Garten blitzschnell sauber blasen - 10 Akku-Laubbläser getestet

Was der Frühjahrsputz im Haus ist, ist der Herbstputz im Gelände. Damit diese Arbeit auch auf einem weitläufigen Anwesen nicht zur Schinderei wird, gibt es eine Reihe nützlicher Motorgeräte für das perfekte Aufräumen in der Natur. So zum Beispiel Blas- und Sauggeräte, die das Herbstlaub schnell und einfach verschwinden lassen.

Laubsauger saugen die Blätter ein und häckseln sie oft auch direkt. Das Ganze landet in einem Fangsack am Gerät. Laubsauger stehen oft in der Kritik, weil die Gefahr besteht, dass sie auch kleine Lebewesen einsaugen.

Mit einem Akku-Laubbläser hingegen, erzeugst du einen starken Wind und bläst damit Laub und Schmutz in die gewünschte Richtung. Zum Beispiel unter Hecken und Büsche. Lässt du es dort liegen, finden Igel und Co. optimale Winterquartiere.
Du solltest mit dem Laubbläser zielgerichtet arbeiten können, indem du den Luftstrom in verschiedenen Stufen einstellen kannst. Zunächst, um Laub und Schmutz über eine größere Distanz zu bewegen und dann, um es fein dosiert am endgültigen Lagerplatz zu verteilen. Außerdem solltest du darauf achten, dass die Laubbläser nicht allzu laut arbeiten. Sonst vergraulst du neben den Nachbarn auch Vögel und andere Tiere im Garten.

In unserem Test nehmen wir uns zehn beliebte Modelle zwischen 70 und 670 Euro* vor. Alle Testkandidaten sind Elektro-Laubbläser, das macht sie leiser und sie kommen ohne Benzingestank aus. Die Laubbläser im Test arbeiten akkubetrieben und kabellos. Dadurch bist du äußerst mobil im Garten unterwegs.

Wir haben die Laubbläsern ausführlich verglichen

In diesen Kategorien testen wir die Akku-Laubbläser

  • Qualität: Hier checken wir die Qualität und Verarbeitung von Gehäuse, Griffen und Blasrohren.
  • Bedienkomfort: Im Bereich Bedienkomfort prüfen wir zum Beispiel die Griffe und Schalter auf Nutzbarkeit und Funktion.
  • Ergonomie: In der Kategorie Ergonomie prüfen wir die Balance des Geräts in der Hand, aber auch die Lautstärke, die sich durch die Formgebung des Luftkanals ergibt.
  • Blasleistung: Hier zeigt sich die Qualität des Akku-Laubbläsers im praktischen Einsatz.

Bester Laubbläser: Dolmar AG-3750

Mit dem Akku-Laubbläser „Dolmar AG-3750“ beseitigst du Blätter und Schmutz mit Leichtigkeit. Das hervorragend verarbeitete Modell zeichnet sich im praktischen Einsatz mit der besten Blasleistung aller getesteten Geräte aus. Damit bläst du das Laub auch auf feuchter Wiese in Windeseile unter Busch und Strauch. Mehr Informationen findest du im Einzeltest zum Dolmar Laubbläser.

Respektabler Preis-Leistungs-Sieger: Einhell GE-CL 18 Li E Kit

Unschlagbar im Preis und dennoch mit guter Leistung präsentiert sich der „Einhell GE-CL 18 Li E Kit“ Akku-Laubbläser im Test. Das gut verarbeitete Modell ist zwar nicht der stärkste Bläser, du kannst aber mit seiner akzeptablen Akku-Leistung einen mittelgroßen Rasen durchaus sauber bekommen. Der Einhell GE-CL 18 Li nutzt einen 18-Volt-Akku mit 2 Amperestunden (Ah) aus dem Einhell Power X-Change Batteriesystem.

Der Akku hat eine Anzeige mit drei LEDs, wo du den aktuellen Ladezustand auf einen Blick ablesen kannst. Der Akku lässt sich zudem für sämtliche Geräte der Power X-Change Familie von Einhell verwenden. Mit dem zum Lieferumfang gehörenden Schnellladegerät ist der Akku innerhalb einer Stunde wieder vollgeladen.

Mit seinem Softgrip-Griff liegt der Einhell GE-CL 18 Li E Kit Akku-Laubbläser angenehm und sicher in der Hand. Doch durch den weit hinten untergebrachten Akku gelingt es dir nicht immer, die richtige Balance beim Arbeiten zu finden. Größter Pluspunkt: der günstige Preis von etwa 70 Euro*.

Alle weiteren Akku-Laubbläser im Test

Mit Akkukapazitäten von 36 bis 216 Wattstunden und Luftstromgeschwindigkeiten von 145 bis 335 Kilometern pro Stunde findest du in unserem weiteren Testfeld eine bunte Mischung von Akku-Laubbläsern für nahezu jeden Einsatzzweck im häuslichen Umfeld.

Beste Qualität im Test: Der Stihl BGA 56 Akku-Laubbläser

Eine etwas ausgewogenere Balance und der „Stihl Akku-Laubbläser BGA 56“ hätte mit dem Dolmar AG-3750 gleichgezogen. Aber der weit hinten eingesetzte Akku sorgt dafür, dass sich die Düse ständig etwas zu hoch über den Boden erhebt und du sie deshalb stets etwas nach unten gedrückt halten musst. Auf Dauer geht das in die Arme. Und weil du aufgrund der guten Akkukapazität von 144 Wattstunden eine lange Zeit mit ihm arbeiten kannst, merkst du das bald. Da kommt dir die Akku-Ladezeit von 55 Minuten gerade recht.

Ansonsten ist der Stihl BGA 56 Akku-Laubbläser hervorragend verarbeitet. Auch die Materialqualität ist Stihl-typisch überdurchschnittlich. Eine runde und große Düse bündelt den bis zu 194 km/h starken stufenlos einstellbaren Luftstrom.

Im praktischen Einsatz kann der Stihl BGA 56 seine Stärken sehr gut ausspielen. Dabei arbeitet der Akku-Laubbläser mit einem moderaten Schalldruckpegel von 79 Dezibel ausgesprochen leise.

Teuer: Husqvarna Akku-Laubbläser 320iB

Der Husqvarna Akku-Laubbläser „320iB“ rangiert direkt hinter seinem großen Konkurrenten „Stihl BGA56“. Die stufenlos einstellbare Luftstromgeschwindigkeit kannst du durch den Boost-Modus durch einfachen Tastendruck kurzzeitig maximieren. Der Modus ist im Display leicht zugänglich und in Reichweite deines Daumens untergebracht.187 Wattstunden Akkukapazität sollten für ein durchschnittliches Grundstück ausreichen. Danach ist der Akku in gut zweieinhalb Stunden wieder geladen.

Eine überdurchschnittliche Ergonomie durch sein gutes Gleichgewicht, den komfortablen Griff und das intuitive Bedienerpanel unterstützen dich bei der Beseitigung von Laub und Schmutz auf Rasen- und Hofflächen. Beeindruckend sind auch die hohe Materialqualität und die Verarbeitung. Das gehört sich allerdings auch für das mit Abstand teuerste Gerät im Test. Etwa 290 Euro* kostet dich das Grundgerät. Die Anschaffung von Akku und Ladegerät schlagen noch einmal mit circa 390 Euro* zu Buche.

Beliebt: Makita DUB361Z Akku-Laubbläser

Obwohl der „Makita Akku-Laubbläser DUB361Z“ laut Werksangaben für den Einsatz in geräuschempfindlichem Umfeld wie Krankenhäusern, Seniorenheimen, Ferienanlagen oder Schulen gedacht ist, fällt seine Lautstärke gegenüber den hier im privaten Bereich getesteten Konkurrenten unangenehm auf. Vorteile sind die flotte Akku-Ladezeit und der sehr starke Luftstrom von bis zu 335 km/h. Ob das beliebte Gerät zu deinen Bedürfnissen passt, erklären wir die im ausführlichen Einzeltest zum Makita Laubbläser.

Kleiner Akku: Worx Akku-Laubbläser WG546E

Als Laubbläser-Turbine bezeichnet der Hersteller Positec seinen Worx Akku-Laubbläser „WG546E“. Das Gerät hat im Vergleich zu den anderen Laubbläsern im Test die geringste Luftstromgeschwindigkeit. Die maximal 145 km/h Luftstrom lassen sich in zwei Stufen einstellen. Dennoch erreichst du mit ihm eine beachtliche Blasleistung und bist somit bestens für die Säuberung großer Flächen gerüstet.

Die Akkukapazität fällt mit 40 Wattstunden sehr gering aus. Allerdings ist der Akku in 60 Minuten wieder zu 100 Prozent geladen. Zu Gute halten können wir dem Akku-System, dass es für viele Geräte vom Akku-Schrauber bis zum Mähroboter einsetzbar ist. Als System-Fan wirst du sicherlich immer mindestens einen zweiten Akku zur Hand haben. Trotz des kleinen Akkus ist der Worx WG546E nicht optimal ausbalanciert. Allerdings unterstützt dich der Handgriff etwas bei der richtigen Arbeitshaltung.

Kurze Laufzeit: Bosch ALB 18 LI Akku-Laubbläser

Der kleine, 1,5 kg leichte Bosch Akku-Laubbläser „ALB 18 LI“ unterstützt dich bei der Reinigung mit seinem sehr gut ausbalancierten Gesamtkonzept. Über den Ein-/Ausschalter bringst du 210 km/h Luftstromgeschwindigkeit stufenlos über die kleine, flache Düse auf die zu reinigende Fläche. Der 18-Volt-Akku reicht mit seiner Kapazität von 45 Wattstunden für gut 10 Minuten Laufzeit. Die Akkus passen auch für das komplette 18V-Bosch „Power for All“ Home & Garden Werkzeugsystem. Als Bosch-affiner Nutzer hast du daher bestimmt mindestens einen zweiten Akku im Haus, mit dem du dann gleich weiterarbeiten kannst.

Der Bosch Akku-Laubbläser ALB 18 LI wird leider nicht mehr gebaut, ist aber im Internet noch bei einer Reihe von Händlern zu erhalten. Nachfolger ist der Bosch ALB 36 LI. Mit seinem 36-Volt-System hat das neue Modell eine Laufzeit von 35 Minuten.

Der Vorgänger von Bosch ist eines der günstigsten Geräte im Laubbläser Test. Circa 80 Euro* kostet der ALB 18 LI. Ein weiterer großer Vorteil ist die geringe Lärmbelästigung. Nur 60 Dezibel (dBA) sind im Vergleich zu den anderen Modellen sehr leise.

Lange Ladezeit: Black+Decker Akku-Laubbläser GWC1820PCB

Eine sehr ausgewogene Balance erreicht der 1,7 Kilogramm leichte Black+Decker Akku-Laubbläser „GWC1820PCB“ durch seine optimale Gestaltung. So befindet sich der Handgriff gemeinsam mit dem Akku im hinteren Teil des Geräts und der Motor mit Blasrohr exakt in der Mitte. Die ovale, kleine Düse des Black+Decker schließt sich nach vorne an. In zwei Stufen bläst der kleine 18-Volt-Motor mit bis zu 209 km/h Luftstromgeschwindigkeit mühelos Blätter und Schmutz von Terrassen, Wegen und Einfahrten. Allerdings reicht die Akkukapazität von 36 Wattstunden nicht sehr weit.

Noch dazu ist bedauerlich, dass die Ladezeit für den kleinen Akku unglaublich lange 5 Stunden beträgt. Das kann kein anderer Akku-Laubbläser im Test toppen. Positiv können wir anmerken, dass Verarbeitung und Qualität des Gehäuses und des Griffs beim Black+Decker mehr als zufriedenstellend sind. Auch die Schalter lassen sich sehr gut bedienen.

Für kleine Gärten: Gardena Akku-Laubbläser Li 18

Für ein ermüdungsfreies und angenehmes Arbeiten liegt der Gardena Akku-Laubbläser „Li 18“ dank des ergonomisch geformten Handgriffs und einer optimalen Gewichtsverteilung gut in der Hand. Der kleine Bläser ist zwar nichts für große Flächen, aber für Terrasse und Vorgarten leistungsfähig genug. Die Luftstromgeschwindigkeit von 190 km/h regelst du stufenlos über den Ein-/Ausschalter. Damit erreicht das Gerät eine der geringeren Blasleistungen im Laubbläser Test.

Der 18-Volt-Akku hat eine Kapazität von 47 Wattstunden und ist dementsprechend schnell leer. Vier Stunden Ladezeit sind danach viel zu lange. Das kann nur durch einen zweiten Akku kompensiert werden. Die Investition lohnt sich vor allem dann, wenn du weitere Geräte aus dem Gardena-System im Einsatz hast.

Enttäuscht beim praktischen Einsatz: Ryobi Akku-Laubbläser OBL1820S

Bei einer Luftstromgeschwindigkeit von 245 km/h pustet der Ryobi Akku-Laubbläser „OBL1820S“ eine Menge Wind übers Gelände. Damit eignet er sich eigentlich angemessen für das Räumen von nassem Laub auf Terrassen und Fußwegen. Das Ergebnis passt aber eher zum Preissegment im unteren Drittel. Dabei gehört der Ryobi OBL1820S mit insgesamt etwa 140 Euro* für Gerät, Akku und Ladegerät zu den mittelteuren Modellen im Test.

Die leicht gebogene Luftdüse in Verbindung mit dem geringen Gewicht von 2 Kilogramm und der akzeptablen Balance sorgt für leichtes, schnelles und ermüdungsfreies Arbeiten. Die gummierte Fläche des Griffs ermöglicht dabei einen sicheren und angenehmen Halt. Der 18-Volt-Akku erreicht eine Kapazität von 72 Wattstunden. Ist er leer benötigt er zwei Stunden zum Laden. Mittlerweile gibt es stärkere Akkus im Ryobi-Programm, die allerdings schwerer sind und den Schwerpunkt noch weiter nach hinten verlagern. Über die Anschaffung solltest du nachdenken, wenn du noch weitere der über 50 Werkzeuge aus dem Ryobi 18V One+-System für Haus und Garten einsetzt.

So haben wir getestet

Zunächst ermitteln wir sämtliche technische Daten der Geräte und vergleichen diese. Dann überprüfen wir die Leistungsmerkmale der Modelle im praktischen Einsatz. Sind die Akkus geladen, setzen wir sie in den dazu vorgesehenen Schacht ein. Danach können wir den Schwerpunkt des Laubbläsers überprüfen. Hier zeigt sich im Vergleich direkt, ob das Gerät nach hinten kippt oder sich optimalerweise nach vorne neigt. Jetzt probieren wir auch die Griffe und Schalter aus und begutachten die Material- und Verarbeitungsqualität.

Wir schalten die Geräte ein, um die Lautstärke zu überprüfen. Dabei zeigt sich immer wieder, dass das Ohr anders reagiert, als ein Dezibel-Messgerät. Vor allem, wenn im Betrieb unerträglich hohe Frequenzen erreicht werden. Unseren subjektiven Eindruck lassen wir neben der Messung mit in die Note einfließen.

Für die Blasleistung haben wir einen Holzklotz Test vorbereitet. Jedes Gerät soll den 1-Kilo-Klotz von der Stelle blasen. Das schafft aber keines der Modelle weiter als einen halben Meter. Somit gehen wir direkt auf die Fläche und blasen das reichlich vorhandene Laub über die Wiese. Nicht nur auf glatter Fläche, sondern auch die Hügel hinauf.

Im Test prüfen wir die Balance der Geräte sowie die Blasleistung im praktischen Einsatz

Darauf solltest du bei einem Akku-Laubbläser achten

Wenn du nicht auf jeden Cent achten musst, solltest du ruhig zu einem Gerät der mittleren Preisklasse greifen. Das gilt besonders dann, wenn du eine größere Fläche zu bearbeiten hast. Achte schon bei der Produktabbildung darauf, ob der Akku beim Einsatz nicht zu weit hinten sitzt. Vergleiche die Form und Länge der Düse mit der Luftstromgeschwindigkeit. Hohe Geschwindigkeiten mit kleinen Düsen bringen eine hohe Punktleistung, während große Düsen eine höhere Flächenleistung haben.

Gut ist, wenn du den Luftstrom stufenlos regulieren kannst, wie bei den Modellen von Husqvarna, Bosch, Gardena und Stihl. Das hilft beim feinen Verteilen von Laub in die gewünschten Zonen. Zuviel Power bläst dir alles zu weit fort, zu wenig bringt dich nicht voran.

Beim Akku sollte deine Entscheidung klar sein: Hohe Kapazität (Wattstunden) und kurze Ladezeit sind das Optimum. Für die Wattstundenermittlung multiplizierst du einfach die Amperestunden des Akkus mit der Voltzahl. Das erklären wir dir im Artikel zum Akku-Basiswissen genauer. Eine hohe Akkukapazität haben der Testsieger Dolmar sowie die Modelle von Husqvarna und Makita. Bei der Ladezeit liegen ebenfalls Makita und Dolmar vorne.

Hinweis: Laubsauger kommen für dich infrage, wenn du die Blätter direkt aufsammeln lassen und häckseln willst. Weil sie nicht gerade zimperlich mit Kleinstlebewesen umgehen, sind diese Modelle besser nur für Straßen, Terrassen und Wege geeignet. Suchst du ein solches Gerät, schau dir unseren Laubsauger Test an.

* Preise Stand Oktober 2019

Wichtige Fragen zum Akku-Laubbläser