Wenn es im Bauch zwickt, in der Schulter spannt oder kalt im Bett ist, sind Wärmflaschen die perfekte Lösung. Mit heißem Wasser gefüllt, sorgen sie für ein entspanntes und wohliges Gefühl. Auch bei Muskelkater oder Unterleibsschmerzen verschaffen sie schnelle Linderung. Da wir mit einer Wärmflasche viel Körperkontakt haben, sind ein weicher Bezug und ein neutraler Geruch wichtig. Außerdem sollten sie auslaufsicher sein und sich nicht zu heiß anfühlen. Alle hier getesteten Wärmflaschen lassen sich über ihren Trichter problemlos mit heißem Wasser befüllen und waren dicht. Jedoch unterscheiden sie sich stark in ihrer Warmhaltefunktion, dem Geruch und der Qualität ihres Bezugs.  

Liste: In diesen Kategorien haben wir getestet

  • Material: Wie ist der Überzug? Ist er flauschig? Schluckt er die Wärme oder gibt er sie angenehm weiter?
  • Maße und Handling: Wie groß ist die Wärmflasche? Ist sie auslaufsicher und vom TÜV geprüft? Wie ist ihr Form? Passt sie sich gut an den Körper an?
  • Qualität: Ist die Wärmflasche frei von Schadstoffen? Riecht sie unangenehm? Ist sie stabil? 
  • Sonderkriterium: Warmhalte-Funktion
    Besonders wichtig war uns die Warmhalte-Funktion. Wie schnell verliert ein Modell an Wärme?

Alle 11 getesteten Wärmflaschen auf einen Blick. Am flauschigsten finden wir die Larovita mit Schäfchen-Muster

Testsieger: Larovita Wärmflasche mit Schäfchen-Design

Sie hält lange warm, ist sehr flauschig und geruchsneutral: Die Larovita Wärmflasche hat bei allen Testansprüchen bestens abgeschnitten. Die Wärmflasche ist aus umweltfreundlichem Material vom deutschen Familienunternehmen Hugo Frosch hergestellt. Mit ihr macht Kuscheln rundum Freude. Mehr über die Wärmflasche mit liebevollem Schäfchen-Design liest du im Einzeltest zur Larovita Wärmflasche.

Preis-Leistungs-Sieger: Fashy Wärmflasche mit blauem Fleece-Bezug

Mit zahlreichen Zertifikaten und einer angenehmen Wärme, die lange hält, überzeugt die Wärmflasche von Fashy mit kuscheligem Fleece-Bezug. Ihr Material ist geruchsneutralkochwasserbeständig und ihr Bezug lässt sich in der Waschmaschine reinigen. Hergestellt ist ihr Wärmekern, der so genannte Thermophor, in Deutschland vom Familienunternehmen Hugo Frosch. Toll finden wir, dass Fashy pro verkaufter Wärmflasche einen Betrag für den Bau einer Schule in Sierra Leone spendet. Sie kostet 10 Euro (Stand Juni 2019), gehört damit zu den günstigeren Modellen und ist deshalb unser Preis-Leistungs-Sieger. 

Entspannungs- und Wohlfühlmomente: Insgesamt fasst das Thermophor der Fashy Wärmflasche zwei Liter. Der Bezug besteht zu 100 Prozent aus Polyesterlässt sich unkompliziert abnehmen und in der Waschmaschine reinigen. Das Modell ist TÜV geprüft und verfügt zudem über den Öko-Tex Standard 100. Fashy wurde 1948 in Stuttgart von Friedrich Kraus gegründet und ist heute ein mittelständisches Unternehmen mit europäischer und internationaler Ausrichtung. Es gehört zu den weltweit führenden Anbietern von WärmflaschenWir finden, das merkt man an der Qualität.

Ausstattungssieger: Die hochwertige Wärmflasche von Troy

Ein besonders sicherer Verschluss und ein flauschiger Premium-Bezug: Die Wärmflasche von Troy ist unser Ausstattungssieger. Dass es nicht für den Gesamtsieg gereicht hat, liegt zum einen am recht hohen Preis für 45 Euro (Stand Juni 2019), vor allem aber daran, dass die versprochene doppelte Wärmeleistung während des Tests nicht eintritt. Das Modell, das in der Sendung „Höhle der Löwen“ vorgestellt wurde, zeigt eine ähnliche Leistung wie die anderen, weitaus günstigeren Modelle. 

Im Gesamten überzeugt das Modell von Troy aber in vielen Kategorien. Die Wärmflasche riecht nicht unangenehm, im Gegenteil: Sie duftet nach Vanille. Sie ist außerdem frei von Schadstoffen, in Deutschland hergestellt und vom TÜV geprüft. Der Bezug ist zu 100 Prozent aus Polyester und lässt sich bei 40 Grad waschen. 

Das Besondere an der Wärmflasche von Troy: Dank des extra Sicherheitsverschlusses kann kein Wasser auslaufen. Auch ein versehentliches Öffnen ist laut Hersteller ausgeschlossen – was vor allem wichtig ist, wenn Kinder oder Menschen mit Demenz die Flasche benutzen. Im Inneren des Modells befindet sich außerdem ein Pad, das mit natürlichem Salz gefüllt ist. Seine Funktion: Es soll direkt am Anfang die Wärmeenergie des heißen Wassers speichern, die Wassertemperatur senken und später die Wärme wieder automatisch an das Wasser zurückgeben. Bei unserem Test stellt sich dieser Extra-Effekt jedoch nicht ein. Die Wärmefunktion hob sich nicht von den anderen Modellen ab – das Material und das Design jedoch schon.

Der Sicherheitsverschluss der Troy Wärmflasche kann nicht aus Versehen aufgehen

Manche mögen’s heiß: Diese Wärmflaschen haben wir außerdem getestet

Vom niedlichen Stofftier über ein Nackenhörnchen bis hin zum Klassiker: Wir haben noch acht weitere Wärmflaschen getestet. Sie sind geeignet für unterschiedliche Altersgruppen und Bedürfnisse. 

Ethno-Style: Fashy Wärmflasche im Peru-Look

Die Fashy Wärmflasche im bunten Peru-Design ist nachhaltig produzierthält lange warm und verfügt über das TÜV-Sicherheits-Zertifikat: Die Wärmflasche im Ethno-Look überzeugt in sehr vielen Testkriterien. Ein Nachteil ist jedoch ihr sehr rauer Bezug. Denn selbst wenn das bunte Design im Peru-Look hübsch aussieht, es fühlt sich nicht angenehm an. Die Fashy-Wärmflasche gehört trotzdem zu den stärkeren Modelle beim Test. Sie ist geruchsneutral und von jedem verkauften Stück geht ein Betrag an den Bau einer Schule in Sierra Leone. 

Fazit: Die Fashy Wärmflasche hält die wichtigsten Testkriterien ein. Ihr einziges Manko ist der fehlende Kuschelfaktor. 

Die Flauschige: Blumtal Wärmflasche

Der Kuschelfaktor ist hoch: Die Wärmflasche von Blumtal hat einen samtweichen Bezug und strahlt eine wohlige Wärme aus. Das Wasser lässt sich über einen breiten Einfülltrichter problemlos in die Flasche geben. Da zwei Liter in sie hineinpassen, hält sie relativ lange warm. Ein weiterer Vorteil: Das Modell ist laut Hersteller frei von Schadstoffen. Da sie jedoch unangenehm riecht, ist es eine Herausforderung, sie längere Zeit nah am Körper zu halten. Auch besitzt dieses Modell keine TÜV-Zertifizierung und ist nicht in Deutschland, sondern in China produziert

Fazit: Auch wenn sie sich flauschig anfühlt und Wärme spendet: Der beißende Geruch lässt kein uneingeschränktes Wohlfühlgefühl aufkommen.

Kuschelig mit Manko: Öko UMOI Wärmflasche mit Korean Fleece

Auf den ersten Blick macht die Öko UMOI Wärmflasche einen sehr guten Eindruck. Ihr Überzug ist aus sehr weichem Fleece. Außerdem führt das Produkt ein „Öko“ im Namen. Bei genauerem Betrachten zeigt sich aber: Es gibt kein renommiertes Siegel als Beleg dafür. Für uns ein klares Manko. Außerdem riecht sie unangenehm. Positiv an ihr hervorzuheben ist: Sie hat einen breiten Einfüllhals, hält lange warm und fühlt sich gut an. 

Fazit: Bei dieser Wärmflaschen kommen Licht und Schatten zusammen. Zu den Vorteilen gehörten der Kuschelfaktor und die gute Wärmefunktion. Abzüge erhält sie für den beißenden Geruch und die intransparente sowie nicht nachvollziehbare Bezeichnung „Öko“.

Überzeugt nicht: Wärmflasche von Out of the Blue

Qualitativ ist sie schwach aufgestellt: die Wärmflasche mit Lieblingsmensch-Schriftzug von Out of the Blue. Sie sieht nur von Weitem hübsch aus. Beim Anfühlen zeigt sich: Der Strickbezug ist sehr dünn und eher rau als kuschelig. Auch riecht das Modell sehr nach Gummi, was den nahen Körperkontakt nicht sehr angenehm macht. Dazu kommt: Die Wärmflasche verfügt weder über ein TÜV-Zertifikat noch über ein Schadstoffprüfsiegel. Produziert wird das Modell in China.   

Fazit: Auch wenn das Design auf den ersten Blick nett aussieht, die Verarbeitung der Wärmflasche von Out of the Blue erfüllt nur die Mindestanspruch: Sie hält warm. Ansonsten überzeugt sie in unserem Test nicht wirklich.

Niedriger Kuschelfaktor: City Comfort Wärmflasche im Schaf-Design

Auch wenn sie süß aussieht, die City Comfort Wärmflasche im Schaf-Design sorgt im Test für keine gemütlichen Kuschelstunden. Der Stofftier-Bezug ist schlecht verarbeitet, das Thermophor riecht unangenehm nach Gummi und ist relativ klein. Gerade einmal 500 Milliliter heißes Wasser passen hinein. Außerdem dringt die Wärme nur schwer durch den dicken Stoff. Eine TÜV-Zertifizierung fehlt. Hergestellt wurde das wärmende Kuscheltier in China. 

Fazit: Weder als Stofftier zum Kuscheln noch als funktionale Wärmflasche mit wohligem Effekt ist das künstlich riechende Modell von City Comfort zu empfehlen – vor allem nicht für Kinder. 

Wenig Komfort: Philonext Wärmflaschen im Doppelpack

Doppelt ist nicht zwingend besser: Die Wärmflaschen im Zweier-Pack von Philonext überzeugen im Test nicht. Laut Hersteller soll das thermoplastische PVC-Material geruchlos sein – tatsächlich riechen beide Wärmeflaschen sehr unangenehm. Auch der Strickbezug ist sehr dünn und eher rau als kuschelig. Ein TÜV-Zertifikat fehlt. Produziert werden die beiden Modelle in China. Positiv an den Wärmflaschen sind der Recycling-Aspekt und die gute Wärmefunktion.  

Fazit: Aufgrund der dünnen Strick-Hüllen, des unangenehmen Geruchs und der fehlenden Sicherheitszertifikate gehören die Philonext Wärmflaschen zu den schwächeren Modellen in unserem Test. 

Ein wenig steif: infactory Nackenwärmflasche

Sie ist speziell für den Nacken, die Schulter und die obere Rückenpartie geformt: die knallrote Nackenwärmflasche von infactory. Ihre Wärme soll die Muskulatur entspannen. Das Problem: Das Material ist ziemlich steif. Ist es mit Wasser gefüllt, liegt es wie ein schweres Gewicht im Hals-Nacken-Bereich. Nach fünf Minuten fühlen wir uns richtiggehend erdrückt und müssen sie absetzen. Dazu kommt: Der Fleece-Bezug ist sehr dünn und wirkt nicht hochwertig. Außerdem hat das Modell kein TÜV-Zertifikat. Auch zu Schadstoffprüfungen finden wir keine Angaben

Fazit: Wer unter Verspannungen im Hals-Nacken-Bereich leidet, wird durch die infactory Nackenwärmflasche wohl nicht die gewünschte Linderung erfahren. 

Das Einhorn: Nici Wärmflasche Theodor

Allein wegen ihrer Einhorn-Optik wird sie von Kindern wohl sehr schnell geliebt: die Nici Wärmflasche Theodor. Die sehr kleine Wärmflasche versteckt sich im plüschigen Inneren des Stofftiers. Nur 350 Milliliter warmes Wasser passen da hinein. Dementsprechend gering fällt die Wärmeleistung aus. Ein weiterer Nachteil sind aus unserer Sicht die fehlenden Zertifikate und Siegel für Sicherheit und Schadstofffreiheit. Außerdem stammt lediglich das Design aus Deutschland, produziert wird die Einhorn-Wärmflasche in China

Fazit: Für Kinder möchten wir die Nici Wärmflasche Einhorn aufgrund der fehlenden Sicherheitszertifikate nicht empfehlen. Auch der wärmende Effekt fällt sehr gering aus.

Schafe vor Einhorn: Im Test setzt sich die kuschelige Wärmflasche von Larovita mit Schafmuster deutlich gegen die Konkurrenz durch. Die figürlichen Wärmflaschen hingegen können uns nicht wirklich überzeugen

So haben wir die Wärmflaschen getestet

Für unseren Test haben wir alle Wärmflaschen zunächst von ihrer Verpackung befreit. Danach haben wir in der Gebrauchsanweisung nachgelesen, ob wir kochendes Wasser oder lediglich heißes Wasser einfüllen dürfen. Wir stellten fest: Nur die Modelle von Troy und Fashy sind für kochendes Wasser geeignet. Mit einem Temperatur-Messgerät überprüften wir direkt zu Beginn und dann nochmals nach einer Stunde, wie gut sich die Wärme in der Flasche hält

Um den Kuschelfaktor zu testen, fuhren wir mit unseren Händen mehrmals über den Überzug und hielten die verschiedenen Modelle für einige Minuten an unseren Bauch. Das Nackenhörnchen legten wir auf unsere Schultern. Schnell stellten wir dadurch fest, ob die jeweilige Wärmflasche anschmiegsam oder sperrig ist und ob sie unangenehm riecht. Auf diese Weise kam heraus, dass die Larovita Wärmflaschealle Anforderungen am besten vereint

Darauf solltest du bei einer Wärmflasche achten

Bei der Auswahl einer Wärmflasche ist es wichtig, darauf zu achten, ob Zertifikate oder Siegel vorliegen. Der Preis allein ist keine Garantie für gute Qualität. Nach unserer Test-Erfahrung schreibt nahezu jeder Hersteller, dass seine Wärmflaschen geruchsneutral sind. Das trifft aber in den meisten Fällen nicht wirklich zu. Zwar mag der penetrante Plastikgeruch mit der Zeit verfliegen, doch so lange möchten wir eigentlich nicht warten. Unsere drei Sieger hingegen riechen tatsächlich gar nicht – oder sogar sehr gut, wie die Troy. Zudem verfügen die drei Erstplatzierten über ein TÜV-Zertifikat, sind laut offiziellem Siegel frei von Schadstoffen und in Deutschland hergestellt. Bei Larovita und Fashy ist das Innenleben, also die eigentliche Wärmflasche von Hugo Frosch gefertigt. Das deutsche Unternehmen legt Wert auf einen hohen Qualitätsstandart. Auch ist es von Vorteil, wenn der Bezug zu 100 Prozent aus Polyester ist und sich bei mindestens 30 Grad waschen lässt.

Wichtige Fragen zu Wärmflaschen