Der Philips Vollautomat aus der 2200 Serie sieht optisch sehr schick aus, obwohl das Gehäuse aus Kunststoff besteht. Die Bedienfläche mit Sensortasten ist silbern umrandet. Die Maschine beherrscht Kaffee ebenso wie Espresso, Milchschaum oder heißes Wasser. Dabei glänzt sie im Vergleich vor allem mit ihrer simplen Bedienung. Neben dem Philips Kaffeevollautomaten haben wir noch neun weitere Modelle in unserem günstige Kaffeevollautomaten Test unter die Lupe genommen.

Vor- und NachteilePhilips EP2221/40 Kaffeevollautomat

+ einfache Bedienung
+ guter Milchaufschäumer

+ hochwertige Verarbeitung

- ziemlich laut
- Front anfällig für Fingerabdrücke

Simpler Vollautomat zu einem guten Preis

Auf dem Bediendisplay sind acht Sensortasten angebracht. Für Espresso, Kaffee, heißes Wasser, Dampf, Kaffeestärke, Wassermenge, Wasserfilter (Aqua Clean) und Calc and Clean. Ganz rechts befindet sich die Start-/Stop-Taste. Nach dem Einstellen der Parameter kannst du damit den Kaffeebezug starten beziehungsweise stoppen. Die Kaffeestärke lässt sich in drei Stufen auswählen, genauso wie die Menge. Das klappt gut im Test. Die Temperatur kannst du in den Einstellungen ändern. Die Wasserhärte lässt sich einfach einstellen, der Filter ist auch leicht einsetzbar.

Durch den großen, transparenten 1,8 Liter Wassertank siehst du immer, wie viel Wasser noch in der Maschine ist. Wenn der Wassertank befüllt ist, lässt er sich nur mit einer ungemütlichen Handhaltung einsetzen. Das Material ist aber nicht so starr wie bei manch anderem Kaffeevollautomaten und verzeiht dir daher auch mal einen Sturz. Das Entnehmen und Reinigen der Brühgruppe klappt gut. Als Zubehör werden eine Schmierfetttube, Wasserfilter, Messlöffel und ein Wasserhärteteststreifen mitgeliefert.

Die Standby-Zeit kannst du auf 15, 30, 60 oder 180 Minuten einstellen. Der Hersteller empfiehlt den Mahlgrad frühestens nach 100 Tassen zu verstellen, da er ab Werk optimal eingestellt wurde. Zur Auswahl stehen generell aber 12 Mahlgradeinstellungen, das ist für einen Kaffeevollautomaten dieser Preisklasse nicht selbstverständlich. Die Philips EP2221/40 ist mit einem Scheibenmahlwerk aus Keramik ausgestattet. Gut finden wir, dass sich die Signaltöne ausschalten lassen. Denn nicht jeder mag das nervige Piepsen während der Bedienung.

Bediendisplay der Philips EP2221/40 mit Sensortasten

Heißer Kaffee auf Knopfdruck

Die Verarbeitung wirkt für einen günstigen Kaffeevollautomaten sehr gut. Der Deckel des Bohnenfachs hat eine Gummierung, um die Bohnen vor Aromaverlust zu schützen. Der Bohnenbehälter fasst 275 Gramm. Als erstes wählst du die passende Taste (Espresso, Kaffee, heißes Wasser oder Dampf) aus. Danach kannst du die Kaffeestärke und -menge angeben und auf Start drücken. Die niedrigste Bezugsmenge fällt wirklich sehr gering aus. Da empfiehlt es sich, auf Wunsch noch etwas nachzujustieren. Der Philips Kaffeevollautomat ist mit 80 Dezibel während des Mahlens ziemlich laut und gibt ein unangenehmes Quietschen beim Kaffeebezug von sich. Die Pumpe ist auch laut.

Die Kaffeeausgabe erfolgt in einem gleichmäßigen Strahl. Espresso brüht die Philips mit etwa 60 Grad und Kaffee mit 70 Grad. Auf den Espresso warten wir 40 Sekunden, während der Kaffeebezug circa eine Minute dauert. Die Crema des Espressos ist beim ersten Mal recht hell, dafür gefällt sie uns beim zweiten Mal umso besser – sie ist schön marmoriert. Der Geschmack ist kräftig, allerdings etwas bitter im Nachgang. Beim Kaffeebezug erreicht das Gerät eine Lautstärke von 63 Dezibel. Der Kaffee schmeckt trotz der stärksten Kaffeestärke etwas wässrig. Wir haben neben Espresso und Café Crema auch einen Cappuccino mit dem Philips Kaffeevollautomaten zubereitet. Dank Pannarello Düse klappt das ohne Probleme. Profimilchschaum darfst du hier allerdings nicht erwarten. Zudem hat die Dampflanze nicht wirklich viel Spiel. Damit fällt es schwer, die Schaumlanze in deinem Pitcher zu positionieren.

Der Kaffeevollautomat lässt sich gut bedienen. Alle Einstellungen kannst du einfach vornehmen. Gläser und Tassen bis zu einer Höhe von 14 Zentimeter passen unter den Auslauf. Das Verstellen des Kaffeeauslaufs klappt allerdings nicht so gut. Das funktioniert mit Modellen aus der Mittelklasse besser. Das Milchsystem und die Abtropfschale dürfen in die Spülmaschine. Die Brühgruppe lässt sich zur Reinigung entnehmen. Das Kabel ist im Übrigen circa 1 Meter lang und die Maschine wiegt 7,5 Kilo. Damit ist sie vergleichsweise leicht. Die Einfüllklappe für gemahlenes Kaffeepulver beschlägt schnell. Zudem lässt sich das Fach schlecht reinigen. Daher empfehlen wir dir, dieses lieber nicht zu nutzen.

Die Dampflanze hat nicht viel Spiel, produziert dafür aber sehr leicht guten Milchschaum. Der Kaffeeauslauf ist bis 14 Zentimeter höhenverstellbar

Guter und günstiger Kaffeevollautomat der Einsteigerklasse

Während der HD8827 Kaffeevollautomat von Philips, den wir im letzten Jahr getestet haben, nur einen 150 Gramm kleinen Bohnenbehälter bietet, trumpft der EP2221/40 mit 275 Gramm auf. Zudem gefällt uns die simple Bedienung, der günstige Preis und die gute Verarbeitung. Sie spart auch nicht an Mahlgraden. Der Geschmack des Espressos in unserem Test ist kräftig. Nur mit der Lautstärke des Mahlwerks beziehungsweise der Pumpe sind wir nicht ganz glücklich.

Kaffee marsch! Weitere empfehlenswerte Vollautomaten für kleines Geld

Ebenfalls empfehlenswert ist der De’Longhi Kaffeevollautomat ECAM 350.15.B nicht nur wegen seiner intuitiven Bedienung, er bietet dir auch 13 Mahlgradeinstellungen und eine sehr gute Kaffeequalität. Unser Testsieger besticht mit seinem schicken Design und vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten. Mehr zum Testsieger liest du im ausführlichen Testbericht.

Ebenso im Test punkten konnte die Melitta Caffeo Solo. Sie hat zwar keinen Milchaufschäumer, passt aber durch ihre schmale Bauart selbst in kleine Küchen. Mit 280 Euro* ist sie ein echtes Schnäppchen. Alle Infos zum Preis-Leistungs-Sieger erfährst du im Einzeltest zur Melitta Caffeo Solo.

*Alle Preise Stand November 2020

Co-Autor: Anna Lena Gros