Wir testen acht verschiedene Joghurtbereiter für den Haushalt. Sowohl mit nur einem Behälter als auch mit Portionsgläsern. Dabei legen wir Wert auf eine gute Verarbeitung, einfache Bedienbarkeit, die Dauer der Joghurtherstellung und natürlich ein gleichmäßiges, gutes Ergebnis. Bei nahezu allen Testkriterien überzeugt uns der „Rommelsbacher Joghurt- und Frischkäsebereiter JG 80 Jona“ und geht als verdienter Testsieger aus unserem Vergleich hervor.

Vor- und NachteileRommelsbacher JG 80 Jona Frischkäse- und Joghurtbereiter

Der Joghurtbereiter Rommelsbacher Jona in der Gesamtansicht
Der Joghurtbereiter Rommelsbacher Jona in der Gesamtansicht

+ Herstellung von Sauerteig & Frischkäse möglich
+ Glasgefäße
+ spülmaschinengeeignet
+ Lieferumfang
+ Abschaltautomatik
+ Timer mit Zeitwahl
+ großes Fassungsvermögen
+ große Einfüllöffnung
+ abnehmbares Kabel

- keine gesonderte Temperaturwahl
- Preis
- hohes Gewicht

Leckerer Löffelspaß: Joghurtbereiter mit Vollausstattung

Wie der Name „Joghurt- und Frischkäsebereiter“ schon sagt, ist der Jona von Rommelsbacher mehr als nur ein Joghurtbereiter – du kannst neben gesundem Joghurt auch veganen Joghurt, Frischkäse, Kräuterextrakte und Sauerteig reifen lassen. Sicher auch deshalb kommt er mit dem umfangreichsten Zubehör im Test daher. Neben zwei schönen Glasbehältern mit Deckel, sind vier Keramik-Portionsformen samt Deckel und ein feines Sieb enthalten. Die Joghurtbehälter gehören mit ihrem Fassungsvermögen von je 1,2 Litern zu den größten im Test. Einer durchgehenden Joghurtproduktion steht also nichts im Wege – und auch die abgetropfte Variante „griechische Art“ ist mit dem Modell von Rommelsbacher möglich.

Großer Funktionsumfang und super Zubehör

Das runde Gerät selbst ist dennoch nicht zu groß, trotzdem stabil und in schickem, glänzend schwarzen Kunststoff mit Edelstahlrand gehalten. Auch innen besteht der Joghurtbereiter aus Edelstahl. Das Kabel ist abnehmbar, ein Vorteil, wenn du das Gerät doch mal schnell verstauen möchtest. Allerdings misst das Kabel nur einen Meter und könnte für unseren Geschmack ruhig etwas länger sein. Der Joghurtmaker läuft mit 20 Watt – ein Energieverbrauch im mittleren Bereich. Die Bedienung des Touchscreens ist kinderleicht. Es gibt vier Programme. Jedes dieser Programme läuft bei einer bestimmten Temperatur ab. Zur Herstellung von klassischem Joghurt sind 42 Grad, von Frischkäse 30 Grad, von veganem und laktosefreiem Joghurt 38 Grad und von Kräuterextrakten 55 Grad vorgesehen. Die Zeit ist zwar voreingestellt, du kannst sie aber nach Belieben stundenweise ändern. Sämtliche Infos dazu findest du auch in der sehr guten, ausführlichen Gebrauchsanweisung. Wir haben die Joghurtmaschine, wie alle anderen auch, mit klassischem Joghurt getestet. Welcher laut Herstellerangabe acht Stunden bei 42 Grad im Joghurtbereiter reifen soll.

Die Joghurtzubereitung könnte nicht besser sein

Die Zubereitung des Joghurts geht bei unserem Testsieger super einfach. Einen Liter Milch mit 150 Gramm Naturjoghurt im gespülten Glasbehälter anrühren, den Glasbehälter mit dem Deckel verschließen (mit geöffneter Lüftungsklappe, dann diese schließen) und abschließend den großen Deckel aufs Gerät setzen. Per Druck auf den Touchscreen das Programm Joghurt auswählen. Schon leuchtet die Zubereitungszeit von acht Stunden auf. Für unseren Test haben wir uns an diese automatische Voreinstellung gehalten. Mit dem Startknopf beginnt die Reifung des Joghurts in der Joghurtmaschine. Jedes Drücken einer Taste am Joghurtbereiter wird mit einem Signalton bestätigt – was auf Dauer schnell nerven kann. Der Timer zählt rückwärts, sodass du immer sehen kannst, wie weit der Joghurtmaker ist. Am Ende hörst du einen Signalton und der Joghurtbereiter schaltet sich automatisch ab. Das Ergebnis sieht schon gut aus, muss aber noch in den Kühlschrank. Am Ende ist alles super. Der Joghurt ist von oben bis unten gut durchgereift, und auch das Kondenswasser hält sich in Grenzen. Übrigens: Wenn du deinen Joghurt noch ins mitgelieferte Sieb gibst und abtropfen lässt, erhältst du wunderbar festen Joghurt. Allerdings ist dieses System recht hoch und braucht im Kühlschrank Platz nach oben.

Kinderleichte Reinigung

Während des Prozesses wird das Gerät übrigens kaum warm – kein Problem also für die Arbeitsfläche. Sollte der Joghurtmaker während der Zubereitung dennoch mal zu heiß werden, schaltet er sich durch den Überhitzungsschutz automatisch aus. Vor der Reinigung solltest du das Gerät trotzdem immer kurz abkühlen lassen. Das Saubermachen im Anschluss ist ein Kinderspiel – die Abdeckhaube, Glasbehälter, Joghurtbecher, Verschlussdeckel und das Abtropfsieb dürfen nämlich in die Spülmaschine. Die Joghurtmaschine selbst, säuberst du am besten innen und außen mit einem feuchten Tuch. Wenn du nicht täglich Joghurt oder Frischkäse machen willst, wirst du das Modell in der Regel nicht ständig am selben Standort in der Küche parken. Durch die knapp 2,5 Kilogramm Gewicht wird das Wegräumen zum kleinen Kraftakt. Dafür ist der Joghurtmaker von Rommelsbacher durch seine quadratische Bauweise schön kompakt und lässt sich platzsparend im Kellerregal oder Küchenschrank unterbringen.

Fazit: Darum können wir den Rommelsbacher Joghurt- und Frischkäsebereiter JG 80 Jona empfehlen

Der Rommelsbacher JG 80 Jona hat bis auf eine änderbare Temperaturregelung alles was du dir von einem Joghurtbereiter wünschen kannst. Vom Design über das Zubehör bis hin zum Endergebnis. Dafür musst du zwar etwas tiefer in die Tasche greifen, aber das lohnt sich, wenn du auch mal was ausprobieren möchtest und keine Plastikbehälter magst. Außerdem ist durch den mitgelieferten zweiten Behälter eine kontinuierliche Herstellung von Joghurt möglich. Ein Allround-Gerät für Joghurtfans, die ein Modell mit einem großen Behälter und dabei alle Möglichkeiten haben wollen.

Alternativen zum Rommelsbacher Joghurtbereiter

Willst du weniger Geld ausgeben? Dann empfehlen wir dir den Preis-Leistungs-Sieger "Severin JG3519 Joghurtbereiter". Der gehört zu den elektrischen Modellen mit Portionsgläsern und tut was er soll: leckeren Joghurt herstellen. In diesem Preissegment musst du leider auf den praktischen Timer und eine Abschaltautomatik verzichten. Mehr Infos gibt’s im Einzeltest zum Severin Joghurtbereiter.

Zusätzlich zu den sieben Joghurtbereitern mit Strom haben wir den strom- und kabellosen Joghurtmaker von My.Yo getestet. Die notwendige Wärme kommt vom zuvor eingefüllten kochenden Wasser und wird durch die Isolierung gehalten. Diese Methode ist einfach und deutlich flexibler als die Zubereitung mit Strom aus der Steckdose. Allerdings dauert es vier Stunden länger und eine Temperaturregelung ist nicht möglich. Mehr zum My.Yo und allen anderen getesteten Modellen liest du in unserem Joghurtbereiter Testbericht.

* Alle Preise Stand April 2020