Unter den 11 Testkandidaten fällt die „La Piccola“ Kaffeepadmaschine sofort ins Auge: Das schnörkellose Design der italienischen Edelstahl-Maschine sucht seinesgleichen. Die ESE Kaffeepadmaschine ist kinderleicht zu bedienen, hervorragend verarbeitet und macht darüber hinaus ausgezeichneten Espresso und KaffeeFür den Testsieg ist uns das Modell mit 280 Euro (Stand April 2019) allerdings zu teuer, dafür verleihen wir dem Kunstwerk aus Stahl und Glas einen Designpreis.

ÜbersichtVor- und Nachteile der La Piccola Kaffeemaschine

Die La Piccola Kaffeemaschine ist komplett aus Edelstahl gefertigt.
Die La Piccola Kaffeemaschine ist komplett aus Edelstahl gefertigt.

+ tolles Design

+ gut verarbeitete Edelstahl-Maschine

+ großer Wassertank aus Glas

+ macht sehr guten Kaffee

+ leicht zu bedienen

 

- sehr schwer

- ESE Padsystem

- Gehäuse wird im Betrieb sehr warm

Exzellente italienische Handarbeit

Vor der ersten Tasse Kaffee heißt es zunächst einmal auspacken. Das dauert, denn die La Piccola Kaffeemaschine ist besser als gut verpackt. Die komplette Oberfläche der Maschine ist in eine Schutzfolie gekleidet. Das Abknibbeln der Folie ist etwas nervig. Lässt du allerdings Folie einfach Folie sein, besteht die Gefahr, dass das Plastik zusammenschnurgelt, denn die Maschine wird im Betrieb sehr warm fast schon heiß. Das Edelstahlgehäuse ist hochwertig verarbeitet. In den Boden ist eine große Tropfschale in Form einer Schublade exakt eingepasst. Der 1 Liter Wassertank ist erfreulicherweise aus massivem Glas und nicht, wie bei vielen anderen Kaffeepadmaschinen aus Plastik gefertigt. Das ist hygienischer. Das Kabel ist ausreichend lang, so bist du beim Standort recht flexibel

Mediterraner Kaffeegenuss

Das Fach für die Pads der La Piccola Kaffeemaschine wird ganz old school mit einem mechanischen Hebel geöffnet. Die Kaffeepadmaschine verzichtet überhaupt auf digitalen Schnickschnack. Falsch einlegen kannst du die benötigten ESE Kaffeepads nicht. Anschließend wird die Padkammer verriegelt. Der Hebel rastet dabei merklich ein. Vorsicht: Wenn er nicht richtig arretiert ist, droht dir eine Überschwemmung. Mit einem Netzschalter aktivierst du das Gerät. Nach kurzen zehn Sekunden ist die La Piccola einsatzbereit. Die Kaffee- und Espressozubereitung wird über einen zweiten Schalter auf der Oberseite des Gehäuses gestartet. Einmal gestartet pumpt und pumpt das Edelstahl-Gerät. Will heißen: Du musst die La Piccola manuell ausschalten, wenn du genug Kaffee in der Tasse hast. Eine Abschaltautomatik gibt es nicht. Für eine kleine Tasse Kaffee nimmt sich die Piccola etwas weniger als eine Minute Zeit. Einen Espresso hast du natürlich etwas schneller vor dir stehen. Der Kaffee ist mit 74,3 Grad schön heiß. Einen besseren Schwarzgebrühten serviert uns keine andere Maschine im Test. Ein Traum! Die Crema ist gut und feinschaumig.

Wermutstropfen inklusive

Neben dem schönen Design, der massiven Konstruktion und dem damit verbundenen hohen Gewicht fällt bei der La Piccola auch ihr hoher Preis auf. Eine ESE Kaffeepadmaschine für 280 Euro? Das ist ein ziemlicher Klopper. Etwas schade finden wir, dass der Kaffeeauslauf leider nicht in der Höhe verstellbar ist. Dadurch lassen sich größere Tassen nicht unter diesen stellen. Das gibt Abzug! Die benötigten ESE Kaffeepads, zum Beispiel von Musetti oder Caffè Borbone, sind zudem nicht überall im Handel erhältlich.

Fazit: Sehr schön aber auch sehr teuer

Keine Frage, die La Piccola Kaffeemaschine macht optisch etwas her – und sehr guten Kaffee. Deutlich hebt sich die Edelstahl-Maschine vom branchenüblichen Durchschnitts-Design ab. Außerdem ist sie einfach konstruiert und dadurch sehr leicht zu bedienen. Kaffee und Espresso können sich mit denen einer Siebträgermaschine messen. Die ESE Pads sind jedoch nicht so einfach wie die Senseo Pads zu bekommen. Im Zweifelsfall musst du sie online ordern. Für sehr viel Geld bekommst du sehr guten Kaffee und ein Designobjekt für die Küche obendrein.

Das ist noch längst nicht alles

Die La Piccola Kaffeemaschine ist dir zu teuer? Günstiger zu haben ist unsere Testsiegerin Senseo Quadrante und die Preis-Leistungs-Siegerin Senseo Viva Café. Welche Geräte ebenfalls einen Blick wert sind, erfährst du in unserem Kaffeepadmaschinen Test.