Saftpressen – für einen leckeren und gesunden Start in den Tag

Was gibt es schöneres als morgens beim Frühstück neben dem Kaffee oder Tee einen frisch gepressten Saft zu genießen? Mit einer elektrischen Saftpresse kannst du einfach und schnell deinen eigenen Vitamindrink herstellen. Dabei musst du keine Angst vor bedenklichen Zusatzstoffen oder Geschmacksverstärkern beziehungsweise zusätzlichem Zucker haben.

Generell unterscheidet man zwischen Zentrifugenentsaftern, Slow Juicern, Dampfentsaftern und klassischen Saftpressen. Wir haben uns in unserem Entsafter Test 2018 sowohl Zentrifugen-Entsafter als auch Slow Juicer von unterschiedlichen Marken angeschaut.

Die Slow Juicer zeichnen sich durch eine besonders schonende Entsaftung von Obst und Gemüse aus. Mittels einer Metallschnecke wird die Flüssigkeit langsam den Lebensmitteln „entlockt“. Mit den Zentrifugenentsaftern kannst du hingegen innerhalb kürzester Zeit deinen selbstgemachten Saft genießen. Hierfür werden eine Reibescheibe und ein Sieb genutzt, um das Obst/Gemüse in Windeseile zu zerkleinern und durch das Sieb zu drücken. Zurück bleibt ein Saft, der jedoch ein paar Vitamine einbüßt. Denn durch die Erwärmung der Scheibe, und die damit verbundene Reibung mit den Zutaten, gehen wertvolle Vitamine und Nährstoffe verloren. Beim Entsaften werden die flüssigen von den festen Bestandteilen (Trester) getrennt und separat aufgefangen.

Wir finden den besten Entsafter für dich im Video

Wir fühlen 11 Entsaftern auf den Zahn – Wer kann im Vergleich überzeugen?

Im Entsafter Test haben wir uns zunächst mit dem Aufbau und der Bedienung der Entsafter beschäftigt. Die Verarbeitung soll gut und die Verriegelung der Geräte sicher sein, damit du bei der Bedienung keine Angst haben musst. Ebenfalls wichtig: Auch wenn der Betrieb in der Regel nur kurz ist, ist eine angenehme Betriebslautstärke wünschenswert. Eine einfache Reinigung der oft zahlreichen Einzelteile erleichtert dir das Arbeiten mit dem Entsafter.

Ein weiterer Punkt ist die Saftausbeute, welche je nach Produkttyp unterschiedlich ausfällt. Dabei kommt es uns auch auf die Konsistenz des Saftes an.

In diesen Kategorien haben wir getestet

  • Bedienung: Ist die Inbetriebnahme intuitiv oder brauchst du eine Bedienungsanleitung? Gibt es mehrere Stufen oder nur eine?
  • Konsistenz: Wie viel Saft produzieren die Produkte und ist das Ergebnis mit oder ohne Stücke?
  • Reinigung: Kann ich die Teile in die Spülmaschine packen? Gibt es Reinigungszubehör?

Testsieger: Kenwood JE850 – Eleganz pur und ein super schnelles Ergebnis

Mit seinen mächtigen 1.500 Watt und seinem hochwertigen Edelstahlgehäuse weiß der „Kenwood JE850“ zu überzeugen. Hier bekommst du einen großen Saftkrug mit Deckel, der 1.500 Milliliter fasst und aus stabilem Kunststoff gefertigt ist. Der Tresterbehälter kann sich mit seinen 3 Liter Fassungsvermögen aber auch sehen lassen. Zwei Geschwindigkeitsstufen stehen dir zur Auswahl. In der Bedienungsanleitung findest du eine Empfehlung, welche Stufe sich für welche Lebensmittel eignet. Trotz der 81 bis 82 Dezibel ist die Lautstärke nicht unangenehm und das Gerät wirkt sicher in der Bedienung. Innerhalb von 30 Sekunden haben wir mit dem Rezept circa 190 Milliliter leckeren Saft hergestellt. Von der Qualität der verwendeten Materialien und der Sicherheit kann uns kein anderer Entsafter mehr überzeugen als der Kenwood. Trotz seiner etwas sperrigen Maße (36 x 21 x 40 Zentimeter) und des vergleichsweise hohen Gewichts ist er ein Blickfang in der Küche und bekommt im Test 8,4 von 10 Punkten - somit ist er unser Entsafter Testsieger.

Der Preissieger Severin ES3571 – Für extra viel Saft und leise Geräuschkulisse

Der „Severin ES 3571“ hat einen extra Entsafter-Aufsatz für gefrorene Früchte, womit du sowohl Sorbet als auch Marmelade herstellen kannst. Er verfügt über die typische Slow Juicer Leistung von 150 Watt. Der Saftbehälter ohne BPA hat ein Fassungsvermögen von 0,8 Litern. Das Edelstahlgehäuse ist hochwertig und generell wirkt die Verarbeitung solide und vertrauenswürdig. Die übrigen Bestandteile sind aus Kunststoff gefertigt. Rutschfeste Füße sorgen dabei für einen sicheren Stand. Die Zubereitungszeit ist mit etwa fünf Minuten im Test zwar nicht die schnellste, dafür ist die Saftausbeute mit 280 Milliliter reichlich. Der Trester ist verhältnismäßig trocken und der Saft hat eine gute Konsistenz. Mit etwa 66 Dezibel ist der Severin auch der leiseste im Test. Für einen Slow Juicer ist er zudem recht günstig.

Kleine Defizite kosten den Severin den Sieg

Die Zerkleinerung der Karotten hat dem Severin allerdings etwas Schwierigkeiten bereitet. Wenn sich dann doch mal etwas in der Schnecke verheddert, kannst du die Rücklauffunktion benutzen. Leider ist der Schalter etwas unglücklich auf der Rückseite angebracht. Auf einen Schaumtrenner musst du leider verzichten. Was uns gut gefällt: Ein feines und ein grobes Sieb werden mitgeliefert. Diese lassen sich einfach aus dem Behälter mit der Schnecke herausnehmen. Die Pressschnecke besteht aus Metall und ist mit Kunststoff ummantelt. Als Tropfstopp dient eine Klappe, die nach der Entsaftung einfach geschlossen wird. Wie bei den anderen Slow Juicern ist auch hier der Einfüllschacht recht schmal. Nett finden wir auch den QR-Code auf dem Stopfer, womit Rezepte für den Entsafter aufrufbar sind. Wir vergeben für den Preissieger mit sehr angenehmer Lautstärke 8,1 von 10 Punkten und somit den zweiten Platz.

Die übrigen 9 Entsafter – das ein oder andere Highlight ist dabei

Wenn du denkst, die anderen Entsafter können nicht mithalten – weit gefehlt. Unter den verbleibenden Kandidaten gibt es durchaus interessante Geräte, die wir dir im Folgenden einmal vorstellen möchten.

Moulinex ZU420G – Vielfältig, farbenfroh und teuer

Der „Moulinex ZU420G“ ist der große Bruder des ZU550A. Er kann außer Saft und Marmelade sogar Eis herstellen. Vor der Benutzung kannst du einstellen, ob du weiche oder harte Lebensmittel entsaften möchtest. Der Clou: Nach der Entsaftung kannst du etwas Wasser in die Einfüllöffnung gießen und das Reinigungsprogramm starten. Dieses spült das Sieb so lange, bis du den Entsafter ausschaltest. Wir finden das eine super Idee, dennoch ersetzt es nicht eine gründliche Reinigung per Hand oder in der Spülmaschine. Hier haben wir einen Schaumtrenner vermisst. In knapp vier Minuten liefert der Entsafter etwa 260 Milliliter Saft, jedoch mit etwas Mus drin. Der Trester ist trocken und die Lautstärke beträgt circa 70 Dezibel während des Betriebs. Der Moulinex ZU420 bekommt 7,8 von 10 Punkten in unserem Entsafter Test.

Moulinex ZU550A – Sicherer Stand und minimalistisches Design

Mit seinem grauen Gehäuse macht der „Moulinex ZU550A“ einen soliden und gut verarbeiteten Eindruck. Die Auffangbehälter für Saft und Trester sind recht einfach konzipiert und haben jeweils ein Fassungsvermögen von 800 Millilitern. Den Aufbau und die Bedienung finden wir sehr intuitiv. Neben Saft kannst du auch mit einem separaten Aufsatz Marmelade herstellen. Die hochwertige Metallschnecke erledigt ihren Job gut und entlockt dem Apfel, den Karotten und dem Ingwer 250 ml Flüssigkeit in etwa 3:30 Minuten. Dabei entsteht eine Lautstärke von ungefähr 72 Dezibel. Die Konsistenz des Saftes gefällt uns gut, es entsteht wenig Schaum. Auffällig ist, dass der Saft mehr schwallartig in den Saftbehälter fließt. Er wird sozusagen von der Metallschnecke rausgeschwemmt. Der Moulinex ZU550A verfügt im Gegensatz zu vielen Konkurrenzen nur über einen Knopf, der gleichzeitig auch der An/Aus-Schalter ist. Mit seinen etwa 40 Millimeter kleinen Einfüllöffnung kann er allerdingt nur kleingeschnittene Lebensmittel „schlucken“. Trotz der kleinen Mankos geben wir ihm 7,3 von 10 Punkten.

Bosch VitaJuice 2 – Wenig Saft, dafür sicher und hochwertig

Sicherheit wird beim Zentrifugal-Entsafter von Bosch großgeschrieben, deshalb verfügt er neben der standardmäßigen Sicherheitsverriegelung und Saugnäpfen auch über einen Motorstopp, wenn der Entsafter nicht richtig geschlossen ist. Durch die große Einfüllöffnung passt selbst unzerkleinertes Obst und Gemüse. Was uns beim Bosch besonders gut gefallen hat: Die Saftkanne hat einen Deckel und ein Fassungsvermögen von 1,25 Litern. Alle abnehmbaren Teile sind spülmaschinengeeignet, lassen sich aber auch von Hand relativ leicht reinigen. Innerhalb von etwa 30 Sekunden liefert der Bosch allerdings nur circa 170 Milliliter Saft und hat damit die niedrigste Saftausbeute im Test. Während des Betriebs erreicht er eine Lautstärke von ungefähr 82 Dezibel, die jedoch etwas unangenehm für die Ohren ist. Der Stopfer lässt sich bei diesem Modell sehr schwer herausziehen und „saugtsich sozusagen fest. Das Kunststoffgehäuse wirkt hochwertig und auch die Verarbeitung der Saftkanne hat uns überzeugt. Der Bosch VitaJuice 2 bekommt im Test 7 von 10 Punkten.

Bosch Entsafter VitaJuice 2 mit Zubehör

Braun J700 Multiquick 7 – Innovativer Tropfstopp und gute Saftausbeute

Leistungsstarke 1.000 Watt bietet der "J700 Multiquick 7" von Braun. Von den Zentrifugal-Entsaftern liefert er mit 245 Millilitern in 1:30 Minuten die größte Saftausbeute im Test. Der großzügige, kaffeekannenähnliche Saftbehälter fasst 1,25 Liter und verfügt über eine Skala und einen Deckel. Nachteil: Der Schaumtrenner kann erst nach dem Betrieb eingesetzt werden, da er sonst den Safteinlauf verhindert. Beim Entsaften erreicht der Braun eine Spitzenlautstärke von 90 Dezibel, im Leerlauf sind es circa 80 Dezibel.

Das 4-Wege Sicherheitssystem soll dich vor Anwendungsfehlern schützen. Die Umsetzung des Tropfstopps hat uns bei diesem Modell besonders gut gefallen. Hinderlich sind jedoch die sperrigen Maße und das vergleichsweise hohe Gewicht. Die Verarbeitung wirkt hochwertig und besteht zu großen Teilen aus Edelstahl. Das Kabel ist, wie auch beim Bosch, recht knapp bemessen. Die große Einfüllöffnung ist 75 Millimeter groß, der Einfüllschacht jedoch etwas kurz geraten. Wir vergeben 6,6 von 10 Punkten

Russell Hobbs 24741-56 Horizon – Umständliche Reinigung und Lautstärke überzeugen nicht

Die Saftausbeute beträgt, wie bei fast allen Zentrifugalentsaftern auch hier 200 Milliliter. Für seine 550 Watt gibt er ganz schön Gas und schleudert während dem Betrieb viel Trester umher. Dabei erreicht der Horizon eine Lautstärke von über 90 Dezibel. Mit dem 750 Milliliter „kleinen“ Saftbehälter hat Russell Hobbs etwas gespart. Die Kunststoffteile, die mit Nahrungsmitteln in Berührung kommen, sind BPA-frei. Die Saugnäpfe auf der Unterseite sorgen für einen festen Stand während der Benutzung. Nach dem Stillstand des Motors lässt sich der Fruchtfleischbehälter nur schwer entnehmen. Zudem sind die festen Frucht- und Gemüsereste noch recht nass. Die Reinigung gestaltet sich etwas fummelig und das weiße Kunststoffteil hat sich im Test verfärbt. Die Verarbeitung ist für den Preis in Ordnung und somit vergeben wir für den Russell Hobbs 6,2 von 10 Punkten

Aobosi AMR520 – Low-Budget Slow Juicer mit kleiner Einfüllöffnung

Der Slow Juicer von Aobosi kommt in einer interessanten Optik daher. Er ähnelt etwas einem Fleischwolf. Beim Aufbau ist zu beachten, dass direkt am Gerät der Saftbehälter und davor der Tresterbehälter aufgestellt werden muss. Anders als bei anderen Entsaftern wird der Trester in kleinen „Würstchen“ ausgeworfen. Diese sehen fast aus wie Erdnussflips. Laut Hersteller soll die Lautstärke des Entsafters unter 60 Dezibel liegen, wir haben allerdings circa 72 Dezibel gemessen. Auffällig ist, dass beim Betrieb der „Arm“, in dem die Schnecke sitzt, sehr wackelt und ausgesprochen zerbrechlich wirkt. Praktisch: Das Gerät verfügt über einen „Rückwärtsgang“, der hilft Blockierungen aufzulösen.
Die abnehmbaren Teile bestehen aus BPA-freiem Tritan und dürfen in die Spülmaschine. Mit lediglich 200 Milliliter Saft liefert er eine vergleichsweise geringe Ausbeute. Die Verarbeitung kann uns auch nicht wirklich beeindrucken, daher vergeben wir 5,7 von 10 Punkten.

Philips HR1855 – Low-Budget Entsafter der nicht ins Wanken gerät

Philips wirbt mit einer Saftproduktion von bis zu zwei Litern am Stück, mit einer Saftkanne, die jedoch lediglich 800 Milliliter fasst, wird das etwas schwierig. Abgesehen davon kann uns der „Philips HR1855“ nicht so richtig überzeugen. Seine 700 Watt merkt man ihm zwar an, jedoch bringen diese auch bis zu 80 Dezibel an Geräuschkulisse mit sich. Gut gefallen hat uns die große Einfüllöffnung mit 75 Millimetern und die Skala beim Saftbehälter. Das Kunststoffgehäuse des Philips Entsafters wirkt nicht sehr hochwertig und er verfügt lediglich über eine Geschwindigkeitsstufe, womit er allerdings alles problemlos klein bekommt. Mit unserem Testrezept können wir dem Philips 200 Milliliter Saft entlocken. Laut QuickClean-Technologie soll der Entsafter innerhalb einer Minute zu reinigen sein. Das hat im Test zwar nicht ganz hingehauen, aber allzu lange hat die Reinigung trotzdem nicht gedauert. Anti-Rutsch-Füße verhindern eine Bewegung des Gehäuses während des Betriebs. Insgesamt schneidet der Philips Entsafter mit 5,6 von 10 Punkten ab.

Philips Entsafter mit Saftkanne

Monzana DBES001 – Günstiger Preis, dafür aber leider nur durchschnittliche Ergebnisse

Das günstigste Modell im Test ist der „Monzana DBE S001“, dementsprechend wirkt auch das Äußere. Das Edelstahlgehäuse soll dem Modell zwar eine edle Optik verleihen, bei näherem Hinschauen sieht man jedoch, dass die Qualität nicht so hochwertig ist. Der Motor macht mit seinen 850 Watt eine ordentliche Arbeit und die etwa 40 Sekunden Zubereitungszeit überzeugen ebenfalls. Mit 88 Dezibel ist der Monzana verhältnismäßig laut, schafft dafür aber in kürzester Zeit 190 Milliliter Saft.

Seine Standfestigkeit wird durch Saugnäpfe an der Unterseite gewährleistet. Hier findest du zwei Geschwindigkeitsstufen und eine Pulsfunktion, was für eine bessere Vermischung des Mixguts sorgen soll. Laut Hersteller passen zwei Liter in den Tresterbehälter und ein Liter in den Saftbehälter, der uns aber dafür etwas klein vorkommt. Insgesamt vergeben wir für den Monzana 5,6 von 10 Punkten.

Monzana Entsafter mit Saftkanne

Efbe-Schott Malina E 2 – Schnell aber nicht gerade ungefährlich

Mit nur 350 Watt ist der Zentrifugal-Entsafter von efbe-Schott in seiner Kategorie der Schwächste, im Betrieb sieht das jedoch ganz anders aus. Kaum ist das Gerät eingeschaltet, gibt die Reibscheibe mit 27.000 Umdrehungen in der Minute Vollgas. Durch die vergleichsweise kleine Einfüllöffnung passt nur kleingeschnittenes Obst und Gemüse – das gibt Abzüge in der Konstruktion.

Achtung: Die Länge des Einfüllschachts ist sehr kurz, daher kommt dir, wenn du den Stopfer nicht schnell genug wieder aufsetzt, auch gerne mal ein Apfel oder eine Karotte entgegen. Hier heißt es also schnell sein und keinesfalls mit dem Finger etwas in die Öffnung schieben.

Gut gefallen hat uns bei diesem Modell, dass man mit dem groben Filterstreifen auch Kartoffeln für Kloßteig reiben kann. Im Lieferumfang befindet sich ein feiner und ein grober Filterstreifen aus Kunststoff, worin sich bei der Benutzung der Trester sammelt. Die Zusammensetzung ist leicht, wenn man beachtet, dass die Plastikabdeckung, die zunächst wie Verpackungsmaterial aussieht, den Motor für Flüssigkeiten schützen soll.

Nachteil: Ist der Filterstreifen voll, wird der Entsafter unruhig, dreht sich und springt fast von der Tischplatte. Ein durchsichtiges Gehäuse oder eine Stoppfunktion wären von Vorteil. Die Lautstärke erreicht zu Bestzeiten über 90 Dezibel und verursacht somit einen ohrenbetäubenden Krach. Die Reinigung konnte uns leider auch nicht überzeugen, was dem efbe-Schott eine Wertung von 4,2 von 10 Punkten einbringt.

efbe-Schott Entsafter

Wie haben wir die Entsafter getestet?

Als erstes haben wir alle Entsafter ausgepackt und aufgestellt. Der Aufbau und die Inbetriebnahme gehen fast immer problemlos von der Hand. Hier und da lässt sich das Sieb nicht so leicht einsetzen oder ein Verschluss klemmt etwas, aber nichts, was sich nicht mit einem Handgriff lösen lässt. Alle Entsafter verfügen über einen Sicherheitsverschluss, der verhindert, dass sich der Deckel während des Betriebs löst. Der Braun zum Beispiel lässt sich gar nicht erst einschalten, wenn er nicht richtig zusammengesetzt ist. Für den sicheren Stand haben Marken wie Philips oder Russell Hobbs Saugnäpfe unter den Geräten angebracht. Die Kabellänge fällt bei Philips, Bosch und Braun recht kurz aus. Hier ist ein Verlängerungskabel von Vorteil.

Nach dem Aufbau geht es an die Bedienung. Stecker rein, fertig! Wir schalten den Entsafter an und werfen als erstes den Apfel, dann die Möhren und zum Schluss den Ingwer rein. Der Apfel geht fast immer problemlos, bei den Möhren geraten vor allem die Slow Juicer hier und da etwas ins Stocken. Doch selbst wenn nicht sofort viel Saft in den Behälter fließt, einfach weiter Lebensmittel einfüllen. Eine Blockade ist bei keinem Modell aufgetreten.

Der Preis-Leistungs-Sieger Severin während dem Test

Saftausbeute und Konsistenz – hier weiß nicht jeder Entsafter zu überzeugen

In puncto Geschwindigkeitsstufen hat der Monzana die Nase vorn. Er verfügt über insgesamt drei Stufen. Mit lediglich einer Stufe ist hingegen der Moulinex ZU550A ausgestattet. Die Saftausbeute variiert von 170 Milliliter beim Bosch bis hin zu 280 Milliliter beim Severin. Der Braun ist der einzige Zentrifugal-Entsafter der es über die 200 Milliliter-Schwelle hinaus schafft. Nun zur Konsistenz: Lediglich bei einem Modell, dem Moulinex ZU420, bekommen wir keinen klaren Saft. Die Schaummenge unterscheidet sich je nach Entsafter. Mithilfe von einem Schaumtrenner kann dieser aber abgeschöpft werden.

Reinigung – Bei den Sieben heißt es ordentlich schrubben

Fast immer wird eine Reinigungsbürste bei den Produkten mitgeliefert. Die Reinigung der Siebe gestaltet sich dabei fast immer am aufwendigsten. Bei hellen Kunststoffteilen treten schnell Verfärbungen auf, die sich jedoch einfach mit etwas Pflanzenöl entfernen lassen. Bei Geräten, wo die Einzelteile auch in die Spülmaschine dürfen, hast du es hier noch einfacher. Der Trester war bei den Zentrifugal-Entsaftern wie zum Beispiel dem Braun deutlich nasser als bei den Slow Juicern. Das macht auch die Reinigung schwieriger, da das Mus in allen Ecken hängen bleibt und nicht immer den Weg in den Tresterbehälter findet.

Reinigung des Entsaftersiebs

Was muss ich beim Kauf eines Entsafters beachten

Vor dem Kauf gibt es einige Aspekte zu beachten, hier erfährst du worauf es ankommt:

  • Der Preis: Wenn du ein preisgünstiges Gerät suchst, sind die Zentrifugal-Entsafter (zum Beispiel von Monzana oder Russell Hobbs) oft günstiger in der Anschaffung. Beim Preis-Leistungs-Verhältnis setzt sich im Entsafter Test allerdings der Severin Slow Juicer gegen die Konkurrenz durch.
     
  • Die Leistung auf dem Datenblatt sagt wenig über die tatsächlich auf die Reibscheibe übertragene Power aus. Der efbe-Schott zum Beispiel gibt für seine 350 Watt ordentlich Gas.
     
  • Die Lautstärke: Hier kommt es nicht nur auf die Dezibelzahl an, wir haben uns auch angeschaut, wie angenehm oder nervtötend die Betriebsgeräusche sind.
     
  • Gewicht und Maße: Wenn du den Entsafter im Schrank verstauen möchtest, sollte er nicht zu sperrig und schwer sein.
     
  • Zubehör: Saft- und Tresterbehälter sowie eine Reinigungsbürste sind das Minimum. Wünschenswert finden wir austauschbare Siebe oder ein Extra Aufsatz für Eis oder Marmelade.

Wie heißt es so schön: Gut Ding will Weile haben. Doch nicht jeder ist bereit drei bis fünf Minuten auf seinen Saft zu warten, auch wenn es das Ergebnis durchaus Wert ist. Für die schnelle aber oft auch laute Entsaftung eignen sich die oftmals wuchtigen Zentrifugal-Entsafter gut. Sie verfügen über eine große Einfüllöffnung. Da passen auch problemlos ganze Äpfel rein.

Die Slow Juicer brauchen zwar für die Saftgewinnung länger, liefern dafür aber auch mehr Saft und machen weniger Lärm. 

Achtung: Die Zentrifugal-Entsafter haben nicht selten richtig viel Power und dürfen laut Hersteller oftmals nicht länger als 1 Minute am Stück betrieben werden.

Entsafter Rezept – Zaubere dir deinen grünen, gesunden Saft

Neben dem Rezept mit einem Apfel, zwei Karotten und etwas Ingwer haben wir noch ein zweites Gemüse-Tonic Rezept ausprobiert. Dieses lautet wie folgt:

  • 1 Hand voll Spinat
  • 4 Stiele Petersilie
  • 4-6 Möhren

Grüner Saft vom Entsafter Rezept

Was es noch alles über Entsafter zu wissen gibt