Wir finden den besten Mähroboter für dich

Selber mähen war gestern! Heute lehnen wir uns genüsslich zurück und entspannen bei einem Tässchen Kaffee, während der Rasen ganz automatisch fachgerecht gekürzt wird. Rasenmäher Roboter gestatten uns seit ein paar Jahren dieses Quäntchen mehr Freizeit, weil sie selbst enge oder auch weitläufige Gelände im Alleingang bearbeiten. So versprechen es zumindest die beeindruckenden Werbefilme der Hersteller.

Doch mähen die Rasenroboter wirklich so selbstständig? Und bearbeiten sie den Rasen tatsächlich zufriedenstellend? Wir machen die Probe aufs Exempel und überprüfen sieben Roboter für den kleinen Garten über einen längeren Zeitraum. Außerdem testen wir noch sechs Roboter für mittlere Gärten und sechs Roboter für außergewöhnliche Einsätze.

Für den Mähroboter Test bringen wir die Geräte bei Gartenbesitzern mit unterschiedlichem Gelände unter. Dort sind die Rasenroboter über mehrere Wochen im Einsatz. Unser Test-Team hat so genug Zeit, sich mit den automatischen Rasen-Mährobotern ausführlich zu beschäftigen.

    Das Test-Team bereitet das Einsatzgebiet vor und verlegt die Begrenzungskabel

    Die Rasenmäher Roboter testen wir in drei Gruppen

    • Gruppe 1 - Mähroboter für kleine Gärten: In dieser Gruppe lassen wir Grundstücks- bzw. Rasengrößen um 500 m² bearbeiten. Hier geht es zum Beispiel um Vorgärten, durch die ein Weg zur Haustür führt, eckige Gärten hinter Reihenhäusern oder verwinkelte Stadtgärten. Die Ergebnisse dieser Mähroboter für kleine Flächen findest du auf dieser Seite.
    • Gruppe 2 - Mähroboter für mittlere Gärten: In dieser Gruppe kommen Rasenroboter für Grundstücke um 1.000 m² bis 1.500 m² Mähfläche zum Einsatz. Zum Beispiel U-förmige Flächen mit Büschen und Baumbestand, leichte auf- und absteigende Topografien oder Gärten mit breiter Fläche und schmalen Übergangszonen. Falls du einen solchen Garten besitzt, schau dich im Test zu den mittelgroßen Rasenrobotern um. Dort findest du auch Infos zum beliebten Automower 315X von Husqvarna.

    • Gruppe 3 – Mähroboter für außergewöhnliche Einsätze: Hier lassen wir Hügelgelände bis zu 3.500 m² Rasenfläche mähen, Flächen mit Schwimmbecken und Gartenhaus und Gärten mit vielen Blumen- und Staudenbeeten oder Büschen. Wenn du eine solches anspruchsvolle Rasenfläche hast, dann kannst du dir dich ausführlich im Test zu den besonderen Mährobotern informieren.

    Unser TippMähroboter online bestellen

    Viele Gartenbesitzer schrecken davor zurück, einen Mähroboter im Netz zu ordern. Schließlich handelt es sich um recht komplexe Geräte, die du erst programmieren musst. Damit dir das leicht gelingt, bewerten wir in unserem Test auch die Bedienungsanleitung und die Programmierung. Außerdem steht dir bei namhaften Anbietern immer ein Kundenservice zur Verfügung, auch wenn du bei einem Webshop wie Amazon orderst.

    Falls du dir Sorgen um die Versandkosten bei den schweren Mährobotern machst: Der Versand muss nicht teuer sein. Wenn du eine Amazon-Prime-Mitgliedschaft hast, ist der Versand bei vielen Modellen, etwa dem Worx Landroid, sogar ganz umsonst.

    Testsieger: Gardena Smart Sileno City

    In der Gruppe der kleinen Garten-Roboter sticht der Gardena Mähroboter „Smart Sileno City“ besonders durch seine guten Mäh- und Mulchergebnisse hervor. Aber auch die ergonomischen Aspekte überzeugen uns. Dazu zählte vor allem der Überfahrschutz – ein wichtiges Kriterium für alle Mähroboter. Die ausführlichen Ergebnisse findest du im Einzelbericht über unseren Mähroboter Testsieger von Gardena.

    Der Mähroboter Testsieger von Gardena bei der Arbeit

    Preis-Leistungs-Sieger: Worx Landroid M500

    Dass Preis-Leistungs-Sieger auch gut sein können, beweist der „Worx Landroid Mähroboter M500“. Mit nur 0,5 Punkten in der Gesamtnote reiht er sich knapp hinter dem Testsieger auf dem Treppchen ein. In allen Kriterien hinterlässt er einen exzellenten Eindruck. Lediglich die fehlende Betriebsanleitung wertet das Gesamtergebnis ab. Die beiliegende Kurzanleitung (ausschließlich in Englisch) macht die Sache nicht besser.

    Sehr gut gefällt uns in puncto Sicherheit das Antikollisions-System beim Landroid M500. Hier stößt der Mäher nicht mehr gegen ein Hindernis und wendet dann, sondern erkennt es durch Ultraschallsensoren frühzeitig und umfährt es. Allerdings ist dieses Modul vorerst nur als Extra lieferbar. Ebenso bekommst du optional vier weitere Sicherheitsmodule für den Worx Landroid M500, die für die anderen getesteten Geräte in dieser Gruppe so nicht verfügbar sind.

    Der Worx Landroid M500 ist ein sogenannter „Cut to Edge“-Mäher. Das heißt, dass er bis zur Kante mähen kann. Das kann eine Steinkante ebenso sein wie eine Hauswand. Das schafft der Worx, weil sein Mähwerk weit am rechten Rand untergebracht ist, aber mit einem speziellen Gitter sicher gegen das Greifen darunter geschützt ist.

    Cut to Edge: Das Mährwerk sitzt beim Worx am rechten Rand

    Richtig schlecht ist kein Mähroboter im Test

    Auch für die fünf anderen Mähroboter in der kleinen Kategorie kannst du dich grundsätzlich ohne Bedenken entscheiden. Es gibt hier und da kleinere Abstriche aber dennoch weitgehend gute Ergebnisse beim Mähen. Die Modelle unterscheiden sich im Vergleich jedoch teilweise stark beim Einrichten und Programmieren.

    Bosch Indego S+400

    Dem „Bosch Mähroboter Indego S+400“ bescheinigen wir eine rundherum gute Qualität. Dazu kommt eine perfekte Mähleistung, zu der auch der sehr gute Akku beiträgt. Nicht gut sind Antrieb und Geschwindigkeit. Wir finden, dass die Räder des Bosch Mähroboters zu wenig Profil haben, um auch auf feuchten Flächen und welligem Untergrund voran zu kommen. Da gräbt sich der Bosch schon mal ein. Die Empfehlung an den Hersteller ist ein zweiter Satz Räder mit grobstolligem Profil zum Wechseln. Hier könnte auch ein Offroad Überzug helfen, wie ihn andere Robotermäher Hersteller im Zubehör anbieten. Nicht optimal sind auch Hinderniserkennung und Überfahrschutz beim Bosch. Und der Umgang mit der App ist trotz sehr guter WLAN-Anbindung schwierig.

    Der Bosch Mähroboter hat Probleme auf unwegsamen Gelände

    Robomow RX 50

    Fangen wir mit der guten Nachricht: Der „Robomow Mähroboter RX 50“ erreicht ein sehr gutes Mäh- und Mulchergebnis. Die zweite gute Nachricht kommt zur Bedienung. Die ist intuitiv. Das bezieht sich sowohl auf das Verlegen des Begrenzungskabels als auch auf dessen Einbindung in das System. Auch der Umgang mit der App entspricht den Erwartungen gerade der jüngeren Tester im Team. Nicht allen gefällt, dass die Programmierung ausschließlich über die App funktioniert. Hier wäre eine eher konservative Einstellung am Gerät durchaus wünschenswert. Gut gelöst ist das bei der Schnitthöhenverstellung, die einfach über einen Drehknopf an der Seite erfolgt. Dass du die Arbeitszeit auf maximal 210 Minuten einstellen kannst, ist weniger erfreulich. Auch dass der Robomow Mähroboter schon in der Verpackung ein Rad verliert, finden wir unschön. Das spricht nicht gerade für eine robuste Qualität. Sehr gut ist dafür aber der Service von Robomow. Der Austausch des Gerätes dauerte gerade mal 48 Stunden.

    Einstellungen am Robomow lassen sich nur über eine App vornehmen

    Stiga Autoclip M5

    Gut ist, dass dieser Mähroboter im Test sauber mäht, was er mähen soll. Außerdem finden wir, dass die Qualität des Gerätes durchaus stimmt. Die Installation des „Stiga Mähroboter Autoclip M5“ ist aber eine Katastrophe. Diese Erfahrung machen zumindest einige unsere Tester. Viereinhalb Stunden hat die Installation in diesem Fall gedauert, wobei das Verlegen des Begrenzungskabels am schnellsten ging. Die übrige Montage hat, so wie sie im Handbuch beschrieben ist, überhaupt nicht funktioniert. Es hat bei einem Tester mehrere Tage gedauert, bis der Stiga allein in seine Ladestation gefahren ist. Um eine Fehlinstallation des Begrenzungskabels auszuschließen, haben mehrere Tester es neu verlegt. Schließlich ist es aber doch gelungen, den Autoclip M5 zu überzeugen, alleine in die Ladestation zu fahren. Bedienfreundlichkeit geht anders.

    Die Installation beim Stiga ist eine Herausforderung

    Wolf Loopo 500

    Der „Wolf Loopo 500 Mähroboter“ ist im Grunde baugleich mit dem Robomow RX50 aus dieser Testgruppe. Jetzt könnten wir einfach nur das Ergebnis von dort abschreiben. Aber es gibt doch ein paar feine Unterschiede. Zum Beispiel beim Preis. Der Wolf kostet bei gleicher Ausstattung im Schnitt 20 Prozent mehr als der Robomow.

    Gut fanden wir, dass dieser Roboter relativ einfach einzulernen ist. Die App ließ sich problemlos runterladen und einrichten. Danach mussten wir eigentlich nichts mehr machen. Der Mähroboter ist von ganz alleine gelaufen. Allerdings hat er sich ein paarmal festgefahren. Mit der Mähleistung sind wir dennoch sehr zufrieden. Nicht gut finden wir, dass das Mähwerk zeitweilig etwas klappert. Wir hatten das Gefühl, dass es nicht sehr solide ist. Trotzdem stimmte das Mähergebnis. Und darauf kommt es an.

    Der WolfGarten Mähroboter lässt sich leicht programmieren

    Yardforce Amiro 400

    Auch beim „Yardforce Mähroboter Amiro 400“ sind wir der Meinung, dass das Mähergebnis durchaus überzeugend ist. Allein die Einrichtung grenzte an eine Katastrophe. Unabhängig vom gelernten Verlegen des Begrenzungskabels. Das ist für unsere Tester eine Pflichtaufgabe, bei der sie die Grenzen ihres Gartens auf Knien erkunden. Das kann dir grundsätzlich Spaß bereiten. Den verlierst du aber, wenn die Einrichtung und Programmierung umständlich sind und viel Zeit kosten. Störend empfinden wir auch, dass Chassis und Verkleidung während des Einsatzes ständig klappern. Ist die Einrichtung erst einmal geglückt, versöhnt ein perfekt geschnittener Rasen uns wieder mit dem Yardforce Amiro 400.

    Die Installation dauert uns beim Yardforce viel zu lang

    So haben wir die Mähroboter getestet

    Insgesamt haben wir die 19 Rasenroboter auf 19 unterschiedlichen Grundstücken getestet und die Rasenfläche und die Mäher immer wieder gewechselt. Die sieben Rasenroboter für kleine Gärten sind am häufigsten im Angebot und auf den Rasenflächen anzutreffen. Wir haben uns auf Mäher für eine Rasenfläche von bis zu 500 Quadratmetern konzentriert. Die Auswahl von Geräten für diese Rasengröße wächst gefühlt fast täglich. Wir haben für diese Test die beliebtesten und die am häufigsten im Internet angefragten Robotermäher ausgewählt. Dazu haben wir passende Grundstücke ausgesucht, die höchst unterschiedlich geschnitten sind und auch teilweise topografische Schwierigkeiten aufweisen. Auch die Pflege der Flächen ist ganz verschieden. Da gibt es selten gemähte Wiesen genauso wie viele Maulwurfshügel. Oder kleine Miniaturparks mit vielen Blumenbeeten und Stauden.

    Zunächst verlegen wir auf dem Gelände das Begrenzungskabel nach Anleitung des Herstellers. Dann kommt die Programmierung über das Display auf dem Mäher oder der App. Und schließlich drücken wir den Startknopf. Dann beginnt der Mähroboter im günstigen Fall direkt mit dem Mähen.

    Wenn die Roboter ihre Arbeit erledigt haben, überprüfen wir das Mähergebnis mit dem Zollstock und vergleichen es mit der eingestellten Höhe. Bei regelmäßigen Treffen tauschen sich unsere Tester aus und besprechen ihre Ergebnisse.

    Unser Test-Team arbeitet schon seit mehr als 10 Jahren mit Mährobotern. Die sind ja auch eine sehr sinnvolle Errungenschaft der Technik: leise, effizient und sparsam. Trotzdem werden sie immer weiterentwickelt und mit mehr Features ausgestattet. Solange diese der Sicherheit dienen, finden wir das super. Aber alles andere ist ein schönes Plus, erscheint uns aber nicht unbedingt notwendig für einen gut gepflegten Rasen. Du kannst also auch an einem schlichten Mähroboter deine Freude haben.

    Die Mähroboter im Test sind so begehrt, dass sie einen knuddeligen Beschützer brauchen

    Was ist bei der Entscheidung für einen Mähroboter zu beachten

    Die zwei wichtigsten Vorgaben sind stets: Was kostet so ein Mähroboter? Und an welcher Quadratmeter Angabe muss ich mich bei der zu mähenden Fläche orientieren? Die erste Antwort geben der Preis und der Preisvergleich. Wenn du preisbewusst bist und trotzdem einen sehr guten Rasenroboter suchst, bist du etwa mit unserem Preis-Leistungs-Sieger Worx Landroid M500 gut beraten.

    An welcher Fläche du dich für die Produktauswahl orientieren solltest, darüber geben häufig die Hersteller Auskunft. Der Hersteller Husqvarna bietet beispielsweise auf seiner Webseite eine einfache Berechnungshilfe. In diesem Test haben wir Mähroboter für kleine Gärten mit 400 m² bis 500 m² unter die Lupe genommen. Rasenroboter für große Gärten und anspruchsvolles Gelände haben wir ebenfalls getestet.

    Achte bei der Entscheidung für oder gegen ein Modell außerdem auf folgende Punkte:

    • Art des Schneidsystems
    • Anzahl der Schneidmesser: Die meisten unserer Testkandidaten wie auch unser Testsieger von Gardena haben drei Klingen. Aber auch Modelle mit zwei Zackenmessern wie bei Robomow liefern gute Ergebnisse.
    • Länge des mitgelieferten Begrenzungsdrahtes: Die Modelle Wolf, Robomow und Gardena in unserem Test bieten mit 150 Metern am meisten.
    • Stückzahl der Befestigungsheringe: Hier variiert die Anzahl von 100 beim Stiga bis zu 200 bei Gardena, Robomow und Wolf.

    Dann solltest du wissen, wie dein zukünftiger Mäher in die Ladestation fährt, damit er sie später auch findet. Und welcher Kabelabstand speziell für dein Gerät notwendig ist. Mache dir nicht so viele Gedanken über das Verlegen des Kabels. Das ist bei allen Herstellern von der Arbeitsleistung gleich und dauert bei der hier beschriebenen maximalen Rasengröße von 500 Quadratmetern einen halben Tag. Die Anbindung des Systems kann dann schon mal je nach Art der Programmierung länger dauern. Du solltest dazu am besten jemanden fragen, der sich mit deinem Wunschgerät auskennt. Mehrere Tage sind für uns ein „no go“.

    Wichtige Fragen zum Mähroboter