Joghurtbereiter sind ein perfekter Helfer, um Zuhause Joghurt herzustellen

Joghurtmaker sollten erstmal gut und sicher verarbeitet sein und sich einfach bedienen lassen. Die Gefäße für den Joghurt sollten stabil und aus gesundheitlich unbedenklichem Material sein. Eine ordentliche Gebrauchsanweisung ist auch immer hilfreich. Ist dann auch der Herstellungsprozess schnell und einfach und das Joghurtergebnis so wie es sein soll, hat das Gerät seinen Zweck erfüllt. Wir haben uns für dich auf die Suche nach einem perfekten Joghurtbereiter gemacht und sind fündig geworden. Worauf wir bei unserem Test geachtet haben, erfährst du hier. 

In diesen Kategorien testen wir die Joghurtbereiter

  • Qualität: Hier bewerten wir die Verarbeitung der Joghurtmaschine und des beiliegenden Zubehörs. Des Weiteren ist uns ein langes Kabel und eine hohe Standfestigkeit wichtig.
  • Bedienkomfort: Wie einfach ist die Inbetriebnahme des Joghurtbereiters? Lässt sich die Temperatur regulieren und wie leicht ist die anschließende Reinigung? Pluspunkte bringen zudem eine übersichtliche Bedienungsanleitung und komfortable Bedienelemente.
  • Praktische Anwendung: Wie gut gelingt der selbst gemachte Joghurt, also wie gleichmäßig und fest ist die Konsistenz? Auch ein wichtiger Punkt der Bewertung ist, wie lange die Herstellung des Joghurts dauert.

Du willst deinen Joghurt oder Frischkäse selbst machen? Dann ist ein Joghurtbereiter genau das Richtige. Wir haben acht Joghurbereiter für dich getestet

Der Testsieger Rommelsbacher Joghurt- und Frischkäsebereiter JG 80 Jona

Der elektrische Joghurtbereiter J80 Jona von Rommelsbacher punktet mit umfangreichem Zubehör und vier Funktionen. Der hochwertige, schwarze Hochglanzbehälter ist mit LED-Display und Touch-Control-Sensor ausgestattet, verfügt über einen Timer, vierstufiger Temperaturregelung und eine Abschaltautomatik. Mit 20 Watt ist das Gerät zudem relativ energiesparend. Auch in der Handhabung kann der Joghurtbereiter überzeugen. Wenn du mehr über den J80 Joghurtbereiter wissen möchtest, wirf einen Blick in den Einzeltest.

Der Preis-Leistungs-Sieger Severin JG3519 Joghurtbereiter

Der Joghurtbereiter von Severin gehört zu den elektrischen Modellen mit Portionsgläsern. Von denen bekommst du beim Kauf sogar gleich einen doppelten Satz, sodass du ständig für Nachschub sorgen kannst. Trotz fehlendem Timer und Abschaltautomatik, macht der Joghurtbereiter schnell und einfach was es soll: Joghurt herstellen. Mehr Infos zum Preis-Leistungs-Sieger findest du in unserem Einzeltest.

Ran an den Löffel! Diese Joghurtbereiter testen wir ebenfalls

Du hast bei unseren Siegerprodukten noch nicht den richtigen Küchenhelfer für deinen perfekten Joghurt gefunden? Auch die anderen sechs Geräte im Test haben ihre Aufgabe gemeistert und Joghurt bereitet. Da ist sicher auch einer für dich dabei! 

Rommelsbacher JG 40 Joghurtbereiter: Perfektion in schönem Design

Der stabile, rechteckige Joghurtbereiter „Rommelsbacher JG 40“ mit schickem schwarzen Gehäuse, Edelstahlumrandung und durchsichtigem Deckel bietet Platz für acht Gläser à 150 Milliliter. Die sollen laut Hersteller per Schraubdeckel so dicht sein, dass du sie auch mitnehmen kannst. Ein echtes Plus für alle Meal Prepper und einzigartig im Testfeld. Ebenfalls einzigartig ist die hohe Leistung von 40 Watt, die leider auch den höchsten Stromverbrauch aller getesteten Modelle zur Folge hat. Bei der Joghurtherstellung ist uns aufgefallen, dass in die Gläser 1,2 Liter passen – die Herstellerangabe in der Gebrauchsanweisung ist aber ein Liter. Entweder du machst nicht alle Gläser voll oder du rechnest gleich mit 1,2 Litern und planst entsprechend mehr Milch und Joghurt ein.

Ist der Mix angerührt, kannst du ihn in die Gläser füllen, die Deckel auflegen und loslegen. Der J40 hat einen Netzschalter, ein elektronisches Display mit Timer sowie eine Zeitwahl, mit der du die Zubereitungszeit per -/+ Tasten leicht ändern kannst. Die Temperatur ist voreingestellt und nicht veränderbar. Die Stundenanzahl wird auf der Anzeige runter gezählt, die letzte Stunde dann in Minuten. Am Ende der Laufzeit geht der Joghurtbereiter dank Abschaltautomatik einfach aus. Es gibt keinen Signalton - da hilft nur Eieruhr stellen und aufmerksam sein. Die Joghurtgläser sind direkt nach der Zubereitungszeit relativ warm, sodass sie etwas abkühlen müssen, bevor du sie in den Kühlschrank stellen kannst. Der Joghurt ist nach dem vollständigen Abkühlen sehr stichfest und hat nur ein paar Tropfen Kondenswasser. Perfekt! Um den Joghurtmaker mit 2,12 Kilogramm Gewicht nach der Joghurtherstellung wieder im Küchenschrank zu verräumen, brauchst du starke Arme.

Fazit: Ein verdienter zweiter Platz! Der Rommelsbacher JG 40 ist ein hochwertiger, schöner Joghurtbereiter mit Portionsgläsern, die du sogar mitnehmen kannst. Auch wenn keine Temperaturwahl möglich ist, hat das Gerät viele Funktionen wie Timer, Restlaufanzeige, Zeitwahl und eine praktische Abschaltfunktion. Und das alles zu einem fairen Preis.

Steba Joghurtmaker JM3: Schmuckstück mit Portionsgläsern, Temperatur- und Zeitwahl

Der „Steba JM3“ ist die teuerste Joghurtmaschine im Test, aber auch die Einzige, bei der du die Zeit (1 bis 48 Stunden) sowie die Temperatur (20 bis 55 Grad Celsius) wählen kannst. Diese flexible Zeit- und Temperaturregelung ist besonders interessant, wenn du verschiedenste Joghurtkulturen ausprobieren möchtest. Auch optisch ist der Joghurtbereiter ein Highlight. Der Außenbehälter besteht aus schwerem, gebürstetem Edelstahl und ist super standfest. Dank der Griffe links und rechts kannst du den Steba gut transportieren. Die spülmaschinenfesten acht Gläser à 180 Milliliter sehen ebenfalls hübsch aus. Gut gefallen hat uns an den Portionsgläsern die Milliliter Skala anhand derer wir die Füllmenge ablesen können. Leider sind die weißen Deckel „nur“ draufgedrückt, sodass die Gläser eher nicht transportgeeignet sind. Beim Einfüllen fällt uns auf, dass der Joghurtbereiter für 1,4 Liter Milch ausgelegt ist – also etwas mehr als eine normale Milchpackung. Damit hat der Steba Joghurtbereiter das größte Fassungsvermögen im Test.

Die weitere Joghurtherstellung ist relativ einfach. Gläser in die vorgesehenen Aussparungen stellen und den großen Gerätedeckel drauflegen. Per Knopfdruck wählst du dann die gewünschte Temperatur und Zeit aus. Voreingestellt sind 42 Grad und acht Stunden. Du kannst die Temperaturregelung aber auch manuell vornehmen und den Joghurtbereiter auf 20 bis 55 Grad Celsius einstellen. Nach acht Stunden piepst die Joghurtmaschine und schaltet sich durch die Abschaltautomatik von selbst aus. Nachdem Abkühlen gehen die Joghurtgläser direkt in den Kühlschrank. Das Ergebnis ist durchweg perfekt und lecker!

Fazit: Der Steba JM3 ist ein Edelgerät für größere Mengen, experimentierfreudige und designorientierte Joghurt-Fans, die sich keinen Timer stellen oder den Joghurtbereiter über Nacht laufen lassen wollen. Neben dem Testsieger von Rommelsbacher bietet kein anderer Joghurtbereiter im Testfeld einen solchen Bedienkomfort.

 

My.Yo Stromloser Joghurtbereiter: der perfekte Reisebegleiter

Auf ganzer Linie überrascht hat uns der stromlose Joghurtbereiter von My.Yo. Ohne Strom musst du auf praktischen Bedienkomfort wie eine Temperaturwahl oder einen Timer verzichten. Dennoch hat gerade seine Einfachheit einige Vorteile. Zur Joghurtherstellung brauchst du, neben der Joghurtkultur und Milch, lediglich einen ¾ Liter kochendes Wasser. Beim Aufstellen musst du zudem nicht darauf achten, ob eine Steckdose in der Nähe ist, nur dass die Joghurtmaschine sicher, rüttelfrei und eben steht. Alle Teile sind aus leichtem, BPA-freiem Kunststoff, damit fast „unkaputtbar“ und wartungsfrei. Mit im Lieferumfang ist ein Beutel mit Joghurtferment, das heißt du musst nicht mal Joghurt kaufen. Wir haben den Joghurtbereiter allerdings mit normalem Naturjoghurt aus dem Supermarkt getestet. Laut Gebrauchsanweisung brauchst du davon 100 Milliliter für 1 Liter zimmerwarme Milch. Keine handelsübliche Joghurtmenge, man muss also etwas umständlich abmessen.
Der Rest ist einfach:

  1. Kochendes Wasser in den Außenbehälter füllen
  2. Innenbehälter mit Joghurtmix verschließen und in den Außenbehälter stellen (etwas kniffelig, aber bei uns hat der Deckel gut gehalten)
  3. Außenbehälter mit Deckel (Drehverschluss) schließen und 12 bis 14 Stunden warten

Die Zubereitungszeit des Joghurts dauert mit dem My.Yo im Test fast doppelt so lange wie bei allen anderen Joghurtmaker. Das Ergebnis kann sich, nach fummeliger Entnahme des Behälters, dennoch sehen lassen - ein wunderbarer, einheitlicher Joghurt. Zur Aufbewahrung geht das Ganze in den Kühlschrank. Hier zeigt sich ein weiterer Vorteil des Modells. Der Innenbehälter hat eine gute Größe und dank des flachen Deckels kannst du sogar noch etwas Leichtes draufstellen. Auch die Reinigung geht flink von der Hand. Der Innenbehälter ist spülmaschinenfest, aber auch von Hand schnell gesäubert und wieder einsatzbereit.

Fazit: Der My.Yo stromlose Joghurtbereiter ist ein einfacher, energiesparender Joghurtbereiter für kleine, geschickte Hände. Ideal auch für unterwegs.

Clatronic JM 3344 Joghurtmaker: einfach & preiswert

Beim „Clatronic JM 3344“ handelt es sich um einen runden, elektrischen Joghurtbereiter mit sieben Joghurtgläsern à 160 Milliliter. Der Aufbau ist kinderleicht. Ersatzgläser sind im Preis nicht enthalten. Die Deckel werden per Schraubverschluss befestigt. Leider hat sich beim Testen gezeigt, dass manche nicht festsitzen. Also musst du daran denken, die Gläser beim Hinein- oder Hinausheben nur am Glas und nicht am Deckel anzufassen. Wenn du den Joghurt für unterwegs mitnehmen möchtest, musst du ihn vorher auf jeden Fall in eine transportfähiges Gefäß umfüllen.

Die Bedienung des Joghurtmaker ist sehr einfach – das Anrühren, laut Gebrauchsanweisung, leider nicht so. Wir sind dieser für den Test gefolgt und haben ein Liter Milch mit 150 Gramm Naturjoghurt verrührt, erhitzt und dann in die Gläser umgefüllt. Gerade das Umfüllen klappt dank großer Einfüllöffnung der Gläser ohne lästiges kleckern. Nur noch die Portionsgläser rein ins Gerät, große Haube drauf und Knöpfchen auf „on“. Schon kannst du den Reifeprozess des Joghurt beobachten. Nach den empfohlenen 8 Stunden haben wir den Joghurtbereiter ausgeschaltet. Über eine automatische Abschaltfunktion verfügt der Clatronic JM 3344 nämlich leider nicht. Die Gläser sind dann relativ warm, der Joghurt allerdings teils nicht von oben bis unten fest. Also ab damit in den Kühlschrank. Ein paar Stunden später dann war der Joghurt so wie er sein sollte. Das Reinigen der Gläser nimmt Zeit in Anspruch. Denn obwohl diese aus scheinbar hochwertigerem Glas sind, wird eine Reinigung von Hand empfohlen.

Fazit: Der Clatronic JM 3344 ist ein einfacher, kinderleicht zu bedienender Joghurtbereiter mit viel Handarbeit. Hier musst du einen extra Timer stellen, ihn von Hand ausschalten und die Gläser spülen. Zusätzlich überzeugt er mit seinem überschaubaren Anschaffungspreis.

Ariete 0621 Yogurella: Leichtgewicht mit Doppelfunktion

Die „Ariete 0621 Yogurella“ hat als eines von zwei Geräten einen extra Siebeinsatz um Joghurt abzutropfen. Damit kannst du Joghurt „Griechischer Art“ herstellen. Der Joghurtbereiter selbst besteht aus einem Gefäß mit einer Skala zum Ablesen der Füllmenge. Er ist sehr einfach zu bedienen, wiegt nicht viel und ist nicht sehr groß – also easy zu verstauen. Leider kannst du die Zeit nicht einstellen. Du brauchst also einen eigenen Timer. Eine automatische Abschaltfunktion vermissen wir ebenfalls, weswegen du die Joghurtmaschine auch händisch ausmachen musst. Da es sich aber um einen preisgünstigen Joghurtbereiter handelt, kannst du auch nicht zu viel Technik erwarten.

Das Anrühren des Milch-Joghurt-Mixes funktioniert prima mit einem Liter Milch und 150 Gramm Joghurt. Beim Anschalten leuchtet die Betriebsanzeige, so weißt du, dass das Gerät läuft. Wir haben den Joghurt 12 Stunden im Bereiter gelassen. Das Herausnehmen des Gefäßes aus der Joghurtmaschine geht einfach, weil das Gefäß kleine Griffe am Rand hat. Der Joghurt im Test ist fest, aber noch weich. Erst nachdem er vollständig über Nacht im Kühlschrank abgekühlt ist, war er stichfest. Allerdings hat sich auch viel Molke und Kondenswasser abgesetzt. Die kannst du wieder unter den Joghurt rühren, aber dann ist er auch flüssiger. Der Joghurt ist unten im Gefäß etwas fester als ganz oben. Ein optimales Ergebnis sieht anders aus.

Fazit: Für Anfänger und Einsteiger ist die Ariete Yogurella sicher ein gutes Modell, um mit dem Joghurtherstellen anzufangen. Wer dickeren, cremigen griechischen Joghurt mag, bekommt das nötige Sieb gleich mitgeliefert.

Joghurtbereiter Rosenstein & Söhne – kleines Einsteigermodell

Vom Joghurtbereiter Rosenstein & Söhne solltest du dir nicht zu viel erwarten. Aber im Endeffekt tut er das, was er soll. Das Gerät hat einen Joghurtbehälter mit ablesbarer Skala, ist einfach, selbsterklärend und besonders platzsparend. Alle Bauteile sind aus leichtem Plastik gefertigt. Das macht ihn zwar besonders leicht, wirkt aber billig und nicht besonders robust. Es gibt keine Zeitautomatik oder andere technische Elemente, die einem beim Joghurtbereiten helfen. Dafür hat der Joghurtbereiter von Rosenstein & Söhne im Vergleich einen niedrigen Energieverbrauch.

Beim Testen haben wir festgestellt, dass nicht wirklich ein ganzer Liter Milch in den Behälter passt, wenn du ein Überschwappen vermeiden möchtest. Der Joghurt im Bereiter wird fest, allerdings mit relativ viel Kondenswasser, brauchte aber etwas mehr Zeit. 10 Stunden, um genau zu sein. Nach einer Stunde im Kühlschrank ist der Joghurt bereit für den Verzehr. Der leicht muffige Plastikgeruch hat sich nicht auf den Joghurt übertragen und wird sicher auch mit der Zeit verschwinden.

Fazit: Beim Rosenstein & Söhne Joghurtbereiter ist neben dem Anschaffungspreis auch der Stromverbrauch niedrig. Der günstigste Joghurtmaker im Test ist für Einsteiger oder Joghurtfans mit wenig Platz geeignet.

So haben wir getestet

Nach dem Auspacken der Joghurtmaschinen und dem Studieren der Bedienungsanleitung haben wir alle Testmodelle zunächst von Hand gereinigt. Viele Gefäße sind erfreulicherweise spülmaschinengeeignet. Nur bei der Ariete Yogurella steht dazu nichts in der Anweisung und beim Clatronic wird eine Handreinigung empfohlen. Um die Joghurtmaschinen „in action“ zu vergleichen, haben wir pasteurisierte Milch mit Naturjoghurt (je mit 3,5 % Fett) verrührt und diese nach Angabe in der Gebrauchsanweisung in die jeweiligen Behälter gefüllt. Am einfachsten funktioniert dies beim Testsieger „J80 Jona“ von Rommelsbacher. Dessen Glasgefäß ist groß genug, um die Mischung direkt darin anzurühren. Dass man Joghurt und Milch in einzelnen Gläsern anrühren soll, wie beim Severin beschrieben, oder gar erst alles separat auf 45 Grad erwärmen soll, wie beim Clatronic, finden wir eher unpraktisch. Generell konnten wir feststellen, dass sich die Portionsgläser etwas umständlicher befüllen lassen, als die großen Gefäße.

Im Anschluss beginnt die Joghurtherstellung. Dafür sind wir exakt den jeweiligen Vorgaben der Gebrauchsanweisung der Hersteller gefolgt. Hierbei ist uns aufgefallen: Je mehr technische Funktionen ein Joghurtbereiter hat, desto leichter und komfortabler ist die Bedienung. Pluspunkte gibt es für eine Temperaturregelung, Zeitwahl, Abschaltautomatik, Display oder akustische Signaltöne. Letztendlich mit einem hohen Bedienkomfort überzeugt haben der Testsieger von Rommelsbacher und der Steba JM3. Während des eigentlichen Reifeprozesses des Joghurts wandeln die Milchsäurebakterienkulturen aus dem gekauften Joghurt den Milchzucker aus der Milch in Milchsäure um. Damit sich die Bakterien in der Milch möglichst gut entwickeln, brauchen sie eine konstante Temperatur über den gesamten Zubereitungszeitraum. Im Test dauerte dieser Reifeprozess zwischen acht und vierzehn Stunden. Besonders schnell waren die Joghurtbereiter von Rommelsbacher, Severin, Steba und Clatronic. Auffällig langsam war der stromlose Bereiter von My.Yo, bei dem man einfach heißes Wasser in den Joghurtbereiter schütten muss. Nach mehreren Stunden im Kühlschrank waren die hergestellten Joghurts bereit für die Prüfung auf Konsistenz und Geschmack. Alle Geräte haben die Kostprobe bestanden. Bei der abschließenden Reinigung der Testmodelle ließ sich nur der Rosenstein & Söhne Joghurtbereiter etwas umständlicher sauber machen. Pluspunkte gab es für eine Spülmaschinen-Eignung.

Die Bedienung und die technischen Funktionen haben wir bei der Herstellung von Naturjoghurt getestet

WissenswertesSelbstgemachter Joghurt

  • Die Festigkeit vom Joghurt ist abhängig vom Fettgehalt der Milch: je fetter, desto fester wird der Joghurt. Das Gleiche gilt für die Dauer der Reifung. Je länger, desto fester
  • Je frischer der zugegebene Joghurt ist, desto aktiver sind die Kulturen darin und desto besser funktioniert die Herstellung
  • Die Geräte dürfen bei der Herstellung nicht bewegt werden. Du kannst auch nicht zwischendurch in die Behälter hineinschauen. Bei Erschütterung stellen die Kulturen nämlich ihre Arbeit ein
  • Unterschiedliche Bakterienkulturen brauchen unterschiedlich lang, um sich zu vermehren
  • Die Haltbarkeit von selbst gemachtem Joghurt ist circa 1 Woche im Kühlschrank - Sauberkeit ist oberstes Gebot! Damit die Joghurtherstellung gelingt und nichts schlecht wird, müssen alle Gefäße und Löffel, mit denen du arbeitest möglichst sauber sein

Anwender-Tipp: Zu beachten bei der Entscheidung für einen Joghurtbereiter

Die wichtigste Frage, die du dir vor dem Kauf eines Joghurtbereiters stellen solltest: Will ich einen elektrischen Joghurtmaker oder ein Gerät ohne Strom? Bei stromlosen Bereitern wie dem Modell von My.Yo musst du nur heißes Wasser in den Joghurtbereiter gießen. Die Isolierung sorgt dann für eine konstante Temperaturverteilung während der Joghurtherstellung. Der Vorteil von stromlosen Joghurtbereitern ist, dass sie quasi nicht kaputt gehen können, leicht sind und kaum Kosten verursachen. Auch beim Aufstellort bist du flexibler, weil du auf keine Steckdose angewiesen bist. Alles Eigenschaften, um den Joghurtbereiter auch einfach auf Reisen mitnehmen zu können. Allerdings kannst du zwischendurch nicht in das Gerät reinschauen. Zudem benötigst du kochendes Wasser und einen Timer.

Elektrische Joghurtbereiter können die Milch hingegen einfach per Knopfdruck aufwärmen. Das ist natürlich praktisch, unkomplizierter und die Temperatur bleibt ohne Kontrolle konstant. Hier kommt es auf die Kabellänge an, damit du deinen Joghurtbereiter so aufstellen kannst, dass er dir während des Betriebs nicht im Weg steht. Denn Bewegen sollst du ihn während der Joghurtherstellung nicht. Elektrische Modelle werden in den verschiedensten Varianten angeboten. Ganz einfach und günstig mit Ein-/Ausschaltknopf oder technisch aufwendiger mit mehreren Funktionsmodi. Praktisch ist ein eingebauter Timer und eine Abschaltautomatik. Damit wird die Joghurtherstellung auch über Nacht zum Kinderspiel. Diesen Komfort bieten der Steba Joghurtmaker JM3 und die zwei Modelle von Rommelsbacher. Allerdings ist die Anschaffung solcher Joghurtmaschinen etwas teurer und benötigt über den ganzen Zubereitungszeitraum Strom.

Alle von uns getesteten Joghurtbereiter haben Portionsgläser oder einen großen Behälter. Auf die Qualität des Joghurts wirkt sich das aber nicht aus. Nur die Handhabung und Aufbewahrung unterscheidet sich bei den Modellen. Am besten rührst du den Joghurt-Mix in einer Kanne an und gießt ihn dann um. Achte auch auf die Mengen – oft brauchst du mehr oder weniger als den gängigen Liter. In großen Behältern kannst du die Mischung teils sogar direkt anrühren und sparst dir damit ein weiteres Gefäß. Der Vorteil von Portionsgläsern liegt darin, dass jedes Familienmitglied sich stückweise an einer „normalen“ Menge (circa 150 Gramm) bedienen kann. Willst du den Joghurt außer Haus essen, musst du aus dem großen Behälter immer eine entsprechende Menge herausnehmen und umfüllen. Dabei solltest du unbedingt auf Hygiene achten, nicht dass der übrige Joghurt verdirbt. Bei der Aufbewahrung kommt es auf deinen Kühlschrank an. Joghurtgläser finden sicher einen Platz – wenn auch verstreut. Ein großes Glas braucht etwas mehr Raum, aber du hast die Joghurtmenge immer im Blick. Nur wenige Hersteller bieten ihre Portionsgläser mit auslaufsicherem Deckel an – die sind dann perfekt. Beim Reinigen sind wieder die größeren Behälter im Vorteil. Aufgrund der Bauweise und nur einem Deckel sind sie schneller und einfacher wieder sauber – sogar, wenn du sie von Hand abwaschen musst. Sind Ersatzbehälter vorhanden, kannst du kontinuierlich Joghurt produzieren und hast immer Joghurt zur Hand. Bei Portionsgläsern oder nur einem Behälter musst du eventuell umfüllen oder eben warten, bis die nächste Range fertig ist.

Wichtige Fragen zu Joghurtbereitern

* Alle Preise Stand April 2020