Jetzt geht’s dem Bart an den Kragen - 10 Elektrorasierer im Vergleich

An der Frage, ob nun der Nassrasierer oder der Trockenrasierer besser ist, scheiden sich die Geister. Welche Art der Rasur sich am besten eignet, bleibt letztlich jedem selbst überlassen. Generell lässt jedoch sagen, dass die Nassrasur zunächst einmal gründlicher ist als eine Trockenrasur. Letztere ist dafür deutlich schneller und dadurch insbesondere für die tägliche Morgentoilette geeignet. 

Gute Elektrorasierer können heute sogar nass und trocken. Auf dem Rasierer-Markt wetteifern derzeit zwei Systeme. So setzt Philips bei seinen Rasierern auf die charakteristisch angeordneten drei rotierenden Klingen. Andere Hersteller, darunter Braun und Panasonic, setzen auf Folienrasierer und verwenden Rasierköpfe mit Scherfolien. In Sachen Gründlichkeit der Rasur unterscheiden sich die beiden Systeme allerdings so gut wie nicht. Wir testen zehn Rasierer zwischen 50 und 300 Euro* auf Herz und Nieren – oder vielmehr auf Akku und Klingen.  

Darauf legen wir Wert in unserem Rasierer Test 

  • Verarbeitung: Wichtig ist uns, dass Rasierer und Zubehör hochwertig verarbeitet sind. Natürlich muss ein Elektrorasierer gut in der Hand liegen. Damit die tägliche Rasur nicht zur Qual wird, sollte das Gerät also nicht zu klobig und schwer sein. 
     
  • Rasur: Kann der Rasierer sowohl Nass- als auch Trockenrasur? Je gründlicher die Rasur und je geringer die unangenehmen Hautirritationen nach dem Rasieren, desto besser. Uns interessiert auch wie beweglich der Scherkopf ist und ob er selbst bei Problemzonen wie Hals und Kinn den Bart wie gewünscht kürzt. 
     
  • Reinigung: Praktisch ist ein Elektrorasierer, den du unkompliziert unter fließendem Wasser sauber machen kannst. Mit einem komplett wasserdichten Gerät erledigst du die Rasur bereits unter der Dusche. Wie effizient eine eigene Reinigungsstation ist, haben wir uns ebenfalls angesehen.

Kahlschlag am Morgen: Alle zehn Elektrorasierer, die wir ins Rennen geschickt haben, im Überblick

Eleganter und leistungsstarker Testsieger: Philips S9000 Prestige

Letztlich ist es ein Kopf an Kopf Rennen, das der „Philips S9000 Prestige“ erst auf der Zielgeraden für sich entscheiden kann. Der Rotationsrasierer mit den drei typischen Philips-Klingen überzeugt mit hervorragender Verarbeitunggutem Rasurergebnis und ist darüber hinaus ausgesprochen komfortabel zu bedienen. Mehr liest du in unserem Einzeltest.

Preis-Leistungs-Sieger – der Braun Series 3 ProSkin ist gut und günstig

Der kompakte „ProSkin der Braun Series 3“ ist hochwertig verarbeitet und liegt gut in der Hand. Da drücken wir beim Gewicht auch mal ein Auge zu: Der wasserdichte Folienrasierer ist nämlich etwas schwer. Dafür erledigt er seinen Job ordentlich. Die Trockenrasur ist bei nicht allzu langen Barthaaren ganz gut. Bei längeren Haaren lässt der Rasierer auch bei mehrmaligem nachrasieren das eine oder andere Barthaar stehen. Der ProSkin eignet sich jedoch auch als Nassrasierer. Hier gelingt die Rasur sehr gründlich und der Rasierer ist danach auch nicht komplett eingesaut. Übrigens kannst du dich ebenfalls unter der Dusche mit ihm rasieren. Wenn es sein muss auch während des Tauchens, denn der ProSkin ist bis zu einer Wassertiefe von 5 Metern wasserdicht. Fantastisch! 

Voll geladen ist der kompakte Kraftprotz in einer Stunde und hält dann 45 Minuten Dauerrasur durch. Auch eine Schnelladefunktion mit 5 Minuten Dauer ist vorhanden, wenn es mal zügig gehen muss. Einen Vollbart kriegst du damit nicht runter, aber für die tägliche Rasur reicht’s. Über den Ladestand informieren dich drei giftgrüne LEDs im Griff. Zur Verfügung steht dir nur eine Rasurstufe. Da bietet die Konkurrenz meist zwei bis drei. Die Klingen des Folienscherkopfs sind leicht federnd gelagert und passen sich den Konturen des Gesichts gut an. Ein vergleichsweise breiter Barttrimmer lässt ist mit dem Daumen leicht ausfahren. Mit ihm kannst du dich an die Detailarbeit machen. Sehr mager fällt hingegen das Zubehör aus: Der Braun Series 3 ProSkin ist sich selbst genug und klettert ohne Beigaben aus dem Karton. 

Fazit: Mit dem ProSkin bekommst du einen guten Folienrasierer für Nass- und Trockenrasur. Uns ist er jedoch ein wenig zu schwer und auch das fehlende Zubehör enttäuscht. Bei dem ordentlichen Rasurergebnis und den preiswerten 70 Euro* sehen wir darüber allerdings gerne hinweg.

Diese Rasierer haben wir ebenfalls getestet

Neben dem Testsieger von Philips und dem Preis-Leistungs-Sieger von Braun, haben wir acht weitere Elektrorasierer getestet. Darunter zwei Rotationsrasierer und sechs Folienrasierer. So haben die anderen Modelle im Test abgeschnitten.  

Der Intelligente: Braun Series 7 7790cc

Der „Braun Series 7 7790cc“ Elektrorasierer ist trotz kompakter Konstruktion überraschend schwer und auch etwas laut. Der Folienrasierer liegt dennoch gut in der Hand. Generell ist er hochwertig verarbeitet. Da bekommst du für 130 Euro* ein tolles Gerät. Während der Rasur setzt der schicke 7er von Braun auf Smart Technology: Mithilfe der integrierten Responsive Intelligence passt sich der Rasierer deinen Gesichtszügen an. Das nennen wir tatsächlich mal eine personalisierte Rasur. 

Der Folienscherkopf des Braun neigt sich etwas steif in acht Richtungen. Während er sich nach vorne und hinten sehr einfach und flexibel bewegen lässt, kippt er nur recht zögerlich nach rechts und links. Allerdings sind die beiden Scherfolien ebenfalls federnd gelagert, sodass der Braun auch bei unebenen Problemstellen die meisten Barthaare erwischt. Rasierst du dich trocken, bleiben je nach Bartlänge allerdings meist ein paar Stoppel stehen. Kein Grund zur Sorge, denn dann wird er zum Nassrasierer. Der wasserdichte Braun Folienrasierer kann auch das. Die Rasur fällt sehr glatt aus. So dicht, dass dich der Akku während der Rasur im Stich lässt, kann dein Bart nicht sein: Der Rasierer hält satte 50 Minuten durch. Notfalls klappst du den Langhaarschneider aus, der nimmt dir die Wolle ganz bestimmt ab.

Dem Braun Series 7 Set liegt neben einem robusten Travelcase eine Reinigungsstation bei. Diese Reinigungsstationen haben zwar den Vorteil, dass sie den Scherkopf desinfizieren. Wirklich sehr viel sauberer als wenn du den Rasierer gründlich unter dem Wasserhahn reinigst wird der Rasierer nicht unbedingt. Zudem fallen mit den Reinigungspatronen für die Station weitere Kosten und Plastikmüll an.

Fazit: Der hochwertige Braun Series 7 Elektrorasierer geht nur knapp hinter dem Testsieger von Philips ins Ziel. Das Rasurergebnis im Test ist bei beiden ähnlich gut. Der Rasierer von Braun ist jedoch etwas lauter und schwerer. Wenn dir das egal ist, dann greif zu, denn mit den schon erwähnten 130 Euro* kostet der 7er nicht die Welt.

Leistungsstark und flexibel: Panasonic ES-LV65-s und Panasonic ES-LV95

Die beiden Panasonic Elektrorasierer „ES-LV65-s“ und „ES-LV95“ sind baugleich und unterscheiden sich lediglich im Lieferumfang: Der LV-95 kommt mit einer Reinigungsstation in der Verpackung. Die Panasonic Rasierer liegen gut in der Hand. Ihr großer 5-fach Scherkopf ist sehr flexibel gelagert, lässt sich nach Wunsch oder Situation aber auch arretieren. Der integrierte Langhaarschneider ist mit dem Daumen einfach ausklappbar und breiter als die meisten Trimmer-Klingen der Konkurrenz. Die Panasonic Modelle erreichen auch die Problemzonen an Hals und Kinn. 

Sehr gut gefällt uns, dass die Rasierer komplett wasserdicht sind. So kannst du dich auch unter der Dusche oder in der Badewanne rasieren. Klar, dass sie sich also auch gut zur Nassrasur eignen und sich nach der Rasur ganz fix unter fließendem Wasser säubern lassen. Für die Reinigung kannst du den Folienscherkopf einfach abnehmen und wieder draufklicken. Eine praktische Tastensperre verhindert, dass du den Panasonic Rasierer während der Rasur versehentlich ausschaltest – oder er im Koffer losbrummt, wenn du auf Reisen gehst. 

Angenehme und spürbar gründliche Rasur

Das Rasurgefühl beider Panasonic Rasierer ist angenehm. Die Hautirritationen halten sich in Grenzen. Praktisch finden wir den Rasiersensormodus. In dem erkennt der Rasierer automatischwie dicht dein Bart ist und passt die Leistung beim Rasieren an. Nach der Trockenrasur bleiben kaum Stoppel stehen. Hier liefern die Panasonic Modelle das beste Ergebnis im Test. Das kleine Display im Griff informiert dich über NutzungszeitLadestand und gewählten Rasiermodus. Von Letzterem stehen dir zwei zur Verfügung. Wir sind mit dem Rasiersensormodus allerdings so zufrieden, dass wir fast ausschließlich diesen nutzen. Nach 60 Minuten Ladezeit kannst du 45 Minuten lang rasieren was das Zeug hält. Wenn’s mal schnell gehen muss, steht dir eine Schnellladefunktion zur Verfügung - die nimmt nur 5 Minuten in Anspruch. Der Lieferumfang fällt beim ES-LV65 etwas bescheiden aus: eine kompakte Tasche sowie ein Reinigungspinsel und Öl für die Scherkopfpflege. Mit dem ES-LV95 bekommst du noch eine Reinigungsstation dazu.

Fazit: Das Rasurergebnis bei den Panasonic Rasierern ES-LV65 und ES-LV95 gehört zu den besten im gesamten Test. Der Folienscherkopf ist zwar schön flexibel, wirkt allerdings etwas klobig. Während du für den ES-LV65 120 Euro* hinblättern musst, fallen für den ES-LV95 im Set mit der Reinigungsstation 170 Euro* an. Unsere Empfehlung: Der Rasierer gehört zu den besten im Test. Auf die Reinigungsstation kannst du eigentlich verzichten.

Der Publikumsliebling: Braun Series 9 9296cc

Bekannt aus Funk und Fernsehen gehört der „Braun Series 9 9296cc“ zu den meist gesuchten Elektrorasierern im Internet. Er punktet mit einer starken Verarbeitung und einem ordentlichen Rasurergebnis. Wie der 9er von Braun im Test genau abgeschnitten hat, erfährst du in unserem Einzeltest.

Der Solide: Philips Series 6000 S6640/44

Nach der Trockenrasur mit dem „Philips S6640/44“ Rotationsrasierer ist die Hautirritation etwas unangenehm. Die Rasur fühlt sich nicht so glatt an, wie beim Testsieger S9000 Prestige, dem teureren großen Bruder. Das gilt auch für seine Fähigkeiten als Nassrasierer. Allerdings liegt der 6000er ebenso gut in der Hand wie der 9000er und ist vor allem sagenhaft leise. Generell finden wir, die Philips Modelle könnten in einem Ninja Kloster zusammengebaut worden sein, so leise wie sie rasieren. Da können sich alle Konkurrenten eine dicke Scheibe von abschneiden. Die Reinigung ist unkompliziert und funktioniert auch unter der Dusche, da der 6000er praktischerweise wasserdicht ist. Im Vergleich zum 9000er musst du neben einem nicht so guten Rasurgefühl beim Philips 6000 s auch bei der Verarbeitung kleine Abstriche machen. Der beiliegende Trimmeraufsatz überzeugt uns nicht so wirklich. Ein stabiles Reiseetui gibt’s dazu.

Fazit: Mit dem Philips S6640/44 bekommst du einen soliden und unkomplizierten Rotationsrasierer. Die Rasur etwa bei einem 3-Tage-Bart könnte etwas gründlicher ausfallen. Den täglichen Stoppeln am Morgen ist er aber locker gewachsen. Zudem spricht sein verhältnismäßig günstiger Preis von knapp 115 Euro* für ihn.

Der Ruppige: Philips Series 3000 S3510/06 Easy Shave

Der „Philips Series 3000 Easy Shave“ zählt zu den günstigsten Geräten im Test. Im Gegensatz zum 6000er und 9000er Modell eignet er sich nur für die Trockenrasur. Und dabei ist er nicht gerade zimperlich. Hast du nur ein paar kurze Stoppel im Gesicht, erledigt der Easy Shave seinen Job solide. Willst du aber deinem 3-Tage-Bart zu Leibe rücken, dann mach dich auf etwas gefasst: Der Rasierer rupft und reißt regelrecht an den Haaren. Das ist bisweilen sogar recht schmerzhaft. Aber wir wollen ja nicht meckern. Wirklich scharf kommen uns die Rotationsklingen jedenfalls nicht vor. Die Hautirritationen sind sehr unangenehm. Für diese sogenannte Rasur hat der Akku des Philips S3510/06 stolze 50 Minuten Luft. 

Die Verarbeitung finden wir in Ordnung, allerdings gefällt uns der etwa gleich teure Braun Series 3 Pro Skin im Test in dieser Hinsicht deutlich besser. Du kannst den Rotationsrasierer vorsichtig unter fließend Wasser reinigen. Achtung! Der Easy Shave ist leider nicht wasserdicht. Dafür kannst du den 3000er allerdings auch kabelgebunden verwenden. Das geht bei der wasserdichten Konkurrenz aus Sicherheitsgründen natürlich nicht. 

Den schmalen Trimmer fährst du mit dem Daumen schnell aus. Ein Präzisionswerkzeug ist letzterer nicht, erfüllt aber seinen Zweck. Zubehör suchen wir vergebens. 

Fazit: Der Philips 3000 Easy Shave ist mit 60 Euro* vergleichsweise günstig. Allerdings rasiert er weniger, sondern reißt mehr an deinen Barhaaren. Im Rasierer Test fällt er dementsprechend auch durch unangenehme Hautirritationen negativ auf. Wir finden das Rasurergebnis sehr bescheiden.

Der Unausgegorene: Carrera No. 521

Der „Carrera Folienrasierer“ ist im Vergleich zu den Modellen von Braun oder Philips im Test bei weitem nicht so elegant designt. Im Gegenteil: Das Gerät wirkt ziemlich klobig und auch die Verarbeitungsqualität reicht nicht an die Konkurrenzmodelle heran. Das Display ist mehr funktional als hübsch anzusehen. Es informiert über den Ladestand und erinnert dich regelmäßig daran, das Gerät zu reinigen. Hinzu kommt, dass der Carrera beinahe so laut ist wie sein Namensvetter aus dem Hause Porsche. Der Scherkopf mit 4-fach-Schersystem ist nicht sehr flexibel gelagert, manche Stellen am Hals erreichst du nur mit Mühe. Zudem musst du in Sachen Trockenrasur schon mehrmals über eine Stelle, da der Carrera nicht auf Anhieb alle Barthaare erfasst. Da bleibt der eine oder andere Stoppel übrig. Das Rasurergebnis finden wir nicht sehr prickelnd.

Du kannst dich mit dem Carrera auch nass rasierenallerdings ist das Gerät nicht wasserdicht. Unter der Dusche ist der Nassrasierer also nicht zu gebrauchen. Reinigen kannst du den Scherkopf jedoch vorsichtig unter fließendem Wasser. Wir sind verwirrt! Der Trimmer und Langhaarschneider ist sehr klein und ist etwas schwierig aufzuklappen. Dank Schnellladefunktion ist der Rasierer nach 5 Minuten einsatzbereit. Vollständig geladen ist der Akku nach 90 Minuten, dann rasiert er eine Stunde. Zum Rasieren steht dir eine Stufe zur Verfügung. Mitgeliefert wird eine Waschtasche. Laden lässt sich der Rasierer auch über ein enthaltenes USB-Kabel. Praktisch, wenn du zum Beispiel im Urlaub keinen Netzstecker-Adapter dabei hast und dich auf deine Powerbank oder einen Laptop verlassen musst.

Fazit: Der „Carrera No. 521“ beeindruckt uns nicht. Der Folienrasierer ist so laut wie kein anderer im Test. Zudem wirkt er wenig durchdacht: Geeignet für die Nassrasur aber gleichzeitig nicht wasserdicht? Da ist die Konkurrenz schon sehr viel weiter. Für den Carrera musst du etwa 90 Euro* hinblättern.

Für Nostalgiker: Remington Titanium-X F7800

Der „Remington F7800“ kommt tatsächlich etwas archaisch daher. Da hätte auch Opa seine Freude dran gehabt. Die Ladestandsanzeige geht ebenfalls als Vintage durch. Allerdings erfüllt sie zuverlässig ihren Zweck. Schade finden wir, dass der Scherkopf sich nur in zwei Richtungen neigen lässt. Zwar sind die drei Klingen der „Triple Shave Technologie“ federnd gelagert, aber wir kommen damit nicht so gut zurecht. Problemstellen erreicht der Remington im Test nicht so gut wie die Konkurrenzrasierer von Panasonic oder Braun. Der Titanium-X ist kein Nassrasierer, sondern eignet sich ausschließlich für die Trockenrasur. Er wird mit einem 3-Tage-Bart ganz gut fertig, auch wenn es etwas dauert. Zwar lässt er sich unter fließendem Wasser reinigen, ist allerdings nicht wasserdicht.

Das Zubehör ist mit Transportbeutel, Schutzkappe und Reinigungspinsel etwas dürftig. Für knapp 50 Euro* bekommst du hier einen soliden Rasierapparat. Die Rasur könnte gründlicher ausfallen, zumal du nicht die Option hast, dich mit dem Remington auch nass zu rasieren. Der Akku ist in 120 Minuten vollgeladen und läuft dann 60 Minuten. Die Klingen machen keinen wirklich langlebigen Eindruck. Ein Blick aufs Preisschild der Ersatzklingen, die du nachkaufen kannst: Knapp 25 Euro – bei einem Neupreis für den Rasierer von 50 Euro. Zudem finden wir das Gerät auch etwas schwer und laut.

Fazit: Solide und günstig. Aber während der Rasur erreicht der Scherkopf des Folienrasieres von Remington Problemstellen an Hals und Kinn nichtFür den täglichen Gebrauch eignet sich der Remington durchaus. Allerdings sehen die Klingen, genauer gesagt die Scherfolien, nicht so aus, als machen sie das lange mit.

So haben wir die Elektrorasierer getestet

Nach dem Unboxing haben wir die Verarbeitung sämtlicher Rasierer und deren Zubehör begutachtet. Mit jedem Elektrorasierer haben wir uns über einen Zeitraum von etwa vier Wochen mehrmals rasiert. Dabei mussten sich die Rasierer im Test durch 3-Tage-Bärte ebenso fräsen wie durch 7-Tage-Bärte. Außerdem rückten wir den Bartstoppeln in einer Phase des Tests täglich zu Leibe, um zu prüfen, wie die Schaber mit der über Nacht nachgewachsenen Haaren klarkamen. Rasierer die sich sowohl für Nass- als auch für Trockenrasur eignen, haben wir besser bewertet als Geräte, die nur trocken rasieren. Während des Tests haben wir zwischen Rotationsrasierer und Folienrasierer keinen Unterschied gemacht. Wir legten Wert darauf, dass die jeweiligen Testkandidaten die Konturen des Gesichts bestmöglich abgrasen und auch Problemstellen an Kinn und Hals gut erreichen.

Rasierer, die sich sowohl für Nass- als auch für Trockenrasur eignen, haben wir in unserem Test besser bewertet als Rasierapparate, die nur trocken rasieren

Darauf solltest du bei der Entscheidung für einen Rasierer achten

Ein Elektrorasierer soll dir in erster Linie eine gründliche Rasur verschaffen und darüber hinaus möglichst Zeit sparen. Ob Scherfolien- oder Rotationsrasierer ist da eigentlich egal, denn welches System das bessere ist lässt sich pauschal nicht sagen. Zumal ohnehin jede Gesichtskontur anders ist. Wenn du dich mit deinem Elektrorasierer sowohl nass als auch trocken rasieren kannst, ist das besonders komfortabel. So hältst du deinen Bartwuchs jeden Morgen trocken in Zaum. Hin und wieder seifst du dein Gesicht ein und rasierst dann nass und ganz gründlich. Da liegen im Test der Philips 9000 Series, der Braun Series 7 und die beiden Panasonic Modelle vor allen anderen Rasierern.   

Ein wasserdichter Rasierer hat zum einen den Vorteil, dass du ihn unter der Dusche benutzen kannst. So sparst du schon mal ein paar Minuten. Zum anderen ist der Rasierer schnell unter fließendem Wasser gereinigt. Da punktet im Test unser Preis-Leistungs-Sieger, der Braun Series3 ProSkin. Drei Rasierer kommen im Set mit einer Reinigungsstation. Was im ersten Moment ganz geschickt wirkt, relativiert sich schnell wieder. Zwar desinfiziert das Reinigungsmittel den Rasierer, der Reinigungseffekt an sich fällt jedoch bescheidener aus als erhofft. Auch nach dem Bad finden wir vereinzelt Barthaare im Rasierkopf. Unter fließendem Wasser werden die Rasierer genauso sauber. Hinzu kommt der zusätzliche Kunststoffabfall, den du mit den Flüssigkeitspatronen für die Stationen verursachst. Bestens desinfiziert bekommst du den Rasierer auch mit separat erhältlichem Scherkopfreiniger.

Für die Feinarbeit eher suboptimal

Trägst du deinen Bart akkurat getrimmt dann ist ein Elektrorasierer für dich nicht unbedingt die erste Wahl. Denn deren Kernkompetenz ist der Kahlschlag. Die integrierten Langhaarschneider oder Trimmer eignen sich nur bedingt für filigranen Formschnitt. In Sachen Präzision beim Kantenschneiden finden wir die Braun Rasierer etwas besser geeignet als die Rotationsrasierer von Philips. Einfach, weil du etwa bei den Folienrasieren von Braun besser siehst, wo du gerade rasierst. Für exakte Kanten eignet sich ein spezieller Präzisionstrimmer besser.

Bist du häufig unterwegs, bietet sich ein stabiles Reiseetui für den Rasierer an. Hilfreich ist es auch, wenn du die Tasten des Rasierapparates verriegeln kannst, damit er im Gepäck nicht versehentlich losbrummt. Auch bei einem Elektrorasierer musst du nach einer gewissen Zeit den Scherkopf wechseln. Ein Austausch empfiehlt sich nach etwa 2 Jahren. Die Kosten für einen neuen Scherkopf liegen je nach Modell zwischen 15 und 50 Euro*.

Häufige Fragen zu Elektrorasierern

* Alle Preise Stand September 2019