Der Hersteller Philips ist im Bereich Smart Home vor allem für seine intelligenten Lampen ohne Neuverkabelung bekannt. Doch nun hat die Firma Signify für Philips einen Smart Plug auf den Markt gebracht. Dieser Zwischenstecker ermöglicht es dir aus deiner handelsüblichen Lampe eine clevere zu machen, die sich per App oder Sprachsteuerung bedienen lässt. Wir haben die „Philips Hue Smart Plug“ WLAN-Steckdose zusammen mit fünf weiteren Modellen getestet und stellen ihn dir nun im Detail vor.

Vor- und NachteilePhilips Hue Smart Plug

+ Maße
+ Bluetooth
+ Verarbeitung

- Maximallast
- erweiterte Funktionen sind nur mit der Bridge nutzbar

Gute Verarbeitung mit vielfältiger App

Das würfelförmige Kunststoffgehäuse der Funksteckdose ist wertig verarbeitet. Genau wie der Knopf, über den du sie manuell aus- oder einschalten kannst. Die Kindersicherung verhindert, dass deine Kleinen hineinfassen. Die Betriebsbereitschaft wird dir über eine dezente LED rechts oben angezeigt. Leuchtet sie grün, ist die smarte Steckdose an, bei rot ist sie aus. Die LED erlischt allerdings nach 30 Sekunden, damit sie dich zum Beispiel im Schlafzimmer nicht stört.

Es gibt drei Möglichkeiten den Philips Hue Smart Plug zu koppeln. Wenn du eine Bridge (zentrales Steuerelement von Philips Hue) besitzt, kannst du das Gerät über die „Philips Hue“ App unter Lampeneinstellungen hinzufügen. Anschließend kannst du es einem Raum deiner Wahl zuweisen. Schon ist die Steckdose steuerbar. Diese Einstellung haben wir jedoch im Test nicht auf Anhieb gefunden und mussten uns etwas durchklicken. Wenn die App die Steckdose nicht findet, musst du die Seriennummer eingeben. Wenn du die smarte Steckdose mit der Bridge verbindest, wird diese Verbindung über ZigBee (Spezifikation für drahtlose Netzwerke mit geringem Datenaufkommen) hergestellt.

Besitzt du keine Bridge, kannst du über die „Hue Bluetooth“ App die Steckdose hinzufügen. Dazu musst du den Philips Hue Smart Plug erneut einstecken, damit die App ihn findet. An- und ausschalten bringt nichts. Es hilft nur ein Neustart. Was auf Anhieb funktioniert, ist die Bedienung per Hue dimmer switch (Fernbedienung von Hue). Schade finden wir, dass die erweiterten Funktionen nur übers Koppeln mit der Bridge nutzbar sind. Dazu zählen Routinen, Szenen, Timer und das Einschaltverhalten deiner Lampen nach einem Stromausfall. Da haben andere Hersteller deutlich mehr zu bieten, auch ohne Gateway.

Verbindung mit Sprachassistenten

Sobald der Zwischenstecker mit der App verbunden ist, wird er auch prompt von Alexa erkannt. Das teilt sie uns über eine Sprachnotiz mit. Ein Aktivieren des Philips Hue Skills ist aber trotzdem erforderlich. Wir hatten im Test Probleme, die Steckdose in der Alexa App zu finden, wenn der Hue Skill bereits aktiviert war. Ebenso bei Google. Wenn du allerdings die Skills, beziehungsweise die Kopplung, erstmalig vornimmst, klappt es ohne Probleme. Die Sprachsteuerung funktioniert ebenfalls. Am besten ist es, wenn du Alexa und Google einen einfachen Namen für den Hue Smart Plug gibst. Dann gibt es auch keine Missverständnisse. Der Philips Hue Smart Plug komplettiert dein ZigBee Netzwerk. Durch seine Bluetooth-Fähigkeit kannst du ihn auch mit dem Apple HomeKit nutzen.

Darum finden wir den Philips Hue Smart Plug gut

Neben der Verarbeitung und den kompakten Maßen weiß die Philips Hue Funksteckdose auch mit ihrer Bluetooth-Fähigkeit zu überzeugen. Zudem hast du drei Möglichkeiten, das Gerät zu koppeln. Die Einrichtung hätten wir uns etwas intuitiver gewünscht. Schade finden wir die geringe Maximallast von 2.300 Watt und dass die erweiterten Funktionen (zum Beispiel Routinen) nur in Verbindung mit der Bridge nutzbar sind. Wenn du ein bereits bestehendes ZigBee Netzwerk hast, macht der Philips Hue Smart Plug besonders Sinn. Smart Home Einsteiger und Apple HomeKit Nutzer können den Zwischenstecker über Bluetooth nutzen.

Damit dir ein Licht aufgeht: Weitere smarte Steckdosen

Du suchst eine WLAN-Steckdose mit hoher Maximallast und vielen Funktionen? Dann bist du bei der TP-Link Kasa HS110 genau an der richtigen Adresse. Mit ihr kannst du Geräte mit bis zu 3.680 Watt anschließen. Außerdem hat sie eine sehr gute Verarbeitung und ist ein bisschen günstiger als die Philips Hue Steckdose. Mehr zur Kasa HS110 erfährst du im Einzeltest zur TP-Link Steckdose.

Die günstigste Funksteckdose im Test ist die Tapo P100 von TP-Link. Sie lässt sich einfach einrichten, hat eine simple App und versteht sich gut mit Alexa. Abstriche musst du jedoch bei der Maximallast von 10 Ampere machen. Alles Weitere zur Tapo P100 liest du im WLAN-Steckdosen Vergleichstest.