Ohne Kabel gegen Wollmäuse – 11 leistungsstarke Akku-Sauger getestet

Ohne Staubsaugen geht es nicht. Trotzdem nervt bei vielen Modellen insbesondere das Kabel, das ständig an Stuhlbeinen oder Blumentöpfen hängen bleibt. Mit einem Akku-Staubsauger bist du deutlich flexibler. Außerdem kommst du auch mühelos an Stellen, die du mit einem kabelgebundenen schwereren Bodenstaubsauger nicht erreichst.  Zwar haben Akku-Geräte nicht so ganz viel Power wie ein herkömmlicher Staubsauger, aber sie putzen dennoch ordentlich was weg. Knackpunkt ist oftmals weniger die Saugleistung  sondern vielmehr die Akkulaufzeit. Denn die ist bei manchen Modellen leider sehr kurz. Wir haben elf Akku-Staubsauger für dich getestet. Preislich bewegen sich unsere Testkandidaten zwischen 80 und 720 Euro (Stand Juni 2019). Ebenfalls für dich getestet haben wir Bodenstaubsauger ohne Beutel und kompakte Akku-Handstaubsauger.

Akku-Staubsauger Test Video

In diesen Kategorien haben wir getestet

  • Qualität und Verarbeitung: Macht der Akku-Staubsauger einen wertigen Eindruck? Passen die Steckverbindungen der Einzelteile gut und wackeln nicht?
  • Bedienkomfort: Wie wendig ist der Sauger? Kommst du damit auch in alle Ecken und unter die Möbel? Wie liegt der Griff in der Hand? Wie schwer ist das Gerät? Lässt sich der Staubbehälter leicht leeren?
  • Akku: Für uns mit die wichtigste Kategorie. Wie lange benötigt der Akku für eine komplette Ladung? Wie lange lässt sich mit vollgeladenem Akku saugen?
  • Saugleistung: Bewältigt der Akku-Staubsauger auch große Verschmutzung auf Anhieb oder musst du mit dem Gerät mehrmals über die gleiche Stelle, um sie zu reinigen?

Testsieger: Dyson Cyclone V10 Absolute

Der „Dyson Cyclone V10“ beeindruckt mit toller Saugleistung. Die Verarbeitung ist hochwertig und das Zubehör umfangreich. Eine 80 bis 100 Quadratmeterwohnung bekommst du mit ihm locker blitze blank. Der Akku ist ratz-fatz in 3,5 Stunden geladen und läuft dann knapp eine halbe Stunde, wenn du dich mit der Turbo-Taste zurückhältst. Einzig der  Monster-Preis von knapp 550 Euro (Stand Juli 2019)  stört uns. Wie der Dyson V10 die Konkurrenz abgehängt hat, erfährst du im Dyson V10 Einzeltest.

Der Dyson Cyclone V10 sichert sich mit beeindruckender Saugleistung den Testsieg

Preis-Leistungs-Sieger: Leifheit Regulus PowerVac

Deutlich günstiger als der Testsieger von Dyson ist der Leifheit Akku Staubsauger Regulus PowerVac zu haben. Das Modell ist gut verarbeitet und liegt angenehm leicht in der HandSo kannst du ihn auch bequem von Stufe zu Stufe heben und so eine Treppe saugen. Der Saugkopf ist sehr wendig und flexibel. Praktisch am Leifheit Modell ist, dass du das Handteil abnehmen und als Akku-Handstaubsauger verwenden kannst. 

Die Saugleistung ist gut. Arbeiten kannst du in zwei Saugstufen. Die erste Stufe ist auf dem Kurzflorteppich doch etwas schwachbrüstig. Bei Steinchen, die du mit Schuhen ins Haus getragen hast, hat er manchmal Probleme. Zwar saugt der Leifheit nach und nach alles weg, das dauert aber eben. Auf der zweiten Stufe sieht das schon anders aus: der kurze Teppich wird schön sauber. Staub, Mehl, Steinchen und Straßenschmutz werden problemlos eingesaugt. Der Regulus PowerVac hat allerdings das Potenzial, dir dein Parkett zu zerkratzen: Der Saugkopf gleitet auf zwei winzigen Rollen über den Boden und schabt und kratzt dabei ordentlich. Setzt sich da mal ein kleiner Kiesel fest hast du schnell ein tolles Muster in den Boden graviert. Das zieht die eigentlich sehr gute Verarbeitung nach unten. 

Solide Akku-Leistung und abnehmbarer Handstaubsauger

Geladen ist der leere Akku des Leifheit Regulus PowerVac in 3,5 Stunden. Das ist ein guter Wert im Testfeld. Die Akkulaufzeit liegt mit etwas über 26 Minuten im „gemischten“ Modus, also je nach Bedarf mal Stufe eins, mal Stufe zwei, im Test-Mittel. Auch die Geräuschentwicklung hält sich im Rahmen und dir dröhnt nicht der Schädel. Mit vier LED leuchtet der Saugkopf den zu saugenden Bereich aus. Das ist gut, allerdings ist das Gehäuse des Leifheit zu groß und kommt nicht unter Betten und Kommoden. Gut finden wir hingegen, dass der Sauger von selbst steht. Du kannst also auch mal ein Kaffeepäuschen einlegen.

Geleert ist der Staubbehälter des Leifheit sofort: Die Box lässt sich leicht abnehmen und bequem über der Mülltonne entleeren. Das abnehmbare Handstaubsauger eignet sich mit der mitgelieferten Polsterbürste ganz ordentlich für Polster. Viel Power hat er allerdings nicht. Dein Auto bekommst du damit zum Beispiel nicht wirklich komplett sauber und staubfrei. 

Innovationssieger: Dyson V11 Absolute

Das neue Flaggschiff der Dyson Akku-Staubsauger ist der V11. Der neue Hecht im Karpfenteich beeindruckt in Sachen Saugleistung ebenso wie das Vorgängermodell, ist allerdings noch teurer. Den Innovationspreis bekommt der Dyson V11 für seine futuristische Akku-Anzeige. Ein kleines Display informiert dich darüber, wie lange der Akku im aktuellen Saugmodus noch durchhält – und zwar sekundengenau. Mehr zum Innovationssieger liest du im Dyson V11 Einzeltest

Der Dyson V11 informiert dich sekundengenau über die verbleibende Akku-Laufzeit

Weg mit dem Staub! Diese acht Akku-Staubsauger haben wir ebenfalls getestet

Am Testsieger beißen sich mehrere ausgezeichnete Modelle die Zähne aus. Besonders das Modell von Bosch liefert dem Testsieger ein hartes Duell. So haben die einzelnen Kandidaten im Akku-Staubsauger Test abgeschnitten.

Bosch Zoo’o ProAnimal

Das Boschmodell „Zoo’o ProAnimal“ ist eine Wucht. In mehrerlei Hinsicht. Zum einen ist der Sauger recht klobig und auch etwas schwerer als viele der Testkonkurrenten. Uns stört das allerdings nicht wirklich, da der Saugfuß sehr leichtgängig über den Boden flitzt. Der Bürstenkopf ist zudem recht beweglich und du kommst mit ihm gut in die Ecken. Da stört uns schon mehr, dass wir mit dem Sauger nicht unter jedes Möbelstück  gelangen, weil das Gehäuse zu ausladend ist. Sehr gut gefällt uns die drei geteilte Ladestandanzeige. Die hast du während des Saugens immer Im Blick so wirst du nicht von einem leeren Akku überrascht. Die Akku-Ladezeit ist mit 6 Stunden für eine Komplettladung sehr lang. Allerdings hält der Bosch auch lange durch. In unserem bewährten Mix-Modus macht er erst nach 31 Minuten schlapp. Und das obwohl wir ihn recht oft im Turbo-Modus geprügelt haben.

Die Saugleistung ist sehr gutAuf glattem Boden kommst du mit der 1. Stufe schon sehr weit. Hast du nur Laminat oder Parkett brauchst du noch nicht mal einen Gang hochschalten. Die 2. Stufe ist deutlich stärker. Auf dem Kurzflorteppich wird da alles ohne viel Federlesens weggesaugt. Schaltest du noch einen Gang höher wird der Teppich ordentlich freigeblasen. Da haben auch hartnäckige Tierhaare keine Chance mehr. Aber wie bei allen Akkusaugern: Vorsicht mit dem Turbo. Strapazierst du ihn über die Maßen saugt er den Akku innerhalb weniger Minuten (beim Bosch sind es 12) leer. Dann musst du nachladen. Leider verfügt der Bosch über keine Ladestation. Das ist allerdings nur ein kleines Manko, da er selbstständig und stabil steht. Du darfst nur nicht vergessen, das Kabel einzustecken.  

Unkompliziert aber leider etwas schwer

Die Leerung des Bosch ProAnimal ist sehr einfach. Der Behälter lässt sich leicht entfernen und öffnen. Der eingesetzte Filter ist waschbar und den Rest kannst du mit klarem Wasser ausspülen. Der Bosch ProAnimal ist tatsächlich ganz nah dran am Testsieg. Dass er es nicht bis ganz nach oben aufs Siegertreppchen schafft, liegt am Gewicht und seinem ausladenden Gehäuse, mit dem du nicht unter jedes Sofa oder jede Kommode kommst. Im Test blieb der Bosch Akku-Sauger unter dem vom Hersteller angegebenen Geräuschlevel von 79 dBA. Auf der höchsten Stufe haben wir 75 dBA gemessen. Der lange Griff lässt sich abnehmen und gegen einen sehr kurzen austauschenMit einem Tragegurt kannst du dir den Bosch ProAnimal um die Schulter hängen. Das ist dann in Verbindung mit dem umfangreichen Sortiment an mitgelieferten Bürsten (Polster-, Fügen und Schlauchdüse) eine Alternative zum Akku-Handstaubsauger. Richtig praktikabel finden wir das aber nicht.

Fazit: In Sachen Saugleistung und Akku-Laufzeit spielt der ProAnimal ganz weit vorne mit. Auch der Preis ist mit knapp 200 Euro (Stand Juli 2019) annehmbar. Allerdings ist der Akku-Sauger schwer und etwas klobig.

Dyson V8 Absolut

Auch der „Dyson V8 Absolut“ punktet deutlich bei der Verarbeitung und der Qualität. Beides ist wie bei seinen Kollegen V10 und V11 auf höchstem Niveau. Der Sauger kommt im Set mit Glattbodenbürstemotorisierter AllzweckbürstePolsterbürste und Fugendüse. Die Ladezeit des Akkus ist mit 5 Stunden allerdings eine der längsten im Testfeld. 

Der V8 ist wendig und flexibel. Mit der niedrigen Bürste und dem schmalen Saugrohr kommst du gut unter Möbel wie Sessel, Sofas oder Betten. Da macht dem Dyson keiner was vor. In Kombination mit den kleinen Fugendüsen und dem Saugrohr kommst du so auch in die oberen Zimmerecken, wenn du dort ein paar Spinnweben entdeckst. Das Öffnen des Staubbehälters gelingt mit einem Knopfdruck. Der eingesaugte Schmutz fällt direkt in die Mülltonne. Bei Bedarf kannst du Behälter und Filtereinheit mit Wasser ausspülen. Die Dyson Modelle stehen nicht selbstständig, sondern müssen in die Ladestation eingehängt werden.

Gutes Saugergebnis mit solidem Akku

Die Universalbürste mit Eigenantrieb sorgt beim Dyson V8 Absolut für eine tadellose Saugleistung. Auf Glattboden und dem Kurzflorteppich saugt der V8 von Staub über Haare und Krümel bis zu Kieselsteinchen alles ein. Den akku-zehrenden Turboboost brauchst du nur in Ausnahmefällen. Bei unserem „gemischten“ Saugmodus hält der Akku bei einem alltäglich verschmutzen Boden etwas über 24 Minuten. Damit deckst du schon einiges an Fläche ab. Egal ob Laminat oder Teppich. Das häufige Klagen über die kurze Akkulaufzeit der Dyson-Sauger finden wir übertrieben. Im Test machen einige Modelle von anderen Herstellern schon früher schlapp. Über den Ladestand informiert dich eine dezente Leuchtanzeige am Griff des Saugers. Mit dem umfangreichen Bürstensortiment des V8 wird der Sauger flugs zum Akku-Handstaubsauger. Damit kommst du auch in den Fußraum deines Autos. Die Geräuschentwicklung ist überschaubar. Im Betrieb bleibt der V8 unter 80 dBA und damit weit unter den vom Hersteller angegebenen 89 dBA.  

Fazit: Der Dyson V8 Absolute ist nicht so saugstark wie seine beiden Nachfolgermodelle V10 und V11, allerdings liefert er dennoch eine der besten Saugleistungen im Test ab. Dass der V8 schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat merkst du jedoch an seinem Akku. Der braucht lange bis er geladen ist und macht früher schlapp als V10 und V11. Preislich ist der V8 mit knapp 410 Euro (Stand Juli 2019) ebenfalls immer noch Spitze. 

Rowenta RH9057WO

Die Verarbeitung beim Rowenta „RH9057WO“ ist in Ordnung. Da haben wir nicht viel zu meckern. Einzig die Steckverbindung zwischen Antriebseinheit und Saugrohr könnte für unseren Geschmack etwas fester sitzenDas Öffnen des Behälter ist zudem recht schwergängig. Da brauchst du etwas Kraft. Also aufpassen, denn der Behälter geht dann plötzlich nach unten auf und da geht leicht der ganze Dreck neben die Tonne. Die Akku-Ladezeit liegt bei 3 Stunden. Das ist ein guter Wert. Der Sauger steht jedoch nicht selbstständig. Wenn du nicht aufpasst knallt er dir hin. Der Rowenta liegt gut in der Hand, wirkt aber im ersten Moment recht schwer. Während des Saugens entpuppt er sich jedoch als sehr wendig und flexibel. Auch das anfänglich scheinbar hohe Gewicht geht nicht in die Arme. Die LED leuchten in einer Reihe den Boden vor dem Saugkopf aus. 

Auf dem Kurzflor-Teppichund dem Glattboden ist die Saugleistung sehr gut. Auf dem Langflorteppich frisst sich der Sauger von Rowenta immer wieder fest. Saugen kannst du mit zwei Einstellungen: Im Normal-Modus reicht der Akku laut Hersteller etwas über 20 Minuten. Bist du nur im Boost-Mode unterwegs ist nach 12 Minuten Schluss. Geht der Akku zur Neige, warnt dich eine blaue Warnlampe.  Was ist das? Es ist blaues Licht? Was tut es? Es leuchtet blau – und warnt vor leerem Akku. Wir haben in unserem „gemischten“ Saugmodus Saft für etwas mehr als 22 Minuten gehabt. Das reicht für 80 Quadratmeter Glattboden/Kurzflorteppich mit Alltagsstaub und -schmutz locker aus. Im Vergleich zu den anderen getesteten Saugern ist das Modell von Rowenta recht laut. Im Boost-Modus reißt er die 80 dbA-Marke.

Wir hadern etwas mit dem Behälter des Rowenta: Das Öffnen geht recht schwer und wir hatten zuerst Angst, etwas kaputt zu machen oder abzubrechen. Aber nein, du brauchst einfach etwas mehr Kraft. Praktisch ist die Handstaubsauger-Funktion. Mit den Bürstenaufsätzen kannst du deine Möbel wieder freiblasen und in deinem Auto klar Schiff machen. Der Akku reicht dann ohne das lange Saugrohr auch etwas länger, nämlich 30 Minuten auf der ersten Stufe, 14 Minuten im Boost-Mode.

FazitGutes Saugergebnis und solide Verarbeitung, allerdings finden wir den Akku etwas schwach. Zudem könnten die Steckverbindungen der Einzelteile etwas fester sein. Das Zubehör ist erfreulich umfangreich. 

AEG CX7 Ergorapido

Von AEG geht der „CX7 Ergorapido“ ins Rennen. Der saugt gut. Praktisch ist das abnehmbare Handstaubsauger-Teil mit Polsterbürste. Letztere ist im Lieferumfang enthalten und ideal für Sofa, Bett und Auto. Die Hauptbürste des CX7 frisst sich in der langsamen Stufe auf dem Langflorteppich mehrmals fest. Der Akku hält etwa 27 Minuten Saugen im „gemischten“ Modus. Das heißt je nach Bedarf auf Stufe 1 (Min Mode) oder Stufe 2 (Max Mode). Die Herstellerangaben liegen hier bei 45 Minuten im Minimal Mode und 16 Minuten im Maximal Mode. Auf dem glatten Boden saugt der Ergorapido ohne Probleme. Auf dem Teppich mit mittlerer Florhöhe ist die Saugleistung auf der ersten Stufe etwas schwach. Auf kurzflorigem Geläuf saugt er hingegen deutlich besser. Im Maximal Modus saugt er beide Teppiche gut bis sehr gut. Dabei richteter den Teppich sogaretwas auf

Gut gefällt uns das komfortable Gelenk am Saugkopf. Damit bist du sehr wendig unterwegs. LEDs leuchten den zu saugendenden Bereich gut aus – das ist äußerst praktisch. Allerdings: Das Gerät ist zu „dick“. Du kommst mit dem AEG nicht unter alle Möbel. Das gibt Abzug. Da ist dann auch das abnehmbare Handstaubsaugerteil keine Hilfe, denn hier liegt mit dem bauchigen Akku die eigentliche Problemzone. Bei der Leerung punktet der AEG Akku-Sauger jedoch wieder. Der etwas klein geratene Staubbehälter lässt sich unkompliziert abnehmen und öffnen. Wir saugen im Test Teppiche und Glattböden mit der Standardbürste, mit der Polsterbürste auf dem Handstaubsaugerteil Sofa undBett.

Verarbeitet ist der AEG CX7 hervorragend. Allerdings ist der Sauger ziemlich klein, so dass es für große Personen auf Dauer unkomfortabel sein dürfte. Das gibt Rücken vom Saugen! Die Ladestation funktioniert wie eine Docking-Station. Erfreulich ist die deutliche Ladestandanzeige. Die Ladezeit ist mit 4 Stunden soweit okay, auch wenn wir da im Test fixere Modelle haben. Der Sauger steht selbstständig, so dass du ihn auch ruhig mal ausschalten und stehen lassen kannst, wenn es an der Tür klingelt. Dein Nachbar wird wohl nicht klingeln, um sich über den Lärm zu beschweren, denn der AEG ist mit 71,2 dBA auf der höchsten Saugstufe nicht übermäßig laut.

Fazit: Der AEG CX7 Ergorapido ist ein guter Akku-Staubsaugermit kleinen Schwächen. Gut gefallen hat uns das abnehmbare Handstaubsaugerteil. Von der Saugleistung hätten wir bei dem relativ hohen Preis von knapp 250 Euro (Stand Juli 2019) dann doch etwas mehr erwartet. 

DirtDevil DD777-2 Blade

Die Konstruktion des „DirtDevil 2 Blade“ ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die Antriebseinheit am Handstück ist recht schwer. Das Manövrieren funktioniert allerdings recht gut. Die Akku-Ladezeit dauert bei leerem Powerpack etwa 4 Stunden. Die Akku-Laufzeit gibt der Hersteller mit stolzen 45 Minuten an – allerdings im Normalmodus, also auf Saugstufe 1. Das Problem dabei: Mit Saugstufe 1 kommst du nicht wirklich weit. Im Test saugt der DD777-2 Blade auf dem verstaubten Teppich die Staubschicht erst im Turbo-Modus weg und da auch nicht ganz rückstandsfrei. Dadurch verkürzt sich die Akku-Laufzeit jedoch erheblich. Wir haben in unserem bewährten Mix-Modus für etwas mehr als 22 Minuten Energie gehabt. 

Die Verarbeitung finden wir nicht ganz so hochwertig wie bei meisten anderen Testkandidaten. Zudem haben die Steckverbindungen der Einzelteile deutlich Spiel. Das ist ärgerlich, weil der D777 immer noch mit knapp 200 Euro (Stand Juli 2019) zu Buche schlägt. Wie die Dyson-Modelle steht auch der Dirt Devil nicht selbstständig.

FazitSolide Saugleistung auf Kosten einer kurzen Akkulaufzeit. Wir finden die Steckverbindungen der einzelnen Komponente zu wackelig. Der Preis ist in Anbetracht dessen etwas hochgegriffen.

Grundig VCH 9630

Der Grundig Akku-Staubsauger „VCH 9630“ ist schön kompakt. Großen Menschen vielleicht schon zu kompakt, weil sie sich zum Saugen bücken müssen. Das abnehmbare Handstaubsaugerteil ist praktisch. Durch das „dicke“ Mittelstück kommt der Sauger allerdings nicht unbedingt unter alle Möbel. Die Saugstärke lässt sich in zwei Stufen regulieren. Allerdings finden wir die erste Stufe sehr schwach. Den staubbedeckten Teppich bekommt der Grundig nur mit Mühe sauber. Auch mit der zweiten Stufe müht sich der Grundig redlich. Ganz rückstandsfrei bekommt er die Matte aber nicht sauber. Auch im separaten Einsatz zieht der Handstaubsauger nicht viel mehr weg. Die Akku-Laufzeit ist für die erste Saugstufe vom Hersteller mit bis zu 45 Minuten angegeben. Allerdings hat die erste Stufe kaum Power. Das mag für den Alltagsstaub auf Laminat und Parkettboden reichen, sobald aber ein Teppich ins Spiel kommt, schmiert der Grundig ab. Im Mix-Modus läuft der Sauger knapp 26 Minuten. Komfortabel ist die Akkuladestandanzeige. Die hast du während der Arbeit stets im Blick. Die Behälterleerung ist unkompliziert. Auch ist der Sauger mit 75 dBA nicht allzu laut.

Fazit: Der Grundig VCH 9630 ist mit knapp 75 Euro (Stand Juli 2019) das günstigste Gerät in unserem Akku-Staubsauger Test. Bei der Saugleistung kann er mit der Konkurrenz nicht mithalten. Wenn du auf der Suche nach einer Ergänzung zu einem kabelgebundenen Bodenstaubsauger bist, ist der Grundig eventuell etwas für den kleinen Schmutz zwischendurch.

Hoover FD 22G Freedom 2-in-1

Der Hoover „FD 22G Freedom 2-in-1” ist sehr leicht und wendig. Allerdings war‘s das fast auch schon wieder. Die Akku-Laufzeit liegt mit 25 Minuten genau im Bereich der Herstellerangaben. Eine Boost- oder Powertaste gibt es nicht. Du saugst die ganze Zeit mit derselben Kraft. Du kannst den Netzschalter mit einem kleinen Haken fixieren und so in den Dauerbetrieb wechseln. Der Akku lässt sich praktischerweise zum Laden entnehmen. Er erinnert an ein Magazin, dass du mit einem Klick entnehmen und wieder einsetzen kannst. Die Behälteröffnung und damit Entleerung funktioniert reibungslos. Da gibt es nicht zu meckern. Die Verarbeitung ist in Ordnung. Uns gefällt die Steckverbindung zwischen Motoreinheit und Saugrohr nicht so gut. Die ist etwas locker und das Rohr wackelt

Die Saugleistung ist so lala. Der Hoover muss auch  auf dem Glattboden mindestens zweimal über verschüttetes Kaffeepulver drüber rutschen, um alles aufzusaugenAuf dem Teppich hat er etwas Mühe mit dem Staub. Da musst du mit der Bürste schon mehrmals hin und her. Große Probleme hat der Hoover mit Kieselsteinchen. Die saugt er zwar auf, aber die Power reicht nicht, um die Steine in den Behälter zu bugsieren. Sie wirbeln im Saugrohr umher und fallen wieder aus dem Sauger, wenn du in ausschaltest. Eine Leuchte informiert dich über den schwächer werdenden Akku. Die Bürste ist etwas schmal, wie wir finden. Da sind Bosch, AEG, Dyson und Grundig deutlich besser aufgestellt. 

Der Hoover lässt sich ohne Saugrohr auch als Handstaubsauger für unzugängliche Ecken, dein Auto oder die Krümel auf dem Sofa verwenden. Die Akkulaufzeit erhöht sich allerdings auch ohne das energiefressende Saugrohr nicht wesentlich. Die Lautstärke bleibt mit 78,2 unter 80 dBA. Auch dieser Akku-Staubsauger steht nicht selbstständig, sondern braucht seine Ladestation.

FazitLeicht und wendig, aber auch etwas wackelig und wenig Saugpower. Der Hoover mag uns nicht so recht überzeugen. Als eines der günstigsten Geräte im Testfeld schlägt er mit 90 Euro (Stand Juli 2019) zu Buche.

Dirt Devil D-698-1 Cavalier

Ähnlich wie beim Hoover hadern wir beim „Dirt Devil D-698-1 Cavalier“ etwas mit der Verarbeitung. Die Steckverbindungen sind ziemlich wacklig und das eingesetzte Saugrohr hat deutlich Spiel. Das macht sich auch beim Saugen bemerkbar, sobald du den Sauger etwas anhebst, merkst du wie das Rohr nach unten sackt. Nicht viel, aber es ist deutlich zu merken. Der Saugkopf ist der schmalste im Testfeld. Zwar ist das Gelenk recht flexibel, aber so wirklich überzeugen will uns die Konstruktion nicht. Die Saugleistung ist vergleichbar mit dem Hoover. Also keine Leistung, die der Spitzengruppe im Test gefährlich wird. 

Auf dem Teppich schrubbelt der Cavalier zwei, drei Mal über die Staubschichtum sie aufzusaugen. Auch dann sind noch Reste zu sehen. Sobald du die rotierende Bürste via Turbo-Modus zuschaltest geht es etwas besser. Trotzdem ist die Saugleistung nicht mit einem Bosch oder Dyson vergleichbar. Die Akku-Laufzeit allerdings schon. Mit knapp 24 Minuten im gemischten Modus liegt der Dirt Devil im Durchschnitt und im Bereich des Dyson V8. Das ist ordentlich, wenn nur die schwache Saugleistung und die nicht so hochwertige Verarbeitung nicht wären.

Wie beim Hoover kannst du auch beim Cavalier den Akku leicht entnehmen. Da kannst du dir theoretisch einen zweiten Akku zum wechseln zulegen. Die Entleerung des Staubbehälters gelingt einfach über einen Klapphebel an der Vorderseite des Schmutztanks. Besonders laut ist der Dirt Devil mit gemessenen 79,2 dBA nicht wirklich. Wie auch der D777-2 Blade steht der Cavalier nicht selbstständig, sondern muss in die Wandhalterung eingehängt werden. 

Fazit: Der Cavalier ist ein Akku-Staubsauger, der sich für den kleinen Schmutz zwischendurch eignet. Während die Akkulaufzeit gut ist, sind wir von der Saugleistung enttäuscht. Daran ändert auch der moderate Preis von knapp 125 Euro (Stand Juli 2019) und der Wechselakku nichts.

So haben wir die Akku-Staubsauger getestet

Wir haben jeden Akku-Staubsauger im Test an seine Grenzen gebracht. Mit jedem haben wir eine etwa 80 Quadratmeter große Wohnung mit verschiedenen Bodenbelägen so lange gesaugt, bis der Akku schlapp gemacht hat. Dabei haben wir je nach Bedarf eine niedrigere oder höhere Saugstufe genutzt. Auf Glattböden reichte meist die erste Stufe der Akku-Staubsauger, je dichter und höher der Teppich wurde, desto mehr Power war notwendig. Mit diesem „gemischten“ Saugmodus wollten wir eine möglichst alltagsnahe Verwendung nachstellen. Die Laufzeit in den unterschiedlichen Saugstufen war jeweils gleich. Die besten Saugleistungen erzielten die Geräte von Dyson. Dicht gefolgt vom Bosch Zoo’o ProAnimal und dem Rowenta. 

Nachdem die Akkus leer gesaugt waren, haben wir die Testkandidaten ans Ladegerät gehängt und gestopptwie lange ein vollständiges Aufladen der Energiezelle dauert. Während des Staubsaugens haben wir Ergonomie und Stabilität begutachtet. Modelle, deren Steckverbindungen robuster waren und weniger Spiel hatten, haben wir besser bewertet. Gut gefallen hat uns das beim AEG Ergorapido, beim Leifheit sowie dem Testsieger Dyson V10 und dem Bosch Zoo’o ProAnimal. Beim Hoover und dem Dirt Devil Cavalier ist da noch Luft nach oben. Ebenfalls gemessen haben wir die Betriebslautstärke der Akku-Staubsauger. Dabei haben wir jede Saugstufe aus einer Entfernung von etwa einem Meter gemessen. Alle Geräte blieben hinsichtlich Geräuschbelästigung im Rahmen der Herstellerangaben.

Mit allen Testkandidaten haben wir verschiedene Bodenbeläge gesaugt

Darauf solltest du achten, wenn du dir einen Akku-Staubsauger zulegen möchtest

Wie lange hält der Akku? Das ist häufig die erste Frage, wenn es um Akku-Staubsauger geht. Noch wichtiger als die Akkulaufzeit ist allerdings eine gute Saugleistung. Denn stundenlang mit wenig Power saugen zu können bringt dich nicht weiter. Deshalb sollte ein guter Akku-Staubsauger schon auf der ersten Saugstufe mit Alltagsschmutz und Staub in der Wohnung zurechtkommen. Da sind neben dem Dyson V10 auch unser Preis-Leistungs-Sieger von Leifheit und der Bosch Akku-Sauger zu empfehlen. Übrigens beziehen sich die Herstellerangaben zur Akku-Laufzeit immer auf die niedrigste Saugstufe. Und diese Angaben stimmen auch bei allen von uns getesteten Geräten. Aber: Auf der niedrigsten Saugstufe kommst du eben oft nicht weit. Wenn es mal schmutziger wird, muss der Turbo-Modus ran. Den solltest du allerdings nicht überstrapazieren, denn die höchste Saugstufe leert den Akku erheblich schneller.

Für eine drei bis vier Zimmerwohnung reicht ein leistungsstarker Akku-Staubsauger bereits aus. Insbesondere Glattböden und kurzflorige Teppiche bekommst du damit ruckzuck sauber. Da ist ein Akku-Sauger deutlich praktischer als ein herkömmlicher Bodenstaubsauger. Bei dickeren Teppichen wirst du öfter mal den Turbo anwerfen müssen. Wird die Fläche größer wird, etwa in einem Einfamilienhaus, dann stößt der Akku-Sauger schnell an seine Grenzen. Möchtest du dennoch keinen kabelgebundenen Bodenstaubsauger, musst du in mehreren Etappen saugen. 

Großer Pluspunkt der Akku-Staubsauger ist die hohe Flexibilität. Dabei sollte der Sauger jedoch auch nicht zu schwer und außerdem stabil sein. Wenn du zum Beispiel ein Regal absaugen oder den Spinnweben an der Decke zu Leibe rücken möchtest, sollte das ohne Hebebühne funktionieren. Dann sollte auch das Saugrohr nicht wackeln. Besonders praktisch ist es, wenn du aus deinem Akku-Staubsauger bei Bedarf als Handstaubsauger verwenden kannst. So lässt sich auch dein Auto komfortabel aussaugen.

Häufige Fragen zu Akku-Staubsaugern