5 Modelle getestet – Die beliebtesten Laubsauger im Vergleich

Laub auf Wegen und Hofflächen ist lästig. Hilfreich sind da Laubsauger, die in Windeseile Blätter und auch sonstigen Unrat vom Boden aufsaugenfein häckseln und in einem angehängten Beutel sammeln. Das ist mehr als ein Laubbläser kann. Denn dieser pustet den Dreck nur vor sich her. Und lässt ihn dort liegen, wo du mit dem Blasen aufhörst. Das Häckselgut aus dem Laubsaugerbeutel kannst du prima zum Kompostieren verwenden. Dann wird daraus bald wieder guter Boden für deinen Garten. 

Natürlich kannst du mit dem Laubsauger auch das Laub von deinem Rasen entsorgen. Dabei solltest du aber aufpassen, dass du keine kleinen Tiere mit einsaugst und zerschredderst. Hier gilt die Laubsauger-Regel: zunächst die Blätter zusammenblasenauf Kleintiere untersuchen und erst dann die Häckselfunktion einsetzen. Deshalb hat jeder gute Laubsauger zwei Rohreeins zum Blasen und eins zum Saugen. Bei einigen Geräten im Test sind beide Rohre parallel angebracht, bei anderen musst du sie austauschen. Die meisten haben am Bodenende der Rohre Räder angebracht, mit denen du leichter über den Boden rollen kannst. Dass klappt aber im Gelände weniger gut als auf festem Untergrund. Hilfreicher ist hier der Tragegurt, über den alle Testgeräte verfügen. Damit kannst du die großen und Unhandlichen Laubsauger besser führen. Praktisch sind auch große Fangsäcke. Allerdings schlackern die meist um deine Beine herum.

Ein großer Vorteil der Elektro-Laubsauger ist zudem, dass sie im Vergleich zum Benzin-Laubsauger leiser sind und keine unangenehmen Gerüche verbreiten. Alle Geräte in unserem Test sind akkubetrieben und arbeiten kabellos.

Diese fünf Laubsauger testen wir auf Akku-Laufzeit und -Ladezeit sowie Gewicht. Ebenso stehen die Lautstärke, Luftstromgeschwindigkeit und Leistung auf dem Prüfstand

Mit diesen Kriterien finden wir den besten Laubsauger

  • Qualität: Die Note für Qualität und der Verarbeitung zeigt sofort, ob der aufgerufene Preis für den Elektro-Laubsauger realistisch oder übertrieben ist.
     
  • Funktionalität: Bedienkomfort und Funktionalität probieren wir aus, um dir eine Auskunft über das entspannte Arbeiten mit dem Laubsauger zu geben.
     
  • Ergonomie: Hier sagt der Vergleich des Gewichts und der damit verbundene Schwerpunkt etwas darüber aus, ob der Laubsauger gut in der Hand liegt. Und ob der vielleicht zu hoch angebrachte Motor das Motorengeräusch unangenehm ins Ohr dringen lässt.
     
  • Praktischer Einsatz: Die Note in dieser Kategorie zeigt, ob der Laubsauger seine Aufgabe, das Laub zu entsorgen, sauber erfüllt.

Rundherum-Testsieger – Alko Akku-Laubsauger

Wenn ein Laubsauger in fast alle Bewertungskriterien eine gute Note bekommt, kannst du beim Kauf des Geräts nichts verkehrt machen. So ist es auch beim Alko Laubsauger „LBV 4090 Energy“. Er schwächelt nur bei der Blasleistung und der ergonomischen Bewertung. Da ist er einfach zu schwer und zu laut. Vorteile sind die hohe Akku-Kapazität und die praktische Funktionsweise der kombinierten Saug- und Blasrohre. Mehr Details findest du im Einzeltestbericht.

Preis-Leistungs-Sieger: Einhell Akku-Laubsauger

Nicht ganz der günstigste Elektro-Laubsauger ist der „Einhell GE-CL 36 Li E“. Aber von den beiden preiswerten Geräten ist er klar der bessere Laubsauger. Denn der „Black+Decker GWC3600L20“ Akku-Laubsauger schlägt sich doch in der einen oder anderen Kategorie nicht ganz so gut. Dem Einhell GE-CL 36 Li E gelingt hingegen eine hervorragende Saugleistung. Einzelheiten erklären wir dir im Einzeltestbericht.

Alle weiteren Produkte im Laubsauger Test

Die drei weiteren Laubsauger im Test zeigen dir, dass du mehr oder weniger Geld für den gleichen Job ausgeben kannst. Dafür aber auch gute und weniger gute Leistung bekommst. Allerdings musst du schon genau hinsehen, wo die Unterschiede liegen.

Fast ausgewogen: Greenworks Akku-Laubsauger

Der Hersteller sagt selbst, dass der „Greenworks 24227UC“ Laubsauger für einfachere Arbeiten auf kleineren Flächen ausgelegt ist. Beim praktischen Einsatz und bei der Saug- und Blasleistung wird der Greenworks schnell müde. Obwohl die sehr gute Kapazität und Laufleistung des 40-Volt-Akkus durchaus für mehr Gelände geeignet ist. Mit 160 Wattstunden gehört er zur Spitzengruppe. In 120 Minuten ist der Akku wieder für weitere Einsätze geladen.

Die Kraft des bürstenlosen Motors ist wenig hilfreich, wenn du versuchst, die Blätter von der Wiese zu pusten. Auf festem Boden gelingt das etwas besser. Auch die sonstige Ausstattung ist durchaus für mehr geeignet. So gehört zum Laubsauger beispielsweise eine variable Geschwindigkeitssteuerung dazu. Der Wechsel zwischen Laubbläser und Laubsauger erfolgt werkzeuglos und schnell, wenn denn die Mechanik beim Austausch nicht klemmt.

Prima Gehäuse und Griffe: Ryobi Akku-Laubsauger

Auch der Ryobi Laubsauger „RBV36B“ hat einen bürstenlosen Motor für optimale Leistung. Seine Blasleitung von 235 km/h und eine Luftmenge von zwölf Kubikmetern pro Minute sollen für müheloses Entfernen von Laub sorgen. Aber was der Ryobi RBV36B nicht so gut zusammenbläst, kann er anschießend schwerlich aufsaugen. Und das ist schade, hat er doch als einziger die Möglichkeit, in drei Arten zu reinigenBlasen, Saugen oder beides zusammen

Nicht optimal ist es, dass die Räder am Blasrohr angebracht sind und somit das große Saugrohr zumindest auf dem Rasen nicht unterstützt wird. Sehr gut finden wir allerdings den weichen Griff für komfortables Arbeiten. Er gehört mit zu den hervorragend beurteilten Funktionsteilen im Laubsauger Vergleich.

Perfekte Akku-Ladezeit: Black+Decker Akku-Laubsauger

Saugen und Blasen ist nicht die Stärke des Black+Decker Laubsaugers „GWC3600L20“. Und das fummelige Austauschen von Blas- und Saugsystem macht auch keinen Spaß. Da rückt die kurze Ladezeit des Akkus von 60 Minuten schnell in den Hintergrund. Damit sind wir aber mit den negativen Seiten des Black+Decker GWC3600L20 schon durch. 

Das leichte Gerät lässt sich im Einsatz gut bedienen. Power Select nennt Black+Decker die stufenlose Wahl zwischen maximaler Leistung, dem Turbo-Modus und maximaler Akku-Laufzeit, dem Eco-Modus. Der im Vergleich kleine Fangsack muss zwar öfter geleert werden, dafür hängt er aber auch beim Arbeiten nicht störend zwischen den Beinen rum, wie das bei den anderen Geräten der Fall ist.

So haben wir die Laubsauger getestet

Nach Erfassen der technischen Daten prüfen wir zunächst jedes Gerät in Bezug auf Materialqualität und Verarbeitung. Da gleiten die Finger über Ecken und Kante, die Handflächen suchen Halt in den Softgrip-Flächen der Griffe. Ist der Akku eingesetzt, zeigt sich über den Griff, wie gut das Gerät ausbalanciert ist, auf den Boden zeigt und nicht in der Luft herumirrt. 

Das Umrüsten von Blas- auf Saug-Funktion spielt eine wesentliche Rolle beim praktischen Einsatz. Hier sind die All-in-One-Geräte klar im Vorteil. Ist der Gurt angelegt, wandern wir über die Wiese und versuchen das Laub zusammen zu blasen und danach aufzusaugen. Schließlich bleibt noch der Blick in den Fangsack zur Beurteilung der Häckselqualität und der Entleerung.

Worauf solltest du bei einem Laubsauger achten?

Im Wesentlichen solltest du erst einmal auf die Saug- und Blasleistung achten. Hier ist die Angabe der Luftstromgeschwindigkeit der Hersteller hilfreich. Den höchsten Wert in diesem Test liefert der Ryobi Laubsauger mit 235 km/h. Das dies nicht alles ist, zeigt sich am Testsieger von Alko. Der hat mit seinen 200 km/h im praktischen Einsatz dennoch besser abgeschnitten.

Ein wichtiges Entscheidungskriterium ist auch die Füllmenge des Fangsacks. Alle Laubbläser bis auf Black+Decker haben hier ein Volumen von 45 Litern. Der Ausreißer bietet 17,5 Liter. Doch auch das hat seine Vorteile, weil der Fangsack dann nicht beim Arbeiten stört.

Von Bedeutung ist, ob Saug- und Blasrohr gemeinsam am Gerät angebracht sind oder ob du die beiden gegeneinander austauschen musst. Letzteres kann nerven, wenn das nur hakelig geht und in der Zeit das gerade zusammengeblasene Laub vom Wind wieder auseinander gepustet wird. Praktisch ist ein All-in-One-Gerät, wie unser Testsieger von Alko, bei dem du nur einen Knopf zum Umschalten von Blasen auf Saugen drücken musst.

Natürlich ist bei einem Akku-Laubsauger die Akku-Leistung ein wichtiger Entscheidungspunkt. Kurze Laufzeit, geringe Kapazitäten und eine lange Ladezeit machen nämlich keine Freude. Ryobi und Greenworks brauchen beispielsweise mit zwei Stunden Ladezeit am längsten. Bleibt noch der Preis. Da zeigt unser Laubsauger Test, dass das preiswertere Gerät durchaus in seiner Leistung an den Testsieger herankommt.

Wichtige Fragen zum Laubbläser