Das richtige Nackenkissen finden – eine Wissenschaft für sich 

Was auf den ersten Blick so einfach erscheint, entpuppt sich in der Praxis als schwierige Aufgabe: Die Suche nach einem passenden Schlafkissen. Es gibt verschiedene Arten von Schläfern und für jeden ist ein anderes Kopfkissen passend. Neben Daunenkissen, Nackenhörnchen und Wasserkissen erfreuen sich Nackenkissen einer immer größeren Beliebtheit. Wir haben uns Nackenstützkissen in verschiedenen Kategorien angeschaut und zeigen dir, worauf es beim Kissenkauf ankommt.

In diesen Kategorien testen wir die Nackenstützkissen

  • Qualität: Wir wollen wissen, wie hochwertig der Kern und der Bezug der Nackenkissen daherkommt. Deshalb machen wir die Belastungsprobe und schauen, ob sich das Kissen der Kopfform anpasst. 
  • Praktischer Einsatz: Ein echtes Nackenstützkissen soll, wie der Name schon sagt, den Nacken und die Halswirbelsäule ausreichend abstützen. Die Stützwirkung testen wir ebenso wie den Liegekomfort, die optimale Höhe, den Geruch und die Haptik. 
  • Hygiene: Lässt sich das Kissen ebenfalls waschen oder lediglich der Bezug? Wir prüfen auch, ob sich die Modelle für Allergiker eignen. 

AchtungIndividuelle Bedürfnisse beachten

Die Entscheidung für ein Schlafkissen ist etwas sehr Subjektives und von mehreren Einflussfaktoren abhängig. Wir haben die Kissen auf einer H3 Kaltschaummatratze mit einem mittelpreisigen Lattenrost mit verstellbarer Härte getestet. Je nach Schlafgewohnheiten oder bevorzugten Schlafklima kann es sein, dass ein persönliches Urteil anders ausfällt als in unserem Test.

Testsieger Theraline Pearlfusion: individuell anpassbar und hochwertig

Der Hersteller Theraline ist durch seine Stillkissen bekannt. Doch auch Erwachsene betten sich angenehm auf den Schlafkissen aus ihrem Sortiment. Wir haben das Modell Pearlfusion in der Standardhöhe von 12 Zentimetern getestet. Es gibt noch zwei weitere Ausführungen mit jeweils 10 und 14 Zentimeter. Die passende Größe hängt sowohl vom Körperbau als auch vom Härtegrad der verwendeten Matratze ab. Generell gilt: Je schmaler die Schultern und je weicher die Matratze, desto niedriger sollte das Kopfkissen sein. Andersherum genauso: Menschen mit breiten Schultern und einer festen Matratze brauchen ein recht hohes Nackenkissen

Das Pearlfusion Nackenstützkissen besteht aus einer perfekten Symbiose von punktelastischem Viscoschaum oben und stützenden Mikroperlen unten. Das Nackenstützkissen eignet sich sowohl für Rücken- als auch für Seitenschläfer. Mit den Abmessungen 50 x 32 Zentimetern ist es ausreichend breit. Wenn du allerdings breite Schultern hast, empfehlen wir dir die Variante mit 72 Zentimetern Länge. Der Bezug aus 100 Prozent Bio-Baumwolljersey gefällt uns besonders. Er lässt sich nicht nur bei 60 Grad waschen, sondern fühlt sich auch angenehm an. Das Inlett mit den Perlen darf übrigens auch in die Waschmaschine, der Schaumstoffkern muss aber vorher entnommen werden. Wenn du das Pearlfusion Kissen waschen möchtest, solltest du es in einen Wäschesack geben und eine niedrige Schleuderdrehzahl einstellen, da es ansonsten beschädigt werden könnte.

Die Stützwirkung des Theraline Pearlfusion lässt sich über die Anzahl der Mikroperlen im Inneren anpassen. Im Lieferumfang enthalten ist eine Nachfüllpackung der Perlen. Diese sind so fein wie Salzkörner. Du kannst entweder Perlen nachfüllen oder herausnehmen. Wir haben das Modell so getestet, wie es geliefert wird. Den Liegekomfort finden wir sehr angenehm. Wichtig ist, dass die Seite mit dem Viscoschaum oben ist. Dabei ist das Nackenstützkissen weder zu hart noch zu weich. Wir schlafen in unserem Test entspannt auf dem Theraline Pearlfusion. Das Kopfkissen wurde vom TÜV Rheinland geprüft und ist 100 Prozent schadstofffrei. Als Reisekissen finden wir es nicht so praktisch, da es vergleichsweise schwer ist. 
 
Fazit: Dieses hochwertige Nackenstützkissen eignet sich für Schläfer, die überwiegend auf dem Rücken oder der Seite liegen. Das Kissen kannst du sehr einfach auf deine Bedürfnisse anpassen. Für breitere Schultern solltest du allerdings die größere Variante wählen.

Preis-Leistungs-Sieger: Billerbeck S20 auf Platz 2 für erholsame Nächte

Ein gutes Kopfkissen muss viel Geld kosten? Dass das nicht sein muss, beweist das Billerbeck S20 Nackenkissen aus unserem Vergleich. Es landet nur knapp hinter dem Testsieger. Seine Stärken sind, neben dem günstigen Preis, seine hohe Stützkraft, die hochwertige Verarbeitung und seine Höhenverstellbarkeit. Wenn du noch mehr über das Billerbeck Nackenstützkissen wissen möchtest, wirf einen Blick in unseren Einzeltest.

Alle weiteren Nackenstützkissen aus unserem Test 

So richtig ausgeschlafen bist du noch nicht? Dann haben wir noch neun weitere Nackenkissen, die vielleicht schon bald in dein Schlafzimmer einziehen dürfen. Darunter auch Modelle von Sissel, Tempur oder Irisette.

Sissel Soft Plus: stützt hervorragend und überzeugt in der Seitenlage

Der Veloursbezug des „Sissel Soft Plus” besteht aus 75 Prozent Baumwolle und 25 Prozent Polyester und lässt sich bei 40 Grad waschen. Den hochwertigen und stabilen Kern aus viscoelastischem Schaum kannst du mit der Hand waschen. Der Hersteller empfiehlt das Nackenkissen für Menschen mit Verspannungen im Hals- und Nackenbereich. Beim Liegen auf dem Soft Plus haben wir ein gutes Gefühl. Der Nacken und die Halswirbelsäule werden optimal abgestützt und es ist keine Lücke zwischen Schulter und Nackenstützkissen vorhanden. Das Kissen hat eine orthopädische Form und zeichnet sich durch eine hohe Kante aus, die sich perfekt an deinen Nacken anschmiegt. Die ist zunächst ungewohnt, erweist sich aber als äußerst angenehm beim Schlafen.

Nach dem Schlafen auf dem Soft Plus fühlen wir uns erholt. In der ersten Nacht haben wir laut unserem Schlaftracker eine Effizienz von 91 Prozent erreicht. In der zweiten immerhin noch 89 Prozent. Dabei gab es keine signifikanten Wachphasen. Wenn dir das Kissen zu hoch sein sollte, kannst du eine schmale Schaumstoffplatte herausnehmen. Dadurch ist das Sissel Soft Plus höhenverstellbar. Die Maße von 47 x 33 x 14 Zentimetern erscheinen uns zunächst recht knapp. In der Praxis erweist sich die Größe aber als völlig ausreichend. Wenn du die Schaumstoffplatte herausnimmst, hat das Soft Plus noch eine Höhe von 11 Zentimetern. Schwierig könnte es allerdings für Menschen mit sehr breiten Schultern werden, dort empfehlen wir auf ein breiteres Kopfkissen zurückzugreifen.  
 
Fazit: Das Sissel Soft Plus ist ein sehr hochwertiges Nackenstützkissen und eignet sich vor allem für druckempfindliche Schläfer. Aufgrund seines viscoelastischen Schaums passt es sich sehr gut deiner Kopfform an und schmiegt sich sanft an deine Schulter. 

Badenia Traumnacht: Der Verwandlungskünstler  

Das „Traumnacht” Nackenstützkissen der Firma Badenia ist Öko-Tex Standard 100 zertifiziert und für jeden Schlaftyp geeignet. Es verfügt über eine gute Feuchtigkeitsregulierung, da der Bezug Schweiß absorbiert. Dank der Seitenböden aus Klimagewebe, die eine Luftzirkulation ermöglichen, bietet das Traumnacht Nackenstützkissen ein angenehmes Schlafklima. Pluspunkte gibt es für die anpassbare Höhe, durch den dreiteiligen Schaumstoffkern. So hast du verschiedene Möglichkeiten, den Aufbau des Kissens zu verändern. Für Menschen mit breiten Schultern und einer festen Matratze eignet sich die Verwendung von allen drei Schaumstoffelementen. Die Kombination aus mittlerem und unterem Teil ist für Rückenschläfer geeignet und die von oberem und mittleren für Seiten- und Bauchschläfer.
 
Der obere und untere Teil bestehen aus viscoelastischem Schaum (RG 40) und passen sich optimal an deinen Kopf und Nacken an. So wird eine hohe Druckentlastung gewährleistet. Das mittlere Element ist aus Komfortschaum (RG 20) gefertigt und hat eine stützende Funktion. Der obere und mittlere Teil haben jeweils eine Wellenform und passen perfekt ineinander. Über den doppelten Reißverschluss auf der Rückseite kannst du die Schaumstoffteile entnehmen oder reinlegen. Mit allen drei Elementen liegen wir Probe. Dabei ist das Traumnacht Kissen in Seitenlage sehr angenehm. Auf dem Rücken aber zunächst etwas hoch. Deshalb entnehmen wir den oberen Teil und schlafen nur auf den Teilen zwei und drei.

Der Bezug besteht aus 61 Prozent Polyester und 39 Prozent Viskose und fühlt sich schön weich an. Wenn du einen Teil rausnimmst und es wieder reinlegst, ist das gar nicht so einfach. Denn der Bezug sitzt sehr straff und mit allen drei Teilen, bekommst du ihn fast nicht zu. Im Praxistest haben wir in beiden Nächten vier bis fünf kurze Wachphasen. In der ersten Nacht ist die REM-Phase etwas kurz und die letzte Tiefschlafphase endet um etwa 5 Uhr nachts. Auch in der zweiten Nacht gibt es keine lange REM- und Tiefschlafphase, dafür sind die Schlafphasen aber gleichmäßiger verteilt. 
 
Fazit: Das Traumnacht Nackenstützkissen von Badenia passt sich durch seine drei entnehmbaren Teile perfekt auf deine Bedürfnisse an. Es stützt sehr gut und wirkt qualitativ hochwertig. Zudem gibt es das Kopfkissen für einen Schnäppchenpreis von noch nicht einmal 30 Euro*. 

Tempur Symphony Pillow: hochwertig und bequem  

Die Höhe des Kissens empfinden wir sowohl in Rücken- als auch in Seitenlage als optimal. Das Nackenstützkissen ist vorne und hinten abgeflacht. Die Kissenform eignet sich also besonders für Seitenschläfer. Die andere Seite ist relativ eben und ist daher ideal für Rückenschläfer. Der Kissenkern wirkt hochwertig, genauso wie die Hülle. Diese lässt sich bei 60 Grad waschen. Die Kissenhülle besteht aus 99 Prozent Polyester und 1 Prozent Elasthan. Wir haben das Kopfkissen in Größe M (63 x 43 x 12,5 Zentimeter) getestet. Es sind noch zwei weitere Höhen (11 und 14 Zentimeter) erhältlich. Das Tempur Symphony ist mit fast 2 Kilo relativ schwer. Der Kopf und die Schulter wirken optimal abgestützt und bringen die Wirbelsäule in eine gerade Position. Das thermoelastische Tempur Material reagiert auf Körperwärme und passt sich so deiner Kopf- und Schulterform an.

Die Auswertung der Schlafstatistik, welche wir mit unserer Smartwatch erstellt haben, ist durchwachsen. Während die Werte in der ersten Nacht ganz gut sind, wird die Effizienz in der zweiten Nacht nur noch mit 83 Prozent bewertet. Zudem sind immer wieder kurze Wachphasen zu sehen. Diese treten bei einigen anderen Kopfkissen in unserem Vergleich nicht auf. Unser subjektives Empfinden sagt jedoch etwas anderes. Wir schlafen gut auf dem Nackenstützkissen und sind zufrieden. Es stützt ausreichend und wir sinken nicht zu tief ein. 
 
Fazit: Das Tempur Symphony Nackenstützkissen ist zwar etwas teurer, kommt aber hochwertig daher. Wir hätten uns allerdings einen Bezug aus Baumwolle gewünscht.

Elsa Suisse: Allergikerkissen mit angenehmem Schlafklima

Das „Elsa Suisse” Nackenstützkissen gibt es in drei verschiedenen Höhen: 7, 9 und 11 Zentimeter. Wir haben zunächst das Modell mit 9 Zentimetern getestet, dieses war uns jedoch zu flach. Mit dem 11 Zentimeter hohen Kissen kommen wir besser klar. Der hochwertige Veloursbezug des Elsa Kopfkissens ist sehr angenehm und weich. Der weiche Kissenkern besteht aus viscoelastischem Mineralschaum und lässt sich knautschen. Das Material reagiert auf Temperatur und passt sich schnell dem Nacken an. Den Kissenkern kannst du sogar bei 60 Grad waschen. Der Hersteller empfiehlt 2 bis 3 Waschgänge pro Jahr. Das ist wichtig, damit dieser seine Elastizität behält. Anschließend kannst du es an der Luft trocknen lassen oder in den Trockner geben.

Pluspunkte gibt es für die Atmungsaktivität und die Eignung für Allergiker. Beim Test schwitzen wir auch nicht auf ihm. Der Bezug zieht allerdings schnell Fussel an. Das Elsa Suisse eignet sich sowohl für Rücken- als auch für Seitenschläfer. Es ist 50 Zentimeter lang, leicht und damit auch als Reisekissen geeignet. Ein spezielles Reisekissen mit 33 Zentimetern Länge ist ebenfalls erhältlich. Das thermoelastische Nackenstützkissen hat keinen unangenehmen Geruch. Bei beiden Varianten schlafen wir in der ersten Nacht etwas besser. Anfangs gibt es bei dem niedrigen Nackenkissen Einschlafprobleme
 
Wenn du es gerne etwas fröhlicher magst, erhältst du das Kissen auch mit 12 farbigen Bezügen. Für dich darf es gerne etwas mehr sein? Dann ist das De Luxe Modell mit einer Länge von 70 Zentimetern etwas für dich.
 
Fazit: Das Elsa Suisse ist ein atmungsaktives Kissen, das sich ideal für Allergiker eignet. Es zeichnet sich unter anderem durch seinen waschbaren Kern und den weichen Veloursbezug aus. Du bekommst also eine überzeugende Qualität, allerdings auch zu einem etwas höheren Preis.

Sissel Classic Plus: Gutes Kissen für Menschen mit Arthrose 

Das zweite Kopfkissen des schwedischen Herstellers Sissel in unserem Vergleich ist das „Classic Plus”. Der Kern besteht aus PU-Schaum und hat mehr als 90 Ventilationskanäle (Löcher), diese sollen für eine verbesserte Luftzirkulation sorgen und Wärmestaus verhindern. Während unseres Testzeitraums konnten wir jedoch keinen großen Unterschied zum Soft Plus Modell feststellen. Den Kissenkern kannst du mit der Hand waschen. Die Kissenhülle besteht aus 75 Prozent Baumwolle und 25 Prozent Polyester. Eine schmale Schaumplatte lässt sich herausnehmen, falls dir die Höhe von 13 Zentimetern zu viel ist. Die Maße betragen wie beim Soft Plus 47 x 33 Zentimeter. 
 
Auch hier gilt es auf die passende Schulterbreite zu achten. Sind deine Schultern allerdings breiter als das Nackenstützkissen, wäre vielleicht ein längeres Modell wie das Tempur Symphony oder das Piet Midi von Irisette etwas für dich. Interessanterweise finden wir das Material des Plus Kissens weicher als das der Soft Variante. Dabei sollte es eigentlich andersherum sein. Das Sissel Plus unterstützt eine orthopädisch korrekte Schlafposition und Abstützung der Halswirbelsäule. Den weichen Veloursbezug finden wir sehr angenehm, diesen kannst du bei 40 Grad in die Waschmaschine geben. Laut Hersteller eignet sich das Modell vor allem für Menschen die mit Arthrose (Gelenkschmerzen), Arthritis (Gelenkentzündungen) und Diskushernie (Bandscheibenvorfall) zu kämpfen haben. Der Hersteller gibt 5 Jahre Garantie auf die Formstabilität.
 

Im Praxistest kann das Classic Plus nicht ganz so punkten, wie das Soft Plus. In der ersten Nacht hat unser Schlaf eine Effizient von 87 Prozent. Wir brauchen einen Moment, bis wir auf dem weichen Nackenstützkissen einschlafen. Und auch zwischendurch gibt es kurze Wachphasen. In der zweiten Nacht sieht das allerdings mit 89 Prozent etwas besser aus. Hier gibt es nur eine kurze Wachphase. Ansonsten sehen die Verteilung und Dauer der unterschiedlichen Schlafphasen sehr gut aus. 
 
Fazit: Uns gefällt das Classic Plus nicht ganz so gut wie das Soft Plus. Das Kissen ist für dich geeignet, wenn du es etwas weicher magst und dir eine hohe Qualität der Materialien wichtig ist. 

Irisette Piet Midi: gutes Schlafklima und ideal für Allergiker

Der Bezug des „Irisette Piet Midi” Nackenstützkissens besteht aus 61 Prozent Polyester und 39 Prozent Viskose und ist bei 60 Grad waschbar. An den Seiten hat er eine blaue Satinbiese und der Stoff besteht aus einem Klimaband, was für eine optimale Durchlüftung sorgen soll. In der Tat finden wir das Schlafklima bei diesem Kopfkissen mit am besten. Der Kern besteht aus Viscoschaum und hat ein Raumgewicht von 50. Das Raumgewicht (RG) ist ein Qualitätsmerkmal für die Langlebigkeit des Schaumstoffs. Je höher dieses ausfällt, desto langlebiger ist das Material. Dabei wird als Minimalwert ein Raumgewicht von 40 angesetzt. Der Kissenkern hat eine Noppenstruktur und lässt sich leicht zusammendrücken.

Das Irisette Piet Midi ist nach Öko-Tex Standard 100 zertifiziert und eignet sich daher auch für Allergiker. Das Nackenstützkissen hat die Standardmaße 40 x 80 Zentimeter und bietet damit ausreichend Platz. Die Höhe des Testkissens beträgt 10 Zentimeter. Das Modell gibt es aber auch noch in 8 oder 12 Zentimeter Höhe. Da der Kopf beim Schlafen etwas abknickt, wäre das 12 Zentimeter Kissen etwas besser für unsere Bedürfnisse geeignet. Wir schlafen in unserem Test aber trotzdem bequem auf dem Irisette Nackenstützkissen. In der ersten Nacht fällt die Statistik fast perfekt aus. Aber auch in der zweiten Nacht schlafen wir sehr erholsam auf unserem Testkissen. Das Nackenkissen eignet sich, wie die meisten aus unserem Vergleich, für Seiten- und Rückenschläfer. Die Haptik des Bezugs und die Stützwirkung finden wir angenehm. 
 
Fazit: Das Irisette Piet Midi Nackenstützkissen ist ein ausgewogenes Modell im mittleren Preissegment. Sein Schlafklima ist gut und es eignet sich für Hausstauballergiker. Rundum ein angenehmes Kissen für einen fairen Preis.

Tempur Millennium Pillow: Kissen mit Mulde 

Das „Tempur Millennium” Nackenstützkissen eignet sich vor allem für Rückenschläfer. Mit seiner angenehmen Höhe von 9,5 Zentimetern wird der Kopf optimal gelagert. Die Kissenhülle und der Kern wirken hochwertig und langlebig. Der Kern besteht aus dem bekannten Tempur Memory foam. Wenn du noch mehr über das Millennium Nackenstützkissen aus dem Hause Tempur wissen möchtest, schau in unserem Einzeltestbericht nach.

Supply 24 Nackenkissen: Schön weich und trotzdem stützend 

Der Außenbezug des Supply 24 Nackenstützkissens” besteht aus 100 Prozent Polyester und der Innenbezug aus 100 Prozent Baumwolle. Beide sind bei 40 Grad waschbar. Die Haptik des Kissens ist angenehm, gefällt uns aber nicht so gut wie die Veloursbezüge der Sissel Kopfkissen oder des Elsa Modells. Der Kern besteht aus Gelschaum mit einem Raumgewicht von 60. Dieser Wert gibt die Haltbarkeit des Nackenkissens an. Das Material passt sich schneller an deine Kopfform an als zum Beispiel Viscoschaum. Das Supply 24 Kissen kann laut Hersteller Verspannungen, Kopfschmerzen und Rückenschmerzen lindern. Die Maße betragen 40 x 80 x 11 beziehungsweise 15 Zentimeter. Wir haben das Nackenstützkissen nämlich in zwei verschiedenen Größen ausprobiert. Es gibt das Modell auch noch in 9 Zentimeter Höhe für Bauchschläfer. 11 Zentimeter eignen sich für Bauch- und Rückenschläfer und 15 Zentimeter für Rücken- und Seitenschläfer. Wenn du ausschließlich auf der Seite schläfst, kannst du auch zu der 18 Zentimeter hohen Variante greifen.
 
Das Supply 24 sorgt laut Hersteller für eine besonders hohe Druckentlastung im Hals- und Nackenbereich. Das können wir im Praxistest bestätigen. Es passt sich sehr gut deinem Kopf an, du sinkst aber nicht zu tief ein, daher bettet es deinen Kopf orthopädisch korrekt. 
Dank der vielen Luftkanäle ist das Nackenstützkissen atmungsaktiv und verhindert einen Hitzestau. Nach dem Liegen auf dem Kissen nimmt es schnell wieder seine Ursprungsform an. Der Gelschaum ist sehr nachgiebig, stützt aber trotzdem ausreichend. Wir schlafen sehr erholsam auf dem Supply 24, auch wenn wir uns zunächst an die Maße gewöhnen müssen. Es ist ein Stützeffekt vorhanden, dieser ist jedoch nicht so stark ausgeprägt wie bei den Modellen von Sissel. Auf dem Rücken finden wir den Liegekomfort angenehm, auf der Seite stützt uns das Nackenkissen etwas zu wenig. Deshalb haben wir auch die Variante mit 15 Zentimetern ebenfalls getestet. Auf dem Bauch ist der Liegekomfort beim 11 Zentimeter Kissen sehr angenehm.

Im Praxistest liegt die Effizienz, die wir mit unserer Smartwach ermittelt haben, beim 11 Zentimeter Modell zwischen 85 und 87 Prozent. Bei der 15 Zentimeter Variante brauchen wir zwar zunächst einen Moment, bis wir einschlafen, dann fällt jedoch die Statistik überraschend gut aus. 91 Prozent Effizienz direkt in der ersten Nacht. In der zweiten Nacht sinkt die Effizienz auf 87 Prozent und es gibt einige Wachphasen.  
 
Pluspunkte gibt es für die Öko-Tex Standard 100 Zertifizierung und weil sich das Kopfkissen für Allergiker eignet. Der Geruch des Supply 24 ist sehr angenehm, es riecht überhaupt nicht chemisch. Schade finden wir, dass das Kissen an sich nicht waschbar ist. 
 
Fazit: Ein preiswertes Nackenstützkissen für alle, die sich gerne weich betten und trotzdem nicht auf eine Stützwirkung verzichten möchten. Die Maße sind großzügig und der Gelschaumkern wirkt hochwertig. Außerdem eignet es sich prima für Allergiker.

Frankenstolz Soja Dream: angenehm weich und groß  

Pluspunkte bekommt das Soja Dream” Nackenstützkissen von Frankenstolz (f.a.n.) für seine Öko-Tex Standard 100 Zertifizierung. Damit eignet es sich für Allergiker. Das Kissen ist mit 40 x 80 Zentimeter schön groß und hat eine angenehme Haptik. Wir haben das Modell in 10 Zentimeter Höhe getestet. Es ist ebenfalls in einer 13 Zentimeter hohen Ausführung erhältlich. Der Bezug ist bei 40 Grad waschbar und besteht aus 65 Prozent Polyester und 35 Prozent Viscose. Der Kissenkern hat einen Würfelschnitt und ist aus viscoelastischem Schaum (Polyurethan) gefertigt. Dieser wurde mit natürlichen Ölen behandelt, die zur Entspannung und Reduzierung von Stress beitragen können. Der Schaum auf Wasserbasis passt sich dem ausgeübten Druck und der Körpertemperatur an. Er ist sehr weich und gibt schnell nach

Im Vergleich zu den anderen Nackenstützkissen im Test finden wir die Stützkraft eher gering. Die Druckentlastung ist aber aufgrund der Materialwahl sehr gut. Durch den Würfelschnitt hat das Soja Dream eine hohe Punktelastizität. Das Material geht nur sehr langsam in seine Ursprungsform zurück. Das Nackenkissen eignet sich für Rücken- und Seitenschläfer. Auch für Bauchschläfer kommt es in Frage, hier kommt es jedoch auf die Höhe an. Diese sollte möglichst niedrig sein. Wir schlafen in Seiten- und Rückenlage gut auf dem Soja Dream Nackenstützkissen. Besonders in der zweiten Testnacht ist der Schlaf sehr erholsam. 
 
Fazit: Das Frankenstolz Nackenstützkissen Soja Dream mit thermoelastischem Schaumkern ist schön groß und weich. Das Visco-Kissen eignet sich für Menschen, die im Schlaf wenig bis gar nicht schwitzen und denen eine hohe Druckentlastung des Schulter-Nackenbereichs wichtig ist. 

So haben wir getestet 

Wir haben uns zunächst die Kissen angeschaut und getestet, wie sie auf Druck reagieren. Knautscht sich das Material zusammen oder bleibt es eher starr? Den Bezug und den Kern haben wir uns genau angeschaut und deren Qualität bewertet. Als nächstes haben wir die Nackenstützkissen bezogen und uns eine halbe Stunde in Seiten- und Rückenlage auf diese gelegt. So konnten wir einen guten ersten Eindruck von den Liegeeigenschaften des Nackenkissens gewinnen. Dabei haben wir auch auf die Stützwirkung, den Geruch und die Höhe geachtet. Damit wir auch die Schlafqualität beurteilen können, haben wir auf jedem der elf Kissen zwei Nächte geschlafen und unseren Schlaf mit einer Smartwatch überwacht. Außerdem haben wir beobachtet, wie lange es dauert, bis wir auf dem Nackenstützkissen einschlafen und wie wir uns am Morgen nach dem Aufstehen fühlen. Auf niedrigen Kissen, wie dem Elsa mit 9 Zentimetern oder dem Supply 24 mit 11 Zentimetern schlafen wir dabei nicht so schnell ein. Besonders erholt fühlen wir uns beim hohen Supply 24, beim Sissel Soft Plus und beim Theraline. 
 
Danach haben wir die Schlafdaten ausgewertet und miteinander verglichen. Das Schlafklima spielt für uns ebenfalls eine Rolle. Das hat uns bei Theraline und Elsa am besten gefallen. Besonders punkten können Kissen, die sich für Allergiker eignen und bei denen der Bezug bei 60 Grad waschbar ist. Noch besser ist es natürlich, wenn auch der Kern gewaschen werden kann. 

Wir prüfen, wie sehr das Material nachgibt und wie schnell es wieder seine Ursprungsform erreicht

Worauf muss ich beim Kauf eines Nackenstützkissens achten? 

Material: Sowohl der Bezug als auch die Füllung des Kissens unterscheiden sich teilweise sehr stark. Bei der Materialauswahl kommt es darauf an, ob du nachts viel schwitzt oder nicht. Das Kissen begleitet dich jede Nacht ins Traumland, also soll es auch lange halten. Kopfkissen mit einem PU-Schaumkern, wie das Elsa, Sissel Plus und Billerbeck sind vergleichsweise leicht und verfügen über eine hohe Elastizität. Ein Raumgewicht über 40 ist bei diesem Material empfehlenswert. Nackenstützkissen mit einem Latexkern stützen besonders gut und haben ein angenehmes Schlafklima. Viscoelastischer Schaum punktet durch seine hohe Punktelastizität, speichert aber auch Wärme. Für unruhige Schläfer ist das Material jedoch weniger geeignet. Ein Wasserkissen eignet sich ebenso für Menschen mit Nackenbeschwerden. Es passt sich ideal an die Halswirbelsäule an. 
 
Größe: Die passende Größe für dein Nackenstützkissen hängt von deiner Schulterbreite ab. Hast du eher breite Schultern, ist ein Kissen mit den Maßen 40 x 80 Zentimeter empfehlenswert. Diese Größe passt nur leider manchmal nicht so leicht in den Kissenbezug hinein. Einige Modelle aus unserem Vergleich sind wesentlich kompakter. So zum Beispiel die beiden Modelle von Sissel. Wenn deine Schultern breiter sind als das Kopfkissen, bringt auch die beste Stützfunktion nichts. Auch wenn Nackenrollen kompakt sind, sind sie kein gleichwertiger Ersatz für ein gutes Nackenkissen. 
 
Höhe: Die Höhe ist abhängig davon, welchen Härtegrad deine Matratze hat und wie tief du in diese einsinkst. Bei einer festen Matratze brauchst du ein hohes Kissen. Ebenfalls eine Rolle spielt die von dir bevorzugte Schlafposition und dein Körpergewicht. Wenn du gerne einen Allrounder hättest, empfehlen wir dir ein höhenverstellbares Nackenkissen. Hier kannst du Schaumstoffteile herausnehmen und das Nackenstützkissen so deinen Bedürfnissen anpassen. 
 
Kissenbezug: Manche Menschen bevorzugen einen Bezug aus Baumwolle, andere aus Polyester. Das ist also Geschmackssache. Wichtig ist, dass der Bezug sich abnehmen und bei 40 oder 60 Grad waschen lässt. 
 
Allergikergeeignet: Wenn du sensibel auf unterschiedliche Stoffe reagierst, macht es Sinn, nach einem Kissen mit Öko-Tex Standard 100 Zertifizierung Ausschau zu halten. Dieses Nackenkissen wurde nämlich auf 100 Schadstoffe geprüft. Viele Hersteller geben auch außerhalb der Zertifizierung eine Eignung für Allergiker an. Zudem lässt sich die Hülle des Nackenstützkissens idealerweise bei 60 Grad waschen und der Kern auch. 
 
Form: Die gängigsten Formen sind die rechteckige und die klassische Nackenkissen Form mit ein bis zwei Wellen. Während die rechteckige meist universell einsetzbar ist, eignen sich die Klassiker eher für Seiten- und Rückenschläfer. Sie sind häufig höhenverstellbar. Rechteckige Kissen, wie das Supply 24, haben dafür nicht immer eine so hohe Stützkraft.

*Alle Preise Stand Mai 2020

Häufige Fragen zum Thema Nackenkissen