Starke Leistung ohne Beutel? Die besten beutellosen Staubsauger im Test

Ein Hausputz ohne Staubsauger ist heutzutage undenkbar. Zum Glück gibt’s für jeden Zweck inzwischen das richtige Gerät: platzsparende Stabstaubsauger, Akku-Handstaubsauger für den Kurzeinsatz und Bodenstaubsauger, die mit ihren auswechselbaren Saugdüsen und dem langen Schlauch sehr flexibel einsetzbar sind. Wir haben für dich fünf Staubsauger ohne Beutel genau unter die Lupe genommen, um herauszufinden, welcher eine gute Wahl ist. Dabei haben wir auf unterschiedlichen Oberflächen verschiedene Schmutzpartikel wie Kekskrümel, Mehl oder Erde aufgesaugt. Preislich liegen unsere Testprodukte zwischen 57 und 320 Euro. Als Konkurrent geht der Klassiker Kobold von Vorwerk als Staubsauger mit Beutel zum Preis von 849 Euro (Stand August 2019) ins Rennen.

In diesen Kategorien haben wir getestet:

  • Die Saugleistung: Wie gut saugen die beutellosen Geräte auf unterschiedlichen Oberflächen? Kannst du die Bodenstaubsauger auch einfach hinter dir herziehen oder kippen sie um?
  • Die Handhabung: Wie leicht lassen sich die Staubsauger zusammenbauen, bedienen und abstellen? Ist die Kabelaufwicklung leichtgängig oder verheddert es sich?
  • Die Entleerung: Wie einfach kannst du den Staubbehälter entnehmen und reinigen?

Wir testen fünf beliebte beutellose Staubsauger für dich auf Herz und Nieren

Testsieger: Dyson Big Ball Multifloor 2 - stabiler Allrounder

Der Dyson Big Ball Multifloor 2, ein Klassiker unter den beutellosen Staubsaugern, überzeugt durch sehr gute Verarbeitung, Handhabung, tadellose Saugqualität und praktisches Zubehör. Im Einzeltest des Dysons erfährst du, warum er unser Testsieger ist.

Klein, leicht und saugstark: Der AmazonBasics ist unser Preis-Leistungs-Sieger

Der AmazonBasics Staubsauger ist unser Leichtgewicht im Test und zeigt auf allen Flächen eine sehr gute Saugleistung. Er lässt sich einfach schieben und gleitet besonders gut auf Teppichboden. Sein Behälter ist schnell gewechselt. Weitere Details über den AmazonBasics kannst du im Einzeltest nachlesen.

Klassischer Staubsauger mit Beutel: Der Kobold VT300 von Vorwerk

Schon beim Auspacken der Riesenschachtel wird klar: Beim „Kobold VT300“ von Vorwerk hast du es mit einem Profisauger zutun. Der Kobold ist sehr gut und solide verarbeitet, aber das wirkt sich aufs Gewicht aus: 9,5 Kilo samt Saugrohr und Bodendüse.

Die Steckverbindungen der Einzelteile passen perfekt, mit ein paar Handgriffen ist das Gerät aufgebaut. Beim Saugen bewegt sich der Kobold in alle Richtungen mit, denn der Schlauch lässt sich um 360 Grad drehen. Bei der Saugleistung schneidet der Kobold sehr gut ab. Er saugt auf glatten Oberflächen und Kurzflorteppichen hervorragend, die Automatik-Elektrobürste erkennt die verschiedenen Oberflächen. Das Reinigen von Hochflorteppichen ist allerdings nur bis zu einer Florhöhe von zwei Zentimetern möglich. Bei längeren Teppichfasern saugt sich die Bodendüse an den Fasern fest und das Gerät schaltet automatisch ab – das hat uns ziemlich enttäuscht.

Fazit: Für Wohnungen und Häuser mit sehr viel Wohnfläche und genügend Stauraum für die Aufbewahrung ist dieser Bodenstaubsauger zu empfehlen – allerdings zu einem stolzen Preis. Zubehörteile müssen außerdem extra dazugekauft werden.

BeutelstaubsaugerVor- und Nachteile des Vorwerk Kobold

Der Vorwerk Staubsauger von oben
Der Vorwerk Staubsauger von oben

+ Verarbeitung
+ sehr gute Saugleistung
+ flexibler Schlauch

- Gewicht
- Preis
- Einzelteile müssen separat gekauft werden

Diese Staubsauger ohne Beutel haben wir ebenfalls getestet

Insgesamt haben wir uns fünf beutellose Staubsauger genau angeschaut. Alle machen ihren Job gut und saugen Staub sowie Schmutz gründlich auf. Die Unterschiede liegen jedoch oft im Detail, zum Beispiel bei der Beweglichkeit, der Lautstärke, der Abstellhilfe oder dem Zubehör. So haben die übrigen Testkandidaten abgeschnitten:

Der Staubflüsterer: Bosch Relaxx’x ProSilence Plus

Der „Bosch BGS5331 Relaxx’x“ ist das Schwergewicht unter den beutellosen Staubsaugern. Mit Rohr und Düse bringt er satte 8,9 Kilo auf die Waage, was zum Beispiel beim Treppensaugen oder Transport in die oberen Stockwerke schon etwas beschwerlich ist. In Sachen Lautstärke kann er aber auf jeden Fall einiges wieder gut machen. Mit 68 Dezibel läuft er sehr leise, und toppt dabei die anderen Geräte um einiges. Weitere Informationen findest du in unserem Bosch Einzeltest.

AEG LX7-2-CR-A: Robust im Handling und einfach zu entleeren

Mit seinem Gewicht von 7,6 Kilo kann den „AEG LX7-2-CR-A“ beim Saugen so schnell nichts aus der Bahn werfen. Er lässt sich einfach um Ecken und Kanten herum hinterherziehen und dank des großen Handgriffs auch tragen. Seine Saugleistung auf Hart- und Teppichboden ist sehr gut, allerdings rutscht er auf Teppichboden nicht so gut, da braucht es schon etwas Kraft beim Schieben.

Besonders punktet der AEG bei der Entleerung.  Der durchschnittliche 1,4 Liter Staubbehälter lässt sich mit nur einem Handgriff abnehmen. Die Klappe auf der Unterseite hat einen sicheren Verschluss, der ein versehentliches Öffnen und unangenehme Staubwolken verhindert. Gestört hat uns, dass der AEG keinen Fußschalter, sondern einen Schieberegler hat. Zum Ein- und Ausschalten und Regulieren der Saugkraft musst du dich also bücken. Super praktisch ist jedoch die integrierte, seitliche Abstellhilfe. Mit nur einem Handgriff lässt dich das Saugrohr darin feststecken.

Haushaltshelfer im Kleinformat: Der Rowenta Compact Power Cyclonic

Der „Rowenta Compact Power Cyclonic RO 3731EA“ ist mit seinem robusten Kunststoffgehäuse in coolem blau-schwarzem Design ein handlicher Bodenstaubsauger, der sich einfach bedienen und reinigen lässt. Für das Zusammenstecken der Einzelteile brauchst du jedoch etwas Geduld. Besonders für die Möbeldüse, die in den Griff integriert ist. Dank der großen Hinterräder und dem Vorderrad, das sich um 360 Grad drehen kann, ist er sehr beweglich. Er kommt ohne Probleme um Stuhl- und Tischbeine herum. Was dabei jedoch stört, ist das laute Geräusch der Räder.

Auf Teppichboden ist die Saugleistung sehr gut, beim Saugen von glatten Flächen kratzen die Boden- und auch die Hartbodendüse jedoch statt locker zu gleiten. Bei größeren Verschmutzungen tut sich der Sauger allerdings schwer und schiebt sie vor sich her. Die Saugkraft lässt sich nur über die Luftöffnung am Griff regulieren, um beispielsweise mit weniger Power Hochflorteppiche zu reinigen. Viel Übung brauchst du, um das Saugrohr schnell in die Abstellhilfe einzufädeln. Dafür funktioniert der Kabeleinzug einwandfrei.

So haben wir die beutellosen Staubsauger getestet

Zuerst haben wir das Augenmerk auf den Zusammenbau und die Handhabung der einzelnen Sauger gelegt. Dabei war uns wichtig, wie leicht sich die einzelnen Teile zusammensetzen lassen.

  • Handhabung: Hier haben wir getestet wie gut das Saugrohr in der Hand liegt, ob sich das Kabel gut einrollen lässt und wie die Abstellhilfe funktioniert. Beim AmazonBasics fällt uns das kurze Teleskoprohr auf, das für große Menschen etwas unbequem sein kann. Die einzelnen Teile lassen sich beim Dyson sehr leicht zusammenstecken. Durch den ergonomischen Griff und das lange Saugrohr liegt er sehr gut in der Hand. Vor allem wenn du mal die Spinnweben oben an der Decke entfernen möchtest. Der AEG lässt sich besonders schnell und einfach in die Abstellhilfe einfädeln, beim Amazon und Rowenta ist das etwas fummelig.
     
  • Saugleistung: Alle Geräte mussten sich auf unterschiedlichen Oberflächen beweisen. Getestet wurde auf einem Hochflorteppich, kurzem Teppichboden, Hartboden, Polsterstühlen und Fußmatten. Darauf haben wir großzügig Mehl, Kekskrümel, Paniermehl, grobe Erde und Tierhaare verteilt. Die Sauger von AEG, Amazon, Bosch und Dyson zeigen auch da keine Schwächen. Der Rowenta hat beim Hartboden leichte Probleme mit großen Krümeln. Statt sie einzusaugen, schiebt er sie nur vor sich her. Tierhaare lassen sich mit allen Geräten gleich gut entfernen.
     
  • Reinigung: Die Entnahme der Staubbehälter geht bei allen Saugern gut von der Hand. Beim Dyson musst du dich allerdings erst einmal mit der Technik vertraut machen, da fiel uns der Dreck bei der ersten Entleerung erstmal auf die Füße. Der AEG hat uns dabei am besten gefallen.

Wir haben mit allen Bodenstaubsaugern fleißig Krümel, Erde und vieles mehr aufgesaugt

Was du beim Kauf eines Staubsaugers ohne Beutel beachten solltest

  • Größe der Wohnung: Hast du große Flächen zu saugen und möchtest nicht dauernd den Behälter entleeren, dann ist ein Gerät mit geräumigem Staubbehälter und hohem Fassungsvermögen von Vorteil. Der Behälter sollte leicht zu entnehmen, zu leeren und zu reinigen sein. Bei nur wenig Wohnfläche ist ein kleines, wendiges Gerät sinnvoll, das sich auch gut verstauen lässt.
     
  • Gewicht: Sind in einem Haus mehrere Etagen zu saugen, dann spielt das Gewicht bei der Auswahl des Saugers eine Rolle. In erster Linie kommt es aber auf die Saugleistung an.
     
  • Ausstattung und Qualität: Außerdem sollte die Düse gut gleiten und das Gerät leicht hinterherrollen. Als Zubehör halten wir eine Fugendüse und Polsterdüse für sehr sinnvoll. Hast du hochwertiges Parkett, ist eine Saugdüse, die nicht kratzt, wichtig. Manche Staubsauger haben dafür eine Hartbodendüse mit einer Bürste.
     
  • Reinigung: Bei der Entleerung der Schmutzbehälter solltest du sehr vorsichtig vorgehen. Um herumfliegende Staubpartikel oder im schlimmsten Fall eine Staubwolke zu verhindern, empfehlen wir, den Schmutz direkt in eine Mülltüte zu entleeren. Am besten machst du das im Freien. Für Allergiker ist ein Gerät mit waschbarem HEPA-Filter empfehlenswert.

Häufige Fragen zu beutellosen Staubsaugern