6 Mehrzwecksauger im Vergleich – Wer überzeugt im Nasssauger Test?

Nass- und Trockensauger sind die Alleskönner unter den Schmutzsammlern im Haushalt. Herkömmliche Staubsauger können da nicht mithalten. Mit einem Nass-Trockensauger kannst du sowohl stationär als auch flexibel an vielen Orten für Sauberkeit sorgen. Darum ist es notwendig, dass die Geräte genauso perfekt in deiner Werkstatt fest an der Tischkreissäge stehen, als auch leicht zu transportieren sind. Ein Nasssauger muss Flüssigkeit verschiedenster Art aufnehmen, ein Trockensauger von Staub über Ruß bis hin zu Grobschmutz vor keinem Material halt machen.

Der Durchmesser des Saugschlauchs oder das Fassungsvermögen des Behälters setzen natürlich Grenzen. Die liegen aber bei den Geräten in unserem Nass-Trockensauger Test gar nicht so weit auseinander. Es gibt allerdings feine Details, die wir dir bei der Beschreibung der getesteten Geräte aufzeigen.

Wir vergleichen sechs Modelle zwischen circa 110 Euro und 230 Euro. Alle Modelle können sowohl nass als auch trocken saugen und einer sogar wischen.

Manfred knöpft sich diese sechs Mehrzwecksauger vor

In diesen Kategorien testen wir die Sauger

  • Qualität: Hier schauen wir uns Gehäuse, Griffe, Schläuche und das Zubehör sowie Materialien, saubere Verarbeitung und Passgenauigkeit an.
  • Funktionalität und Praxiseinsatz: Alle Geräte müssen zeigen, was sie drauf haben. Es wird gesaugt, gepustet, gefüllt und entleert.
  • Bedienkomfort und Ergonomie: Neben dem Eigengewicht kommt nach intensivem Arbeitseinsatz auch noch das Gewicht des aufgesaugten Schmutzes dazu. Wir probieren aus, wie sich der Nass-Trockensauger dann noch bewegen lässt. Und prüfen, wie leicht das Wechseln des Zubehörs gelingt. Wichtig ist auch, wie du das Zubehör verstauen kannst, wenn du es nicht mehr brauchst.

Nass-Trockensauger Testsieger: Kärcher WD6P Premium

Top Qualität, super Saugleistung – nahezu in allen Kategorien hat der Kärcher WD6P Nass- und Trockensauger hervorragend abgeschnitten und keinerlei Schwächen gezeigt. Er ist aus unserer Sicht in diesem Testumfeld die beste Wahl. Warum er der beste im Vergleich ist, erklären wir dir ausführlich im Einzeltest zum Kärcher Nass-Trockensauger.

Preis-Leistungs-Sieger: Einhell TE-VC 1925 SA

Auch der Einhell Nass-Trockensauger leistet sich so gut wie keine Schwächen. Dazu kommt, dass er auch noch der günstigste Nass-Trockensauger im Feld ist. Einzig sein Eigengewicht macht dir zu schaffen. Er ist das mit Abstand schwerste Gerät im Test. Wie er sonst abgeschnitten hat, zeigen wir dir im Einzeltest zum Einhell Nasssauger.

Alle weiteren Produkte im Test der Nass-Trockensauger

Auch die anderen vier Nass-Trockensauger zeigen deutlich, warum sie zu den beliebtesten Geräten zählen. Doch es gibt kleine aber feine Unterschiede, die diese vier Nasssauger vielleicht genau zu deinem Favoriten machen.

Rollt gut: Bosch Advanced Vac 20

Das Schöne an einem Nass-Trockensauger wie dem „Bosch Advanced Vac 20“: Möchtest du erst nass und dann trocken saugen, musst du den Patronenfilter nicht wechseln. Der Filter ist für beide Arbeitsbereiche geeignet. Nach dem Einsatz kannst du ihn einfach auf festem Untergrund abklopfen oder unter dem Wasserhahn abspülen. Ein Feinfilterüberzug schützt die Patrone vor allzu feinem Staub. Dafür kannst du aber auch den großen Papierfilterbeutel einsetzen. Dann landet kein Schmutz im Behälter.

Typisch für Bosch ist die gute Qualität des Geräts. Da ist alles exakt verarbeitet und Griffe und Gehäuse haben angenehme Oberflächen. Der Bosch Advanced Vac 20 lässt sich mit den großen Hinterrädern und den kleinen Lenkrollen sehr gut vorwärts bewegen. Bedingt durch die geringe Höhe von 53 Zentimetern kannst du den mit 20 Litern Flüssigkeit gefüllten Bosch allerdings nur in gebückter Haltung rollen.

Schnellsauger: Nilfisk Multi II 30 T Inox VSC

Dem „Nilfisk Multi II Inox VSC“ merkst du an, dass er aus einer Profi-Familie stammt. Negativ fällt die Lautstärke von 85 Dezibel (dBA) auf. Die stört im industriellen Einsatz nicht weiter, beim Einsatz in der Heimwerkstatt aber schon.

Positiv bewerten wir hingegen seine Leistung beim Beseitigen von Flüssigkeiten. Die saugt er sehr schnell in seinen Behälter. Das Entleeren erfolgt allerdings weniger professionell durch simples Umkippen und Ausgießen. Die meisten anderen Geräte im Test haben am unteren Rand einen aufschraubbaren Auslass.

Das Zubehör kannst du bequem in den Halterungen am Gerät unterbringen. Für den Schlauch gibt es extra Klemmhaken zum Deponieren nach getaner Arbeit. Und das Stromkabel wickelst du einfach um den oberen Handgriff.

Der Wischwasch-Sauger: Fakir WS 9800 S

Der „Fakir WS 9800 S“ Nass- und Trockensauger ist das einzige Gerät im Test mit integrierter Waschfunktion. Da wir in diesem Test nur Sauger testen wollen, bekommt er dadurch zwar nicht mehr Punkte aufs Konto, die Zusatzfunktion gefällt uns aber trotzdem sehr gut. Aufgrund der Waschfunktionen ist das vorhandene Zubehör sehr reichhaltig. Leider lässt sich nichts davon direkt am Gerät unterbringen.

Bei allem Umfang fehlt dem Fakir ausgerechnet die für den Werkstatt-Einsatz nützliche Werkzeuganschlussdüse. Du könntest  versuchen, den Handgriff am Schlauchende aufzustecken. Das stört dann aber die Leitung für das Transportieren des Waschmittels zur Fläche, die du reinigen kannst. Das Waschmittel gehört übrigens mit zum Lieferumfang.

Leicht und groß: Metabo ASA 32L

Der „Metabo ASA 32L“ Nass-Trockensauger wirkt auf den ersten Blick wie das preiswerteste Gerät im Test. Ist es aber nicht! Er saugt akzeptabel. Obwohl er mit 32 Litern Fassungsvermögen das größte Behältervolumen hat, lässt er sich nur durch Umkippen entleeren. Das ist schon unpraktisch.

Dafür bringt er mit 7 Kilogramm das geringste Gewicht unter den Testmodellen auf die Waage. Der Faltenfilter lässt sich leicht entnehmen und auch gut reinigen. Ein Filterbeutel fehlt. Den Schlauch kannst du gut auf Elektrogeräte aufstecken. Im Saugrohr eingesteckt stört das aber beim Aufsaugen grober Schmutzstücke. Am Metabo ASA 32L kannst du das Zubehör zwar direkt am Gerät unterbringen, da er drei Aufnahmen zwischen den Rädern am Boden hat sowie einen Halter darüber. Hier kannst du aber nur begrenzt die Einzelteile verstauen.

So haben wir getestet

Zunächst nehmen wir alle relevanten technischen Daten auf und vergleichen etwa Wattzahl, Volumen oder Gewicht der Modelle. Dann untersuchen wir alle Funktionsteile genauestens. Dabei zeigen sich schon erste technische Mängel. So lassen sich zum Beispiel beim Metabo die Rollen sehr schwer anbringen. Bei anderen Geräten geht das sehr leicht oder ist nicht notwendig, weil sie bei Lieferung schon fertig installiert sind.

Das Trockensaugen testen wir mit feinem Sägestaub. Den saugen alle Geräte problemlos auf. Zur Simulation von festerem Schmutz wählen wir Holzpellets von 5 Millimetern Durchmesser und maximal 35 Millimeter Länge. Das schaffen alle Geräte problemlos. Nur beim Bosch, beim Fakir und beim Metabo bleiben die größeren Stücke an der Schlauchtülle hängen.

Um zu sehen, wie die Geräte mit Flüssigkeiten zurechtkommen, füllen wir einen Behälter mit Wasser und lassen ihn jeweils komplett aufsaugen. Das schaffen alle Geräte weitgehend gleich gut.

Alle Mehrzwecksauger müssen ihre Leistung an Holzpellets beweisen

Welcher Nass-Trockensauger ist der beste für mich?

Unser Nass-Trockensauger Test zeigt, dass sich eine gute Qualität des Materials und eine hochwertige Verarbeitung auszahlen. Deswegen bevorzugen wir Markengeräte wie die in unserem Vergleich.

Ein ausreichendes Behältervolumen für deine Einsatzzwecke ist von Vorteil. Allerdings auch ein niedriges Basisgewicht. Denk unbedingt daran, dass der Nass-Trockensauger eine genügend große Ablaufeinrichtung für Flüssigkeiten hat. Eine Ablassschraube vermissen wir etwa bei Metabo und Nilfisk.

Zum Transport benötigst du ordentliche Rollen, die auch für stationäre Einsätze mit Feststellern ausgerüstet sein sollten. Damit du dich beim Transport nicht bücken muss, ist ein Schubbügel eine sehr sinnvolle Sache. Über dieses Extra verfügt als einziger Testkandidat der Sauger von Einhell. Die braucht er wegen seines hohen Gewichts aber auch. Außerdem sollten die Tragegriffe nicht als Aufnahme für das Stromkabel missbraucht werden müssen, wie beim Nilfisk.

Sicherlich spielt die Lautstärke ebenfalls eine Rolle. Unter 80 dBA wie bei Bosch, Metabo und Fakir sind ok. Um die 70 dBA wie bei Einhell und Kärcher sind optimal. Unangenehm fällt nur Nilfisk auf, der bei 85 dBA liegt.

Der Schlauch sollte den Übergang vom Rohr nicht unnötig verengen. Statt den Schlauch einzustecken, solltest du ihn besser auf das Rohr stecken können. Dann bleiben Grobstoffe auch nicht hängen. Schließlich ist es noch wichtig, dass du den Faltenfilter beim Saugen von Flüssigkeiten im Gerät lassen kannst.

Wichtige Fragen zum Nass-Trockensauger