichtigung des stolzen Preises von 47 Euro (Stand Juni 2019). Gefallen hat uns, dass man durch die sehr niedrige Bauhöhe des Bügels im vorderen Bereich selbst an dichte Baumkronen gut herankommt. Die Bügelsäge wiegt insgesamt 680 Gramm und erhält in unserem Astsägen Test die Note 7,8. Über einen QR-Code auf der Packung gelangst du zu allen benötigten Produktinformationen.

Begeisterung hält sich in Grenzen: Connex Astsäge FLOR74340

Die „Connex FLOR74340“ überzeugt uns nicht in allen Punkten. Zum Beispiel funktioniert die Arretierung des Sägeblattes in unserem Astsägen Test nicht präzise. Außerdem scheint uns die gesamte Technik des Schnellspannhebels sehr unzuverlässig. Während des Sägens kam es immer wieder leicht zum Aushaken. Zwar gelang das Sägen mit dem Hobelzahn-Sägeblatt, jedoch erzielten die restlichen Bügeleisen im Test wesentlich bessere Ergebnisse. Auch der Preis von 22 Euro (Stand Juni 2019) änderte nicht viel. Gefallen hat uns jedoch, dass sich das Sägeblatt der Connex um 360 Grad drehen lässt. Auf diese Weise erreichst du problemlos auch enge Stellen im Baum. Mit einer immer noch passablen Gesamtnote von 7,5 belegt die Connex den letzten Platz in unserem Astsägen Test.

Wo gesägt wird fallen genauso Späne wie beim Hobeln: Die Bügelsägen werden im Test auf Herz und Zahnung geprüft

So haben wir die Bügelsägen getestet

Wir haben uns die Bügelsägen zunächst mit einem Team aus erfahrenen Hobbygärtnern genau angesehen und Verarbeitung und Material der einzelnen Sägen begutachtet. Mit jeder Bügel-Astsäge haben wir unterschiedlich starke Zweige zersägt. Dabei haben wir sowohl Äste direkt vom Baum entfernt als auch bereits abgetrennte Äste zerkleinert. Uns kam es besonders auf die Sägeleistung an. Die ist beim Testsieger von Gardena ausgezeichnet. Aber auch unter den sechs weiteren Testkandidaten gab es in dieser Hinsicht keine Ausfälle. Die Spreu vom Weizen trennte dann letztendlich Details in Sachen Ergonomie und vor allem der Sägeblatt-Einstellung

Das musst du beim Kauf einer Bügel-Astsäge beachten

Je nachdem welche Pflegearbeiten in deinem Garten anstehen, solltest du dich für eine entsprechende Astsäge entscheiden. Vor allem dicke, starke Äste lassen sich mit einer Gartensäge am besten schneiden.

Im Allgemeinen gilt: Eine feine Zahnung bei Astsägen bringt einen sauberen Schnitt. Modelle mit groben Zähnen schneiden schneller, wenn das Holz nicht zu hart ist. Allerdings verkanten diese Sägen auch leichter. Frisches und feuchtes Holz solltest du am besten mit einem groben Sägeblatt bearbeiten, eine feine Zahnung empfiehlt sich eher bei trockenem, sehr hartem Holz – so musst du weniger Kraft aufwenden.

Wie viele unserer Tests zeigen, ist nicht immer das günstigste Modell die beste Wahl. Gute Qualität erkennst du an leicht dunkel gefärbten Zahnspitzen – ein Zeichen dafür, dass der Stahl noch einmal hitzebehandelt und damit gehärtet wurde.

Häufige Fragen zu Bügelsägen

Co-Autor: Manfred Eckermeier