Oszillierende elektrische Zahnbürsten im Vergleich

Die richtige Zahnbürste für deine Bedürfnisse zu finden, ist gar nicht so einfach. In erster Linie entscheidest du dich für einen Zahnbürsten-Typ: Soll es eine Handzahnbürste, eine Schallzahnbürste, eine Rotationszahnbürste oder eine Ultraschallzahnbürste sein. Erst danach fällt die Entscheidung für ein bestimmtes Modell. Die Putzleistung von elektrischen Zahnbürsten mit Schall oder Oszillation fällt spürbar gründlicher aus als mit einer herkömmlichen Handzahnbürste. Das haben wir auch in unserem Test gemerkt. Keines der Modelle aus unserem Vergleich hat uns in Bezug auf die Putzleistung enttäuscht.

 

In diesen Kategorien testen wir

  • Qualität: Wie sind Handstück und Knöpfe verarbeitet? Wirkt der Bürstenkopf stabil?
  • Ergonomie: Beim Putzen sollte die Zahnbürste gut in der Hand liegen. Deshalb legen wir Wert auf eine gute Haptik und ein angenehmes Gewicht. Ebenfalls entscheidend: die Lautstärke während des Betriebs.
  • Anwendung: Wir wollen wissen, wie einfach sich die Reinigungsmodi verstellen lassen und ob der Bürstenkopf einfach aufgesteckt und wieder abgenommen werden kann. Uns interessiert, wie gut die Andruckkontrolle funktioniert und wie umfangreich die Funktionen der Modelle sind.

Elektrische Zahnbürste Testsieger: Oral-B Genius X 20000 Luxe Edition

Ein Genie im Bereich Zahnpflege, das ist die „Genius X 20000 Luxe Edition“ von Braun. Dank künstlicher Intelligenz analysiert sie dein Putzverhalten und hilft dir es zu verbessern. Durch die Positionserkennung weißt du genau, wo du noch länger putzen musst. Zudem hast du mit sechs Reinigungsmodi eine breite Auswahl für deine Bedürfnisse. Wenn du mehr über unseren Testsieger wissen möchtest, wirf einen Blick in den ausführlichen Einzeltest.

Preis-Leistungs-Sieger: Oral-B Pro 1 200 - ohne Andruckkontrolle dafür mit 3 Putzmodi

In klassischem weiß präsentiert sich die „Pro 1 200“ von Oral-B. Ihr Handstück ist an der Front gummiert und hinten geriffelt, sodass sie dir nicht aus der Hand rutscht. Die Haptik finden wir etwas sonderbar, da wir die Gummierung eher hinten erwartet hätten. Vor Gebrauch musst du sie zunächst einmal laden, da sie mit leerem Akku geliefert wird. Es gibt eine Ladestandsanzeige, die beim Aufladen grün blinkt. Die LED unter der Ladestandsanzeige geht an, wenn die Akkuladung unter 10 Prozent liegt. Die elektrische Zahnbürste ist mit einem zwei Minuten Timer ausgestattet. Es gibt eine Taste, die sowohl für das Ein- und Ausschalten als auch für das Verstellen der Modi verantwortlich ist. Davon gibt es drei an der Zahl: tägliche Reinigung, Sensitiv und Aufhellen. Du musst dir merken, welche du regelmäßig nutzt und wie oft du dafür drücken musst, denn eine Modusanzeige gibt es nicht. Beim Abnehmen der Bürste gibt es einen geringen Widerstand. Mit Cross Action Rundkopfbürste wiegt das Modell 125 Gramm.

Mit einem Preis von circa 30 Euro* liegt diese Rotationszahnbürste noch im günstigen Preissegment. Das weiße Handstück ist etwas länger und liegt besser in der Hand. Die Ladezeit beträgt 22 Stunden und die Akkulaufzeit bis zu 10 Tage. Das Handstück ist wasserfest, du kannst es also unter fließendem Wasser abwaschen. Wenn du während des Putzens zu fest drückst, verlangsamt sich die Zahnbürste, um deine Zähne und das Zahnfleisch zu schonen. Es wird eine Aufsteckbürste mitgeliefert.

Fazit: Die Pro 1 200 Zahnbürste mit rotierendem Kopf eignet sich für dich, wenn du nicht viel Geld ausgeben möchtest, aber trotzdem eine schlanke Putzhilfe mit mehreren Reinigungsprogrammen suchst. Das macht sie zu unserem Preis-Leistungs-Sieger.

Weitere elektrische Zahnbürsten für saubere Zähne

Gar nicht so einfach die richtige Elektrozahnbürste für deine Beißerchen zu finden. Oral-B hat im Bereich der oszillierenden Zahnbürsten klar die Nase vorn. Wenn dir die beiden Sieger unseres Tests nicht zusagen, haben wir noch vier weitere Modelle für dich zur Auswahl.

Oral-B Genius 10000 N: Zähneputzen wie die Profis

Die „Genius 10000 N“ besitzt ein sehr hochwertiges Reise-Ladeetui, das dient nicht nur zum Laden der Zahnbürste, sondern lädt auf Wunsch auch direkt dein Handy mit. Sie ist, abgesehen vom Testsieger, die elektrische Zahnbürste mit den meisten Funktionen im Test. Daher auch der selbstbewusste Preis von 135 Euro*. Eine visuelle Andruckkontrolle durch den LED-Ring gibt es ebenso serienmäßig wie den zwei Minuten Timer und das Smart Coaching. Das verhilft dir zu einer besseren Mundhygiene und perfekten Putzergebnissen. Die Positionserkennung hilft dir beim Putzen. So siehst du, an welchen Stellen du schon öfter gereinigt hast als an anderen. Dazu nutzt die Zahnbürste die Kamera deines Smartphones. Deshalb musst du beim Putzen dieses immer auf Augenhöhe haben. Der Zahnfleischschutz-Assistent zeigt dir in der Oral-B App an, wo du zu fest aufdrückst. Das schont Zähne und Zahnfleisch. In der App kannst du sogar Medaillen für unterschiedliche Pflegeroutinen sammeln.

Die Farbe des Smart Rings lässt sich in der Oral-B App auf deine Wunschfarbe anpassen und somit personalisieren. Zur Auswahl stehen dir sechs Reinigungsprogramme: tägliche Reinigung, Pro-Clean, Sensitiv, Aufhellen, Zahnfleischschutz und Zungenreinigung. Das Modell hat wie die Genius X und Smart Expert zwei Knöpfe. Einen zum Ein- und Ausschalten und einen zum Verstellen der Putzmodi. Neben dem Handstück und zwei Aufsteckbürsten (Cross Action und Sensitiv) wird noch ein Reiseetui mit Ladefunktion, eine Smartphone Halterung und eine Aufbewahrungsbox für die Aufsteckbürsten mitgeliefert. Im Reiseetui selbst hast du die Möglichkeit dein Smartphone abzustellen. Die Akkulaufzeit beträgt etwa 2 Wochen. Damit liegt sie im Durchschnitt. Die Zahnbürste gibt es in Schwarz, Weiß und Lila.

Die Oral B App verspricht ein noch besseres Putzergebnis

Die Genius 10000N liegt gut in der Hand und hat eine angenehme Haptik. Trotz des Gewichts von fast 140 Gramm lässt es sich gut mit ihr putzen. Die Kopplung mit der App geht schnell und die Putzmodi lassen sich einfach anpassen. Auch das Aufsetzen und Abnehmen der Bürste klappt spielend leicht. In Sachen Verarbeitung kann das hochwertige Handstück punkten. Etwas enttäuscht sind wir allerdings von der Positionserkennung. Die funktioniert nicht so zuverlässig, wie erwartet. Das Putzergebnis finden wir sehr gut. Als wir nach dem Putzen mit der Zunge über die Zähne fahren, fühlen sich diese glatt an.

Fazit: Die Oral-B Genius 10000 N Rotationszahnbürste kann nicht nur mit ihren vielfältigen Programmen punkten, nein sie ist auch noch gut verarbeitet und hat eine App-Anbindung dank Bluetooth. Das macht sie ebenso vielseitig wie die Genius X.

Oral-B Smart Expert: Fast so gut wie die Luxusklasse

Die „Smart Expert“ ist mit circa 80 Euro* das Mittelklassemodell im Test. Sie verfügt ebenfalls über einen farbigen LED-Ring und fünf Reinigungsprogramme. Auf eine Positionserkennung musst du für den Preis aber leider verzichten. Optisch kommt sie den Luxusmodellen schon sehr nahe. Was die Smart Expert von den Genius Modellen noch unterscheidet, erfährst du im ausführlichen Einzeltestbericht.

Oral-B Pro 2 2900 Black Edition: Zahnpflege im Doppelpack

Du möchtest eine elektrische Zahnbürste für dich und deinen Partner anschaffen, dann ist die „Pro 2 2900“ einen Blick wert. Wir haben sie in der Black Edition getestet. Es werden zwei Handstücke und zwei Aufsteckbürsten mitgeliefert. Auf der Rückseite gibt es eine visuelle Andruckkontrolle, die rot leuchtet, wenn du beim Putzen zu fest aufdrückst. Nach dem Auspacken kannst du mit der Pro 2 direkt losputzen, denn der Akku ist vorgeladen. Zum Vollladen braucht die Zahnbürste 12 Stunden. Das ist im Vergleich zu den anderen Modellen im Test recht kurz. Am Handstück sind zudem eine Ladeanzeige und eine Niedrig-Akkuanzeige angebracht. Wie bei der Pro 1 200 gibt es nur einen Powerknopf und keine Modusanzeige. Auch ein separater Knopf zum Wechseln der Programme fehlt.

Es gibt zwei Reinigungseinstellungen: tägliche Reinigung und Sensitiv. Der zwei Minuten Timer darf ebenfalls nicht fehlen. Das Aufstecken und Abnehmen der Bürste funktioniert gewohnt einfach, wie bei der Pro 1. Die Handstücke sehen sich bis auf die Farbgebung und die Andruckkontrolle sehr ähnlich. Die Laustärke finden wir einen Tick angenehmer als bei der Pro 1.

Fazit: Wenn man bedenkt, dass es hier zwei Zahnbürsten im Lieferumfang gibt, ist der Preis von circa 65 Euro* gerechtfertigt. Zumal noch die visuelle Andruckkontrolle on top kommt. Die Oral-B Pro 2 2900 Black Edition eignet sich für Anwender, die nicht viel Schnickschnack brauchen und mit einer simplen elektrischen Zahnbürste im Doppelpack zufrieden sind.

Oral-B Vitality Cross Action 100: Low-Budget Einstiegsmodell

Die „Vitality Cross Action 100“ ist eine Rotationszahnbürste für Einsteiger. Sie kostet noch nicht mal 20 Euro* kommt dafür aber auch mit einer minimalistischen Ausstattung daher. Das Handstück wird nach oben hin breiter und ist mit einer schwarzen Gummimanschette versehen. Dadurch liegt sie auch in gut in der Hand, wenn selbige nass ist. Über den Powerknopf schaltest du sie an oder aus. Es gibt lediglich eine Reinigungsstufe. Der zwei Minuten Timer hilft dir, die optimale Putzzeit einzuhalten. Alle 30 Sekunden signalisiert die elektrische Zahnbürste dir durch eine kurze Unterbrechung, dass du den nächsten Quadranten putzen solltest.

Die Cross Action kommt vorgeladen bei uns an. Es gibt leider keine Ladestandsanzeige am Handstück. Wenn der Akku leer ist, braucht sie laut Oral-B 16 Stunden, bis er wieder voll ist. Dann hält der Akku bei normalem Gebrauch (2x täglich für 2 Minuten putzen) etwa 5 Tage. Lässt du die Zahnbürste aber kontinuierlich auf der angeschlossenen Ladestation stehen, leert sich der Akku natürlich nicht, sondern wird kontinuierlich geladen. Während des Putzens fällt uns auf, dass die Zahnbürste etwas klobig in der Hand liegt. Mit Aufsteckbürste wiegt sie 107 Gramm. Das Abnehmen des Bürstenkopfes geht etwas schwer. Das Putzergebnis ist in Ordnung, jedoch nicht perfekt. Mit den hochpreisigen Modellen erzielen wir etwas bessere Ergebnisse.

Fazit: Die Oral-B Vitality 100 Cross Action eignet sich für dich, wenn du neu in der Welt der elektrischen Zahnbürsten bist und ein günstiges Modell suchst.

So haben wir getestet

Zunächst haben wir erstmal alle Zahnbürsten ausgepackt und uns den Lieferumfang angesehen. Dann haben wir die einzelnen Handstücke betrachtet und beurteilt, wie diese verarbeitet sind und in der Hand liegen. Gewogen wurden sie dann mit einer Aufsteckbürste. Die hochpreisigen Modelle lassen sich mit einer App verbinden. Die leicht verständliche Software haben wir auf dem Smartphone installiert. Dann mussten sich die Modelle im täglichen Gebrauch unter Beweis stellen. Dazu haben wir mit jeder einen Tag lang morgens und abends je 2 Minuten geputzt und ermittelt, wie einfach sich die Putzmodi verstellen lassen, wie laut sie während des Betriebs sind und wie gut das anschließende Reinigungsgefühl ausfiel. Dabei haben wir auf unser subjektives Empfinden geachtet. Denn ein optimales Putzergebnis ist unter anderem von der richtigen Technik und dem Alter des Bürstenaufsatzes abhängig. In allen Kategorien, bis auf die Ergonomie, überzeugte uns die Genius X 20000 am meisten. In der Ergonomie punktet das günstigste Modell, die Vitality Cross Action 100.

Alle sechs Modelle mussten sich im Alltag beim Zähneputzen beweisen

Was muss ich beim Kauf einer elektrischen Zahnbürste beachten

Zunächst einmal geht es um die Preisklasse. Es gibt sowohl günstige Zahnbürsten mit rotierendem Kopf, zum Beispiel die Vitality Cross Action 100, als auch teure Modelle, wie die Genius Reihe. Im Mittelfeld kommt es mehr auf die Funktionen an. Unser Test hat gezeigt, dass die teuren Geräte mehr Funktionen und Komfort bieten, so dass ihr höherer Preis durchaus gerechtfertigt ist.

Ein weiteres Kriterium sind die Reinigungsprogramme. Meist putzt du in einem der Programme und wechselst diese nicht ständig. Daher kommt es darauf an, dass deine zukünftige Putzhilfe ein Reinigungsprogramm beherrscht, dass deinen Vorlieben entspricht. Eine Programmanzeige ist hilfreich, damit du dich besser orientieren kannst. Wenn du häufig verreist ist eine leichte Zahnbürste oder eine mit hochwertigem Ladeetui sinnvoll. Modelle mit App-Anbindung geben dir Echtzeitfeedback über dein Putzverhalten und geben Vorschläge zur Verbesserung der Mundhygiene. Wenn du diesen Luxus schätzt, können wir dir die Genius Modelle empfehlen. Neigst du während des Zähneputzens eher dazu, mit der Zahnbürste zu fest aufzudrücken, ist es sinnvoll ein Modell mit visueller Andruckkontrolle zu wählen. Dadurch bekommst du nämlich sofort mit, wenn du beim Putzen zu fest aufdrückst. Hast du gerade keine Steckdose in der Nähe kann auch die Akkulaufzeit von Bedeutung sein. Während die Vitality nur 5 Tage durchhält, können die meisten Modelle aus unserem Test mit bis zu 2 Wochen Akkulaufzeit glänzen.

Wichtige Fragen zum Thema elektrische Zahnbürste

* Alle Preise Stand September 2020