Graben leicht gemacht – 9 Spaten im Gartenspaten Test

Eines vorweg: bei den beliebtesten Spaten gibt es keine schlechten. Zwar haben alle ihre speziellen Eigenarten, allerdings gräbt es sich mit allen gut. Ähneln sich Griffe, Stiele und Blätter der einzelnen Modelle auf den ersten Blick erst einmal, so unterscheiden sie sich im Detail doch erheblich. Das beginnt schon bei den Materialien. Da gibt es Stiele aus edlem Holz, Metall oder Kunststoff. Griffe in D oder T-Form. Spatenblätter aus handgeschmiedetem oder maschinell gepresstem Stahl. Diese sind meist rund oder spitz, breit oder schmal, kurz oder lang, leicht oder schwer. Jeder Spaten ist so individuell wie sein Nutzer. Auch du wirst einige Zeit brauchen, um den für dich richtigen Spaten zu finden. Aber dann wird er dich zuverlässig durch dein Gärtnerleben begleiten. Wir helfen dir dabei, ein paar Fehler zu vermeiden.

In diesen drei Kategorien testen wir

  • Qualität: Griff, Stiel und Blatt begutachten wir im Detail und vergleichen sie miteinander. Dabei achten wir besonders auf die Verarbeitung. Zum Beispiel ist hier die Verbindung zwischen Blatt und Stiel ein Knackpunkt.
  • Bedienkomfort und Funktionalität: Hier checken wir das Gewicht, untersuchen die Stärke des Blattes sowie seine Länge und Breite. Außerdem spielt hier die Griffigkeit der Stieloberfläche eine Rolle.
  • Ergonomie: Wir vergleichen Form und Größe des Stiels. Ebenso die Gesamtlänge der Spaten. Einen prüfenden Blick werfen wir auch auf die Trittkante.

Neun Spaten im Vergleich: Welcher liegt gut in der Hand und mit welchem gräbt es sich besonders komfortabel?

Testsieger - Wolf-Garten Spaten AS-D und ASP-D

„Wolf-Garten Spaten AS-D“ und „Wolf-Garten Spaten ASP-D“ erreichen mit den beiden Fiskars Spaten die gleiche Punktzahl und teilen sich den höchsten Podestplatz. Preislich können sie aber nicht mithalten. Wie sich die Wolf-Garten Spaten den Testsieg ausgegraben haben, erfährst du in unserem Einzelbericht.

Preis-Leistungs-Sieger – Fiskars Xact Gärtnerspaten rund und spitz

Der „Fiskars Xact Gärtnerspaten rund“ und der „Fiskars Xact Gärtnerspaten spitz“ landen zusammen mit den Wolf-Garten Modellen auf dem ersten Platz und machen dank ihres unschlagbar günstigen Preises gleichzeitig den Preis-Leistungs-Sieger klar. Mehr zu den Fiskars Spaten liest du im gemeinsamen Einzeltest.

Alle weiteren Produkte im Spaten Test

Auch die nachfolgenden Spaten sind hochwertige Arbeitsgeräte und verfehlen nur knapp den Testsieg. Die ermittelte Punktzahl zwischen Platz eins und Platz neun hat gerade einmal einen Abstand von 0,6 Punkten. Da gibt es wirklich kein gut oder schlecht, sondern eine klare Gleichwertigkeit. Den Unterschied machen kleinere Details aus und hängen auch von unseren Vorlieben ab. Der eine kommt eben besser mit dem Kunststoff-D-Griff zurecht, der andere mit dem Holz-T-Griff.

Gardena Ergoline Spaten rund und spitz – Die Komfortablen

Wenn vier Spaten sich den ersten Platz teilen, haben die nächsten zwei den zweiten Platz errungen. So geht es dem Gardena „Ergoline Spaten rund“ und „Ergoline Spaten spitz“. Es sind zwei sehr komfortable Geräte mit denen du problemlos deine Beete umgraben oder auflockern kannst. Die Stiele beider Modelle sind identisch. Wie der Modellname vermuten lässt, liegt der Unterschied im verbauten Spatenblatt. In harten oder schweren Böden arbeitest du besser mit dem spitzen Spaten. Die D-Griffe sind mit 160 x 160 Millimeter schön groß. Sodass du sie bequem auch mit beiden Händen greifen kannst. 

Der ovale Stiel sorgt dafür, dass du ihn nicht unbeabsichtigt drehst. Dadurch bleibt das Spatenblatt immer in der richtigen Position. Außerdem ist er mit griffsympathischem Kunststoff ummantelt. Der macht den Griff rutschfest, auch wenn du von der Arbeit an den Händen schwitzt. Das Stahl-Blatt ist an den Stiel geschweißt. Das ist unserer Meinung nach ein neuralgischer Punkt beim Ausheben schwerer Wurzelballen. Quasi der Knackpunkt. Da könnte das Blatt schon mal brechen. Das Blatt und der Stielansatz sind pulverbeschichtet. Das vermeidet zu schnelles Rosten. 

Ideal Gärtnerspaten Gr. 2 – Stark aber teuer

Der „Ideal Gärtnerspaten Gr. 2" ist ein klassischer Rundspaten. Das spezialgehärtete und polierte Blatt ist mit dem Schaft aus einem Stück konisch gewalzt und doppelt mit dem Stiel vernietet. Der ist aus Hickory-Holz, ein sehr hartes, belastbares und haltbares nordamerikanisches Walnussholz. Die ausgezeichnete Qualität schlägt sich auch im recht hohen Preis nieder.

Der T-Griff mit einem Durchmesser von 32 Millimetern ist aufgesteckt und mit einer Klammer fixiert. Wir finden den T-Griff etwas schlecht zum Greifen. Der Profi wird darüber milde lächeln. Für ihn ist solch ein Spaten der ideale Begleiter für intensive Gartenarbeit. Der aufgeschlagene Trittschutz am Blatt ist mit 11 x 50 Millimetern der kleinste im Testfeld.

Baack Holsteiner Rüffel – Damit graben die Profis

Der „Baack Holsteiner Rüffel“ ist ebenso wie der Ideal Gärtnerspaten ein Klassiker. Einen Rüffel gibt’s von uns für den Preis. Der Spaten von Baack ist der teuerste in der Testgruppe. Allerdings ist er auch ein echtes Profigerät. Es wird kaum eine Gärtnerei oder Baumschule geben, in der er nicht seinen Dienst verrichtet. Auch Gartenamateure graben sich damit gut durch den Boden. Das liegt sicherlich auch an seinem geringen Gewicht von 1,9 Kilogramm. Das unterbietet im Test kein anderes Modell. 

Durch den geschmiedeten Rücken im Blatt benötigt der Spaten keine zusätzliche Stabilisierung des Blattes, somit ist er frei von Staustellen für Erdreich. Dadurch bleibt er stets blank. Das Blatt ist konisch geschmiedet und schärft sich selbst. Sehr gut finden wir die Federtechnik der Stielaufnahme. Die soll nämlich einem Bruch des Stiels bei starker Beanspruchung vorbeugen. Das Ausgraben eines kleinen Ahorns mit Herzwurzeln bewältigt der Baack Holsteiner Rüffel im Test mit Bravour. Der Stiel ist gemeinsam mit dem D-Griff aus Eschenholz gefertigt. Wir finden die gerade Seite des D-Griffs mit nur 85 Millimetern sehr schmal. Der Griffumfang ist hingegen mit 37 Millimetern sehr dick.

Ideal Fitness-Spaten – Das Auge gräbt mit

Der „Ideal Fitness-Spaten“ ist eindeutig der coolste im Testfeld. Mit seinem schicken roten T-Griff macht er auch optisch etwas her. Ideal hat mit ihm eine neue ungewöhnliche Designlinie entwickelt. Sie soll für mehr Spaß bei der Gartenarbeit sorgen und, bei regelmäßiger Gartenarbeit, zur Verbesserung der körperlichen Fitness beitragen. Wir sind allerdings der Ansicht, dass das mit den anderen Spaten genauso gut klappt. 

Zu den Pluspunkten gehört das spezialgehärtete Blatt mit langer Doppelfeder zur sicheren Aufnahme des Stiels. Der ist mit zwei Nieten sicher befestigt. Der Eschenholzstiel ist leuchtend rot pulverbeschichtet. Da musst du den Spaten im Gartenhäuschen nicht lange suchen. In der Griffzone erhöht ein geriffelter Kunststoffmantel den Grip. Darüber ist er bis zum T-Griff mit einer Folierung in Carbonoptik ummantelt. Das sieht schon ziemlich sportlich aus. Bei aller Sportlichkeit ist uns allerdings die aufgesteckte Trittkante etwas zu schmal.

So haben wir die Gartenspaten getestet

Zunächst nehmen wir alle Spaten sorgfältig in Augenschein. Jedes Blatt wird genau begutachtet und exakt vermessen. Dabei ist der Übergang vom Blatt zum Stiel sehr wichtig, ebenso dessen Befestigung. Den Stiel untersuchen wir auf Material, Stärke, Form und eventuelle Oberflächenbehandlung. Dabei schauen wir, ob der Stiel rutschig ist oder griffig in der Hand liegt.

Den Griff betrachten wir zunächst in Verbindung mit dem Stiel. Bestehen beide aus einem Stück oder ist der Griff aufgesteckt? Ist letzteres der Fall, wie ist er dann befestigt? Beim Griff selbst überprüfen wir, ob er rutschfest ist und sicher in der Hand liegt. Dabei achten wir auf Breite, Höhe und Griffdurchmesser. Schließlich messen wir noch die Höhe und das Gewicht der Spaten. Danach geht es ab ins Beet und ans Umgraben, Ausgraben und Eingraben.

Darauf solltest du bei der Entscheidung für einen Spaten achten

Wenn du dir einen Spaten zulegen möchtest, musst du nicht unbedingt viel Geld anlegen, um ein gutes Gartengerät zu bekommen. Trotzdem solltest du ein paar grundsätzliche Dinge beachten. Wenn du harten und schweren Boden zu bearbeiten hast, musst du auf alle Fälle einen spitzen Spaten nehmen. Der kommt mit solchen Böden besser zurecht. Das Blatt sollte groß genug für die zu erledigenden Arbeiten sein. 280 Millimeter lang und 190 Millimeter an der unteren Kante breit sind da durchaus in Ordnung und ein guter Richtwert.

Ein handgeschmiedetes Blatt mit einer Doppelfeder, die den Stiel aufnimmt, sorgt aus unserer Sicht für Langlebigkeit. Eher skeptisch sind wir bei ans Spatenblatt geschweißten Stielen. Das kann je nach Qualität der Schweißnaht eine Sollbruchstelle sein. Gut gefallen uns Stiele mit softer UmmantelungDamit rutschst du während der Arbeit nicht so leicht ab. Schließlich sollte auch der Griff deinen Bedürfnissen entsprechen. Wenn du große Hände hast, sollte der Griff auch entsprechend gebaut sein, dasselbe gilt für kleine Hände. Hier ist außerdem ein geringer Durchmesser sinnvoll.

Wichtige Fragen zum Spaten