Mechanik, Material, Trocknungsergebnis – unsere Testfaktoren

Von einer guten Salatschleuder erwarten wir, dass sie den nassen Salat schnell und gründlich von allem überschüssigen Wasser befreit. Und das sowohl bei grobem Radicchio, als auch bei zartem, jungen Blattspinat. Dabei dürfen die Blätter natürlich nicht zerstört werden. Das Material sollte robust und gut zu reinigen sein. Schön ist auch, wenn das Gerät leicht zu verstauen und nicht zu teuer ist. Wir haben 11 beliebte Modelle getestet. Davon vier aus Metall und sieben aus Plastik, eine mit Pumpmechanismus, fünf mit Kurbel, vier mit Seilzugtechnik und eines mit Ziehgriff. Dabei sind wir der Frage nachgegangen, welches System am besten und einfachsten funktioniert, also Salat schnell, gründlich und schonend trocknet. Welche Salatschleuder gut aussieht, wieviel man investieren muss und, ob auch alle Teile leicht zu säubern sind.

Nach diesen Kriterien haben wir getestet

  • Schleuderergebnis: Wie trocken wird nasser zarter Blattspinat und grober Eisberg- beziehungsweise Romanasalat?
     
  • Qualität: Aus welchem Material bestehen die Schüssel und der Deckel? Wie ist der Mechanismus verarbeitet?
     
  • Bedienbarkeit: Lässt sich die Schleuder leicht zusammenbauen? Steht sie sicher auf der Arbeitsplatte oder kippt sie leicht? Außerdem wollten wir wissen, wie einfach die Bedienung und wie anstrengend das Schleudern an sich ist. Das Fassungsvermögen und eventuelle Störfaktoren wie Quietschen und vieles mehr hat uns interessiert.
     
  • Reinigung: Welche Teile muss man von Hand reinigen, welche sind spülmaschinenfest? Können die Teile auseinandergebaut werden, um sie richtig zu säubern?
     
  • Unterbringung: Lässt sich das Gerät gut verstauen oder beansprucht es viel Platz im Schrank?

Alle 11 Schleudern im Überblick

Unser Testsieger: die edle Salatschleuder Gefu Speedwing

Bei der „Speedwing“ Salatschleuder von Gefu ist das Gesamtkonzept am stimmigsten. In Sachen Optik überzeugt die Schleuder auf ganzer Linie. Die Edelstahlschüssel sieht top aus und kann bedenkenlos auch als Dessertschüssel oder für Obst verwendet werden. Das Handling ist easy! Zumal die Speedwing als nur eine von zwei Schleudern, über eine aussagekräftige, separate Bedienungsanleitung verfügt.

Alle Teile lassen sich problemlos zusammenbauen. Der Deckel sitzt gut auf der Schüssel, das System steht dank Gummiboden und der robusten Bauweise sicher auf der Arbeitsfläche. Ein Zug am Seil mit idealer Länge genügt, schon kommt das Sieb in Schwung. Dabei zieht sich das Seil problemlos von selbst zurück in die Ausgangsstellung. Mittels Stopptaste kann die Drehbewegung des Siebs jederzeit unterbrochen werden. Die Reinigung ist ebenfalls einfach, da der Deckel zerlegbar ist, sich keine Reste darin verfangen können und die Schüssel in die Spülmaschine darf. Das Trocknungsergebnis nach 3 Seilzügen ist zwar nicht das beste von allen, liegt aber im oberen Bereich.
 

Fazit: Eine Salatschleuder für Leute, die bereit sind für eine schöne Optik und hochwertiges Material bei gutem Trocknungsergebnis tiefer in die Tasche zu greifen.

Preis-Leistungs-Sieger: die faltbare Salatschleuder Emsa Turboline

Die Salatschleuder von Emsa ist das einzige Modell, dass sich dank eingebautem, flexiblem Silikonband, platzsparend zusammenfalten lässt. Ein einfaches, gut funktionierendes Seilsystem sorgt schnell für den richtigen Schwung. Damit bekommst du sowohl feinen, als auch groben Salat anständig trocken. Der praktische Ausgießer im Deckel erleichtert dir die Handhabung. Wenn du mehr zu dem Platzsparwunder wissen möchtest, wirf einen Blick in unseren Einzeltest zur faltbaren Emsa Turboline.

Der Trocknungssieger: Salatschleuder ComfortLine von Leifheit

Betrachtet man die reine Trockenleistung, hat die Leifheit Salatschleuder die Nase vorn. Besonders beim Radicchio entspricht die Menge nach dem Schleudergang fast der, vom trockenen Produkt. Beim Blattspinat war die Differenz größer, was aber auch bei anderen Modellen der Fall war. Die durchsichtige, satinierte Plastikschüssel kann ohne Weiteres als Salatschüssel auf den Familientisch. Auch die kleine Erhebung am Schüsselboden für ein gutes Drehmoment beim Schleudern stört nicht. Der Deckel hat einen praktischen, erhabenen Griff zum Festhalten beim Schleudern, das Material wirkt aber eher billig.

Besonders nervig ist das lange Seil, das sich auch öfters nicht von selbst zurückgezogen hat. So musst du den Deckel auseinandernehmen und das Seil von Hand zurückdrehen. Ein anderes Mal ist das Seil so fest zurückgeschnalzt, dass sich der Deckel mitgedreht hat. Die Reinigung funktioniert gut – allerdings liegt das Seil relativ offen im Deckel und könnte unter Umständen mit der Zeit schmutzig werden.

Fazit: Wer nur Wert auf ein gutes Trocknungsergebnis legt und beim Handling gerne Abstriche macht, bekommt mit der Leifheit Comfort eine große, gute Salatschleuder.

Weitere getestete Salatschleudern

Du hast dich noch nicht genug im Kreis gedreht? Dann warten noch acht weitere Salatschleudern darauf, einen Platz in deiner Küche zu ergattern.

Für Tupper-Fans: Salat-Karussell von Tupperware

Das „Salat-Karussell“ von Tupperware ist das einzige Modell mit einem Extradeckel und abnehmbarem Silikonfuß. Aber mit nur 3,9 Litern Inhalt ist die Schleuder nicht allzu groß. Alle Teile sind in der typischen Tupper-Optik und aus Kunststoff. Der Kurbelgriff liegt beim Schleudern gut in der Hand. Wenn du wissen möchtest, wie gut das Salat-Karussell unsere Testsalate trocken bekommen hat, schau in unserem Tupperware Salatschleuder Einzeltest nach.

Für Einsteiger mit Anspruch: Salatschleuder Rotare von Gefu

Die Salatschleuder „Rotare“ von Gefu ist das zweitgünstigste Produkt im Test, von den Materialien aber deutlich wertiger als die billigste. Die durchsichtige Kunststoffschüssel kann sich nämlich durchaus bei Tisch sehen lassen, der weiß-mattierte Deckel sieht ebenfalls gut aus, wird aber schnell schmutzig. Die Kurbel zum Schleudern hat eine gute Größe, aber leider ist das Material an einer Stelle nicht ganz glatt und pikt etwas. Beim Schleudern musst du auch etwas aufpassen, dass du nicht mit der Kurbel an der Hand hängen bleibst, mit der man die Schüssel hält. Der Ausgießer im Deckel hingegen funktioniert gut. Das System ist leicht, daher ist es ein Kinderspiel das Wasser vom Salat abzugießen. Das Trocknungsergebnis beim Radicchio war ganz hervorragend, beim Spinat eher mittelmäßig. Die Reinigung ist einfach.


Fazit: Eine gute Kunststoff-Salatschleuder mit Kurbel für einen super Preis.

Die edle Schwester: Salatschleuder Emsa Turboline aus Edelstahl

Sie hat funktionell den gleichen Deckel wie der faltbare Preis-Leistungs-Sieger. Aber nicht in Weiß, sondern in dezentem Schwarz. Der Seilzug funktioniert tadellos, ist einfach zu bedienen und springt wunderbar in die Ausgangsposition zurück. Die Schüssel ist nicht aus Plastik und Silikon, sondern aus Edelstahl. Dadurch ist sie nicht nur schöner, auch die Reinigung ist einfacher, da sie in die Spülmaschine darf. Allerdings ist die Salatschleuder auch ein paar Euro teurer.

Das Sieb ist, wie bei allen anderen feststehenden Geräten, komplett durchgängig. Dadurch fällt das Trocknungsergebnis, besonders beim groben Radicchio, um einiges besser aus, als bei der Falt-Variante. Beim feinen Salat verhält es sich in etwa gleich. Als ein Manko sehen wir die scheinbar unnütze Turbotaste und das hörbare Quietschgeräusch an.

Fazit: Eine schönes, gut funktionierendes Familiengerät in Edelstahloptik im mittleren Preissegment.

Deckel und Schüssel ohne Plastik: Rösle Salatschleuder mit Glasdeckel

Die Salatschleuder mit der schönsten Schüssel meistert jeden Tischauftritt problemlos. Dazu kommt ein hochwertig verarbeiteter, schwerer Deckel aus gehärtetem Glas mit Silikonabdichtung und griffsicherer Kurbel. Und der Salat? Sagen wir mittelmäßig zufriedenstellend. Wenn du mehr zur schicken Edelstahlschleuder wissen möchtest, wirf einen Blick in unseren Rösle Salatschleuder Einzeltest.

Gut gepumpt: Salatschleuder Oxo Good Grip Steel

Die Salatschleuder „Good Grip Steel“ von Oxo ist im Test das einzige Modell mit Pumpsystem. Somit hat sie bei der Bedienung keine direkten Vergleichspartner. Die Schüssel aus Edelstahl sieht in jedem Fall gut aus. Der Deckel mit dem Antrieb wirkt etwas wackelig und scheint leicht auseinanderzufallen – das ist aber nur beim Abnehmen ein kleines Problem. Der große, globige Pumpmechanismus kann zum Verstauen versenkt und verriegelt werden, nimmt also nach oben keinen Platz weg. Bei der Bedienung muss beim ersten Drücken viel Kraft aufgewendet werden. Ist das System erstmal in Schwung, geht’s aber ganz leicht und macht sogar Spaß. Der Stand auf der Arbeitsfläche ist dank Silikonboden sehr gut. Das Schleuderergebnis ist bei beiden Salatarten eher mittelmäßig. Eventuell erzielt man bessere Trocknung bei häufigerem Pumpen.

Fazit: Wer eine Schleuder ohne Kurbel oder Seilzug, aber mit schöner Edelstahlsalatschüssel sucht, wird hier fündig.

Das Raumwunder zum Ziehen: Salatschleuder Twinzee

Die große Plastik-Salatschleuder von Twinzee hat uns nicht ganz überzeugt. Der Aufbau ist wirklich einfach und selbsterklärend. Auch der Ziehmechanismus mit dem großen Griff funktioniert tadellos und ohne großen Kraftaufwand. Die Erhebung im Deckel ist perfekt, um das Gerät gut zu halten und die kleinen Silikonfüßchen verhindern ein Rutschen auf der Arbeitsfläche. Durch die kleinen Löcher im Deckel kann das überschüssige Wasser gleich abgegossen werden, ohne alles auseinanderzubauen. Das Schleuderergebnis fällt in unserem Salatschleuder Test allerding nicht so gut aus und liegt nur im unteren Bereich. Vielleicht sind drei Züge dann doch zu wenig. Beim Material wirkt das Gerät eher billig. Die durchsichtige Schüssel hat eine ungewöhnliche Form. Außerdem befindet sich am Schüsselboden eine Art Plastiknase, damit sich das Sieb gut dreht. Das könnte abbrechen und etwas beim Mischen stören.
 

Fazit: Eine große Schleuder aus Plastik, die sehr einfach und komfortabel zu bedienen ist, aber viel Stauraum braucht.

Für den kleinen Geldbeutel: IKEA-Salatschleuder Tokig

Klein, billig und erfüllt den Zweck, könnte man bei der Tokig Salatschleuder von IKEA sagen. Die Schüssel ist zwar durchsichtig, taugt aber trotzdem nicht zum Servieren. Es sei denn, du legst auf Optik keinen Wert. Der Aufbau ist selbsterklärend. Der weiße Deckel schließt dicht ab und hat einen praktischen ausgestülpten „Hubbel“ an der Seite. Dieser dient zum Festhalten beim Kurbeln. Der Kurbelknauf selbst ist nicht sehr groß. Zum Abgießen des Wassers muss der Deckel abgenommen werden. Das Trocknungsergebnis ist im unteren Bereich, das Sieb war allerdings auch sehr voll bei unseren Mengen.

Fazit: Einsteigermodell für Singles und Studenten mit wenig Stauraum und Geld.

Einfach: Salatschleuder von Fiskars

Rein optisch wirkt die Salatschleuder fast wie eine klassische Teigschüssel. Der Deckel mit Kurbel ist in durchsichtigem Grau, so dass du beim Schleudern in die Schüssel schauen kannst, was uns gut gefällt. Leider ist der orangefarbene Kurbelknauf etwas klein. Für große Hände ein Problem. Außerdem haben wir Schwierigkeiten die Schüssel beim Schleudern richtig festzuhalten. Wir haben den Arm an der Seite daraufgelegt, dann ging es ganz gut. Der Deckel muss zum Wasser abgießen abgenommen werden, weil kein Auslauf vorhanden ist. Die Reinigung funktioniert problemlos. Die eigentliche Funktion, also Salat zu trocknen war leider nicht optimal und lag bei beiden Sorten im unteren Bereich.

Fazit: Für Fans von klaren Linien, die kleine Hände haben und für ein gut verarbeitetes Kunststoffprodukt, nicht zu viel bezahlen wollen.

So haben wir die Salatschleudern getestet

Salat ist nicht gleich Salat. Daher haben wir die Schleuderwirkung sowohl bei feinen, als auch bei groben Blättern gemessen. Als Ausgangswert für die Messung dienten jeweils 150 Gramm trockener Blattspinat sowie 200 Gramm trockene Radicchio-Blätter. Danach haben wir den Salat gewaschen, tropfnass in die Schleuder gefüllt und alles gewogen. Bei den Schleudern mit Seilzugsystem und beim Ziehgriff haben wir je dreimal gezogen, beim Pumpsystem dreimal gedrückt und bei den Kurbelmechanismen drei Sekunden gedreht.

Nachdem sich das System von alleine ausgedreht hatte, haben wir das Wasser aus der Schleuder abgegossen und gewogen. Als Gegenprobe haben wir nochmal den Salat samt Schüssel gewogen, um das Gewicht des geschleuderten Salats zu ermitteln. Am besten funktioniert demnach das System, bei dem das Gewicht des Salats nach dem Schleudern, dem des trockenen entspricht.

Gut zu wissen

  • Bei sehr nassem Salat ist es sinnvoll zwischendurch das Wasser abzugießen. Denn sonst steht das Sieb im Wasser und schleudert dieses immer wieder hoch.
  • Wir finden, dass Systeme mit Kurbel schwieriger zu bedienen sind, als Systeme mit Seilzug, Pumpe oder Ziehgriff. Den bei diesen muss man sich immer erst überlegen, wie man die Schleuder am besten festhält.

Überlegungen zum Kauf einer Salatschleuder

Vor dem Kauf solltest du dir einige Fragen stellen:

  • Aufbewahrung: Wieviel Stauraum habe ich? Kleine Schleudern wie von IKEA oder Tupperware lassen sich platzsparen verstauen. Auch die Faltschleuder von Emsa ist da eine gute Wahl.
     
  • Einsatzzweck: Will ich nur Salat schleudern, oder soll die Schleuder mehr können (Vorratsgefäß, Salat-/Dessert-/Teigschüssel)? Salatschleudern mit einer Edelstahlschüssel lassen sich universell einsetzen. Modelle aus Kunststoff sehen schnell billig auf dem Esstisch aus.
     
  • Spülmaschinengeeignet: Möchte ich die Salatschleuder in die Spülmaschine packen? Dann sollte sie dafür ausgelegt sein. Die Edelstahlschüsseln dürfen in der Regel in den Geschirrspüler.
     
  • Budget: Von der günstigen Kunststoffschleuder für unter 10 Euro bis hin zur hochwertigen Schleuder mit Edelstahlschüssel für knapp 70 Euro ist alles vertreten. Also eine Sache der Prioritäten.

Außerdem kommt es noch auf die Art des Antriebs an. Bei Salatschleudern mit Kurbel sollte diese gut in der Hand liegen und die Schleuder einfach beim Kurbeln festzuhalten sein. Zudem muss der Deckel dicht halten und die Schüssel nicht auf der Arbeitsplatte hin- und herrutschen.
Bei Schleudern mit Seilzug hingegen ist ein automatischer Einzug des Seils sinnvoll. Ein Seilsystem, das im Deckel verbaut ist, verhindert eine Verschmutzung des Seils. Auch hier sollte der Deckel fest sitzen und sich beim Schleudern nicht drehen.

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