Reinigung leicht gemacht - 9 Staubsauger Roboter im Test

Einen sauberen, gepflegten Haushalt wünscht sich jeder. Doch da steckt Arbeit hinter. Vor allem das Staubsaugen ist mehr als lästig. Die bequemste Weise deinen Boden zu saugen ist, es nicht selber zu machen. Nein, du sollst keine Putzhilfe einstellen, sondern einen Robotersauger. Die nützlichen kleinen Helfer saugen deinen Boden und du kannst die Füße hochlegen und dabei zusehen. Der Staubsauger darf in der Abstellkammer bleiben. Zwei von den von uns getesteten Geräten sind Saugwischroboter. Solche Modelle nehmen dir sogar das anschließende Wischen des Bodens ab.

Wir haben beim Test darauf geachtet, dass möglichst alle Ecken und Kanten sauber sind, der Schmutzbehälter ein großes Volumen hat, der Staubsauger Roboter nicht zu laut über den Boden rollt und die Steuerung möglichst einfach zu handhaben ist.

In diesen Kategorien testen wir die Saugroboter

  • Qualität: Im Test schauen wir uns Gehäuse und bewegliche Teile wie Räder und Walzen an. Außerdem prüfen die Ausführung der Bürsten.
  • Bedienkomfort Funktionalität: Wie gut kommst du an den Filter, lässt sich der Staubbehälter problemlos entnehmen und leeren? Wichtig ist auch, dass du du die App leicht einrichten kannst.
  • Ergonomie: Wie gut erkennt der Saugroboter Hindernisse und wie kommt er um sie herum? Die Lautstärke des Saugroboters sollte nicht stören, wenn du in der Wohnung oder im Homeoffice bist.
  • Saugergebnis Teppich: Bekommt der Saugroboter Hunde- oder Katzenhaare aus dem Hochfloor, bleiben Fusseln in den Schlingen hängen?
  • Saugergebnis Hartboden: Hier testen wir, ob der Saugroboter Rückstände hinterlässt oder Spuren der Bürsten oder Räder auf Parkett und Vinyl zu erkennen sind.

Diese neun Saugroboter müssen ihr Können unter Beweis stellen

Der Kombi-Testsieger – Ecovacs Deebot Ozmo 930

Der „Ecovacs Deebot Ozmo 930 Saugwischroboter“ geht bei der Reinigung strategisch vor. Dadurch kommt er zu einem sehr guten Saugergebnis. Er holt sich den Testsieg auf Hartboden vor allem durch seine zusätzliche Wischfunktion. Das Einrichten des Geräts und der App funktioniert ebenfalls sehr gut. Willst du wissen, was der Ecovacs noch alles kann, informiere dich im Einzeltest zum Saugroboter Testsieger.

Der Ecovacs Deebot Ozmo 930 kann auch wischen

Preiswert und gut: Preis-Leistungssieger Medion MD18500

Der „Medion Saugroboter MD18500“ ist von seinem Preis im Vergleich zu den Mitbewerbern unschlagbar. Zudem liefert er eine insgesamt starke Leistung ab. Er ist sehr flach und kommt somit gut unter Möbel. Allerdings fährt er sich auch gerne auf kleinen Dingen wie einem Kleiderständerbein fest. Wann unser Preis-Leistungs-Sieger genau das Richtige für dich ist, erfährst du im Testbericht zum Medion Saugroboter.

Der Medion Saugroboter putzt vor allem Hartboden ordentlich

Mehr Licht als Schatten - Alle weiteren Produkte im Test

Nicht jeder Saugroboter im Test ist so gut, wie es sein Preis vermuten lässt. Der eine ist sehr laut, beim anderen kannst du dir die Finger am Staubbehälter klemmen. Und einige schwächeln im Vergleich sogar beim Saugergebnis. Allerdings müssen wir zugeben, wir jammern auf recht hohem Niveau. Aber es lohnt es sich, wenn du dich etwas intensiver in die Details einliest. Vielleicht ist doch ein anderer Saugroboter als einer der Testsieger das beste Gerät für dich.

Der Beliebteste im Web – Vorwerk Kobold VR300

Der Name Vorwerk im Zusammenhang mit Saugrobotern lässt aufhorchen. Schließlich ist der deutsche Hersteller traditionell Experte für Bodenreinigung. Deshalb ist das Interesse am Saugroboter aus dem Hause Vorwerk sehr groß, dass sieht man schon allein an den vielen Tausend Suchanfragen im Netz. Doch das begehrte Gerät ist nicht der beste Saugroboter in unserem Test. Der „Vorwerk Kobold VR300“ ist zwar ziemlich gut, aber nicht so gut, dass er den Testsieger übertrifft. Warum das so ist, berichten wir dir im Einzeltest zum Vorwerk Saugroboter.

Der Vorwerk Saugroboter in seiner Ladestation

Saugroboter mit Staubdepot – iRobot Roomba i7+

Beim iRobot Roomba i7+ handelt es sich um einen sehr beliebten und funktionellen Staubsaugroboter. Er hat eine Akkulaufzeit von 110 Minuten und braucht 240 Minuten, um wieder aufzuladen. Der iRobot Saugroboter zwängt sich unter Möbel ab einer Höhe von 9,4 Zentimetern und kann Engstellen bis 34,4 Zentimeter meistern.

Er ist der einzige in diesem Saugroboter Test, der sich nach getaner Arbeit selbst reinigt. Du brauchst also nicht ständig den Staubbehälter am Gerät leeren. Denn der iRobot Roomba i7+ hat an seiner Ladestation eine einzigartige Funktion versteckt: eine Absaugeinrichtung, die den gesammelten Staub in einen großen Staubbeutel befördert. Der ist in der Ladestation untergebracht. Dieser Sammelturm ist recht auffällig in der Wohnung. Wenn der Saugroboter nach dem Saugen in die Station fährt, saugt diese den aufgesammelten Dreck aus der Staubbox des Roboters in einen eigenen Staubbeutel. Diese Einrichtung hat Vor- aber auch Nachteile. Gut ist natürlich, dass du die Staubbox des Saugroboters nicht mit der Hand rausholen und entleeren musst. Schlecht hingegen ist zum einen die Lautstärke beim absaugen, sowie zum anderen die Folgekosten durch neue Staubbeutel. Die musst du nach 30 Ladungen entleeren. Normalerweise also einmal im Monat. Du kannst sie als Zubehör im 3er-Pack nachbestellen. Wie übrigens auch Filter, Gummi- und Kantenreinigungsbürsten. Schon ohne diese regelmäßige Investition ist das Gerät das teuerste im Test.

Sehr positiv aufgefallen sind hingegen das Einrichten der App sowie deren intuitive Bedienung. Roomba i7+ kann zwar nicht wischen wie etwa der Deebot Ozmo 930, doch auf dem Teppich macht ihm keiner was vor. Den Teppich und seine Beschaffenheit erkennt der Saugroboter selbstständig und stellt seinen Arbeitsmodus darauf ein. Zweifelsohne ist der iRobot Roomba i7+ die gute Wahl, wenn deine Wohnung mit vielen Teppichen oder Teppichböden ausgestattet ist. Außerdem musst du bereit sein, viel Geld für diesen Service auszugeben. Knapp 1.200 Euro* kostet der Roboter aktuell.

Flacher Feger - Ecovacs Saugroboter Deebot 710

Der „Ecovacs Saugroboter Deebot 710“ sticht besonders durch die geringe Lautstärke, während des Betriebs hervor. Das betrifft nicht nur das Motor- und Sauggeräusch, sondern vor allem auch das Abrollgeräusch der Räder im Vergleich zum AEG RX 9 oder dem Vorwerk Kobold VR200.

Ein weiterer Vorteil für dich: Der Deebot 710 ist der flachste Saugroboter im Test. Das macht sich besonders bei der Reinigung unter Möbeln bemerkbar. Er kann ab einer Höhe von 8,2 Zentimetern hindurchfahren. Engstellen müssen ab 32,6 Zentimeter breit sein, damit der Deebot 710 sie passieren kann.

Mit 0,52 Litern hat der der Roboter einen recht großen Staubbehälter. Der ist sogar größer als der seines großen Bruders Deebot Ozmo 930. Zwar wird der Ecovacs Deebot 710 mit einer Fernbedienung geliefert, die ist aber überflüssig, wenn du die App nutzt. Diese ist leicht verständlich und funktioniert sehr gut.

Die Saugleistung mit einer Akkuladung von 110 Minuten reicht für einen voll möblierten Raum mit 30 m² völlig aus. Einziges Manko des flachen Deebot 710: er fährt sich gerne mal fest. Aber meist gelingt es ihm, sich wieder zu befreien.

High-Tech pur: AEG RX9

Der „AEG Saugroboter RX9“ kommt mit High-Tech pur in deine Wohnung. Seine einzigartige 3D-Vision-Technologie besteht aus einer hochentwickelten Kamera in Verbindung mit zwei Lasersensoren. Dadurch soll er dreidimensional sehen können, weil er die Umgebung laufend auf den Millimeter genau scannt. Deshalb fährt er auch nicht gegen Wände, sondern an ihnen entlang. Allerdings immer gegen den Uhrzeigersinn, da der AEG Saugroboter nur eine rotierende Seitenbürste hat. Die führt den Staub der großen Bürstenwalze zu. Von dort aus wird er in die recht große Staubbox gesaugt. Die lässt sich mit einem Handgriff entnehmen und einfach entleeren.

Während das Gehäuse des AEG RX9 einen qualitativ hochwertigen Eindruck macht, gefällt uns die Ladestation nicht so, weil sie auf Hartboden sehr leicht seitwärts wegrutscht. Die Akku-Laufzeit und damit die Arbeitszeit des AEG Saugroboter RX9 beträgt nur 50 Minuten und ist damit die kürzeste im Vergleich. Außerdem haben wir während des Tests einen zweiten Akkusatz benötigt, weil sich der erste schon nach kurzer Zeit nicht mehr laden ließ. Über den Kundendienst war er innerhalb eines Tages kostenlos ausgetauscht.

Guter Wischer - Sichler Saug- Wischroboter PCR 8500LX

Wischt besser als er saugt, das ist unser Fazit beim „Sichler PCR 8500LX“. Der zweite Saugwischroboter im Test neben dem Deebot OZM 930 überzeugt durch seine leichte Vibrationstechnik, mit denen die beiden Wischflächen selbst hartnäckige Flecken ordentlich beseitigen.

Der PCR 8500LX saugt zwar sehr leise, aber mit wenig Kraft. Er hat, ähnlich dem AEG RX9 nur eine Seitenbürste. Diese hat aber erheblich weniger Borsten zur Verfügung. Darum bleiben auch schon mal Schmutzreste in den Ecken liegen. Schade ist, dass der Sichler PCR 8500LX nur über eine Fernbedienung und nicht über eine App verfügt. So kannst du ihn nicht aus der Ferne steuern und die Arbeitszeiten variieren.

Häufig falsch verbunden - Neato Botvac D7 Connected

SmartHome ist für den „Neato Saugroboter Botvac D7 Connected“ kein Fremdwort. Er kommuniziert mit allen Smartgeräten, die dir lieb und teuer sind. Egal ob mit deinem Smartphone, der Smartwatch, Amazon Echo, Google Home, dem Neato Chatbot für Facebook oder IFTTT. Aber darin scheint auch sein größtes Problem zu liegen. Zwar schafft er auf dem Papier mit zwei Stunden die längste Arbeitszeit aller Testgeräte. Aber immer wieder gibt es Fehlermeldungen, weil die App-Verbindung nicht funktioniert. Trotz optimaler WLAN-Anbindung aller Testräume. Aber auch offline und mit der manuellen Fernbedienung ist der Neato Botvac D7 Connected nicht sehr zuverlässig. Immer mal wieder blinkt das eine oder andere Lämpchen. Vor allem der Akku zeigt nach kurzer Zeit an, dass er wieder geladen werden möchte. Positiv ist anzumerken, dass der Neato Botvac D7 eine große Staubbox hat, die er aber selten vollständig füllt. Und dafür ist er uns zu teuer.

Neato Botvac D6 Connected

Der „Neato Saugroboter Botvac D6 Connected“ ist der kleine Bruder des Botvac D7. Und dementsprechend ist er mit den gleichen Fehlern ausgestattet. Auch beim Botvac D6 Connected gehört eine komplette SmartHome-Anbindung zu Smartphone, Smartwatch, Amazon Echo, Google Home, dem Neato Chatbot für Facebook und IFTTT. Auch hier ist das ein größeres Problem. Immer wieder gibt es Fehlermeldungen weil die App-Verbindung nicht funktioniert. Außerdem fehlt dem Neato Botvac D6 Connected die manuelle Fernbedienung. Deshalb musst du, wenn du ihn offline steuern willst, immer zu ihm gehen und eine der Tasten drücken. Er kann auch keine Zonen-Reinigung sondern fegt nur die komplette Wohnung, wenn er durchhält. Die Akkulaufzeit beträgt 120 Minuten.

So haben wir die Saugroboter getestet

Zunächst befreien wir die Saugroboter und Saugwischroboter von ihrer Versandverpackung und überprüfen, ob die Geräte in tadellosem Zustand und vollständig angekommen sind. Alle Hersteller verwende eine bruchsichere Verpackung. Entsprechend der Bedienungsanleitung richteten wir die Testräume ein. Wir legen dabei Wert auf ein realistisches, bewohntes Wohnumfeld mit Hund und Katze und keine künstlich aufgebauten Labor-Bedingungen. Insgesamt gibt es für diesen Test sechs Wohnsituationen in denen die Roboter in einem Vier-Wochen-Zeitraum wöchentlich wechseln. Als Bodenbeläge sind hier Fliesen, Parkett, sowie Holz- und PVC-Laminat verlegt. Auch lang- und kurzfloriger Teppich ist im Einsatz. Alle Geräte arbeiten täglich in drei Zeitabschnitten von jeweils 60 Minuten. Die zu bearbeitende Fläche liegt zwischen 20 und 50 Quadratmetern.

Wir ermitteln, wie viel Staub sich in jedem Abschnitt in den Schmutzbehältern ansammelt. Außerdem nehmen wir die Wischtücher der beiden Saugwischroboter täglich ab und waschen sie aus. Die Einrichtung der Geräte ist durch die Bank unproblematisch. Sowohl bei direktem Einsatz als auch beim Einsatz mit Fernbedienung oder App.

Im Test prüfen wir, wie viel Staub jeder Roboter aufgesaugt hat

Welcher Saugroboter passt zu mir?

Zunächst solltest du klären, ob dein kleiner Helfer nur saugen oder auch wischen soll. Hast du zum Beispiel viel Teppichboden, kommt ein Saugwischroboter für dich nicht in Frage. Besitzt du Teppichboden, reichen dir Geräte wie der Medion, die nur Kantenreinigungsbürsten besitzen, nicht aus. Da benötigst du eine Gummi- oder Bürstenwalze, die aus dem Teppich Staub- und Fusselanteile herausklopft. Auf Teppich saugt etwa der iRobot Roomba i7+ am besten. Der Vorwerk Kobold VR300 reinigt Teppiche ebenfalls vorbildlich.

Du solltest auch im Vorfeld klären, wie du deinen Saugroboter steuern willst. Soll er nur arbeiten, wenn du zuhause bist, kommst du mit einem Gerät aus, das lediglich eine Fernbedienung besitzt. Möchtest du ihn auch vom Büro oder dem Café aus bedienen, solltest du den Kauf eines App-gesteuerten Gerätes beschließen. Hier scheiden also der Medion und der Sichler aus.

Für die Grundsatzentscheidung ob Roboter ja oder nein, musst du beachten, dass zumindest Teile der Wohnung „robotertauglich“ umgestaltet werden müssen. Kabel auf dem Boden mögen die wuseligen Sauger gar nicht gern. Flache Durchfahrten können zum Einklemmen führen. Und herumliegende Sachen wie Kinderspielzeug oder Zeitschriften verleibt er sich auch schon mal gerne ein.

Übrigens haben wir uns auch reine Wischroboter angesehen und sind zu dem Schluss gekommen, dass diese im „normalen“ Haushalt keinen großen Sinn ergeben. Denn vor dem Wischen musst du immer erst saugen. Und erst danach kannst du den Wischer einsetzen. Da ist ein Saugwischroboter wie unser Testsieger Ecovacs Deebot Ozmo 930 praktischer.

Wichtige Fragen zum Saug- und Saugwischroboter

* Alle Preise Stand August 2019