Kraftpakete für den Kurzeinsatz – Akku Handstaubsauger im Praxistest

Bei ein paar Krümeln auf dem Tisch, etwas Blumenerde auf dem Teppich oder Chips auf dem Sofa lohnt es sich nicht, den großen Staubsauger rauszuholen. Ein kompakter Akku Handstaubsauger ist sofort einsatzbereit, saugt lästigen Schmutz ruck zuck auf und ist schnell wieder verstaut. Wir haben für dich die 10 besten kabellosen Handstaubsauger mit Akku getestet, um herauszufinden, welcher eine gute Wahl ist. Im Praxistest haben wir auf unterschiedlichen Oberflächen Staub und Krümel weggesaugt, bis den Akkusaugern die Puste ausging. Preislich sind unsere Testprodukte zwischen 33 und 250 Euro (Stand März 2019) angesiedelt. Alle werden über einen Lithium-Ionen-Akku betrieben und kommen ohne Beutel aus. Ebenfalls für dich getestet haben wir Akku-Staubsauger und Bodenstaubsauger ohne Beutel.

In diesen Kategorien haben wir getestet

  • Die Saugleistung: Wie gut machen die Handstaubsauger auf unterschiedlichen Oberflächen ihren Job?
  • Die Akkulaufzeit: Wie lange sind die Sauger einsatzbereit, bevor sie wieder aufgeladen werden müssen?
  • Die Entleerung: Wie einfach lassen sich die Geräte nach dem Gebrauch leeren und  reinigen?

Handstaubsauger Test Video

Kraftvoll und mit langem Atem: Der AEG HX6-M27 Handstaubsauger ist unser Testsieger

Gegen den „AEG HX6“ hatte kein anderer Sauger im Test eine Chance. Der angenehm leichte Testsieger saugt kraftvoll, lässt sich einfach entleeren und punktet mit einer langen Akkulaufzeit. In unserem Einzeltest des Akkusaugers von AEG erfährst du im Detail, warum wir ihn zum Testsieger gekürt haben.

Kompaktes Kraftpaket für kleines Geld: Preis-Leistungs-Sieger ist der Severin HV 7144

Sowohl in Sachen Saugleistung als auch Akkulaufzeit reicht der „Severin S Power HV 7144“ nicht ganz an den Testsieger heran. Allerdings überzeugt er mit seinem günstigen Preis. Ausführliches über den Handsauger findest du in unserem Einzeltests des Severin.

Akku wechsel dich: Unser Innovationssieger ist der Einhell TE-VC 18 Li

Als einziger getesteter Handstaubsauger arbeitet der saugstarke „Einhell TE-VC 18Li“ mit einem nicht fest verbauten Wechselakku. Der Akku ist für zahlreiche andere Einhell-Geräte aus dem „Power X Change“-Programm nutzbar. Wie sich das Gerät im Vergleich mit der Konkurrenz genau geschlagen hat, liest du im Einzeltest des Einhell.

Diese Akku Handstaubsauger haben wir ebenfalls getestet

Insgesamt haben wir 10 Handstaubsauger auf Herz und Nieren geprüft. Dabei fiel unsere Wahl auf kabellose Geräte und daher haben wir Handsauger mit Kabel, wie zum Beispiel den „Clatronic HS 2631“, nicht berücksichtigt. So haben die übrigen Testkandidaten abgeschnitten.

High-End Handstaubsauger: Der Dyson V6 Trigger kann viel – und kostet sehr viel

Der „Dyson V6 Trigger“ ist mit das teuerste Gerät im Test. Dafür bekommst du aber auch einiges. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig. Der Dyson V6 weist seine Konkurrenten mit dem besten Saugergebnis im Test in die Schranken. Die enorme Saugkraft hat jedoch den Nebeneffekt, dass die Akkulaufzeit ziemlich kurz ist: Im Normalbetrieb hält der Akkusauger etwa 20 Minuten durch, sobald du den Turbo einschaltest, ist schon nach sechs Minuten Schluss. 

Mit der beiliegenden Mini-Elektrodüse ist der Dyson V6 sehr klobig. Das Entleeren des Behälters ist kinderleicht: Hebel betätigen, der Behälter öffnet sich unten und der Staub fällt in die Tonne. Wir vermissen eine adäquate Ladestation. Nur ein Ladekabel ist für den knackigen Preis ziemlich dürftig. In Sachen Lautstärke bewegt sich der V6 ebenfalls im Top-Bereich. Knapp 90 Dezibel bringt er in der Spitze auf die Skala. 

Fazit: Ein sehr guter Akku Handstaubsauger mit einigen Schönheitsfehlern. Den Testsieg verhindert in erster Linie der gepfefferte Preis.

Let’s Rock’n Roll: Der Dyson V7 Motorhead

Wie der V6 Trigger ist auch der „Dyson V7 Motorhead“ ganz vorne mit dabei wenn es um die Saugleistung geht – und um den Preis. Der Unterschied zwischen den beiden Dyson-Kandidaten im Handstaubsauger Test liegt hauptsächlich im mitgelieferten Zubehör. Der V7 Motorhead kommt im Paket mit einer Elektrobürste mit Eigenantrieb, Saugrohr-Verlängerung und einer Ladestation für die Wandmontage. So ausgestattet ist der V7 beinahe ein vollwertiger Ersatz für einen großen Boden- oder Stielstaubsauger. Mit 30 Minuten ist die Akkulaufzeit gegenüber dem V6 etwas länger. Allerdings braucht der Motorhead mit Elektrobürste und Saugrohr-Verlängerung auch deutlich mehr Saft. Für eine kleine Wohnung kann der V7 durchaus eine Alternative zu einem Bodenstaubsauger sein - vorausgesetzt du bist bereit, so tief in die Tasche zu greifen.

Liegt gut in der Hand: Der Philips ECO FC6148/01

Der „Philips ECO FC6148/01“ ist sehr gut verarbeitet und überraschend leicht. Sein Griff ermöglicht dir mehrere unterschiedliche Handstellungen. Das ist hilfreich, wenn die zu saugenden Ecken nicht gut zugänglich sind. Den Filter kannst du sehr einfach herausnehmen und mit Wasser reinigen. Uns gefällt die Ladestation, die wahlweise an der Wand montiert oder in den Küchenschrank gestellt werden kann. Die Saugleistung des Philips überzeugt. Er benötigt unwesentlich länger als der Testsieger bis er sämtlichen Schmutz vom Boden aufgeklaubt hat. Uns ist im Test aufgefallen, dass wir den ersten Gang des Philips so gut wie nie verwendet, sondern den Regler gleich auf den höheren Gang geschoben haben. Da die Leistung dort deutlich stärker ist, verkürzt das die Betriebszeit allerdings etwas. Die ist mit neun Minuten ohnehin nicht sonderlich hoch. Für den Einsatz im Haushalt reicht das. Wer sein Auto aussaugen möchte, wird dies mit dem Philips nur in mehreren Etappen schaffen.

Saugstark aber schwer: Der Bosch Move 20,4V

In puncto Verarbeitung gehört der „Bosch Move 20,4V“ zu den besten Modellen im Akku Handstaubsauger Test. Praktisch ist der ausklappbare Griff am Filter, dieser erleichtert dir die Entnahme ungemein. Leider hat der Bosch keine Ladestation, sondern nur ein Kabel. Das gibt etwas Abzug. Die Saugpumpe ist verhältnismäßig laut und das Gerät macht ordentlich Wind. Die Saugleistung ist auf allen verunreinigten Oberflächen beeindruckend: Auf Anhieb saugt der Bosch Move alle Schmutzpartikel restlos ein, auch wenn er bei langflorigem Fell etwas länger braucht. Damit der Bosch sein Potenzial optimal ausschöpft, musst du ihn in einem bestimmten Winkel halten. Das finden wir gewöhnungsbedürftig, zumal die Saugöffnung vorne an der Unterseite des Gerätes liegt und schlecht zu sehen ist. Die Akkulaufzeit ist mit knapp 16 Minuten in Ordnung. Wichtiger jedoch dabei: Der Bosch verliert während seiner Betriebszeit keine Leistung und arbeitet bis der Akku schlapp macht konstant gut. 

Schwerfälliger Handstaubsauger mit Schnappmaul: Der Dirt Devil M137 Gator 18 V

Kompakt und massiv konstruiert liegt der „Dirt Devil M137 Gator 18 V“ sehr schwer in der Hand. Auf glatten Oberflächen saugt der Gator souverän alles bis zum letzten Krümel auf. Sobald das Geläuf etwas flauschiger wird, tut er sich allerdings schwer. Die schwere Mini-Turbodüse verbessert die Saugkraft dann etwas, macht den ohnehin schon schweren Akkusauger aber kopflastig. Um den Behälter zu entleeren klappst du den Gator nach oben auf. Der Mechanismus erinnert an das Maul eines Alligators, daher auch der Name „Gator“. Die Akku-Betriebszeit ist mit etwa acht Minuten nicht üppig. Hinzu kommt, dass der Dirt Devil keine spezielle Ladestation hat, in die er nach Gebrauch eingeklickt werden kann. Vergisst du das Ladekabel nach dem Gebrauch einzustöpseln, überrascht dich beim nächsten Einsatz eventuell ein leerer Akku. Und dann dauert’s: Der Akku braucht volle 16 Stunden bis er komplett wieder aufgeladen ist. Das ist uns eindeutig zu lang.

Überraschend effizient: Der Zerhunt Cordless Vacuum Cleaner

Der „Zerhunt Cordless Vacuum Cleaner“ ist solide verarbeitet, da gibt es nichts. Allerdings spielen da einige Konkurrenten in einer ganz anderen Liga. Bei dem günstigen Preis jedoch nicht weiter verwunderlich. Für glatte Böden und kurzflorige Teppiche ist der Zerhunt mit seiner überraschend guten Saugkraft sehr gut geeignet. Sobald der Teppich dicker wird, steigt er allerdings aus. Der Zerhunt hat zudem Probleme Steinchen aufzusaugen. Und je nach Winkel schiebt er den Dreck vor sich her. Flüssigkeit bewältigt das Gerät so lala. Wir müssen mit dem Lappen nachwischen. 

Gut gemeintes Gimmick: Der Sauger verfügt über eine kleine Lampe für dunkle Ecken – allerdings ist das mehr gewollt als gekonnt. Richtig ausleuchten lässt sich mit der Funzel nicht wirklich etwas. Außerdem ist der „Lichtschalter“ direkt am Griff angebracht. So kommst du beim Saugen immer wieder an den Schalter. Irgendwann nervt das Blinklicht einfach nur noch. Eine Ladestation gibt es ebenfalls nicht. Dafür allerdings mehrere Zusatzdüsen und eine kleine Tasche.

Er bemühte sich stets: Der HoLife HM036BW 18 V

Die Verarbeitung des „HoLife HM036BW“ und der dazugehörigen Ladestation ist nicht ganz so wertig, wie bei den übrigen Modellen im Test. Während des Saugens überzeugt uns der HoLife nicht wirklich. Von allen Schmutzpartikeln bleiben feine Rückstände. Kieselsteine schafft der Sauger ebenfalls nicht. Teilweise fallen Steinchen während des Saugens auch wieder vorne aus der Saugöffnung. Zudem hat der Sauger nicht wie die Test-Konkurrenten eine Art Rücklaufklappe. Es kann durchaus vorkommendass bereits Eingesaugtes nach dem Ausschalten wieder herausfällt.

Dafür punktet er mit langer Akkulaufzeit: Länger hält im Test kein anderes Gerät durch. Flüssigkeiten saugt der HoLife nur ungenügend auf. Da greifen wir lieber zum Lappen. Der Behälter ist mit einem Handgriff schnell von der Antriebseinheit getrennt. Das Entleeren ist etwas frickelig, da zuerst der Filter etwas umständlich entnommen werden muss. Das gibt staubige Finger – und Abzug. Der HoLife ist gar nicht mal so laut, aber das Saugpumpengeräusch ist ein nerviger, hoher Fiepton

So haben wir die Akku Handstaubsauger getestet

Gesaugt haben wir mit allen neun Geräten Kekskrümel, Mehlreste, mit Steinchen durchsetzte Blumenerde und zerstoßene TeeblätterAlle Test-Kandidaten mussten Verunreinigungen von glattem Parkett, Fußmatten, kurzflorigem Teppich und langflorigem Fell aufsaugen. Nach jedem Saugeinsatz haben wir die Behälter der Akkusauger geleert. Wir haben jeden Sauger mit voll geladenem Akku so lange getrietzt, bis ihm die Puste ausging. Am längsten hielten der HoLife mit 30 Minuten, der AEG mit 27 Minuten und der Zerhunt mit 25 Minuten durch. Dagegen machten der Gator von DirtDevil und der Philips bereits nach acht beziehungsweise neun Minuten schlapp. Die Sauger sind zwar nur für Kurzeinsätze gedacht, in unseren Augen sollte der Akku im Normalbetrieb allerdings für mindestens zehn Minuten reichen. Noch ein Wort zum Saugen von Flüssigkeiten. Die Reinigung der drei für Flüssiges geeigneten Sauger ist eine ordentliche Sauerei. Flüssigkeiten, Staub und Krümel backen in Behälter und Filter zusammen, setzen sich fest und können wenn’s blöd läuft schimmeln. Deswegen unser Tipp: Wenn mehr daneben geht als ein paar Tropfen – lieber den Lappen nehmen.

Mit allen Akku Handstaubsaugern haben wir auf unterschiedlichen Oberflächen gesaugt

Darauf solltest du beim Kauf eines Akku Handstaubsaugers achten

Worauf es wirklich ankommt, sind die inneren Werte. Also ist das wichtigste Kriterium natürlich die Saugleistung. Einige Handstaubsauger büßen nach etwa zehn Minuten erhebliche an Leistung ein und saugen nicht mehr alles auf. Kleine Steinchen bleiben da schon mal liegen. Gute Sauger halten während der gesamten Betriebszeit des Akkus die volle Leistung. Gedacht sind Akku Handstaubsauger für den Kurzeinsatz. Eine Handvoll Krümel unter dem Küchentisch oder zerbröselten Chips auf dem Sofa sind schnell weggesaugt. Besonders lange Akkulaufzeiten erfordert das nicht unbedingt. Möchtest du aber dein Auto aussaugen, dann sollte der Sauger etwa 25 bis 30 Minuten durchhalten.

Eher zweitrangig ist die Größe des Staubbehälters, denn der wird eigentlich nach jedem Gebrauch geleert. Praktisch ist eine Ladestation. Dort wird der Sauger geladen, wenn er nicht benötigt wird und ist gleichzeitig gut verstaut. Verfügt der Akku Handstaubsauger nicht über eine Dockingstation, sondern nur über ein Ladekabel, kann es schon mal vorkommen, dass man vergisst ihn nach dem Gebrauch wieder anzustöpseln. Nach und nach leert sich so der Akku und der Saft ist irgendwann komplett verbraucht. Dann droht mitunter eine lange Ladezeit, bis der Akku wieder betriebsbereit ist. Je stärker die Leistung, desto lauter sind die Geräte. Wer also einen Flüster-Sauger bevorzugt, der muss an dieser Stelle erhebliche Einschränkungen in Kauf nehmen. 

Häufige Fragen zu Akku-Handstaubsaugern