Fenster schnell und einfach säubern – 6 Akku-Fensterreiniger im Vergleich

Fenster putzen: Es gibt kaum eine Arbeit im Haushalt, die ungeliebter ist. Es ist eine nasse Angelegenheit, anstrengend, nimmt viel Zeit in Anspruch und die Fenster werden dennoch oft nicht streifenfrei sauber. Da kommt ein Gerät, das Abhilfe und Vereinfachung verspricht, gerade richtig. Und siehe da, im Test helfen die Akku-Fenstersauger tatsächlich enorm. Das Sprühgerät mit integriertem Mikrofasertuch ersetzt Eimer und Putzlappen und ist deutlich komfortabler. Nach dem Waschen des Fensters einfach den Fenstersauger aufsetzen und darüber ziehen - et voilà: Die Scheibe ist trocken und streifenfrei sauber. So lassen sich viele Fenster und auch große Flächen - zum Beispiel Spiegel oder die Duschkabine - problemlos und schnell reinigen.

In diesen Kategorien müssen sich die Akku-Fenstersauger beweisen

  • Datenvergleich: Wir erfassen die technischen Daten der Fensterreiniger und vergleichen sie miteinander. Die Lautstärke überprüfen wir beim Putzen und messen das Gewicht und die Akkuladung.
     
  • Qualität: Hier prüfen wir nicht nur das Gehäuse. Auch Wischblatt, Absaugdüse und die Laufzeit des Akkus sind wichtige Punkte.
     
  • Bedienkomfort und Funktionalität: Wie leicht lässt sich der Wischbezug aufziehen und anbringen? Hier entleeren wir auch den Schmutzwassertank und prüfen, ob du ihn leicht wieder sauber bekommst.
     
  • Ergonomiepunkte sind die Schalter und der Handgriff am Fensterreiniger. Ist der beispielsweise rutschig, gibt es Minuspunkte.
     
  • Praktischer Einsatz: Dabei putzen wir viele Scheiben und überprüfen dabei auch das Arbeitsergebnis nach der Reinigung kritisch.

Testsieger: Der Kärcher Akku-Fenstersauger WV5 Premium

Der Kärcher Akku-Fenstersauger WV5 Premium ist mit nur rund 60 Dezibel gerade mal so laut wie eine Mikrowelle. Und mit einem Gewicht von 700 Gramm ist das Gerät sehr leicht und handlich. Das macht langes Fensterputzen mit dem Kärcher Akku-Fenstersauger weniger anstrengend. Mit welchen Vorteilen es der Kärcher WV5 Premium noch zum Testsieger schafft, erfährst du im detaillierten Einzeltest.

Preis-Leistungs-Sieger: Der AEG Akku-Fenstersauger WX7-60CE1

Zum kleinen Preis die Scheiben sauber kriegen – das bietet dir der AEG Akku-Fenstersauger „WX7-60CE1“. Einfach die Flasche mit Wasser und Fensterreiniger füllen und das Einwaschen der Scheiben geht in einem Rutsch. Dann das handliche Gerät mit Absauger und Wischlippe sanft über die Scheiben ziehen und Ruckzuck sind deine Scheiben sauber. Mehr über das Putzergebnis erfährst du im Einzeltest zu unserem Preissieger.

Knapp dahinter und auch nicht schlecht – die vier anderen Akku-Fenstersauger

So kann es gehen: Ein gutes Gerät und doch nicht gewonnen. Deshalb muss aber keiner der Hersteller auf den hinteren Plätzen der Rangliste traurig sein. Leifheit, Vileda und Co. bieten mit ihren Akku-Fenstersaugern ebenfalls respektable Ergebnisse. Und auch bei den Preisen müssen sie sich nicht verstecken.

Ein guter 2. Platz: Der AEG Akku-Fenstersauger WX7-90A2B

Er kann alles etwas besser als sein „kleiner Bruder“: Der AEG Akku-Fenstersauger „WX7-90A2B“. Er hat mehr Akkukapazität als unser Preissieger und schafft so eine Laufzeit von 90 Minuten. Das ist gleichbedeutend mit 270 Quadratmetern Fensterfläche. Und das wiederum entspricht etwa der Glasfläche eines Zweifamilienhauses. Wenn du die in einem Durchgang sauber bekommen hast, verdienst du dir auch die Wartezeit von drei Stunden, die das Ladegerät benötigt, um den Akku wieder aufzuladen. Dann kannst du dich noch über den blütenstaubbeschichteten Carport oder die Kalkschlieren deines Gartenschwimmbads hermachen.

Damit du auch in die verwinkelsten Ecken kommst, gibt es im Lieferumfang einen kleineren Wischbezug und eine ebenso kleine Absaugdüse mit Wischerblatt. Allerdings kostet das alles dann fast das Doppelte wie beim „kleinen“ AEG. Dafür hat der AEG Akku-Fenstersauger WX7-90A2B aber im Gesamtergebnis ein paar Punkte hinter dem Komma mehr und erreicht fast die Gesamtnote des Testsiegers von Kärcher.

Der AEG Akku-Fenstersauger WX7-90A2B

Der Sprühkönig: Leifheit Akku-Fenstersauger Dry & Clean

Die Benutzung des Leifheit Akku-Fenstersaugers „Dry & Clean“ ist denkbar einfach: Fenster oder Duschkabine mit der supergroßen 500 Milliliter Sprühflasche und dem guten, flächigen und beweglichen Wischbezug einwaschen. Anschließend mit dem Wischblatt des Fenstersaugers abstreifen. Der Leifheit saugt das Wischwasser tropffrei und restlos von der Scheibe. So einfach geht streifenfreier Glanz. Du solltest allerdings nach 35 Minuten mit der Arbeit fertig sein. Denn dann ist der Akku des Fenstersaugers leer und der braucht ebenso wie die meisten anderen drei Stunden bis er wieder geladen ist. Ganz toll finden wir, dass die Standy-By-Automatik dafür sorgt, dass der Leifheit Akku-Fenstersauger bei Kontakt mit der Scheibe aus dem Stromsparmodus auf maximale Saugkraft schaltet. Hierdurch entsteht die genannte Laufzeit, die sonst sicherlich kürzer wäre. Nicht gefallen hat uns der glatte Griff.

Leifheit Akku-Fenstersauger Dry & Clean

Kleinster Preis: Vileda Akku-Fenstersauger Windomatic

Dass der Vileda Akku-Fenstersauger „Windomatic“ noch etwas günstiger als der „kleine AEG“ angeboten wird, macht ihn dennoch nicht zum Preissieger. Das liegt an vielen Kleinigkeiten, in denen der Vileda Fensterreiniger etwas schlechter abschneidet. Die kurioseste dabei ist die 50 Milliliter Miniatur-Sprühflasche zum Einsprühen der Scheiben. Die ist nicht nur in Nullkommanichts leer. Außerdem klemmt man sich am Sprühknopf die Finger ein. Der Wischbezug, der sich einfach aufziehen lässt, ist recht klein, hat aber eine festere Kante für hartnäckigen Schmutz.  Sehr gut gefällt uns der Schmutzwassertank. Der ist nach unserer Ansicht der beste im Akku-Fenstersauger Test. So lässt er sich leicht entnehmen und entleeren.

Das ebenfalls gute Gesamtgehäuse hat leider einen rutschigen Griff. Hier sitzt der zweistufige Schalter, mit dem du die Drehzahl nach Bedarf während der Reinigung erhöhen kannst. Bei sparsamem Umgang kommst du auf eine Akkuleistung von 40 Minuten. Danach braucht das Ladegerät dreieinhalb Stunden, um den Akku des Fenstersaugers wieder aufzuladen.

Vileda Akku-Fenstersauger Windomatic mit Zubehör

Mit dem machst du nichts verkehrt: Bosch Akku-Fenstersauger GlasVac

Beim Putzen ein gutes Ergebnis, eine nicht optimale Bedienung, kurze Laufzeit, lange Ladezeit. So lautet kurz gefasst das Fazit zum Bosch Akku-Fenstersauger „GlasVac“. Dabei darfst du aber nicht übersehen, dass unsere Gesamtnote die Erwartungen immer noch sehr gut erfüllt. Allerdings erfüllt die der Konkurrent und Testsieger von Kärcher eben besserDen ersten Rang belegt der Bosch allenfalls bei der Bedienungsanleitung. Die ist leicht verständlich und mit großen, klaren Abbildungen versehen. Aber auch sonst schwächelt er nicht wirklich. Der Bosch Fenstersauger ist etwas lauter als die meisten anderen Testkandidaten. Die Arbeitsleistung von 30 Minuten ist etwas knapper als bei den anderen getesteten Fenstersaugern. Zudem hat der Bosch Fensterreiniger einen rutschigen Griff und liegt durch seinen Schwerpunkt etwas unglücklich in der Hand.

Die Sprühflasche ist genau so gut wie die des Kärchers. Sie steht fest auf dem Boden und lässt sich einfach befüllen. Mit dem guten Wischbezug kannst du deine Scheiben prima vorreinigen. Absaugung und Wischblatt sind gut aufeinander abgestimmt. Wenn du dich für den Bosch Akku-Fenstersauger GlasVac entscheidest, machst du sicher nichts verkehrt.

Bosch Akku-Fenstersauger GlasVac mit Zubehör

Wie haben wir getestet?

Als erstes nehmen wir alle Produktdaten auf und überprüfen diese. Danach gehen wir in die praktische Anwendung. Das Putzergebnis ist ein wesentliches Kriterium für unseren Akku-Fenstersauger Test. Dafür säubern wir zahlreiche Fenster. Und das gelingt uns auch mit allen getesteten Akku-Fenstersaugern sehr ordentlich und streifenfrei.

Natürlich gehört die Kontrolle der Verarbeitungsqualität der Geräte auch zum Testvorgang. Jeden Akku-Fenstersauger wiegen wir nicht nur auf der Waage, sondern auch in der Hand. Denn darin muss er bei der Arbeit optimal liegen, um in puncto Ergonomie zu überzeugen. Hierbei checken wir auch die Griffe und Schalter.

Auf den Bedienkomfort und die Funktionalität achten wir beim Testen ebenfalls. Bei diesem Testblock zeigt sich, ob der Knopf einer Sprühflasche den Zeigefinger verkrampfen lässt oder das Aufziehen eines Wischbezugs zur Verzweiflung führt. Bleibt noch der Preis der Geräte. Den haben wir im Verhältnis zur Leistung bewertet und so unseren Preis-Leistungs-Sieger gekürt.

Worauf muss ich bei der Entscheidung für einen Fenstersauger mit Akku achten?

Unsere erste Erkenntnis: Keiner der getesteten Akku-Fenstersauger hat im Test versagt. Das erleichtert dir die Kaufentscheidung schon mal ungemein. Im Hinblick auf die Qualität lässt sich sagen, dass die beliebtesten Fenstersauger auf dem Markt auch tatsächlich die hochwertigsten sind.

Unterschiede lassen sich bei der Akkulaufzeit verzeichnen. Mit 60 Minuten ganz vorne mit dabei ist der Preissieger WX7-60CE1 von AEG. Das Gewicht spielt beim langen Arbeiten ebenfalls eine Rolle. Sehr leicht ist etwa der Vileda Fenstersauger Windomatic. Worauf du beim Vergleich der Akku-Fenstersauger achten solltest, ist die Kapazität der Tanks. Beim Schmutzwasser liegt das Fassungsvermögen bei den Saugern mit 100 bis 110 Millilitern noch nah beieinander. Anders sieht es da bei der Sprühflasche aus. Hier haben vier Geräte ein Füllvollumen von 250 Millilitern. Ausreißer nach oben ist mit 500 Millilitern der Leifheit Akku-Fenstersauger. Der Fensterreiniger im Test von Vileda hat mit 50 Millilitern hingegen ein extrem kleines Fassungsvermögen der Sprühflasche. Schlussendlich spielt der Preis eine Rolle. Denn bei sehr ähnlicher Qualität, Bedienkomfort und Funktionalität entscheidet nicht zuletzt auch dein Portemonnaie über den Kauf.

Wichtige Fragen zum Akku-Fenstersauger