Mähen ohne schwitzen - 6 Roboter für den perfekten Rasen

Rasenroboter gibt es schon seit über zwanzig Jahren. Waren sie anfangs nur etwas für Technikfans und arbeiteten auf herrschaftlichen Grundstücken, entwickelten sich die Mähroboter Modelle zu Unterstützern für geruhsame Gartenfreizeit auch in etwas größeren Einfamilienhaus-Gärten. Heute gehören sie zum Mainstream und mähen auch in kleinen Reihenhausiedlungen. Wir haben im großen Mähroboter Test insgesamt 19 Modelle getestet. In diesem Test widmen wir uns den Rasenrobotern für die mittelgroßen Gärten um die tausend Quadratmeter Rasenfläche. Außerdem haben wir noch sieben Roboter für kleinere Gärten und sechs Roboter für außergewöhnliche Einsätze getestet.

Diese Rasenroboter Typen testen wir

  • Gruppe 1: Rasenroboter für kleine Flächen. Zu dieser Gruppe zählen Grundstücks- bzw. Rasengrößen von 500 m² bis 750 m² wie zum Beispiel Vorgärten mit Gehweg zur Haustür, Minigärten hinter Reihenhäusern oder winkelige Stadtgärten.
  • Gruppe 2: Rasenroboter für den mittelgroßen Garten. Hier kommen Rasenroboter für Grundstücke um 1.000 m² bis 1.500 m² Mähfläche zum Einsatz. Mit Büschen, Sträuchern und Bäumen, leichtes auf- und absteigendes Gelände oder mit schmalen Übergangszonen. Deren Ergebnisse findest du hier.
  • Gruppe 3: Rasenroboter für ungewöhnliche Einsätze. Hier sollen die Mähroboter hügeliges Gelände bis zu 3.500 m² Fläche mähen, oder Zonen mit Schwimmbecken und Gartenpavillon sowie Flächen mit vielen Blumen- und Staudenbeeten im Rasen.

Alle Kandidaten im Rasenroboter Test für mittelgroße Gärten

Rasenroboter Testsieger Husqvarna Automower 315X

Wenn der Bewertungsbogen von Höchstnoten in allen Kategorien strotzt, ist einem als Tester direkt klar, dass es sich hier um ein außergewöhnliches Gerät handeln muss. Und das ist der „Automower 315X“ auch. Der Husqvarna Mähroboter ist ein überlegener Testsieger und gibt sich in keiner Bewertungskategorie eine Blöße. Der Automower ist mit Alexa kompatibel und lässt sich per Spracheingabe steuern. Er meistert Steigungen und raues Gelände mit Bravour und liefert perfekte Mähergebnisse. Ob der Automower 315X auch der richtige Rasenroboter für deine Bedürfnisse ist, erfährst du im detaillierten Einzelbericht zum Husqvarna Mähroboter 315X.

Zwei Sieger beim Preis-Leistungs-Verhältnis

In der Gruppe der Mähroboter für mittelgroße Gärten können wir zwei Modelle als Preis-Leistungssieger empfehlen: Gardena Smart Sileno Life Set und Worx Landroid M 1000 WR143E. Sie unterscheiden sich gerade mal um etwa 100 Euro bei den Anschaffungskosten und erzielen beide eine top Gesamtnote. Bei der Preis-Bewertung bekommen sie sogar das exakt selbe Ergebnis. Wenn du vor allem auf den Preis achtest und trotzdem einen sehr guten Rasenmäher-Roboter suchst, machst du also bei beiden nichts falsch. Hier erfährst du, in welchen Kategorien diese beiden günstigen Rasenroboter glänzen und wo sie patzen.

Preis-Leistungs-Sieger 1: Der Gardena Smart Sileno Life Set

Fürs halbe Geld eines Automower gibt es auch den sehr guten Rasenroboter „Gardena Smart Sileno Life Set“. Wie sein Name schon sagt, gehört zu seinem Lieferumfang ein Set. Damit ist er zuverlässig mit deinem Smartphone verbunden. Das finden wir top. Das sogenannte Smart Gateway stellt die kabellose Netzwerk-Kommunikation zwischen dem Gardena Smart Sileno Rasenroboter und weiteren Geräten aus dem Gardena smart System und der Gardena smart App her. Dadurch hast du eine stabile und sichere Anbindung über eine besonders leistungsstarke Funktechnologie. Das funktioniert in allen Einsatzbereichen hervorragend. Zwei integrierte High-Performance Antennen am Gardena Mähroboter sichern die stabile und sichere Verbindung auch über hohe Reichweiten. Die Installation finden wir einfach und problemlos. Wir wünschen uns allerdings, dass wir mit der Gardena App noch mehr Features einstellen können. Wenn du das als unnötige Spielerei empfindest, wird dich schlussendlich das Mäh- und Mulchergebnis genauso überzeugen wie uns. Lediglich in der Hinderniserkennung patzt der Gardena Rasenroboter das eine oder andere Mal. Der Gardena Mähroboter in dieser Testkategorie eignet sich für Mähflächen um 1.000 . Der Akku lädt in einer Stunde wieder auf. Danach kann der Gardena Smart Sileno Life Set 65 Minuten mähen.

Die App-Anbindung gefällt uns beim Gardena Smart Sileno Life Set besonders gut

Preis-Leistungs-Sieger 2: Der Worx Landroid M1000 (WR143E)

Die Beurteilung unserer Tester des Worx Landroid Rasenroboter M1000 / WR143E ist zwiespältig. Einige kommen mit der App und der Anbindung ans WLAN nicht zurecht. Andere sehen hier keinerlei Probleme. Dafür wirft er bei der Installation, auch ohne App, keine Fragen auf. Ist der Begrenzungsdraht verlegt, lässt er sich schnell an die Ladestation anschließen. Der Worx Landroid M1000 WR143E parkt bei Strombedarf einfach in Fahrtrichtung längs ein und muss weder bei der Ein- noch bei der Ausfahrt lange rangieren.

Alle unsere Tester bewerten beim Worx Rasenroboter die Anwendung gleichermaßen gut. Vor allem die „cut to edge“ Funktion finden wir positiv. Mit ihr mäht der Landroid M1000 haarscharf an Kanten oder Hausmauern entlang. Dadurch kannst du dir in vielen Fällen den Einsatz eines Trimmers sparen. Das ist auch beim Worx Landroid M500 im Test der kleinen Rasenroboter so. Lediglich bei unebenem Gelände zeigt der Worx Schwächen.

Der Worx Rasenmäher-Roboter verbringt 70 Minuten in der Ladestation, genauso lang kann er anschließend den Rasen bearbeiten. Wie der Produktname schon sagt, ist der Rasenroboter für den Garten um 1.000 m² geeignet.

Alles in allem ordnen unsere Anwender den „Worx Landroid M1000 WR143E“ bei den Punkten leicht hinter dem „Gardena Smart Sileno Life Set ein. Dafür ist er allerdings etwas günstiger. Das führt dazu, dass Worx und Gardena die gleiche Preis-Bewertung haben.

Der Worx Landroid M1000 kann bis zur Rasenkante mähen

Gut bis durchwachsen – Die anderen 3 Rasenroboter im Test

Bei einem kannst du sicher sein: Mähen können alle Rasenroboter in dieser Testgruppe gut. Auch wenn die drei anderen Mähroboter es nicht aufs Siegerpodest schaffen, decken sie vielleicht genau dein Bedürfnis ab.

Nah am Treppchen: Wolf-Garten Rasenroboter Loopo M1500

Eine gute Performance liefert der „Wolf-Garten Rasenroboter Loopo M1500“ ab. Vor allem das Mäh- und Mulchergebnis kann überzeugen. Auch bei unwegsamem Gelände, bei Löchern oder auch leichten Steigungen arbeitet der Mäher immer noch sehr zuverlässig. Allerdings dauert es etwas, bis du dahin kommst. Denn das Einrichten und vor allem die Programmierung lassen zu wünschen übrig. Doch das musst du ja nicht oft wiederholen. Das häufigere Einstellen der Schnitthöhe ist zum Beispiel völlig unproblematisch. Und um mehr musst du dich nicht kümmern, wenn der Wolf erst mal mäht. Mit einer Akku-Ladung tut er das etwa 65 Minuten lang. Danach braucht er zum Aufladen rund 80 Minuten. Geeignet ist der Loopo laut Hersteller für einen Garten bis 1.500 m².

Der Loopo meistert auch unwegsames Gelände gut

Langer Lader: Der Stiga Rasenroboter Autoclip M7

Zwei Stunden benötigt die Ladestation des „Stiga Rasenroboters Autoclip M7“ um den Akku in der Ladestation aufzuladen. Das ist die im Vergleich mit den anderen Modellen längste Zeit aller Rasenroboter im Test. Aber dafür mäht er dann auch zwei Stunden am Stück. Auch das ist die längste Zeit aller Rasenroboter im Test. Insgesamt kommt er so auf gut 12 Stunden maximale Mähzeit pro Tag. Das ist gerade einmal ein knappes Stündchen weniger, als der Testsieger schafft. Und dabei holt er auch noch ein ordentliches Mäh- und Mulchergebnis heraus. Weniger gefällt uns die App. Die verlangt Berechtigungen, die nicht unbedingt jeder Anwender geben möchte. So zum Beispiel zum Telefonieren. Außerdem gehört der Stiga Autoclip M7 Rasenroboter nicht zu den preiswerten Geräten in diesem Test.

Die App beim Stiga Rasenroboter Autoclip M7 gefällt uns weniger gut

Preiswert aber schwierig: Der Yardforce Rasenroboter X100i

Wenn er mäht, mäht er ordentlich: der „Yardforce Rasenroboter X100i“. Das Schnittbild ist in Ordnung. Doch zum Bedauern unserer Tester tut er das nicht immer. Auch müssen wir das Modell sehr viel tragen, weil er die Ladestation nicht alleine findet. Auch durch enge Stellen kommt er nicht durch. Weil der Rasenroboter sehr niedrig aufgebaut ist, nimmt er jede Bodenwelle als Hindernis wahr und sitzt dann fest. Da soll er ähnlich reagieren wie der SA500eco. Mit einem vollen Akku mäht der Yardforce X100i eine gute Stunde. Dann benötigt er aber 90 Minuten, um wieder geladen zu werden. Dadurch hat er maximal 9,6 Stunden Mähzeit pro Tag verfügbar. Der kürzeste Wert im Testfeld. Lediglich im Preis liegt er ganz weit unten. So kostet er etwa ein Drittel des Testsiegers und immerhin auch noch ein Drittel weniger die Preissieger.

Den Yardforce X100i musst du öfter mal aus misslichen Lagen befreien

So testen wir die Rasenroboter

Wir haben insgesamt 19 Rasenroboter auf unterschiedlichen Grundstücken getestet, Begrenzungskabel verlegt und immer wieder Mähfläche und Mäher gewechselt. Die sechs Rasenroboter für den mittelgroßen Garten in diesem Bericht haben wir auf Rasenflächen von rund 1.000 Quadratmetern eingesetzt. Der Automower 315X von Husqvarna ist allerdings auch für Flächen bis 1.600 qm geeignet. Für unseren Rasenroboter Test haben wir die beliebtesten Mäher ausgesucht, die auch am meisten im Internet angefragt werden. Dazu suchten wir die entsprechenden Grundstücke aus, die außerdem geländespezifische Schwierigkeiten aufweisen.

Zunächst haben wir auf dem Gelände das Begrenzungskabel nach Anleitung des Herstellers verlegt: immer schön direkt am Boden. Danach ist die Programmierung angesagt. Entweder über das Display auf dem Mäher oder eine App, die du beim Hersteller runterladen musst. Und schließlich starten wir das Mähen. Meist starten die Roboter problemlos. Wenn die Rasenroboter ihre Arbeit erledigt haben, überprüfen wir das Mähergebnis mit dem Zollstock und vergleichen mit der eingestellten Höhe. Bei regelmäßigen Treffen tauschen sich die Tester in unserem Team aus und besprechen ihre Ergebnisse.

Was du bei der Entscheidung für einen Rasenroboter beachten musst

Ein Rasenroboter für mittelgroße Flächen sollte nicht nur für 12 Mähstunden am Tag geeignet sein. Er muss den Rasen auch in einem von dir selbst festgelegten längeren Zeittraum ohne Rückstände komplett mähen können. Ob der Rasenroboter das schafft, hängt ab von der Akkuladezeit, der Betriebsdauer pro Mähzyklus und dem Zeitfenster, wie lang er pro Tag mähen darf. Hier hilft ein Auswahlprogramm wie bei Husqvarna auf der Website des Herstellers.

Achte darauf, dass du einen Wochenzyklus so definieren kannst, dass es Zeiten gibt, in denen nicht gemäht werden soll. Zum Beispiel nachts oder mittags oder zu Zeiten, wenn die Kinder auf dem Rasen spielen oder Tiere auf ihm herumlaufen. Den Wochenzyklus kannst du zum Beispiel bei Husqvarna, Gardena und Worx perfekt festlegen.

Wenn du keine Apps magst, solltest du darauf achten, dass sich ein Rasenroboter, wie der Husqvarna, auch direkt bedienen lässt. Falls du keine Anbindung an Konzerne wie Google wünschst, sollte die Sprachsteuerung wie beim Worx auch ohne Alexa funktionieren.

Bei der Produktauswahl solltest du außerdem berücksichtigen, wie viel Begrenzungskabel und Heringe im Lieferumfang enthalten sind. Husqvarna hat bei seinem Automower 315X in diesem Rasenroboter Test hier die Nase vorn. Die geeignete Rasenfläche ist bei diesem Modell aber auch die größte.

Wichtige Fragen zum Rasenroboter für mittelgroße Gärten