Saubere Zähne wie nach der professionellen Zahnreinigung - 9 Schallzahnbürsten im Vergleich

Bei der Zahnpflege scheiden sich die Geister: Die einen setzen auf neueste Technologie und höchsten Komfort, die anderen mögen es ganz klassisch und putzen lieber manuell. Ganz gleich ob du dich für eine elektrische Zahnbürste oder den „Oldtimer“ entscheidest, eines sollte eine gute Zahnbürste in jedem Fall erfüllen: Sie sollte beim Putzen der Zähne ein zufriedenstellendes Reinigungsergebnis liefern. Im Gegensatz zu elektrischen Zahnbürsten mit einem rotierenden Bürstenkopf reinigt eine Schallzahnbürste mit nur minimalen aber schnellen Wischbewegungen. Der Bürstenkopf wird mit bis zu 60.000 Schwingungen pro Minute hin und her bewegt. Das Reinigungsgefühl ist daher deutlich besser. Wir haben neun Schallzahnbürsten zwischen 50 und 170 Euro* getestet. Dabei haben wir besonders auf die Verarbeitung, den Bedienkomfort und natürlich die Zahnreinigung geachtet.

Diese Kriterien sind uns bei den Schallzahnbürsten wichtig

  • Reinigungsvorgang: Klar, die beste Schallzahnbürste ist unbrauchbar, wenn sie in diesem Punkt versagt. Daher interessiert uns beim Zähneputzen besonders, wie gründlich die einzelnen Schallzahnbürsten sind. Außerdem bewerten wir, wie schonend sie dabei mit dem Zahnfleisch und dem Zahnschmelz umgehen. In die Bewertung fließt auch ein, ob eine individuelle Anpassung durch verschiedene Programme möglich ist. Abschließend bewerten wir auch das finale Reinigungsergebnis. Also: Wie fühlen sich die Zähne nach dem Putzen an?
     
  • Bedienung: Bei der Handhabung stellen wir uns folgende Fragen: Wie lässt sich die Schallzahnbürste an- und abschalten? Wie funktioniert die Ladung? Lassen sich die Modi einfach und intuitiv wechseln? Ein wichtiger Punkt an dieser Stelle ist auch die Lautstärke des Geräts. Je nach Motor und Anzahl an Vibrationen pro Minute variiert diese stark. Außerdem haben wir auf die Reinigung des Geräts, der Ladestation und der mitgelieferten Aufsätze Wert gelegt.
     
  • Verarbeitung: Mit deiner Schallzahnbürste pflegst du engen Körperkontakt. Grund genug auch ein Auge auf die Verarbeitung zu werfen. Neben der Ergonomie des Griffs liegt unser Fokus insbesondere auf der Verarbeitung des Bürstenkopfes und der Beschaffenheit der Borsten.

Alle neun Schallzahnbürsten im Test

Die Leistungsstarke: Der Testsieger ist die Sonicare DiamondClean von Philips

Überzeugt hat uns die Philips Sonicare DiamondClean Zahnbürste mit einem Reinigungsergebnis, dass alle anderen Mitbewerber in den Schatten stellt. Klar, sie kommt mit ihrem Bürstenkopf auch auf doppelt so viele Schwingungen wie die restlichen Produkte. Gleichzeitig punktet sie mit einem ansprechenden Design und einer besonders innovativen Ladefunktion. Alle Details zum Testsieger liest du in unserem Philips Sonicare DiamondClean Einzeltest.

Ein echter Glücksgriff: Preis-Leistungs-Sieger ist die Schall VIBE 3 von happybrush

Bereits das Auspacken der happybrush Schall VIBE 3 Zahnbürste macht ein bisschen glücklich. Das Design ist bis ins kleinste Detail durchdacht und stimmig. Auch beim Putzen macht die Schall VIBE 3 eine gute Figur. Umso mehr hat es uns überrascht, dass sie von allen Schallzahnbürsten im Test die günstigste ist. Mehr erfährst du im happybrush Einzeltest.

Die übrigen Schallzahnbürsten aus unserem Test

Welche Schallzahnbürste sich für dich am besten eignet, kommt ganz auf deine individuellen Ansprüche an. Daher schicken wir neben der Sonicare DiamondClean von Philips und der Schall VIBE 3 von happybrush noch acht weitere Modelle in unseren Schallzahnbürsten Test.

Die Innovative: Silk'n SonicSmile Deluxe

Die „Silk'n SonicSmile Deluxe“ kommt mit einem schlichtenklassischen Design daher. Mit fünf unterschiedlichen Reinigungsprogrammen passt sie sich beim Putzen prima an deine individuellen Ansprüche an. Einsteigern hilft sie mit dem Modus „Study“ sogar dabei, sich an das Putzen mit einer Schallzahnbürste zu gewöhnen. Zudem reinigt die Schallzahnbürste nicht nur mit den typischen Schwingungen. Im oberen und unteren Bereich des Bürstenkopfes befinden sich etwas längere Borsten, die zusätzlich eine Wischbewegung vollführen. Ob die Zähne explizit dadurch sauberer werden, können wir während des Tests allerdings nicht feststellen. Das Reinigungsergebnis ist jedoch trotzdem sehr gut. Die Zähne fühlen sich spürbar sauber an. Uns gefällt, dass sie im Vergleich zur Konkurrenz leiser ist. Außerdem ist sie wasserdicht und somit auch zur Benutzung unter der Dusche geeignet. Nicht so gut finden wir die Borsten der Silk’n Zahnbürste. Diese sind etwas hart und nicht von so hoher Qualität wie es für den doch etwas höheren Preis von knapp 60 Euro* zu erwarten wäre. Hast du empfindliches Zahnfleisch raten wir dir daher zu einem anderen Modell. Zwei Ersatzbürsten sind für 13 Euro* zu haben.

Idealer Reisebegleiter: Pulsonic Slim Luxe 4000 von Oral-B

Klein und handlich - das schlanke und gleichzeitig schicke Design der leichten „Pulsonic Slim Luxe 4000“ Schallzahnbürste von Oral-B punktet vor allem unterwegs. Denn trotz ihrer Größe ist die Putzleistung richtig gut. Der integrierte Timer meldet sich alle 30 Sekunden. Die Borsten des Bürstenkopfes sind laut Hersteller abgerundet und sollen daher besonders sanft zu empfindlichem Zahnfleisch sein. Im Vergleich sind uns die Borsten jedoch sogar etwas zu hart. Auch die Akkulaufzeit ist mit zwei Wochen eher gering, bei so einer kleinen Schallzahnbürste jedoch vertretbar. Schade, dass im Lieferumfang kein Reiseetui vorhanden ist. Das würden wir uns bei einem Produkt, das sich für Reisen eignet, wünschen. Für die Pulsonic Slim Luxe 400 musst du etwa 60 Euro* hinblättern. Für einen 2er-Pack Pulsonic-Aufsteckbürsten fallen knapp 7 Euro* an. Das ist günstig!

Außergewöhnliches Design: Issa 2 von Foreo

Schonend und hygienisch dank Silikon - was sich theoretisch gut anhört, wird mit der „Issa 2“ von Foreo recht gut umgesetzt. Das Design der Zahnürste ist wirklich einzigartig. Dank des Silikons ist sie sehr sanft zum Zahnfleisch. Das Material erleichtert ebenfalls die Reinigung der Schallzahnbürste, mit sehr langer Akkulaufzeit, ungemein. Allerdings haben wir beim Test das Gefühl, dass man mit dem großen Bürstenkopf nicht jede Stelle im Mundraum erreicht. Hast du beispielsweise ein eher schmales Gebiss, könnte die Handhabung eher problematisch werden. Weiteren Abzug gibt es für den sehr geringen Lieferumfang. Mehr als die Zahnbürste und einem USB-Kabel gibt es nicht. Willst du über die Steckdose laden, musst du hierfür zum Beispiel das Ladegerät des Handys zweckentfremden. Für eine Schallzahnbürste aus dem höheren Preissegment – die Issa schlägt mit stolzen 170 Euro* zu Buche – haben wir etwas mehr erwartet. Den Silikonbürstenkopf musst du nicht so regelmäßig wechseln, wie die Bürsten der anderen Zahnbürsten im Test. Ein Ersatzkopf ist allerdings erhältlich und kostet dich knapp 20 Euro.

Wellness für die Zähne: Sonic Generation 8 von Edel+White

Was bei der „Sonic Generation 8“ von Edel+White positiv auffällt, sind die angenehm weichen Borsten des Bürstenkopfes. Dank unterschiedlicher Längen sorgen die für eine schonende Reinigung. Je nach Modus – hier kann man zwischen vier Programmen wählen – variiert aber leider auch die Gründlichkeit. Erwähnenswert ist jedoch der Yoga-Modus der Schallzahnbürste, der dich zu Atemübungen während des Zähneputzens anregt und so beruhigen und vitalisieren soll. Bist du auf Reisen, betätigst du durch langes Drücken auf den Start-Knopf den Flugmodus. Leider gehört die Sonic Generation 8 zu den lauteren Zahnbürsten im Test. Der Akku hält etwa zwei Wochen durch. Preislich liegt die Edel+White Schallzahnbürste bei etwas unter 100 Euro*, der 2er-Pack Ersatzbürsten kostet circa 15 Euro*.

Eine Schallzahnbürste die reagiert: EW-DL83-W803 von Panasonic

Zwar bietet die „Panasonic EW-DL-W803“ nur zwei Putzmodi an, dafür wird die Schallzahnbürste beim Putzen aber selber aktiv: Abhängig vom Druck, den du auf deine Zähne ausübst, passt das Modell die Amplitude des Bürstenkopfes selbstständig an und schützt so das Zahnfleisch vor Überbelastung. Im Test ist sie die einzige Schallzahnbürste mit dieser Funktion. Ebenfalls schonend für Zahn und Zahnfleisch sind die feinen Borstenspitzen. Ein zusätzlicher Aufsatz für die Zahnzwischenräume unterstützt das gute Reinigungsergebnis zusätzlich. Der Akku hält etwa zwei Wochen, ist aber innerhalb von 60 Minuten Ladung wieder voll. Wir finden, dass die Panasonic wegen ihres großen Handstücks etwas unkomfortabel in der Hand liegt. Leider ist die Schallzahnbürste von Panasonic mit knapp 150 Euro* nicht gerade günstig. Dafür sind die Kosten für die Ersatzbürsten mit 9 Euro* für zwei Stück überschaubar. 

Die kleine Schwester des Testsiegers: Sonicare EasyClean von Philips

Klingt ähnlich wie der Testsieger, ist auch vom selben Hersteller. Bei der „Sonicare EasyClean“ Schallzahnbürste von Philips handelt es sich um eine günstige Alternative im Test. Ihr Kostenpunkt liegt bei etwa 40 Euro*. Da musst du in gewissen Punkten natürlich Abstriche machen. So steht dir beispielsweise nur ein Reinigungsmodus zur Verfügung. Mit nur einem Putzprogramm ist sie zwar unkompliziert in der Bedienung, lässt sich damit aber auch nicht auf deine individuellen Bedürfnisse einstellen. Gleichzeitig ist sie vergleichsweise größer und liegt nicht ganz so gut in der Hand, wie andere Modelle. Die Akkulaufzeit beträgt laut Herstellerangaben zwei Wochen, da schaffen die meisten Bürsten im Test mehr. Zudem sind wir im Netz auf einige Käuferbewertungen gestoßen, die die kurze Lebensdauer des Akkus oder der Schallzahnbürste allgemein bemängeln. Auf die EasyClean passen die gleichen Aufsatzbürsten wie auf die DiamondClean. Den 2er-Pack gibt’s für knapp 15 Euro*.

Enttäuschendes Produkt vom Spezialisten: C600 ProClinical von Elmex

Aufgrund der drei unterschiedlichen Bürstenköpfe und insgesamt drei verschiedenen Putzmodi versprechen wir uns Einiges von der „C600 ProClinical“ von Elmex. Leider bemerken wir beim Auspacken einen penetranten Plastikgeruch. Das gibt im Test schon mal Abzug. Leider punktet die Schallzahnbürste später auch beim Putzen nicht: Immer wieder geht sie trotz geladenem Akku aus und lässt sich schließlich partout nicht mehr starten. Der integrierte Timer soll sich eigentlich alle 30 Sekunden melden und dann nach zwei Minuten abschalten. Unser Testmodell schafft das leider nicht. Zudem ist es auch nicht wasserfest, was nicht nur das Benutzen in der Dusche unmöglich macht, sondern auch die Reinigung der ungefähr 50 Euro* teuren Zahnbürste selber erschwert. Ein Reiseetui bekommst du immerhin dazu. Für vier Aufsteckbürsten – das ist die kleinste Packung – musst du 20 Euro* bezahlen.

So haben wir die Schallzahnbürsten getestet

Beim Testen der neun Schallzahnbürsten haben wir die Produkte zunächst ausgepackt, uns mit dem Lieferumfang vertraut gemacht sowie die Qualität der Verarbeitung geprüft. Im nächsten Schritt haben wir getestetob jede Zahnbürste sofort einsatzbereit ist oder zunächst geladen werden muss. Als nächstes haben wir die Lautstärke der Zahnbürsten mit einem Schallpegelmesser ermittelt. Bereits hier konnten wir Unterschiede zwischen den einzelnen Zahnbürsten im Test ausmachen. Anschießend haben wir jede Schallzahnbürste einem ausführlichen Praxistest unterzogen. Sprich, wir haben geputzt und geputzt und geputzt. Bei den Putzrunden – immer exakt zwei Minuten – haben wir bei jeder Zahnbürste im Test die gleiche Zahnpasta verwendet. Zu guter Letzt haben wir auch überprüft, wie sich die Zahnbürste und die Ladestation reinigen lassen.

Worauf solltest du beim Kauf achten?

Positiv aufgefallen ist uns, dass auch die günstigeren Modelle gute Ergebnisse erzielen können. So zum Beispiel die gute happybrush Schallzahnbürste, die Pulsonic Slim Luxe 4000 von Oral-B oder die Silk’n SonicSmile Deluxe. Wichtig ist, auf eine gute Verarbeitung der Bürstenköpfe zu achten. Schlecht verarbeitete Borsten schaden insbesondere dem Zahnfleisch mehr, als dass sie reinigen. Spar also nicht am falschen Ende! Hast du vielleicht sogar Probleme mit dem Zahnfleisch oder eine Zahnspange, bietet sich eine Schallzahnbürste an, die entweder weiche Borsten oder ein spezielles dafür vorgesehenes Reinigungsprogramm hat. Besonders angenehm für das Zahnfleisch finden wir die Edel+White Zahnbürste mit ihrer weichen Bürste. Zudem ist es angenehmer, wenn die Rückseite des Bürstenkopfes mit Silikon oder Gummi beschichtet ist. Berührst du während des Putzvorgangs die Zähne mit dieser Seite, kann das ohne diese Beschichtung unangenehm sein. Das fanden wir bei der Elmex C600 ProClinical sehr störend. Vor allem, wenn du dir die Zähne noch nie mit einer Schallzahnbürste geputzt hast. 

Nicht außer Acht zu lassen, sind auch die Kosten für die Ersatzbürsten. Die bewegen sich bei den Schallzahnbürsten aus unserem Test zwischen 7 und 15 Euro für zwei original Aufsteckbürsten vom Hersteller. Bei einigen Modellen kannst du auch günstigere Alternativ-Bürsten verwenden. Wer oft verreist, sollte zudem auf einen ausdauernden Akku und einen komfortablen Transport, am besten in einem passenden Reiseetui, achten. Ein solches liegt bei sechs der neun Schallzahnbürsten bei.

Wichtige Fragen zur Schallzahnbürste

* Alle Preise Stand September 2019