8 Akku-Rasentrimmer und 5 Freischneider getestet

Der Frühling erweckt die Natur zu neuem Leben und damit auch den Rasen. Um diesen zu stutzen, reicht der Rasenmäher oft nicht aus. Denn er kann nichts gegen Gras und Unkraut ausrichten, das am Wegesrand oder an steilen Hängen wächst. Um diese Kanten zu glätten, braucht es also noch ein zweites Gerät: die Sense. Bisher lag hier der Schwerpunkt bei benzingetriebenen oder kabelgebundenen Geräten. Seitdem sich aber die Akku-Technologie rasant weiterentwickelt hat, treten damit ausgerüstete Rasentrimmer, Sensen oder Freischneider immer mehr in den Vordergrund. Wir schauen uns die beliebtesten Exemplare genauer an und unterziehen sie einem Test. Alle hier getesteten Rasentrimmer arbeiten im Akkubetrieb. Sie unterscheiden sich jedoch in ihrem Einsatzgebiet teilweise stark. Wir teilen das Testfeld in zwei Kategorien auf:

  • Akku-Rasentrimmer von 18 bis 24 Volt: Die kleinen Rasentrimmer sind beliebt beim Ausputzen von Rändern, die ein normaler Handmäher oder auch ein Roboter nicht erreicht. Die Akkuleistung macht sie perfekt für kleinere und mittlere Gärten. Die Ergebnisse dieser Gruppe findest du auf dieser Seite.
  • Akku-Rasentrimmer von 36 bis 54 Volt: Diese Rasentrimmer können mit ihrer größeren Schnittfläche und dem starken Fadensystem sogar als Freischneider eingesetzt werden. Benötigst du einen ElektroRasentrimmer mit viel Power, mit dem du auch Gestrüpp zu Leibe rücken kannst, dann schau dir den Test der fünf Freischneider an.

In diesen Kategorien bewerten wir die Akku-Rasentrimmer

  • Qualität: In dieser Kategorie begutachten wir die Verarbeitung, die verbauten Materialien und die Qualität der Fäden oder Messer.
  • Bedienkomfort: Wie leicht lässt sich der Schneidekopf drehen oder der Akku wechseln?
  • Ergonomie: Wir überprüfen, wie gut die Griffe in der Hand liegen und ob sich das Gewicht beim Arbeiten gut verteilt.
  • Praktischer Einsatz: Wir setzen die Rasentrimmer im Test an Randsteinen und Beeteinfassungen ein. Wir versuchen aber auch, höheres Gras zu schneiden, um bis an die Grenzen der Elektro-Rasentrimmer zu gelangen.

Rasentrimmer Testsieger: Stiga SGT 24 AE

Mit 86 Wattstunden hat der Rasentrimmer „Stiga SGT 24 AE“ die größte Akku-Kapazität bei den kleinen Akku-Rasentrimmern von 18 bis 24 Volt. Damit schafft er nicht nur die längsten Rasenkanten sondern mit seinen 30 Zentimetern Schnittkreisdurchmesser in dieser Kategorie auch die beste Flächenleistung. Allerdings braucht der 4-Ah-Akku 90 Minutenum vollgeladen zu sein. Da mit demselben Akku auch noch einige weitere Gartengeräte mit Strom versorgt werden können, solltest du darüber nachdenken, einen zweiten Akku anzuschaffen. 

Der Stiga SGT 24 AE ist mit einem Gewicht von 3,8 Kilogramm der schwerste in seiner Testgruppe. Das macht sich bei längerem Arbeiten in Arm und Schulter bemerkbar. Andererseits ermöglichen die verstellbaren Griff- und Schnittwinkel auch an der Rasenkante ein perfektes Trimmen und eine komfortable Arbeitsposition. Den Monogriff kannst du einfach verstellen und den zusammengesetzten Schaft in zwei Teile auseinandernehmen. Das spart bei Nichtgebrauch Stauraum und erleichtert den Transport. Der 4-Ah-Akku und das Ladegerät sind im Lieferumfang enthalten.

Worx WG163E – bestes Preis-Leistungs-Verhältnis

Wenn du mit kleinem Budget dennoch eine gute Leistung haben möchtest, solltest du den Worx Rasentrimmer „WG163E“ in deine engere Wahl einschließen. Das preiswerteste Gerät in unserem Testfeld arbeitet mit einem großen Schnittkreisdurchmesser von 30 Zentimetern und einem guten Schneidesystem.

Abstriche musst du beim Tragekomfort und bei den Einstellmöglichkeiten machen. Das ist auch beim Akku und der Ladezeit der Fall. Fünf Stunden braucht der Charger für den kleinen 20-Volt-2 Ah-Akku. Da ist es durchaus eine Überlegung wert, direkt den 4-Ah- oder sogar den 5-Ah-Akku anzuschaffen. Die sind zwar schwerer, verhelfen dir aber zu mehr Ausdauer. Und mit dem optional verfügbaren Schnellladegerät sind sie auch in kurzer Zeit wieder betriebsbereit. Die Akkus sind übrigens auch für eine Vielzahl weiterer Geräte vom Rasenmäher bis zur Bohrmaschine von Worx einsetzbar. Alles in allem bringt der kleine preiswerte Worx WG163E ein durchaus akzeptables Mähergebnis und ist für mehr als nur für das Rasenkantenschneiden geeignet.

Unser Liebling: Gardena Comfort Cut Li18/23R

Der Gardena Rasentrimmer „Comfort Cut Li18/23R“ gehört zu den gefragtesten Modellen am Markt. In unserem Rasentrimmer Test hat es das Modell nicht ganz aufs Siegertreppchen geschafft. Doch der gute Akku und die präzise Schneidetechnik überzeugen uns genauso wie die vielen Einstellmöglichkeiten. Wer auf das Gardena-Akku-System setzt, für den ist dieses Gerät sowieso Pflicht. Doch auch sonst hat der beliebte Comfort Cut Li18/23R viele Vorteile, über die wir dir im Einzeltest zum Gardena Rasentrimmer.

Alle weiteren Akku-Rasentrimmer im Test

Unsere Favoriten sind gesetzt. Doch auch die restlichen fünf Rasentrimmer im Test der Gruppe mit 18 bis 24 Volt Akku müssen sich nicht verstecken.

Gute Qualität: Der Ryobi RLT1832

Der Ryobi Rasentrimmer „RLT1832“ hat eine gut einstellbare Arbeitshöhe und ist somit für kleine oder große Menschen gleichermaßen geeignet. Der Zusatz-Handgriff lässt sich über eine Flügelmutter stufenlos in der Halterung verstellen. Der Teleskopstiel ist leicht über einen Klappverschluss ein- und ausziehbar. Die sogenannte EasyEdge Funktion sorgt für leichten Wechsel zwischen Trimmen und Kantenschneiden. Dazu musst du einfach nur den Einstellknopf drücken oder den 180-Grad-Hebel für eine dreifache Schnittwinkelverstellung 

ziehen. Leider hat das Gerät keinen Pflanzenschutzbügel. Darum musst du immer sorgfältig achtgeben, wenn du nahe an Bäume oder Sträucher kommst, um nicht die Rinde zu verletzen. Mit einem Schnittkreisdurchmesser von 230 Millimetern ist der Ryobi RLT 1832 auch für kleine Flächen geeignet. Der in vielen anderen Ryobi Geräten nutzbare 18-Volt-Akku mit 2,5 Ah ist in 75 Minuten wieder aufgeladen.

Prima Schneidsystem: Einhell GE-CT 18Li

Der Einhell Rasentrimmer „GE-CT 18Li“ arbeitet statt mit einem Faden mit einem Schneidsystem mit Messer. Damit kannst du auch etwas höheres Gras gut schneiden. Das Kunststoffmesser lässt sich einfach mit einem Griff einsetzen oder herausnehmen. Im Handgriff des Eingell Elektro-Rasentrimmers gibt es ein Fach mit einem Klarsichtdeckel, in dem du 20 Ersatzmesser unterbringen kannst. Das reich bei einem kleineren Garten, um einige Wochen die Kanten zu säubern. Für größere Flächen würden wir das Messersystem allerdings nicht einsetzen und den Faden bevorzugen. Arbeitshöhe und Einstellmöglichkeiten sind beim Einhell Elektro-Rasentrimmer in Ordnung. Wie auch die komplette Anwendung keine Probleme aufweist. Der 2-Ah-Akku lässt sich in nur 40 Minuten wieder laden. Den Ladezustand des Akkus kannst du anhand der drei LED-Lämpchen feststellen. Akku und Ladegerät gehören zu Einhells Power X-Change System und sind dadurch für eine Vielzahl anderer Geräte des gleichen Herstellers nutzbar.

Leichtgewicht: Black+Decker STC1820PC

Der Black+Decker Elektro-Rasentrimmer „STC1820PC“ ist ein einfacher Rasentrimmer mit 18-Volt Akku zum günstigen Preis. Seine Einstellmöglichkeiten sind der Preisklasse angemessen. Zusatzgriff und Holm lassen sich etwas der Größe des Nutzers anpassen. Ein kleines Rädchen am Schneidwerk des Black+Decker dient bei Horizontalbetrieb als Abstandshalter beim Schneiden um Bäume herum. Das ist zwar kein echter Pflanzenschutzbügel, aber das Rädchen tut es auch. Bei Vertikalbetrieb zum Stutzen der Beetkante dient das Rädchen als Rollhilfe. Mit seinem Faden-Mähsystem schafft der Black+Decker STC1820PC problemlos kleinere Rasenkanten in Vorgärten. Allerdings ist er für Flächennicht geeignet. Der 2-Ah-Akku gelangt mit seiner Kapazität von 36 Amperestunden schnell an seine Grenzen und hat leider eine ziemlich lange Ladezeit von 5 Stunden. Gut gefällt uns am „kleinen“ Black+Decker das niedrige Gewicht von 2,4 Kilogramm ohne Akku.

Starker Akku: Black+Decker STC1840EPC

Der zweite Rasentrimmer von Black+Decker im Test ist in allen Belangen eine Nummer größer und hat ein etwas komfortableres 18-Volt-Gerät als sein kleiner Bruder. Allerdings ist der „Black+Decker STC1840EPC“ auch eine ganze Ecke schwerer. Mit seinem Schnittkreisdurchmesser von 30 Zentimetern ist er auch für kleinere Vorgartenflächen geeignet. Griff, Arbeitshöhe und Schneidkopf lassen sich einfach einstellen. Die Umstellung von Trimmen auf Kantenschneiden geht leicht und werkzeuglos durch einfaches Drehen des Gerätekopfs.

Der 4-Ah-Akku mit einer Kapazität von 72 Amperestunden ist in zwei Stunden wieder geladen und betriebsbereit. Der Akku kann auch für andere Geräte der Marke eingesetzt werden. Die variable Drehzahlvorwahl ermöglicht entweder die Einstellung der maximalen Laufzeit (Eco-Modus) oder der maximalen Leistung (Turbo-Modus). Die E-Drive-Technologie beim großen Black+Decker Elektro-Rasentrimmer sorgt für perfekte Schnittergebnisse auch bei hohem oder nassem Gras. Alles in allem ein gutes Gerät zu einem akzeptablen Preis.

Ausgefallene Bedienung: Bosch Universal GrassCut 18-260

Der Bosch Rasentrimmer „Universal GrassCut 18-260“ ist ein 18-Volt-Akku-Gerät mit einem ungewöhnlichen Bedienkonzept. Die Griffe wirken wie eine Mischung aus Gehhilfe und Motorrad-Griff. Wenn du dich daran gewöhnt hast, kannst du zu lang gewachsenes Gras und um Bäume herumschneiden, ohne dass du Muskelkater in den Armen bekommst. Der Schneidekopf am Bosch Rasentrimmer lässt sich per Fußtaste von horizontalen auf vertikalen Betrieb und umgekehrt einstellen, ohne dass du dich bücken musst. Das klappt aber nicht immer. Der 2-Ah-Akku lässt sich in knapp ein einhalb Stunden aufladen. Mit 36 Wattstunden Energiekapazität gehört der Bosch Universal GrassCut 18-260 nicht unbedingt zu den Rasentrimmern für den Langzeitbetrieb. Wir finden, dass er allerdings für Vorgärten und kleine Beete ausreichend ist.

So haben wir getestet

Alle Geräte stellen wir zunächst mit ihren technischen Merkmalen gegenüber. Dabei vergleichen wir GewichtMähsystemSchnittkreisdurchmesser bis hin zur Akku-Ladezeit. Die aufgenommenen Daten überprüfen wir danach in der Anwendung. Insgesamt kommen die Geräte in acht unterschiedlichen Gärten mit höchst verschiedenen Geländearten und Gräsern zum Einsatz. Dabei legen wir auch Wert darauf, nicht nur die Gerätesondern mit jedem Akku-Rasentrimmer auch das Gelände zu wechseln

Im praktischen Einsatz berücksichtigen wir besonders den Komfort beim Mähen. Schließlich soll keiner der Tester mit defektem Rücken oder Armen aus den Versuchen kommen. Die Flächenleistung der Rasentrimmer überprüfen wir ebenso wie die Länge der gemähten Rasenkanten. Der Einsatz im trockenen Gras ist uns ebenso wichtig wie im feuchtem. Deshalb sind wir auch im oder unmittelbar nach Regen im Einsatz. Um die Akkus zu überprüfen, laden wir sie stets gemeinsam.

Das gibt es bei Akku-Rasentrimmern zu beachten

Nichts ist so gemein wie ein Akku, der mitten in der Arbeit seinen Geist aufgibt. Darum spielt die Energiespeicherkapazität gemessen nach Wattstunden (Wh) eine große Rolle. Die ermittelst du, indem du Voltzahl (V) und Amperestunden (Ah) miteinander multiplizierst. Das erklären wir dir im Artikel zum Akku-Basiswissen noch einmal genauer.

Hast du ein großes Gelände brauchst du viele Wattstunden. Das sollten schon über 100 Wh sein. Hast du nur einen kleinen Vorgarten werden dir wahrscheinlich 36 Wh ausreichen. Wenn dir der Umgang mit dem Mähfaden zu kompliziert ist, nimmst du am besten ein Gerät mit einem Kunststoffmesser, wie den Testkandidaten von Einhell, Ryobi und Gardena. Aber Achtung: Bei großen Flächen ist das Schneidsystem mit Messer ungeeignet. Hier empfehlen wir dir Rasentrimmer mit höherer Akku-Leistung, die wir separat getestet haben.

Wichtig ist ein Pflanzenschutzbügel, der dem Ryobi leider fehlt. Für dich selbst empfehlen wir den Einsatz eines Gurts. Diesen vermissen wir bei den Rasentrimmern von Gardena, Ryobi und Worx.

Wichtige Fragen zum Akku-Rasentrimmer